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Spielname:
Conception 2: Children of the Seven Stars

Typ:
PSVita-Spiel

Publisher:
Atlus

Developer:
Spike Chunsoft

Genre:
Rollenspiel

Release:
14.05.2014 (erschienen)

Multiplayer:
1-2 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre

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Conception 2: Children of the Seven Stars

Review: Conception 2: Children of the Seven Stars

Altin Bujupaj, 14.05.2014

3540°

0

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Da hat mir der elektronische Postbote von Atlus aber ein richtig merkwürdiges Spiel in den Briefkasten hinterlassen! Mit dem Namen Conception II: Children of the Seven Stars habe ich alleine von der Prämisse so viele Kinder zu zeugen wie nur möglich, ein richtig verrücktes Spiel erwartet. Und meine Erwartungen wurden kein bisschen enttäuscht! Warum ich in all diesem sexuellen Chaos doch noch ein Spiel finden konnte, erörtere ich weiter unten!

Ach, da ist ja schon unser langerwartete Held!
Kaum ist das Spiel gestartet, werden wir von einem flashigen Intro begrüßt, das wie bei jedem JRPG direkt einen Vorgeschmack auf die ganzen Geschehnisse gibt. Ähnlich wie bei vielen anderen Rollenspielen, bestückt ihr euren Protagonisten mit einem Namen. Wem das zu mühselig ist, der kann sich per Taste einen Namen zuweisen lassen und presto – mein Held hieß daraufhin Itsuki Verde (Meine Lieblingsfarbe)! Kurz daraufhin, wird dem Spieler auch die Story erklärt. Hier wurde sich aber ehrlich gesagt kaum Mühe gemacht. In meinem vorherigen Review von Demon Gaze erwähnte ich, wie klischiert doch die Story ist und muss mich für dies entschuldigen – Conception II toppt die Story von Demon Gaze in fast allen (Nagativ-)Punkten und strahlt nur so vor Stereotypen! Hier ein Beispiel: Ihr erreicht ein unbekanntes Land mit eurem Protagonisten, der nur ganz zufällig das Zeichen des Sternengottes auf seiner Hand hält, welches von den Einheimischen seit 20 Jahren nicht mehr gesehen wurde und für den Wendepunkt einer boshaften Tyrannei von übernatürlichen Bösewichten von großer Bedeutung steht. Natürlich trefft ihr dann auf einen Sidekick, der euch dann direkt in seinen Herzen als besten Freund schließt, nachdem ihr ihn und ein Mädel von einer Gefahrensituation befreit. Der Sidekick beneidet euch gleichzeitig dafür, dass euer Protagonist der Avatar ist und das Mädel, das nur ganz zufällig einer der sieben Charaktere sein wird, mit welchem ihr das Ritual namens "Classmating" führt, verguckt sich direkt in das JRPG-ische Testosteron was in eurem Blut fließt. Und ehe ich ein ganzes Buch mit meinem Sarkasmus und den Stereotypen in der Story füllen könnte, belasse ich es bei dieser kurzen Zusammenfassung! Für mich ist die Story so ein Käse, dass ich ein Jahr davon leben könnte, aber zum Glück weiß das Spiel selbst wie klischiert es ist und nimmt sich in vielen Fällen auch nicht ernst. Wer nach einer ernst zu nehmenden Story sucht, der sollte hier lieber das Weite suchen.

"Classmating" neu definiert!
Eines der größten Features des Spieles ist das sogenannte "Classmating". Kurz gefasst: Es ist Sex. In längerer Form handelt es sich hier um eine Bindung von zwei Personen, die einen Überschuss an Star Energy besitzen und dieses vereinen um kleine Kinder, auch Star Children genannt, zu zeugen. Wo diese aufbewahrt werden, fragt ihr? Natürlich nicht in der Gebärmutter! Dafür gibt es die Matroyshkas! Und hier fängt das Spiel an zu wissen, dass es eigentlich auch ein Spiel ist, denn das Zeugen von Star Children hat einen großen Stellenwert in Punkto Gameplay. Das Zeugen von Star Children erfolgt mit einen der sieben Heldinnen die euren Protagonisten begleiten werden. Jede Heldin verfügt über verschiedene Statuswerte. Fuuko, die erste Heldin die euer Protagonist treffen wird, ist eine Allrounderin und verfügt über das Element Aqua. Die vier Elemente fungieren wie in vielen RPG’s für noch mehr Detail in Kämpfen und können je nach Stärke über Sieg und Niederlage entscheiden. Neben den vier Elementen gibt es noch das Element Dusk (Dunkelheit), Ether (Licht) und ein elementloses… Element. Eure Gruppe besteht meistens aus maximal neun Star Children, euch selbst und einer der sieben Heldinnen. Als Reinkarnat des Star Gods, bereist ihr Dusk "Hotspots" in welchen viel feindliche Aktivität gemessen wurde. Ähnlich wie bei Persona 4 bewegt ihr euch in Dungeons von einem Level zum anderen und besiegt am Ende eines Gebietes einen stärkeren Boss. Die Kämpfe verlaufen in klassischer, rundenbasierter JRPG-Manier. Im Kampf selbst könnt ihr zudem entscheiden aus welcher Richtung ihr den Feind angreifen wollt. Je nach Gegner lohnen sich oftmals Angriffe von hinten oder seitliche Manöver. Eine genaue Positionierung oder eine Detailtiefe wie etwa in Resonance of Fate kann man hier jedoch vergessen – euer Charakter muss sich nicht von einem Ort zum anderen bewegen. Das Gameplay ist alles in allem recht simpel und gleichzeitig sehr tiefgründig, wenn der Spieler weiter in die Materie eindringt. Das Kreieren von starken Star Children ist sehr unterhaltsam und interessant, doch finde ich es schade, dass sie nie autonom handeln können. Euer Team aus neun Star Children wird in jeweils 3x3 Teams unterteilt und auch euer Protagonist setzt sich mit der ausgewählten Heldin im Kampf zusammen. Auch die Tatsache, dass ihr nur eine Heldin mitnehmen könnt, engt die kreative Freiheit von Skills und Kombinationen ein. Die Schwierigkeit war nicht frei einstellbar, kam mir aber selten herausfordernd vor. Im späteren Verlauf kann sich der Spieler in optionalen Dungeons testen – da hatte ich schon eher ein Gefühl von Herausforderung!

