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Spielname:
Fez

Typ:
PSN Spiel

PSN Preis:
9,99 €

Publisher:
Sony

Developer:
Polytron Games

Genre:
Jump 'n' Run

Release:
26.03.2014 (erschienen)

Multiplayer:
1 Spieler

Altersfreigabe:
Ohne Alterseinstufung

Screenshots:
Spiel mögen:

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Kurztest: Fez

Lisa Spitzer, 07.04.2014

2695°

6

Test mögen: Weitersagen:

Wenn ich das Wort 'Marshmallow' höre, denke ich an Sommer, an Grillen, an Freunde und vielleicht auch an dieses Spiel, bei dem man sich möglichst viele Marshmallows in den Mund stopfen muss. Aber in Verbindung mit einem Fez, also einem türkischen Hut, habe ich es vorher noch nie gebracht. Das änderte sich nun, denn im neuen Indie-Jump'n'Run Fez vom Entwickler Polytron Games geht es um ein Marshmallow-Männchen mit ebenjenem kultigen Accessoire. Ob das Spiel jedoch neben dem außergewöhnlichen Protagonisten noch mehr zu bieten hat, werden wir in diesem Test herausfinden!

Damals, als alles noch platt war ...
Eigentlich lebt unser Marshmallow mit Namen Gomez in einer einfachen Welt – einfach und zweidimensional. Dies ändert sich jedoch schlagartig, als er kurz nach dem Aufstehen von einem ebenso platten Männchen namens Geezer zum Dach des Dorfes gerufen wird. Hat er sich einmal nach oben gekämpft, erwartet Gomez das Unglaubliche: nach einem Erdbeben erscheint plötzlich ein riesiges Hexahedron (für alle, die das verständlicherweise nicht kennen: ein Körper mit sechs Flächen) am Himmel, kurz bevor auch die Welt plötzliche eine Dimension dazu erhält. Als wäre das noch nicht genug, steigt von oben herab ein Fez, jener Hut, von dem wir eben schon gesprochen haben, und verleiht Gomez die Fähigkeit, die Perspektive zu ändern – was sich im Laufe seines bevorstehenden Abenteuers als wichtigste Hilfe entpuppen soll. 'Was ist das denn für ein Abenteuer?', fragt man sich vielleicht, 'ist doch schön, wenn seine Welt jetzt dreidimensional ist.' Nun, es ist natürlich nicht alles Friede-Freude-Eierkuchen, denn beim Umschwung von 2D auf 3D ist nicht alles glatt gegangen: der riesige Himmels-Würfel ist in seine Einzelteile auseinandergebrochen. Und das sorgt leider dafür, dass auch die Welt als solche instabil ist. So liegt es jetzt an Gomez, die Würfelsplitter einzusammeln, und so zu verhindern, dass die Welt in schwarze Löcher gesogen wird. Dabei ist er jedoch nicht auf sich alleine gestellt, sondern hat Dot, einen bunt erstrahlenden würfelähnlichen Begleiter, der um ihn herumschwirrt und ihm nützliche Tipps liefert, was mich dann sofort an Links Fee aus dem Spiel Zelda erinnerte.

Kontraste für das Spielvergnügen
Unter anderem zeigt sich bei diesem Begleiter das wahre Potenzial des Spiels. Denn die Umgebung an sich kommt auch im 3D-Zustand im Retro-Look daher. Häuser, Bäume oder sogar Tiere sind aus Blöcken aufgebaut. Das hat zugegebenermaßen einiges an Charme. Doch es sind diese kleinen hochauflösenden und grafisch modernen Einwürfe, die durch den Kontrast die Grafik zu etwas besonderem machen. Unter anderem hätten wir da nun einmal Dot, der stets in HD umher schwirrt und so noch einmal heraussticht. Auch einige andere Sequenzen im Spiel zeigen, wie schön der Kontrast zwischen Alt und Neu sein kann und sorgen dafür, dass der Spieler den gewissen 'Wow-Moment' erlebt. Doch auch jenseits der ansprechenden Grafik ist das Spiel wirklich nicht ohne. Da hätten wir beispielsweise auch den Sound, der durch teilweise elektronische Sound-Effekte besticht und ebenso einen Kontrast zur hauptsächlich einfachen Grafik bietet.

