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Spielname:
The Swapper

Typ:
PSN Spiel

PSN Preis:
14,99 €

Publisher:
Curve Studios

Developer:
Curve Studios

Genre:
Jump 'n' Run

Release:
06.08.2014 (erschienen)

Multiplayer:


Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre

Screenshots:
Spiel mögen:

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Kurztest: The Swapper

Altin Bujupaj, 14.08.2014

2361°

6

Test mögen: Weitersagen:

Es ist kein Wunder, dass auch die Vita von Zeit zu Zeit mit Ports beglückt wird. Bei hauseigenen Sony-Titeln ist es nahezu schon reine Routine geworden sowohl Klassiker als auch HD Neuauflagen für den Handheld zu bringen, doch bleiben auch Indie-Titel von diesem Schema nicht verschont. Perlen wie Hotline Miami feierten ihr Debüt vorerst auf dem PC und auch The Swapper gehört zur gleichen Kategorie. Warum das Rätselspiel von Facepalm Games sich nicht vor den größeren AAA-Titeln scheuen muss und wieso ich es auch als „Metroidvania“ definieren würde, erfahren wir weiter unten!

„Welcome to Space Station Theseus“
Kaum ist das Spiel gestartet, wird der Spieler direkt ins Geschehen geworfen: Als “Person“, strandet ihr auf einer längst verlassenen Raumschiffstation. Mit einer Art Taschenlampe, die auch aus welchen Gründen auch immer als Klonwerkzeug fungiert, müsst ihr versuchen aus dem Raumschiff zu entkommen. Natürlich werdet ihr als Spieler nicht davon verschont mehr über die Geschichte des verlassenen Raumschiffes, sondern auch über die Menschheit zu erfahren. Und hierbei sei gesagt: Das Ende hat es in sich!

Angriff der Tonkrieger
Ein sehr wichtiges Element von The Swapper ist die oben genannte Taschenlampe. Diese setzt den grundlegenden Stein für das Rätselelement des Spieles. Mit der Lampe kann euer Charakter vier Klone von sich erzeugen. Diese können je nach Sichtweite des Spielers positioniert und erzeugt werden. Ist ein Klon erstellt worden, bewegt sich dieser immer in die gleiche Richtung wie der Spieler und imitiert auch Sprünge und schnelle Bewegungen von links nach rechts. Dies klingt am Anfang noch relativ schlicht, doch spitzt sich das simpel aussehende Element sehr schnell zu und in vielen Bereichen des Raumschiffes wird sehr geschicktes Micromanagement vom Spieler abverlangt. Auch die Klone leiden unter den gleichen Schwächen wie das Original: Höhen. Fällt einer eurer Klone zu viel, wird er zu Matsch. Doch ist dies noch nicht alles: Wie der Titel des Spieles selbst bereits andeutet, verfügt euer Charakter auch über die Gabe zum erstellten Klon zu „swappen“ (wechseln). Mit dieser Funktion schwingt ihr euch regelrecht von Liane zu Liane und könnt vorher zu hohe oder unerreichbare Areale erreichen. Des Weiteren setzt das Spiel auf das Wechselspiel zwischen Licht und Dunkelheit. Beispielsweise finden sich in einigen Korridoren sehr grelle Lichter, die beim Überschreiten eure Klone außer Gefecht setzen. Neben diesem Licht, findet ihr im Raumschiff auch blaue und rote Lichter, welche jeweils bewirken, dass in einen der Bereiche keine Klone erzeugt werden können und im anderen, dass das Swappen zum Klon im gegegebenen Lichtbereich nicht möglich ist. Mit dem Experimentieren dieser Features, kam vor allem mir das Spiel Stealth Inc.: A Clone in the Dark in Gedanken und beide können sich in der Schwierigkeit sehen lassen. Einige Stellen können sehr knackig sein, doch erwies sich das Spiel niemals als unmöglich. Leider kommt es aber auch gerne dazu, dass ihr nur durch waghalsige Experimente alá Trial and Error euer Ziel erreichen kann und ein direktes Game Over gibt es bei The Swapper nicht. Auch von normalen Gegnern oder Bosskämpfen fehlt jede Spur. Mit vielen Rätsel- und Sprungelementen kann The Swapper mit einem Spiel des Metroidvania-Genres verwechselt werden.

Grafik und Sound: Ein Schlammorchester
Wie bei vielen Indie-Titeln, dachten auch die Kollegen Otto und Olli von Facepalm Games sich was ganz großes für The Swapper aus: Lehm. So finden der Protagonist und seine Umgebung ausschließlich in Lehm seinen Ursprung. Diese wurden daraufhin bei der Erstellung des Spieles digitalisiert und was dabei herauskam war überzeugend. Zwar kann The Swapper bei vielen Spielern nicht mit einer tausend Polygonen und Shadern für jede einzelne Hosennaht begeistern, doch sind die Lichteffekte schier unglaublich. Alleine dadurch bewirkt The Swapper etwas, was viele „Millionenseller“ nicht erzielen können: Atmosphäre. So bittet The Swapper nicht nur den Spieler zu einen Candlelight-Dinner, sondern bittet diesen auch die eigene Atmosphäre so anzupassen. Das Spiel muss einfach bei wenig Licht mit Kopfhörern gespielt werden! Der Sound ist passend zur einsamen und verlassenen Raumschiffatmosphäre nicht existent. Allerdings besteht auch darin ein Zauber: Viele Horrorfilme, zumindest die guten, wissen was für ein Effekt die Abstinenz von Musik bewirken kann im Vergleich zu Horrorfilmen, die bei jeden Jumpscare gleich das Klavier fallen lassen. Die englische Synchro für viele der Storylogs ist auch sehr zufriedenstellend und trägt definitiv zur Atmosphäre und Story bei.



Fazit:
In kürzeren Worten kann ich The Swapper definitiv Fans von klassischen Sidescrollern empfehlen. Die Rätselelemente definieren das Gameplay und stellen dabei auch den Gegner des Spieles dar. Hier gibt es keine epischen Bosskämpfe oder ellenlange Dialoge zwischen Gut und Böse. Der einzige Makel dem das Spiel vorgeworfen werden kann ist seine Länge. Mit nur knapp sechs Stunden an Spielezeit ist The Swapper definitiv kein extrem langes Indie-Spiel und dies schmerzt, wenn das Spiel einen Preis von gut 15 Euronen vom Konsumenten abverlangt. Trotz des etwas stolzen Preises, sehe ich den Wert des Spieles in diesen und kann es zweifelsohne jeden empfehlen, der bereit ist diese Summe zu bezahlen. Glücklicherweise ist The Swapper zudem ein Cross-Buy Titel, wodurch man zeitgleich auch im Besitz einer PS3/PS4-Version ist. Selbst mit nur sechs Stunden werdet ihr auf jeden Fall mit einem düsteren und atmosphärischen Spiel belohnt!

Besorgt sich nun eine Klon-Taschenlampe - Altin Bujupaj für PlanetVITA.de

Vielen Dank an Curve Studios für die freundliche Bereitstellung eines Rezensioncodes!

Leserwertung:

*****

Noch keine
Deine Wertung:

-
Atmosphärischer Rätsel-Plattformer mit Kopfhörerpflicht

Wertung

komplexe Rätseleinlagen...

flüssiges Gameplay

super umgesetztes Setting

...welche auch viel "Trial and Error" abverlangen können

kurze Spieldauer

sehr stolzer Preis

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6 Kommentare