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Spielname:
One Piece: Unlimited World Red

Typ:
PSVita-Spiel

Publisher:
Namco Bandai

Developer:
Ganbarion

Genre:
Action Adventure

Release:
27.06.2014 (erschienen)

Multiplayer:
1-4 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre

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One Piece: Unlimited World Red

Review: One Piece: Unlimited World Red

Denis Wewetzer, 13.07.2014

4162°

3

Test mögen: Weitersagen:

Während die Vita in Japan fast kaum noch ohne auskommt, ist es hierzulande eher selten der Fall, dass wir ein Spiel zu einem Manga bekommen. Anders sieht es da wohl aus, wenn es ein Manga ist, der hierzulande auch recht populär ist – wenn es auch nie an die Größe des japanischen Fankreises herankommen wird. Dennoch können sich Fans des Piratenabenteuers freuen, nun auch in Deutschland Zugang zu One Piece: Unlimited World Red zu haben. Oder sollten sie das wohl lieber doch nicht? Unser Test wird es verraten!

Geschichten aus 1001 Meeren
Wer nun allerdings denkt, dass man die Abenteuer auf hoher See von Ruffy und Co nachspielen können wird, hat sich geschnitten. So wurde für Unlimited World Red eine eigene Geschichte entworfen, die mit zwei neuen Charaktere daherkommt. Die Strohhut-Piraten treffen auf ihrer Reise nämlich auf den Tanuki Pato, welcher laut eigenen Aussagen jemanden sucht. Hilfsbereit, wie sich Ruffy eigentlich (fast) immer zeigt, geht es prompt auf ins nächste Abenteuer, um dem kleinen Gesellen ein wenig Hilfestellung zu geben. Hierbei werden allerdings ausschließlich altbekannte Charaktere und Orte aufgesucht (mit einer Ausnahme), also sollte man nicht zu viel Neues erwarten.

Willkommen in TransTown! ...Und bis dann!
Bevor es allerdings auf zu neuen Abenteuer geht, muss erst einmal gefuttert und die notwendige Ausrüstung beschafft werden. Dabei landen wir gleich in der HUB-Stadt Transtown. Hier ist man in der Lage ein wenig zu erkunden (wenn man will auch mit der Gum-Gum Rakete von Ruffy), Shops zu besuchen etc. Im Verlaufe der Story lässt sich diese Stadt auch noch weiter ausbauen, womit weitere Shops mit mehr Inventar geöffnet oder auch Minispiele zugänglich werden. Dies benötigt allerdings Materialien. Und wo findet man die? Natürlich wenn man der Story folgt oder eine von vielen Quests annimmt, durch die man ebenfalls in die Kampfareale gelangt!

Bevor es mit dem Gekämpfe losgeht, gilt es allerdings vorerst eine kleine Gruppe bestehend aus drei der neun Strohhut-Piraten zusammen zu stellen. Mit seinem Lieblingstrupp unterwegs geht es endlich darum, alle möglichen Gegner auszuschalten. Angefangen mit einfachen Marine-Soldaten, bis hin zu den Wächtern Skypias oder auch den Kopien von Bartholomäus Bär. Richtig rund geht es aber natürlich erst in den Boss-Kämpfen! Hier muss man auch versuchen alles aus dem kleinen Angriffsarsenal zu machen, was so möglich ist. Neben einfachen Kombos, lassen sich diese in den Fällen mancher Charaktere auch noch mit Sprungkombinationen verbinden. Aber wenn einmal richtig reingehauen werden will, können nach dem Füllen mindestens eines Spezialbalkens auch besonders mächtige Attacken ausgelöst werden, die in den meisten Fällen für eine ordentliche Delle in der gegnerischen Energie sorgen wird. Sind beide gefüllt, ist es aber auch möglich alle drei Team-Mitglieder zusammen einen Angriff ausführen zu lassen, der in vielen Fällen den Bildschirm schnell von allem befreit, was einem an den Kragen will.

Soooo much Anime
Das reicht bei den Boss-Kämpfen aber häufig noch nicht aus, um diese wirklich nieder zu ringen. Und um sich einen kleinen Vorteil zu verschaffen, ist es möglich Wörter auszurüsten. Für den ersten Augenblick für einen Übersetzungsfehler gehalten, ist das hier sehr ernst gemeint. So können die Charaktere mit unterschiedlichen Phrasen bestückt werden, die ihre Statistika erhöhen und diese Sätze können wiederum sogar noch weiter verstärkt werden. Abgesehen davon reden die gespielten Leute, zwischen denen man übrigens auf Knopfdruck jederzeit wechseln kann, ab und zu auch miteinander, was für einen temporären Boost der Lebensenergie oder des Spezialbalkens führen kann. Wird es dann aber dennoch mal brenzlig, ist es noch immer möglich so ziemlich jeden Angriff entweder zu blocken, oder ihnen auszuweichen (was genau passiert ist von Charakter zu Charakter unterschiedlich). Wer also schnelle Finger hat, könnte gut jeden Kampf bestehen ohne jemals getroffen zu werden.

Wenn man mal genug von diesen langweiligen Arealen hat, darf man sich auch einfach mal im Kolosseum vergnügen. Hier werden keine großen Gebiete oder sowas erkundet, sondern hier geht es einzig und alleine darum, sich ordentlich auf die Mütze zu geben. Mit weiterem Fortschritt in der eigenen, kleinen Story des Kolosseums (die übrigens auch nicht wirklich viel mit der Vorlage zu tun hat) schaltet man weitere Modi und Charaktere zum Kämpfen frei. Während in der Story sonst nur Zugang zu den Strohhut-Piraten ist, können hier auch andere wie Law, Crocodile und Shanks gesteuert werden.