Und auch das Gameplay kann punkten: So muss Gomez nun, da er als Retter der Welt auserkoren wurde, sämtliche Dimensionen durchforsten und gelangt durch das Wenden der Perspektive an Orte, die er vorher nicht erreichen konnte. Um zu verstehen wie das funktioniert, muss man wissen, dass beispielsweise Flächen, die in einer Perspektive weit auseinander liegen, beim Ändern der Perspektive zu einer verschmelzen können. Das heißt, dass nicht nur die Perspektive geändert wird, sondern sich die Welt praktisch an die Sicht angleicht , die man gerade hat. Hört sich vielleicht etwas kompliziert an, doch beim Spielen gewöhnt man sich schnell daran. Durch eben dieses Hin- und Herdrehen der Welt kommt dann auch der Rätsel-Faktor ins Spiel, denn man muss immer wieder durchblicken, in welche Sicht man denn nun wechseln muss, um auf eine bestimmte Fläche zu gelangen. Hat man sich dann vielleicht doch einmal verschätzt und stürzt ab, dann spawnt man sofort wieder an die Stelle, an der man vorher gestanden hat. Zum einen sorgt das für einen guten Spielfluss, weil man nicht lange warten muss, jedoch kann es auch zum Problem werden, wenn man einmal ungünstig steht und nicht gut wegkommt.

Fragen wir lieber einmal nach dem Weg
Mein viel größeres "Problem" bei Fez war jedoch, was ich vorher nicht erahnt hatte, die Übersicht zu behalten. Denn als kleines Spiel kann man es nun wirklich nicht bezeichnen. Obwohl man am Anfang denkt, dass jedes Level ja schnell vorüber ist, kommen immer mehr dazu. Das Problem dabei ist, dass man beinahe jedes Mal, wenn man durch eine Tür geht, in einer anderen Dimension landet, in einem anderen Level, obwohl man in dem vorherigen noch nicht einmal alles eingesammelt hat. So sind alle Level verbunden und es dauert nicht lange, bis man nicht mehr wirklich sagen kann, wo man gerade ist. Da ist allerdings die Weltkarte wirklich sehr praktisch, sonst würde der Durchblick schlichtweg verloren gehen.



Fazit:
Nach diesen Beschreibungen kann man es wahrscheinlich schon erahnen: ich bin hin und weg von Fez. Ein neues, interessantes und liebevoll gestaltetes Gameplay zusammen mit dem Zusammenbringen von alten und neuen Grafikelementen machen dieses Spiel zu einem wahren Vergnügen. Und auch ist es nicht zu kurz, sondern garantiert durch die ineinander verwobenen Levels ein langes Suchen nach Würfelsplittern, ohne langweilig zu werden. Von mir gibt es eine Empfehlung!

Hat sich bei der Suche nach Würfelsplittern heillos verlaufen: Lisa Spitzer für PlanetVita.de

Vielen Dank an Sony für die freundliche Bereitstellung des Reviewcodes.

Leserwertung:

*****

Noch keine
Deine Wertung:

-
Kultiges Spiel mit cleverem Perspektiven-Wechsel.

Wertung

durch viele verwobene Levels langes Spielvergnügen ...

Kontrast von alten und neuen Grafikelementen sehr ansprechend

interessantes, neues Spielprinzip

hoher Rätselfaktor

... doch hohes Risiko, den Überlick zu verlieren

beim Tod Respawnen auf derselben Stelle, d.h. hohe Wahrscheinlichkeit, direkt wieder zu sterben

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6 Kommentare