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Spielname:
Demon Gaze

Typ:
PSVita-Spiel

Publisher:
NIS America

Developer:
Experience Inc.

Genre:
Rollenspiel

Release:
25.04.2014 (erschienen)

Multiplayer:
1 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre

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Review: Demon Gaze

Altin Bujupaj, 28.04.2014

6283°

12

Test mögen: Weitersagen:

Ein Jahr ist es schon her, seitdem Japan sich mit Demon Gaze vergnügen kann. So lange mussten wir Europäer warten und nach anderen Spielen suchen. Doch nun ist es hier und ich konnte mir einen ausführlichen Blick auf das Spiel erlauben. In der Erwartung stand für mich ein waschechter Dungeon Crawler vom gleichen Kaliber wie Etrian Odyssey oder früherer Wizardry-Teile. Doch muss ich eingestehen, dass sich nicht alle meine Wünsche erfüllen konnten! Warum Demon Gaze vielleicht nicht die erste Wahl für bestimmte Spieler sein könnte, finden wir weiter unten heraus!

Choose your 2D-Picture!
Ist das Spiel heruntergeladen, kann das Abenteuer schon losgehen. Hier sollte man je nach Verbindung aber nichts Großes planen – das Spiel ist 514 MB klein. Definitiv eines der Fliegengewichte in der Vita-Liga. Und das lässt sich auch flott beim Start des Spieles sehen. Am Bildschirm ist ein kleiner Rand mit einem Zahnrad markiert, welches vermutlich für die Ladezeiten stehen könnte, dachte ich zumindest. Doch allerdings bleibt dieser Bereich immer dunkel. Scheint so, als würde dies die Auflösung des Spieles um eine minimale Menge verringern. Kein großer Störfaktor, aber überrascht hat es mich trotzdem. Nach einem lieblichen Intro-Filmchen, wird der Spieler mit einem Menü begrüßt. Zur Auswahl stehen New Game und Optionen. Bei den Optionen kann sich der Spieler bei den Stimmen zwischen Englisch und Japanisch entscheiden. Beide klingen sehr dezent und sind im Spiel trotz der Größe, vertreten. Daraufhin sucht ihr euch ein Porträt aus, welches euren Charakter im ganzen Verlauf des Spieles definieren soll. Eine Klasse oder einen Job kann man sich jedoch nicht aussuchen. Daraufhin wacht ihr als Held/Heldin in einem Kerker auf, in welchem ganz zufälligerweise auch ein Dämon hausiert. Nachdem ihr euch gegen diesen bewiesen habt und euch mit der Steuerung vertraut machen konntet, findet ihr heraus, dass ihr in einem Hotel wart. Und außerhalb dieses Hotels schwirren haufenweise Monster und Feinde umher. Klingt nach viel Spaß und Freude, nicht wahr?

Dämonen kontrollieren, Freunde machen und Miete zahlen!
Grundsätzlich ist das Hotel eure Einsatzbasis: Hier kauft ihr Heilmittel, neue Waffen, könnt euer Team organisieren und Gespräche mit einigen NPC’s führen. Eine Story scheint das Spiel an wenigen Stellen zu haben, doch kam mir diese sehr mager und gefüllt mit Stereotypen vor. Beispielsweise habt ihr am Anfang des Spieles eine coole Mentorin mit einer mysteriösen (lange betont!) Vergangenheit. Dann wird sich noch herausstellen, dass die Vermieterin des Hotels, Fran, auch nicht unbedingt die Person ist, welche sie zu geben scheint. Im Großen und Ganzen füllen sich hier die Buchseiten des Japano-RPG’s. Ihr sucht zuckersüße Mädels mit einem unermesslich niedlichen Tonfall? Ihr sehnt euch nach Szenen die vor Fanservice nahezu glühen und zahlreiche Anspielungen (if you know what I mean) besitzen, so werdet ihr bei Demon Gaze definitiv fündig. Für mich persönlich war die Story kein großer Segen, doch kann ich den Reiz für viele andere Fans dieses Genres in ihr erkennen. Glücklicherweise hat mich das Gameplay mehr überzeugt: In rundenbasierter Manier befehligt ihr eure Charaktere und führt so Angriffe, Verteidigungsmanöver oder auch Zaubereien aus. Etwas mehr Strategie bietet da die Positionierung eurer Charaktere: Ähnlich wie bei anderen Dungeon Crawlern habt ihr eine Front- und Hecklinie. An der Front empfehlen sich Tanks oder Nahkämpfer, während weiter hinten die Zauberer oder Bogenschützen ihre Aufgabe erledigen sollten. Was jedoch Demon Gaze von der Menge abheben kann, ist das Beschwören der Dämonen. Simpel ausgedrückt fungieren die Dämonen die ihr in Besitz nehmt, wie diverse Buffs. Ein Dämon greift beispielsweise auf eigenen Willen eine feindliche Einheit an oder heilt einen eurer verletzten Helden. Pro Spielzug kann euer Hauptcharakter auch eine besondere Fähigkeit des Dämonen einsetzen, oder den Dämonen aus dem Kampf auslassen. Entscheidet man sich für ersteres, sollte man jedoch darauf achten, den Dämonen nicht zu lange auf freien Fuß zu lassen. Ähnlich wie ein Insanity-Meter, kann euer Dämon bei zu langem Gebrauch die Kontrolle verlieren und sich sogar gegen euch wenden. Dies verleiht dem Spiel glücklicherweise im Bereich des Gameplays etwas mehr Dynamik und Vielfalt. Auch die Spiellänge kann sich durchaus sehen lassen: Mit mehr als 20 Stunden im Spiel drinnen, ist noch kein Ende für mich in Sicht.

