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Spielname:
Child Of Light

Typ:
PSN Spiel

PSN Preis:
14,99 €

Publisher:
Ubisoft

Developer:
Ubisoft

Genre:
Rollenspiel

Release:
02.07.2014 (erschienen)

Multiplayer:


Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre

Screenshots:
Spiel mögen:

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Review: Child of Light

Altin Bujupaj, 07.07.2014

5034°

7

Test mögen: Weitersagen:

Der Sommer naht und die komplette Nachbarschaft ist damit beschäftigt den eigenen Fernseher wegen des WM-Wahns anzubrüllen. Ich selbst konnte mich weiter mit meinem Genozid in Dynasty Warriors 8 vergnügen, doch hatte ich endlich Lust mal wieder was ruhigeres zu spielen. Und da treffe ich im PSN auf Child of Light. Warum ich der Meinung bin, dass selbst in dieser Generation sich das antike Kampfsystem bewähren kann und vieles mehr, erörtere ich weiter unten!

Eine Reise in die Welt von Fantasie und Ferne
Schon beim Starten des Spieles kam mir ein warmes Gefühl hoch – alleine zu sehen, dass das Spiel auf der UbiArt-Framework basiert (Rayman Legends) machte mich neugierig und ich wurde nicht enttäuscht. Mit einem reizenden Wasserfarben-Stil wird in sehr poetischer Weise die Geschichte von der jungen Aurora, Tochter eines Herzoges in Österreich, erzählt. Eines Nachts von einer Krankheit befallen, findet sich Aurora in der mythischen Welt namens Lemuria wieder. Nur um herauszufinden, dass die Dunkelheit wieder einmal Unfug angestellt hat. So müsst ihr als junge Heldin ans Handwerk gehen und die Welt retten! Zwar ist die Story sehr durchwaschen, doch schafft es Child of Light durch seine reizende Erzählweise, welche ausschließlich aus Reimen besteht, die Geschichte sehr überzeugend und kreativ wiederzugeben. Goethe wäre höchstwahrscheinlich stolz auf diesen poetischen Reimstil!

Fasset euer Schwert und kämpfet mit aller Macht,
Bei Child of Light handelt es sich schon fast um ein waschechtes Retro-RPG. In einer schön gestalteten 2D-Welt lauft ihr von links nach rechts und manchmal auch von rechts nach links durch Lemuria. Was als normaler Sidescroller beginnt, öffnet im weiteren Verlauf der Story (wortwörtlich) seine Flügel und so besucht man neben Wäldern auch offenere Gebiete in der Luft. Das Kampfsystem in Child of Light ist in kurzen Worten ein Mix aus Final Fantasy und Grandia. Mit einem Active Time Battle-System wie man es nur zu gut aus Final Fantasy VII kennt, kämpft ihr als Aurora gegen zahlreiche Feinde und natürlich gegen die Zeit. Insgesamt können zwei eurer Charaktere in den Kampf geschickt werden. Ist euer Charakter am Zug, muss dieser jedoch erst den Angriff vorbereiten. Hat man Pech, kann der Gegner diese Vorbereitungsphase sogar abbrechen und euren Angriff annullieren.

Der Grund wieso ich am Anfang erwähnte, dass es nur fast ein Retro-RPG ist, besteht aus dem Begleiter Igniculus, ein blaues Glühwürmchen. Außerhalb des Kampfes fungiert Igniculus nahezu wie eine fliegende Taschenlampe: Dunkle Orte können entdeckt werden und auch ferne Gegenstände, die Licht verlangen, können mit Igniculus erhellt und schließlich geschnappt werden. Innerhalb von Kämpfen kann Igniculus zwischen Sieg und Niederlage entscheiden. Beleuchtet ihr beispielsweise Aurora oder einen anderen Begleiter, so werden diese geheilt. Beleuchtet ihr den Gegner, erzielt ihr einen temporären Debuff, welcher die Geschwindigkeit des Gegners verringert. So könnt ihr bei einem Kampf den Gegner so gut wie kaum eine Aktion durchführen lassen.

Generell verfügt Child of Light über zwei Schwierigkeitsgrade: Normal und Schwer. Anfangs mit Normal gestartet, war ich jedoch als RPG-Fan relativ unterfordert. Mit einem schnellen Wechsel auf Schwer hat sich das geändert und die Gegner zeigten sich durchaus aggressiver und auch Strategie war daraufhin bei jedem Kampf vonnöten. Wie in jedem RPG leveln auch in Child of Light eure Charaktere auf und verfügen über Fertigkeitspunkten, die ihr in einem Skilltree einsetzen könnt. Für jeden Charakteren gibt es drei verschiedene Pfade die geskillt werden können und diese entscheiden auch welche Profession euer Charakter verfolgen könnte. Für Aurora gibt es beispielsweise einen Pfad, der sich auf ihre Nahkampffertigkeiten spezialisiert, einen ausschließlich für Magie, und einen weiteren, der beide ausbalanciert. Jeder weitere Charakter den ihr im Verlauf des Spieles in euren Team hinzufügt, besitzt individuelle Skilltrees, wodurch der Kreativität in der Teamgestaltung kaum Grenzen gesetzt werden. Allerdings nur kaum, weil ihr leider nur mit zwei Helden ins Gefecht gehen könnt, wodurch es im Regelfall unabdingbar ist, dass einer eurer beiden Charaktere entweder ein Tank oder Zauberer mit Heiltechniken sein muss. Auch das Equipment in Child of Light unterscheidet sich von vielen Rollenspielen. Hier nahm man sich die Materia von Final Fantasy VII als Vorbild. Mit speziellen Edelsteinen, auch Oculi genannt, könnt ihr eurem Charakter zahlreiche Buffs wie mehr HP, Elementarschaden oder bessere Abwehrchancen gewähren. Des Weiteren können diese auch kombiniert und verbessert werden, was dem Charakter noch mehr Würze verleiht.

