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Spielname:
PlayStation Vita Pets

Typ:
PSVita-Spiel

Publisher:
Sony

Developer:
Spiral House

Genre:
Simulation

Release:
2014

Multiplayer:


Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre

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Review: PlayStation Vita Pets

Denis Wewetzer, 23.06.2014

3119°

2

Test mögen: Weitersagen:

Auf der gamescom im letzten Jahr habe ich mich schon einmal mit der etwas anderen Haustier-Simulation von Sony auseinandergesetzt. Zwar hat sich mein Kollege Altin etwas genauer damit befasst, allerdings konnte ich dabei selbst sehen, dass vielleicht noch ein wenig Arbeit in das Spiel gesteckt werden sollte. Nun ist Playstation Vita Pets erhältlich und nachdem ich mir die Vollversion länger angeschaut habe, ist es Zeit darüber zu urteilen, ob ein sprechender Hund besser zu einem passt, als die kläffenden Tölen, die man sonst so vorgesetzt bekommt.

Ich glaube ich höre Hunde reden
Damit habe ich eigentlich schon das Wichtigste vorweg genommen: Im Gegensatz zu den echten Vierbeinern sind alle Hunde in der Lage, die menschliche Sprache zu sprechen. Am Anfang beginnt es bereits damit, dass man sich zwischen vier verschiedenen Rassen einen neuen "besten Freund" aussuchen darf. Wobei mich meine Wahl von Anfang an ausgetrickst hat. Anstelle der üblichen Bestätigung oder Ablehnung, konnte ich bei ihr nur zweimal ablehnen. Augenscheinlich habe ich dann allerdings das falsche ausgewählt, weshalb man mir schnurstracks diesen kleinen Collie aufgebunden hat. Wenn das ganze schon so anfängt, hätte ich mir gleich denken können, dass es nicht besser wird...

Abenteuer!
Dann geht es damit weiter, dass wir der kleinen Verräterin einen Namen geben müssen. Nicht auf die übliche Art und Weise, sondern durch Sprachbefehl. Wenn man sich gerade in einer ruhigen Umgebung befindet gibt es damit allerdings keine Probleme. Kurz darauf macht uns die Spielgefährtin auf ein unauffällig platziertes Buch im Bücherregal aufmerksam, dass zufälligerweise die Geschichte eines Königs und dessen treuen Hundes Cosmo enthält. Plötzlich angespornt eine Schatzsuche zu unternehmen, begeben wir uns auf die Fährte des Königs und versuchen die sagenumwobene goldene Tunika von Cosmo zu finden! Weil... Warum nicht? Märchen entsprechen doch immer der Wahrheit und sind praktischerweise direkt vor der eigenen Haustür zu finden, richtig?

Bevor es damit allerdings losgeht, braucht die kleine Marie (so der Name, auf den ich gekommen bin) mehr Kraft. Es wäre nämlich zu einfach, wenn das Herrchen die Tür nach draußen öffnet, weshalb das die kleine Hundedame schön selbst übernehmen darf. Für diesen Fall gibt es Spielzeug, damit der Welpe an Kraft gewinnt und damit irgendwann in der Lage ist, die weite Welt zu erkunden!

Der weite Weg
Wenn man mit einem Hund spazieren geht und sich dabei eine dreimensionale Welt anschauen kann, denkt man vielleicht nicht gerade daran, dass es eine gute Idee ist, wenn man sich nur auf einer vorbestimmten Linie bewegen kann – hier ist dem allerdings so. Und das nicht einmal schnell. Noch dazu kommt, dass die Kamerasteuerung manchmal etwas fummelig ist, sodass man sich tatsächlich mal in einer Position befinden kann, in der man sich nicht fortbewegen kann – bis man endlich herausgefunden hat, wie das Spiel es haben möchte. Unabhängig davon gibt es auf dem Weg diverse Dinge zu finden. Zum einem Stellen, an denen man nach einem kurzem Minispiel Gegenstände ausgraben kann. Abgesehen davon können aber auch ein paar Sammelgegenstände gefunden werden, wie die Münzen des Königs. Wichtiger wird es allerdings, sobald man an einem Punkt angekommen ist, der durch die Schatzkarte des Königs markiert wurde.

