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Spielname:
Destiny of Spirits

Typ:
PSN Spiel

PSN Preis:
kostenlos

Publisher:
Sony

Developer:
Sony Japan

Genre:
Strategie

Release:
25.03.2014 (erschienen)

Multiplayer:
1 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre

Screenshots:
Spiel mögen:

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Kurztest: Destiny of Spirits

Altin Bujupaj, 09.04.2014

3075°

3

Test mögen: Weitersagen:

Neben Ostereiern und Schokohasen ist auch im PSN-Store ein Geschenk gesichtet worden. In Form des Begriffes "Free to Play" hat sich das Spiel Destiny of Spirits im Store eingenistet. In Europa und USA sorgt das Konzept für viel Angst – denn in vielen Fällen sind diese Spiele alles andere als gratis. Handelt es sich bei Destiny of Spirits um ein leckeres Schoko-Ei oder sollte man von diesem Spiel lieber Abstand halten? Finden wir es heraus!

Schnapp‘ dir alle Seelen!
Bei Q Entertainment’s F2P-Titel spielt ihr, wie der Name es andeutet, mit Seelen verstorbener Helden. Diese sind zum größten Teil fiktiv und dienen dem Spieler als Waffe für den Kampf gegen die Bösewichte. Eine Story ist hier vorhanden, doch leider fällt diese unter die klischierte Kategorie "Gut gegen Böse" und besitzt wenig Substanz oder Tiefgang. Und wie sieht es mit dem eigentlichen Spiel aus? Destiny of Spirits folgt dem klassischen Rollenspiel-Prinzip: Mit einem Ensemble an Seelen bekämpft ihr die Feinde wie man es von Rollenspielen wie Final Fantasy oder Phantasy Star kennt. Jede Seele besitzt ein Element, welches gegen ein anderes stark und gegen ein weiteres eher schwächer ist. In anderen Worten haben wir es hier mit einem Schere-Stein-Papier-Prinzip zu tun. Des Weiteren gibt es diverse Wege, wie der Spieler an die Seelen rankommen kann. Zum einen gibt es die Möglichkeit, stärkere Seelen nach einem Kampf in das Ensemble anzunehmen und für sich kämpfen zu lassen. Dann kann der Spieler auch seine vorhandenen Seelen mit anderen kombinieren und somit neue Helden erschaffen. Eines der größeren Features ist dann die Funktion von Local Data. Ist diese bei der Vita eingeschaltet, ortet das Spiel die Umgebung in der sich der Besitzer befindet und passt die fangbaren Seelen dementsprechend der Natur/Element an. Der Schlüssel hierbei ist, viele weitere Spieler zu finden oder sich mit diesen anzufreunden, um ein sehr vielfältiges Team besitzen zu können. Glücklicherweise beschränkt Destiny of Spirits das Freundesspektrum nicht nur den europäischen Kontinent, sondern umschließt auch Amerika und Asien. Jede der Seelen, die der Spieler besitzt, hat zudem eine Lebensenergie, welche bei zu viel Schaden in Kämpfen ausgeschöpft wird. Hier kann sich dann der Spieler entscheiden für eine Zeitspanne (15 Minuten) zu warten, oder…

Mikrotransaktionen: "Man nennt mich auch den Spielverderber!"
…echtes Geld herauszurücken. Und hier zeigt sich leider das teils wahre Gesicht des Spieles. Das Verstärken der Seelen und die Kombination mehrerer Seelen in einem Team kostet Punkte, die entweder durch zahlreiche Kämpfe gewonnen werden können, oder wenn der Spieler einwilligt echtes Geld zu bezahlen. Hier hört der Teufelskreis allerdings nicht auf: Das Wiederbeleben der Seelen erfolgt auch über Mikrotransaktionen und sogar diverse Charaktere (Seelen) werden dem Spieler für echtes Geld angeboten. Gut zu erwähnen ist hierbei, dass Destiny of Spirits sich nicht vor Gastauftritten scheut: Seien es Protagonisten von Knack oder auch solche aus dem Vita-Hit Gravity Rush. Leider geben diese Seelen dem Spieler einen sehr großen Kampfvorteil voraus, da diese sie über sehr viel Stärkepotenzial verfügen und so alle sonstigen in den Schatten stellen. Auch beim Erwerb von sogenannten Destiny Orbs steht dem Spieler eine noch stärkere Fusion von Seelen zur Verfügung. Glücklicherweise bleibt dem Spieler die Option, voll und ganz ohne Mikrotransaktionen auszukommen, doch bleibt jedem passionierten Zocker der trübe Nachgeschmack und das Echo von "Pay-to-Win" im Hinterkopf.

Eindimensionale Zweidimension
Die Grafik bei Destiny of Spirits ist sehr schwach: Die Charaktermodelle sind hauptsächlich zweidimensional und animationslos, während bei zahlreichen Zauberattacken auf Special Effects gesetzt wird. Allerdings sind selbst diese sehr schlicht und das Spiel wäre zweifelsohne mit einem PS1-Titel zu vergleichen. Glücklicherweise stört diese jedoch kaum, da das Spielprinzip weder auf dreidimensionale Umgebungen setzt oder von diesen profitieren würde. Mehr als nur ein statisches Bild pro Seele hätte aber dem Spiel auch nicht geschadet. Der Sound des Spieles ist so blass und monoton wie die oben erwähnte Grafik – hier hätte man zumindest ein bisschen Arbeit reinstecken können!



Fazit:
Destiny of Spirits macht vieles falsch aber auch vieles richtig: Das Gameplay funktioniert sehr gut und macht in vielen Momenten außerordentlich Laune, bis dann jedoch Gevatter Free-to-Play kommt und dem Spaß eine über das Gesicht pfeffert. Wären die Mikrotransaktionen nur von kosmetischer Natur, hätte das Spiel definitiv ein großer Hit werden können, doch bleibt Destiny of Spirits gerade mit diesen eine eher mühselige Erfahrung. Wer hier auf der Suche nach einem Spiel für zwischendurch ist, kann seine Freude finden, doch versucht man sich intensiv mit dem Spiel auseinanderzusetzen, wird man früher oder später regelrecht zur Kasse gezwungen.

Mixt sich einen Seelen-Cocktail – Altin Bujupaj für PlanetVITA.de

Leserwertung:

*****

Super
Deine Wertung:

-
Im Ansatz guter F2P-Titel mit der üblichen Mikrotransaktions-Krankheit

Wertung

interessantes und spaßiges Spielkonzept...

Location Data wird kreativ umgesetzt

sehr viele Charaktere und Gastauftritte!

...welches aber von Mikrotransaktionen lebt

Grafik und Sound sind enttäuschend

Wolf (Mikrotransaktionen) im Schafpelz (F2P)

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3 Kommentare