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Spielname:
The Lego Movie Videogame

Typ:
PSVita-Spiel

Publisher:
Warner Bros. Interactive

Developer:
TT Games

Genre:
Action Adventure

Release:
11.04.2014 (erschienen)

Multiplayer:
1 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre

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Review: The Lego Movie Videogame

Stefan Thiermann, 13.04.2014

2223°

0

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Es gibt diverse Entwicklerstudios, in denen Spiele anscheinend am Fließband produziert werden. Wollte man denn ein klein wenig bösartig sein, könnte man Traveller’s Tales das durchaus unterstellen. Bei der Masse an Lego-Titeln, die dauernd für die verschiedensten Systeme erscheinen, liegt diese Vermutung auch nahe. Das Ganze muss aber nicht zwangsläufig in schlechten Spielen ausarten – oder doch? Exerzieren wir das doch anhand von The Lego Movie Videogame einmal durch!

Alles beim Alten
Das Spiel bietet eines der wenigen für Legospiele einzigartigen Szenarien. Verwurstet man sonst meist aktuelle Filme oder Superhelden, handelt es sich hier – wie der Name schon sagt – um die Versoftung des hauseigenen Lego Movies. Der hat dann auch eine für die Serie typische alberne Story, inklusive des charakteristischen Humors. Der gewöhnliche Bauarbeiter Emmett erfährt eines schönen Tages, dass er der Retter des Universums sein soll – eine Aufgabe, die ihm dank kompletter Unfähigkeit schnell über den Kopf wächst. Zum Glück kommen ihm dabei alte Bekannte zu Hilfe: Batman, Superman und einige weitere Charaktere stehen ihm zur Seite. Sie alle haben serientypisch verschiedene Fähigkeiten, mit deren Hilfe ihr euch durch die Levels manövriert. Die Story wird in recht schicken Rendersequenzen erzählt, die allerdings hier und da aus dem Zusammenhang gerissen wirken. Man hat zum Teil das Gefühl, dass hier nur ein Grund geliefert werden soll, damit man sich nicht wundert, warum dieser oder jener Charakter plötzlich auftaucht. Alles in allem, vereinen sich mit dem Humor, den verschiedenen Protagonisten mit ihren individuellen Fähigkeiten, sowie bekannten „Gesichtern“ aus anderen Medien die typischen Bausteine (Ha!) eines jeden Lego-Titels auch hier – so weit, so wenig überraschend also.

Everything is awesome… or probably not
Leider handelt es sich bei The Lego Movie Videogame wieder einmal um eine abgespeckte Version der Konsolenvorbilder. Mit anderen Worten: Statt hübscher Comic-Grafik bekommt man eine arg schmucklose Optik aus der isometrischen Perspektive serviert, die so gar nicht liebevoll daher kommt. Das Ganze läuft zwar flüssig, sieht aber auch mit seinen teils monotonen Abschnitten nach nicht viel aus. Obendrein ist die Spielzeit mit ihren ca. fünf Stunden nicht sonderlich hoch – einige Levels sind buchstäblich nach einer halben Minute vorbei. Der spielerische Anspruch hält sich ebenfalls in Grenzen. Dass man an einigen Stellen Charaktere auswählen muss, die über diese oder jene Fähigkeit verfügen, sorgt immerhin für etwas Variantenreichtum. Derartige Puzzles bleiben aber hinter ihren Möglichkeiten zurück, da es sich meist nur um simples Hebelbedienen oder sonstige Banalitäten handelt. Dazu kommt, dass man pro Level nur drei Protagonisten zur Auswahl hat – kommt man an einer Stelle nicht weiter, reicht meist simples durchschalten derselben, zumal an diesen Punkten auch angezeigt wird, ob ein Charakter nun gerade von Nutzen ist oder nicht. Hat man den richtigen Klötzchenfreund ausgewählt, gilt es nun weniger spannende Eingaben auszuführen, die das Spiel von einem fordert: wild über den Touchscreen wischen oder auch mal auf einen Button hämmern ist meist angesagt. Für etwas Motivation sorgen lediglich die pro Abschnitt zehn Zusatzziele, mit denen man neue Charaktere freischalten kann. Die können zum Beispiel so aussehen, dass man eine bestimmte Anzahl von Plakaten beschmieren, bestimmte Teile zerstören oder so und so viele Gegner zu Plastikschrott kloppen muss. Das alles ist nicht sonderlich kreativ, sorgt aber immerhin für etwas Motivation abgesehen vom reinen Durchspielen. Ebenso lassen sich durch Studs (kleine Lego-Steine, die als Ingame-Währung dienen und überall verteilt sind) weitere Charaktere freischalten. Das Gameplay bietet dabei insofern einigen Variantenreichtum, als das hier und da vom üblichen Alles-zerkloppen-und-jeden-Hebel-umlegen-Schema abgewichen wird. Beispielsweise gibt es eine kurze Fahrt mit dem Batmobil, in der man zahlreichen Hindernissen ausweichen muss – spaßig, aber ebenfalls in unter einer Minute vorbei. Ebenso bietet der eine oder andere Bosskampf anspruchslose Abwechslung zum übrigen Geschehen.

Sound
In dieser Kategorie fällt zuerst das Titelstück ein, das Ohrwurmcharakter besitzt. Die Textzeile „Everything is awesome“ und wie sie in diesem Lied gesungen wird, hat mich bis in den Schlaf begleitet. Davon ab, bietet der Titel Standardkost, die das Geschehen gut untermalt. Ärgerlich ist lediglich ein Sound-Bug, durch den ich abgesehen von der Musik keinerlei Effekte mehr hatte.



Fazit:
Man hat es einmal mehr verpasst, bei The Lego Movie Videogame eine Umsetzung der Konsolenversion auf die Vita zu bringen. Das Spiel macht zwischendurch zwar Spaß, steht den großen Vorbildern aber in nahezu allen Belangen nach. Die kurze Spielzeit, ein ärgerlicher Sound-Bug, sowie Grafik von vorgestern machen das Ganze zu einem zweifelhaften Vergnügen. Trotzdem können die zahlreichen Levelziele, das Freischalten von neuen Charakteren, sowie die humorvollen Rendersequenzen für ein gewisses Maß an Motivation sorgen. Unterm Strich gibt es aber zu wenige positive Punkte, als dass man hier eine klare Kaufempfehlung aussprechen könnte. Das Problem ist dabei nicht, dass das hier kein Port der Wii U- Xbox 360- und PS3-Variante ist, sondern die offenkundige Lieblosigkeit der Handheld-Umsetzung.

Hat noch eine riesige Kiste Lego auf dem Dachboden: Stefan Thiermann für PlanetVita.de

Vielen Dank an Warner Interactive für die freundliche Bereitstellung des Rezenionsexemplares!

Leserwertung:

Noch keine
Deine Wertung:

-
Wieder einmal lieblose Diät-Variante der Konsolenvorbilder.

Wertung

SPIELWELT:

6.0

ABWECHSLUNG:

5.0

GRAFIK:

3.0
5
von 10

humorvolle Zwischensequenzen...

kombinieren verschiedener Charaktere…

netter Soundtrack…

einigermaßen motivierende Levelziele

…die manchmal aus dem Zusammenhang gerissen wirken

…was weitgehend anspruchslos genutzt wird

…mit ärgerlichem Sound-Bug

Grafik von vorgestern

kurze Spielzeit

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