An solchen Stellen angekommen gilt es, endlich ein paar Rätsel zu lösen. Diese reduzieren sich allerdings darauf, genau das zu tun, was auf den Tagebuchseiten des Königs steht. Einfach so, ohne großes Nachdenken. Belohnt wird man daraufhin mit einem Teil von Cosmos Kleidung, einem neuen Teil der Schatzkarte und einem anderen Objekt, welches man vielleicht, vielleicht aber auch nicht verwenden muss. Das Abenteuer kann also weitergehen! Wenn man nicht vielleicht gerade ein wenig die Fähigkeiten des Hundes hochgrinden muss.... (Ja, ihr lest richtig: GRINDEN!) Um in der Story fortzufahren ist es notwendig, bestimmte Fähigkeiten auf ein höheres Level zu bringen, wozu man dasselbe Minispiel wieder und wieder und wieder spielen. Die Ladezeiten zwischen diesen macht es einem auch nicht einfacher. Manchmal ist es aber auch notwendig, ein bestimmtes Kunststück vom Hund ausführen zu lassen, damit der Weg nicht blockiert bleibt. Hierzu benötigt es "Kumpelpunkte", die man Gott sei Dank hinterhergeworfen bekommt, sodass es recht einfach ist, ebendiese zu lernen. Interessant an den Kunststücken ist auch, dass sie sowohl durch Eingabe über den Touchscreen, als auch per erlernten Sprachbefehl ausgeführt werden können - wenn diese beiden Methoden gut funktionieren würden. Die Eingaben über den Touchscreen werden ab und an falsch erkannt und die eigene Aussprache muss recht klar sein, damit der Hund das Kommando auch wirklich erkennen kann. Eine nicht vorhandene Geräuschkulisse ist ebenfalls Voraussetzung – mit unterwegs zocken wird es also schwierig.

Gameplay
Urg... Das ist nun weniger eines der Marke "Wie kann ich das am besten erklären", sondern eher ein "Wo soll ich nur anfangen?"-Urg. Einer der gravierensten Fehler ist wohl, dass das Spiel unglaublich langsam ist. Sei es die eigene Bewegungsgeschwindigkeit oder aber die Tatsache, dass so ziemlich jede Aktion mit einer Ladepause verbunden ist und es diverse Sequenzen gibt, die absolut überflüssig sind, aber nicht übersprungen werden können. (Das Intro dauert z.B. IMMER 50 Sekunden und ist unüberspringbar). Dazu kommt, dass das Grinden schlichtweg monoton ist. Es ist nicht möglich die Fähigkeiten einfach so nebenbei auf die entsprechende Stufe zu bringen, man MUSS immer und immer wieder ein und dasselbe Minispiel spielen. Zudem gibt es die üblichen Mechaniken des Waschens und Fütterns vom Hund. Beides sind ebenfalls dringend notwendige Dinge, die schnell langweilig werden und einfach nur zu lange dauern. Tut man sie nicht, weigert sich der Hund auch mal so einiges auszuführen. Daran vorbei kommt man also nicht. UND wie vorher bereits erwähnt ist die Kamera eine Katastrophe. Was ich davor noch nicht erwähnt habe ist, dass alles aus der First-Person-Ansicht gesehen wird. Wie hat man es geschafft, das schlecht zu machen? WIE?!

Grafik und Sound
Okay okay, so sehr ich nun tatsächlich an diesem Spiel bemäkeln möchte, kann ich gegen die grafische Präsentation einfach nichts sagen. Der Stil ist recht süß und entsprechend der angepeilten Altersklasse ganz nett gemacht. Zudem lässt sich insgesamt auch nicht so viel Texturenmatsch entdecken. Hier wurde wenigstens etwas dran gearbeitet. So viel loben lässt sich die Soundkulisse allerdings nicht. Häufig hört man ein und dasselbe Hintergrundgedudel. Noch dazu kommt, dass unser "bester Freund" einfach nicht aufhören kann zu reden. Als wäre er als Neugeborenes nur mit Quasselwasser benetzt worden, textet er einen zu. Und hat dabei nicht einmal viele verschiedene Sätze, die gesagt werden können. Andauernd wird man an irgendetwas erinnert oder bekommt das gleiche Gezeter zu hören. Auf Dauer macht das keinen Spaß.

