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Spielname:
Monster Monpiece

Typ:
PSVita-Spiel

Publisher:
Compile Heart

Developer:
Compile Heart

Genre:
Action

Release:
28.05.2014 (erschienen)

Multiplayer:
1-2 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre

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Review: Monster Monpiece

Lisa Spitzer, 19.06.2014

4741°

4

Test mögen: Weitersagen:

Es ist ja kein Geheimnis, dass die Vita ein Handheld für Männer ist. Auch wenn es einige auf Mädchen zugeschnittene Spiele gibt, so bleiben diese doch eher die Ausnahme. Stattdessen kann Mann nicht nur Action-Spiele ohne Ende genießen, sondern wirklich ALLE Bedürfnisse befriedigen. Hört sich gut an? Dann durchleuchten wir doch einmal gemeinsam ein Spiel, welches dazu in der Lage ist: Monster Monpiece.

Die Geburtsstunde der Monstermädchen!
Vielleicht eilt der Ruf diesem Rubbel-Spiel ja schon voraus, aber keine Sorge: Ein wenig Geschichte ist doch vorhanden, welche in einer Art Visual Novel erzählt wird, in der man jedoch keine Entscheidungen treffen kann. Monster haben nämliche sämtliche arroganten Menschen auf der Welt ausgerottet (na endlich!), wurden dann aber selbst auf die Erde verbannt (dumm gelaufen). Sie wurden in menschliche Körper eingeschlossen, was der Entstehungspunkt der Monster Girls war. Ignorieren wir einfach mal die Frage, warum sie denn nur in junge Mädchen gefahren sind, und nicht in Männer oder unattraktive Personen. Aber gut, Monster können ja auch Vorlieben haben. Wie auch immer, leider mussten sie dadurch den Großteil ihrer Kräfte einbüßen und sind nunmehr von der Hilfe der Menschen abhängig, um den Rest ihrer Macht zu entfesseln – praktischerweise wurden sie dazu in Karten eingeschlossen. Dadurch ergibt sich die äußerst amüsante Möglichkeit, mit ihnen Duelle aufzuführen und sie zu sammeln.

So viel zur Vorgeschichte. Aber das war es noch nicht! Denn auch die Protagonistin des Spiels, May, mit der wir Duelle austragen, hat mit einigen Problemen zu kämpfen. So irren nämlich die sogenannten Lost durch die Welt, Menschen und Monster Girls, die ihr Herz verloren haben. Leider teilt auch Mays beste Freundin Elza dieses Schicksal, weswegen May sich zusammen mit ihrer Partnerin, dem Monster Girl Fia, und ihrer Freundin Karen auf den Weg macht, sie zu retten. Dieser Weg ist beschwerlich, denn nicht nur Lost stehen ihnen des Öfteren im Weg, sondern auch patrouillierende Schüler.

Kleine Mädchen mit großen Waffen
So muss der Spieler des Öfteren Kartenduelle bestreiten, welche man sowohl mit den Sticks und Knöpfen als auch mit dem Touchscreen erleben kann. Diese werden auf einem 7x3 großen Spielfeld ausgetragen, wobei beiden Parteien gegenüberliegende 3x3 Felder zustehen, in der Mitte ist eine Reihe neutral. Auf seinem eigenen Territorium kann man dann seine Monster Girls beschwören, solange man genug Mana hat. Diese zieht man von seinem Stapel, welchen man auch selbst organisieren kann. Bei den Karten gibt es verschiedene Klassen, nämlich Schwertkämpfer, die natürlich den Nahkampf beherrschen, Bogenschützen, die aus der Ferne agieren können, Heiler und Buffer. Diese gilt es klug zu platzieren, denn in jeder weiteren Runde machen sie dann einfach einen Schritt nach vorne, bis sie dann auf den Feind treffen. Dabei sind auch noch einige zusätzliche Möglichkeiten integriert worden. So kann man zwei Karten fusionieren, wenn sie der gleichen Art angehören. Es gibt beispielsweise Drachen, Untote oder Vögel. Außerdem hat jede Karte eine von vier Farben und somit eine bestimmte Aura. Kommen mehrere gleichfarbige Karten hintereinander zum Zug, kriegt man dann sehr nützliche Boni. Diese können kampfentscheidend sein, genau wie die verschiedenen Fähigkeiten jeder Karte. Einige bewegen sie so beispielsweise schneller, andere bleiben ganz auf der Stelle stehen. Das Ziel jedes Duells ist es, durch geschicktes Platzieren und Beschwören das Feld zu durchschreiten, bis man sich zum gegnerischen HQ durchgekämpft hat, welches hinter dem Feld des Widersachers liegt. Dieses muss man angreifen und zerstören, um zu gewinnen. Hört sich etwas kompliziert an? Eigentlich ist es das gar nicht, und besonders für erfahrene Spieler werden die Kämpfe nicht allzu schwer. Solange man ein wenig Strategie benutzt, aber auch schon, wenn man einfach draufhaut, schafft man die Kämpfe locker. Diese bieten an sich nicht allzu viel Abwechslung, sind aber dennoch kurzweilig, weil man so viele Möglichkeiten hat.