Grafik und Sound
Bei der Grafik und dem Sound hatte ich nahezu ein Deja Vu – irgendwie dachte ich all die Zeit, es wäre nahezu genauso wie Demon Gaze. Der Zeichenstil ist fantastisch, die Gebiete sind auch sehr detailreich und das User Interface mitsamt Textfeld und Menüpunkten hat mir gut gefallen, passte es doch zum Setting des Spieles selbst. Anders als bei Demon Gaze sind die 2D-Bilder nicht still sondern bewegen sich ab und an - vor allem bei den weiblichen Heldinnen bewegt sich einiges! Die 3D-Modelle der Charaktere sehen auch sehr detailliert aus, doch bekommt man diese nur bei Besuchen in Dungeons oder Flirt-Gesprächen mit den Heldinnen zu sehen. Die Levelumgebungen, wenn auch sehr stylisch, sind extrem leblos. Man stelle sich ein cooles Zimmer mit bunten Wänden vor – das wars auch. Nur wenige Dungeons besitzen auch Fallen und einige Gegner. Die Musik war für mich nichts Bahnbrechendes – sie störte mich nie, aber warf mich auch so gut wie nie vom Hocker. Die Stimmen im Spiel sind anders als bei vielen JRPG’s ausschließlich in Englisch verfügbar. Hartgesottene Genre-Fans könnten das Spiel aus diesen Grund komplett ignorieren. Persönlich fand ich das kaum störend – die Stimmen der Charaktere waren oftmals passend, mit nur geringen Ausnahmen und einige der Lieder im Spiel gaben sogar ein echtes Persona-Feeling wieder.

Features und Extras
Die Spiellänge von Conception II kann sich durchaus sehen lassen. Als Perfektionist benötigt man mindestens 40-50 Stunden. Das Spiel verfügt auch über mehrere Endings, welche dem Titel noch etwas mehr Langlebigkeit verleihen. Auch ein New Game+ ist mit von der Partie. Neben einigen Sidequests im kann der Spieler, wenn er Lust hat, die weiblichen Heldinnen mit Accessoires und Kleidung beschmücken. Über Netzwerkfeatures verfügt das Spiel jedoch nicht.



Fazit:
Conception II ist ein definitiv ominöses Spiel. Die Story ist so banal, dass sie in vielen Momenten schon fast humorvoll ist, das Gameplay strahlt durchaus mit Komplexität und bremst sich gleichzeitig mit all den Limitationen beim Gestalten einer Party aus. Das Zeugen von Star Children sorgt bei all den verfügbaren Klassen auch für durchaus mehr Vielfalt und auch grafisch gesehen kann sich das JRPG sehen lassen. Mit der passablen Spiellänge und den zahlreichen Endings kann Conception II länger genossen werden als andere Beispiele. Wer jedoch nach einer Herausforderung sucht oder von einer fesselnden Story fasziniert werden will, der sollte sich lieber woanders umschauen.

Zeugt mehr Kinder als Zeus - Altin Bujupaj für PlanetVITA.de

Vielen Dank an Atlus für die freundliche Bereitstellung eines Rezensioncodes!

Leserwertung:

Noch keine
Deine Wertung:

-
Unterhaltsames JRPG, welches jedoch nur eine bestimmte Fanbase interessieren dürfte!

Wertung

STORY:

4.0

GAMEPLAY:

7.0

SPIELEWELT:

8.0
6
von 10

interessantes und umfangreiches Kampfsystem...

gelungener Zeichenstil

detailreiche 3D-Modelle...

Multiple Endings und New Game +

...welches sich selbst ausbremst

überklischierte Story

...mit sehr leblosen Dungeons

sehr trockene Konversationen

Wie werten wir?

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