Gameplay
Wie vorher bereits erwähnt, besitzt jeder Charaktere eine kleine Palette an Angriffen. Was hierbei jedoch sehr schade ist, dass diese verdammt klein ist. Zwar bekommt man durch die verschiedenen Personen ein wenig Abwechslung, hat sich aber dennoch recht schnell an allen satt gesehen. Was ebenfalls ein wenig schade ist, dass sich viele Boss-Kämpfe, vor allen bei den Quests, die mit bis zu drei Freunden gezockt werden können, einfach viele zu lange dauern. Da kommt man sich fast wie in Monster Hunter vor, nur noch langsamer und wesentlich eingeschränkter, da die Boss-Areale allesamt recht klein sind. Insgesamt ist es dafür allerdings recht flott und flüssig, was zumindest über die erste Zeit recht spaßig ist.

Grafik
Genau so muss ein Spiel in Cel-Shading-Optik aussehen! Ganz ehrlich, was in Sachen Gameplay falsch gemacht wurde, ist in der visuellen Darstellung wunderbar geglückt. Die Grafik ist sauber und die Animationen sehen durch die Bank weg flüssig aus. Auch bei schnellen Gefechten und wenn gerade mal viel auf dem Bildschirm los ist, kommt das Bild niemals ins Ruckeln und man darf fröhlich weiterkloppen. Dazu kommt noch, dass die Ausgestaltung aller Gebiete sehr gut gelungen ist, jedoch sind es insgesamt ein paar zu wenig. Zudem wirkt es hierbei echt komisch, dass Gespräche mit "Standbildern" dargestellt wären. Ein Detail, dass bei sonst wunderbarer Optik leider auffällt.

Sound
Was kann man hier schon groß sagen? Man merkt dem Spiel an, dass sowas wie Gespräche und Soundeffekte wesentlich mehr im Vordergrund sind, als die gesamte Musik. Freunde der originären Sprache werden sich übrigens freuen, dass die Sprachausgabe komplett in Japanisch geblieben ist. Allerdings bekommt man im gesamte Spielgeschehen eher wenig von den Hintergrundmelodien mit, was auf Dauer vielleicht auch besser ist, da sich diese leider doch schnell wiederholen, obwohl ein paar ganz schöne Stücke dabei sind. Was die Sprachausgabe angeht muss man jedoch noch anmerken, dass sich die gesprochenen Sätze noch wesentlich häufiger wiederholen, sodass sie einem schnell auf die Nerven gehen können.

Features und Besonderheiten
Was den gesamten Umfang der eigentlich Story angeht fällt auf, dass diese eher kurz geraten ist. Nach gut zehn Stunden ist es möglich durch zu sein, was allerdings auch an einige Backtracking-Einlagen liegen kann. Wie vorher erwähnt gibt es für diese auch nur die neun Strohhut-Piraten zur Auswahl. Dafür lässt sich die Stadt recht weit ausbauen und viele Gegenstände können hergestellt oder verbessert werden. Zudem gibt es eine große Menge an Quests, die im späteren Verlauf alleine allerdings ziemlich lästig werden. Zudem sind die Quest-Ziele auch wenig abwechslungsreich. Wenn man darauf dann mal keine Lust hat, darf man sich mit einem der insgesamt 20 Charakteren im Kolosseum vergnügen, was den Vorteil haben kann, neue Quests und Gegenstände für den Storymodus freizuschalten, allerdings schnell zum reinen Grindfest und somit schrecklich monoton wird. Schade irgendwie.



Fazit:
Im Vorfeld möchte ich gleich mal erwähnen, dass One Piece: Unlimited World Red an sich kein schlechtes Spiel ist. Persönlich finde ich sogar recht viel Gefallen dran, allerdings gibt es so diverse Kleinigkeiten, die einem den Spielspaß doch wieder vertreiben können. Die vorher angesprochen Backtrack-Passagen sind ein Teil davon, die geringe Palette an Kombos der Charaktere eine weitere. Zudem ist die Auswahl an Welten recht gering und sie werden so häufig benutzt, dass sie einem unfassbar schnell langweilig werden können. Dennoch macht es Spaß sich mal mit den verschiedenen Fähigkeiten der abgedrehten Bande zu prügeln und gerade im Multiplayer zeigt der Titel, dass man eine kleine Party machen kann – leider nur über Ad-hoc. Zudem kann ich den Grafikstil nicht genug loben, er wirkt wunderbar sauber und wird dem Anime gerecht. Als Fan des Mangas und Animes kann man also getrost zugreifen und auch Action-Adventure Freunde sollten vielleicht zumindest mal einen Blick riskieren, denn schlecht ist es auf keinen Fall!

Lässt weiterhin mit Shanks das Kolosseum erzittern: Denis Wewetzer für PlanetVita.de

Vielen Dank an Bandai Namco für die freundliche Bereitstellung des Rezensionscodes

Leserwertung:

Mittelmaß
Deine Wertung:

-
Leinen los, Segel setzen: Eine Umsetzung mit ein paar kleineren Makeln aber sonst spaßigem Gameplay

Wertung

SPIELWELT:

7.0

ABWECHSLUNG:

5.0

MULTIPLAYER:

6.0
6
von 10

Super designte Areale...

20 verschiedene Charaktere...

Fantastische Optik

Insgesamt großer Inhalt

...von denen es zu wenige gibt

...mit zu kleiner Kombo-Palette

Viel Backtracking

Wird schnell monoton

Kein Online-Multiplayer

Wie werten wir?

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3 Kommentare