Das mache ich nur mit Leuten, denen ich vertraue ...
Das ist aber natürlich nur die eine Seite der Karten. Denn wie gesagt, man kann nicht nur kämpfen, sondern auch sammeln. Dazu kauft man sich mit seinem verdienten Geld Karten-Packs. Das mag am Anfang ganz spaßig sein, aber letztendlich gibt es leider doch nicht allzu viele Karten. Nun, auch mit seinen wenigen kann man allerdings äußerst viel… Spaß haben. Jetzt kommen wir nämlich zum interessanten Teil des Spiels, dem Aufleveln der Karten. Was macht man wohl mit Monster Girls, damit sie stärker werden? Natürlich – man rubbelt, streichelt, kneift sie per Touch Screen im "First Crush Rub". Das läuft folgendermaßen ab: man entscheidet sich für eine Karte (nehme ich jetzt die laszive Schlangen-Lady oder das Kind im Wolfspelz?), und schon kann es los gehen. Natürlich wird dafür nah an den Körper gezoomt, man ist nicht in der Lage, das ganze Mädchen anzusehen. Nun ist es die Aufgabe des Spielers, die "sensiblen" Punkte seines Monster Girls zu finden und diese dann zu stimulieren. Hat man einen solchen Punkt gefunden, erkennt man das durch Sterne und Herzen, die von der Stelle weggehen. Und natürlich wird man auch vom Gestöhne der Damen begleitet. Ziel hier ist es, die Spannungsleiste aufs Maximum zu bringen, und zwar in lediglich einer Minute! Da bleibt keine Zeit für ein langes Vorspiel. Wenn man allerdings besonders begnadet ist, kommt man in den "Extreme Rub"-Modus. In diesem muss man seine Finger auf die Vorder- und Rückseite der Vita legen und sie möglichst schnell auf und ab bewegen. Welch eine… erfrischende Erfahrung. Das Schöne: die Mädchen werden durch dies alles nicht nur stärker, sondern auch immer offenherziger und nackter. Aber mal im Ernst: Man hat für das alles je nur eine Minute. Da kommt nicht viel von romantischer Stimmung auf. Stattdessen patscht man möglichst schnell aufs Touchscreen. Wer sich aber doch für schnelle Nummern begeistern kann, für den gibt es noch ein wundervolles Zusatz-Feature: das Spiel bleibt nicht selten nach erfolgreichem Rubbeln hängen, sodass man das immer und immer wieder erleben kann.

Grafik und Sound
Nun noch einmal zu etwas Bodenständigen: der Grafik. Besonders in den VS-Parts des Spiels sind die Charaktere schön und weich gezeichnet. Auch bewegen sie sich minimal, zum Beispiel ihre Münder, wodurch sie ein wenig lebendiger aussehen. Auch die nicht allzu vielen Karten an sich sind schön gezeichnet, und durch Details wie Hundeohren oder einen Wolfsschweif sehen die Monster Girls sehr niedlich oder eben auch lasziv aus. Im "First Crush Rub"-Modus agieren sie leider (?) jedoch nicht allzu sehr, sondern bewegen sich nur wenig und ändern ihren Gesichtsausdruck von normal zu befriedigt. Was die eigentliche Duelle angeht, so ist die Umgebung um die Felder recht ansehnlich und unterscheidet sich je nach Gebiet. Manchmal befindet man sich so in einem Wald, manchmal wird man von Felsen umringt. Leider sind die Mädchen hier alles andere als super animiert. Beschwört man eine Karte, muss das Mädchen auf dem Feld keinesfalls der Karte ähnlich sehen. Stattdessen werden für alle die gleichen Modelle benutzt, und die Haarfarben, welche ja charakteristisch sein können, sind einfach rot und blau, also den Parteien entsprechend, gehalten. Nur das Vorhandensein von Kleidung oder nicht wird berücksichtigt.