Features und Besonderheiten
An sich ist es möglich bestimmt gute acht Stunden zu brauchen, um einmal durch die ganze Karte zu wandern (und dadurch quasi die Story abzuschließen). Das liegt allerdings nur daran, dass zwischenzeitlich immer wieder gegrindet, gefüttert, gewaschen oder sonst was getan werden muss. Die allgemeine Spielgeschwindigkeit hilft dabei ganz bestimmt nicht. ABER es gibt wenigstens so einiges zu sammeln. Was ich nämlich noch nicht großartig beleuchtet habe ist, dass man seinen Hund auch einkleiden kann. Und genau hier gibt es Unmengen an Gegenständen, die man entweder finden oder aber kaufen kann. Jetzt aber das Problem: An Geld heranzukommen ist gar nicht so einfach. Die einzige, dauerhafte Möglichkeit hierfür ist es Dinge auszugraben und zu verkaufen. Aber selbst damit kommt man nicht sehr weit, denn ein wenig Geld wird auch immer gebraucht um Wasser und Futter bereitzuhalten. Möchte man Fido also verwöhnen, gilt es IMMER und ÜBERALL zu graben. Was immer dasselbe Minispiel und nicht gerade kurz ist. Und dann wirkt sich die Bekleidung nicht einmal irgendwie auf den Hund aus (bis auf einen, kurzen Dungeon bei dem man nicht mehr wirklich daran denkt), sondern ist rein kosmetischer Natur.



Fazit:
Ich wollte es nach dem Ersteindruck auf der gamescom nicht glauben: Damals ist es mir bereits negativ aufgefallen, wie man sich bewegt. Warum diese strikte Linie? WARUM?! Ich hatte Hoffnungen, dass es in der Vollversion nicht so sein wird, aber diese wurden nun erstickt – und danach wurde noch einmal ein wenig mit dem Messer nachgestochen. Unabhängig davon, dass das Spiel definitiv an Kinder gerichtet sein wird, ist es dafür nicht einmal geeignet. Es ist langsam, monoton, nervig (Ja, du bist gemeint, Marie!), ein Grindfest schlechthin (das ich sowas mal bei einem Spiel mit Haustieren schreiben würde...) und vermittelt schlichtweg keinen Spielspaß. Und dabei bin ich nicht einmal auf die Bugs eingegangen, die zwischenzeitlich so aufgetreten sind. Mal verschwindet ein Spielzeug gänzlich, ein andernmal erkennen die Sensoren nicht, dass ich die Vita gekippt habe und zeigen so in einem Minispiel eine nervige Nachricht in der Mitte des Bildschirms. Hier ist in der Entwicklung einfach dermaßen viel falsch gelaufen, dass der einzige Grund sich das Spiel mal anzusehen der wäre, sich davon zu überzeugen, was sie damit verzapft haben. Aber empfehlen kann ich es keinem, so sehr es mir ausnahmsweise mal nicht leid tut.

Spielt doch lieber mit echten Hunden: Denis Wewetzer für PlanetVita.de

Vielen Dank an Sony für die freundliche Bereitstellung des Rezensionexemplares!

Leserwertung:

Noch keine
Deine Wertung:

-
Eine interessante Idee wird durch mieses Gameplay und andere Fehler verhunzt – schade!

Wertung

STORY:

4.0

RÄTSEL:

2.0

SPIELSPAß:

3.0
3
von 10

Viel zum Sammeln...

Nette, grafische Präsentation

...für das wahnsinnig gegrindet werden muss.

Nervige, sich wiederholende Sprachausgabe

Monoton

Viel zu langsam

Lange Ladezeiten

Unüberspringbare Sequenzen

Mieserable Kamera

Teilweise fummelige Steuerung

Nicht kinderfreundlich

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2 Kommentare