Doch trotz der Macht der unendlichen Sterne,
Grafisch gesehen ist Child of Light für mich wie ein Kunstwerk. Von den liebevoll gestalteten Charakteren bis zu den fantasievollen Umgebungen ist es nicht schwer zu erkennen, dass die Künstler von den Werken des Studio Ghibli und den Zeichnungen von Yoshitaka Amano (welcher zudem das Spiel mit einer eigenen Illustration gewürdigt hat!) inspiriert wurden. Jede Umgebung überzeugt mit großer Animationsvielfalt und auch im Detail erkennt man die Schönheit des Zeichenstils. Durch das Wasserfarben-Design erfindet Chilld of Light zudem keine 50 verschiedenen Farben von braun, sondern kann mit sehr farbenfrohen und abwechslungsreichen Umgebungen überzeugen. Die Musik fand ich generell sehr passend, auch wenn eines der Stücke relativ oft genommen und in verschiedenen Formen überarbeitet wurde. Natürlich finden sich auch in Child of Light viele Musikperlen wie dieses Stück. Stimmen sind im Spiel nur während einiger Cutscenes zu vernehmen, welches auch noch zu verkraften ist.

existiert der Tag nicht ohne die Nacht.
Natürlich ist auch Child of Light trotz des ganzen Glanzes, nicht pures Gold. Einer der großen Befürchtungen bei dem Vita-Port hat sich leider bewahrheitet: Die Framerate. Bei diversen Umgebungen kann diese leicht sinken und nimmt zudem auch noch die Musik mit runter. Glücklicherweise bin ich diesem nur bei größeren Umgebungen und am Anfang begegnet. Zudem ist die Framerate bei Kämpfen konstant stabil. Zwar ist die Ladezeit beim Starten des Spieles etwas lästig, taucht sie im weiteren Verlauf der Session so gut wie nicht mehr auf. Auch die Begrenzung von nur zwei Mitgliedern pro Kampf ist etwas schade. Die Spieldauer von Child of Light lässt sich auf gut 13-15 Stunden für die Hauptstory und weiteren drei bis vier Stunden für Sidequests einstufen. Zwar vergleichsweise kurz für das Genre, wird der Wiederspielwert vermutlich mit New Game + aufgefrischt.



Fazit:
Altin Bujupaj
Schon als ich den Trailer zum Spiel ansehen konnte, war mein erster Wunsch: “Lass es auch für die Vita erscheinen.“ Und ich kann Ubisoft nicht genug dafür danken mir diesen Wunsch gewährt zu haben. In kurzen Sätzen ist Child of Light wie eine Ode an die Rollenspielvergangenheit. Alleine, weil es so sehr an Klassiker wie Grandia und Final Fantasy erinnert, ist es nahezu ein Muss für RPG-Fans! Das Kampfsystem kann für einige veraltet wirken, doch kommt es mir persönlich so vor als würde es mit der Zeit nur weiter wie Wein reifen. Die Charaktere sind sehr liebevoll gestaltet, die Umgebung ist ein großer Augenschmaus und auch die Erzählweise lässt mich Freudensprünge machen. Leider nicht als Cross-Buy angeboten, wird der Besitzer der PS3/PS4-Fassung zur Kasse gebeten, doch eignet sich das Gameplay perfekt für den Handheld. Für mich ist Child of Light ganz klar eines der besten Rollenspiele dieses Jahres!

Selbst bei einem Übermaß an Angst und einem Untermaß an Licht, fasse ich mir ans Herz‘ und verzage nicht – Altin Bujupaj für PlanetVITA.de

Vielen Dank an Ubisoft für die freundliche Bereitstellung des Review-Codes!

Stefan Thiermann
Eins vorweg: Child of Light gefällt mir ausgesprochen gut! Das malerische Artdesign fasziniert von der ersten Sekunde an und auch die Spielmechanik hat einiges unter der Haube. Angefangen vom wirklich abwechslungsreichen Kampfsystem über die vielen Erkundungsreize bis hin zum ständigen Gefühls des Fortschritts, weil dauernd irgendein Charakter auflevelt, ist es auch auf der Vita eine Wonne, das Spiel unter die Lupe zu nehmen. Nebenbei gesagt ist die Handheld-Version die einzige Möglichkeit, sich Child of Light in Retail-Form ins Regal stellen zu können, was mich als Sammler umso fröhlicher stimmt. Nicht so toll finde ich hingegen die Erzählweise, die zwar wie Kollege Altin schon schrieb recht kreativ ist, wobei sich die Dialoge aber auf Teufel komm raus reimen mussten, was nicht immer gut gelungen ist. Auch einige wenige Ruckler versalzen die Suppe etwas, wobei sie aber nicht wirklich ins Gewicht fallen. Unterm Strich bleibt ein ausgezeichnetes Rollenspiel, das ich jedem Genrefan nur ans Herz legen kann.

Macht immernoch Urlaub in Lemuria: Stefan Thiermann für PlanetVita.de

Leserwertung:

Super
Deine Wertung:

-
Ein Liebesbrief für Rollenspielklassiker, umhüllt in einem schönen Zeichenstil!

Wertung

STORY:

7.0

SPIELEWELT:

9.0

GAMEPLAY:

8.0
8
von 10

liebevoll gestaltete Spielewelt

kreative Erzählweise

altbewährtes Gameplay mit neuen Feinheiten

bezaubernder Grafikstil

leichte Ruckler beim Erkunden der Welt

Partyzahl bei Kämpfen zu gering

geringe Spielzeit für das Genre

Wie werten wir?

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7 Kommentare