Was den Sound angeht, so kann man einmal mehr nicht umhin, die japanische Vertonung zu loben. Das ist auch gut, denn es ist die einzige, die angeboten wird, während die Texte auf englisch übersetzt wurden. Die Musik variiert währenddessen. Während man in der Karte, über die man auf die verschiedenen Orte zugreifen kann, eher harmonische Musik hört, wird sie in Kämpfen härter und von Schlagzeug und Gitarre dominiert. Kommt man dann zum "First Crush Rub", dann schallt einem nicht nur das Gestöhne entgegen (zum Glück auf japanisch, gar nicht auszudenken, wie dreckig das wäre, könnte man noch alles verstehen), sondern auch nicht allzu aufdringliche Musik. Wenn man dann ein Mädchen glücklich gemacht hat, bekommt man triumphale Töne zu hören, die jedoch besonders ironisch wirken, wenn das Spiel wiederholt hier abstürzt und man sich die Musik dann minutenlang anhören kann.



Fazit:
Lisa Spitzer:
Nun also mein Fazit. Vielleicht kann ich als Mädchen gar nicht richtig beurteilen, wie viel Potenzial das Spiel hat, aber für eine männliche Sicht wird mein Kollege Tjark ja sorgen. Ich kann eigentlich nur sagen, dass die Duelle an sich schon Laune machen, obwohl sie nicht allzu schwer sind. Über den "First Crush Rub" sollte jeder selbst entscheiden, ich gebe nur den Tipp: Macht es nicht, wenn jemand dabei ist. Das wird peinlich enden. Das dauernde Abstürzen ist jedoch einer der negativen Punkte, die man gar nicht übersehen kann. Anscheinend wird schon etwas dagegen getan, aber so wie das Spiel momentan läuft, ist der Spielfluss kaum gegeben. Deswegen kann ich Monster Monpiece leider nicht empfehlen.

Fühlt sich merkwürdig benutzt: Lisa Spitzer für PlanetVita.de

Tjark Michael Wewetzer:
Da Sammelkartenspiele auf der Vita irgendwie Mangelware sind, ich nicht auf Uncharted stehe und das First-Crush-Rub-System so typisch japanisch klang, musste ich mir Monster Monpiece mal näher anschauen. Allzu schlecht ist das Spiel auf den ersten Blick auch nicht: Es erinnert in seiner Ausführung an ein rundenbasiertes Magic: The Gathering – Battlegrounds, nur eben mit hübschen Manga-Mädels anstelle diverser Ungetüme. Das Regelwerk ist auch schnell erlernt und die Partien fallen kurzweilig aus. Leider mangelt es Monster Monpiece auf Dauer an Herausforderung und Abwechslung, die meisten Matches lassen sich mit stupiden Überroll-Taktiken gewinnen. Mein Deck habe ich einmal zu Beginn des Spiels ein wenig angepasst und seitdem nicht mehr - selbst zehn Stunden später fuhr ich noch Siege ein. Hinzu kommt, dass die Kartensause im jetzigen Zustand alle Nase lang abstürzt oder einfriert. Das ist vor allem dann ärgerlich, wenn man vorher mühsam per Crush Rub seine Karten aufgewertet und zwischenzeitlich nicht gespeichert hat. Für den schmalen Euro ist das Spiel vielleicht noch einen Blick wert, wer ein ernsthaftes und tiefgründiges Sammelkarten-Vergnügen sucht, muss jedoch weiterhin auf die Zukunft setzen.

Wäscht sich nach dem Kartenspiel stets die Hände: Tjark Michael Wewetzer für PlanetVita.de

Vielen Dank an Idea Factory für die freundliche Bereitstellung des Rezensionscodes!

Leserwertung:

Mittelmaß
Deine Wertung:

-
Eventuell „spaßiges“ Spiel, das jedoch immer wieder abstürzt

Wertung

SCHWIERIGKEIT:

6.0

TECHNIK:

3.0

SPIELWELT:

6.0
4
von 10

Details machen Monster Girls interessant

in Duellen viele Möglichkeiten

dauerndes Abstürzen

Duelle nicht allzu schwer

in Duellen gleiche Charaktermodelle

knapp bemessene Zeit für den Rub-Mode

nicht viele verschiedene Karten

Wie werten wir?

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4 Kommentare