Grafik und Sound: Hier gibt es Schnäppchen!
Die Grafik in Demon Gaze ist für mich tatsächlich ein zweischneidiges Schwert: Einerseits besteht die Grafik alleine durch die Prämisse davon, dass es sich hier um einen Dungeon Crawler handelt, ausschließlich aus statischen 2D-Bildern. Die Dungeons und diverse Stadtareale sind natürlich in 3D zu erkennen, doch sind diese kaum der Rede wert. Und dann kommt die andere Seite des Schwertes: Das Design sieht super aus! Die Charaktere sind trotz ihrer Limitationen sehr stilvoll und individuell gezeichnet und auch die Monster sehen sehr detailliert und kreativ gestaltet aus. Im zeichnerischen Niveau würde ich glatt sagen, dass mir die Charakterdesigns und vor allem die Designs der Monster mehr gefielen als bei Class of Heroes oder auch Etrian Odyssey. Doch der Sound wirkt da nicht so begeisternd: Über die Vita-Lautsprecher sind kaum Unfeinheiten zu vernehmen, doch mit Kopfhörern klingt der Sound in einigen Stücken sehr körnig und platt. Hier würde ich glatt von der Annahme ausgehen, dass dies etwas mit der Gesamtgröße des Spieles zu tun hat. Problematisch wurde das jedoch kaum, da das Spiel sowohl über Dual-Audio als auch Dual-Text besitzt! Ihr lest richtig: Demon Gaze kann der Otto-Normalspieler sogar mit japanischen Text anzocken! Mit voller Mut und der Hoffnung, dass meine bisherigen Japanischkenntnisse ausreichen würden, musste ich jedoch nach einer Stunde das Handtuch werfen und wieder auf Englisch umspringen.

Features und weiteres Misslungenes!
Neben der zufriedenstellenden Spiellänge besitzt Demon Gaze noch weitere Features, die das Spiel bereichern. Einerseits finden sich für Trophäensammler zahlreiche Trophies und auch der Schwierigkeitsgrad im Spiel kann nach Belieben geändert werden. Hier hat man die bunte Auswahl von Kalt, Mild, Warm und Heiß. Auf der Normaleinstellung wirkte mir das Spiel etwas zu leicht – einen Tick "wärmer" und es wurde dann auch durchaus spannend bei einigen Auseinandersetzungen. Ein weiteres Feature – und da könnt ihr euch festhalten – gibt Demon Gaze eine Würze an Demon’s/Dark Souls! Und nein, natürlich müsst ihr nicht zehntausendmal sterben nur um an die etwas pralle Dämonin vorbeizukommen – der Vergleich mit der Souls-Reihe wird mit dem Community-Feature verbunden. So könnt ihr beispielsweise an einer Stelle im Level eine "Nachricht" hinterlassen, welche im Wortsalat sowas heißen kann wie "Vorsicht, geheime Tür auf 12 Uhr" oder "Starker Boss im Anmarsch" - in vielen Fällen durchaus eine hilfreiche Sache! Was mich jedoch etwas verstörte war die Abwesenheit eines Quicksave-Features. Nicht nur kann das die Spielbarkeit sehr stark schmälern, doch können einige Quests durchaus Zeit beanspruchen, wodurch Demon Gaze eher an Heimzocker anstelle von Gelegenheitsspieler außerhalb der vier Wände empfohlen werden kann.



Fazit:
Demon Gaze war definitiv eine eigenartige Erfahrung für mich. Zwar ließ mich die Story und größtenteils auch die Charaktere in der Welt so kalt wie Vanilla Ice, dennoch muss ich aber gestehen, dass mich das Gameplay und das Design des Spieles des Besseren belehrt haben. Das Gameplay ist "easy to learn, hard to master" und auch die härteren Schwierigkeitsgrade können einiges vom Spieler abverlangen. Die Spiellänge kann sich mit deutlich mehr als 20 Stunden sehen lassen und für diese kleine Datengröße bekommt der Spieler eine Delikatesse, an die er lange beißen kann. So sei für hungrige aber der Hinweis: Besitzt eine große Menge an Japan und "Die Story, die ich schon kannte."

Besitzt ein 5-Mann-Team aus muskelbepackten Zwergen: Altin Bujupaj für PlanetVITA.de

Vielen Dank an Flashpoint für die freundliche Bereitstellung des Review-Codes!

Leserwertung:

Noch keine
Deine Wertung:

-
Im Ansatz ein guter Dungeon Crawler, welcher aber durch seine Story nur eine gewisse Fanbase interessieren könnte!

Wertung

STORY:

5.0

SPIELEWELT:

7.0

GAMEPLAY:

8.0
7
von 10

flüssig und leicht verständliches Gameplay

einstellbare Schwierigkeit

lange Spieldauer für wenig Speicher

wunderschönes Charakter- und Monsterdesign

Dual-Audio und Dual-Text!

Story fällt komplett flach aus

keine Quicksave-Funktion

etwas niedrige Sound-Qualität

etwas mehr Klassenvielfalt hätte auch nicht geschadet!

Wie werten wir?

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12 Kommentare