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Spielname:
Counterspy

Typ:
PSN Spiel

PSN Preis:
12,99 €

Publisher:
SCEE

Developer:
Dynamity, Foster City Studio

Genre:
Shooter

Release:
20.08.2014 (erschienen)

Multiplayer:
1 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 16 Jahre

Screenshots:
Spiel mögen:

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Kurztest: Counterspy

Lisa Spitzer, 02.09.2014

2159°

3

Test mögen: Weitersagen:

Spätestens seit James Bond schwebt uns ein bestimmtes Bild vor Augen, wenn wir an Spione denken. Cool, lässig, sie spielen mit der Gefahr und schaffen es doch immer im letzten Moment, ungeschoren davonzukommen. Da ist es nicht verwunderlich, dass auch Dynamity und Foster City Studio dieses Muster aufgegriffen und ins Spiel Counterspy verpackt haben. So cool und lässig wie James Bond? Finden wir es heraus!

Wie immer viel Arbeit für Geheimagenten!
Schon das Intro macht Lust auf spannende Spionen-Action. Die typischen Töne mischen sich mit intensiven Farben und schnellen Bildwechseln, wodurch der Eindruck entsteht, es könnte auch der Einspann des nächsten Filmstreifens sein. Kurz danach poppt das Menü auf, von dem aus man auf die Bestenliste (man wird hier automatisch immer mit einem etwas besseren Spion verglichen, was anspornt, mehr Punkte zu verdienen), sein Profil, die Optionen und die Geschichte zugreifen kann. Und die hat es in sich, denn wieder einmal steht die ganze Welt auf der Kippe! So geht es nämlich um den Kalten Krieg, Imperialisten und Sozialisten stehen sich im Wettrüsten gegenüber. Beide mit demselben Plan: einen Atomschlag auf den Mond zu starten! Ihre Pläne sind dabei identisch und würden dummerweise dazu führen, dass der Mond aus seiner Bahn geraten und mit der Erde kollidieren würde! Das kann die Geheimorganisation C.O.U.N.T.E.R. natürlich nicht zulassen und schickt den Spieler deswegen aus, um beide Großmächte zu infiltrieren und deren Geheimpläne für den Raketenstart zu stehlen. Vor jeder Mission hat man die Möglichkeit, zu entscheiden, in welches Land man nun eindringen will – da die Geheimpläne allerdings gänzlich identisch sind, kann man durch beide Seiten alle ergattern.

So muss man sich also jeden „Tag“ wieder entscheiden, ob man den Westen oder den Osten beschatten will. Dabei ist es wichtig, auf die Defcon-Stufe zu achten – bei dieser handelt es sich um den Verteidigungszustand, welcher durch eine Zahl von Eins bis Fünf dargestellt wird. Und erreicht er Eins, wird der Countdown für die Raketen eingeleitet! Um dies zu verhindern, sollte man darauf achten, nicht gesehen zu werden und nicht zu sterben, denn ansonsten wird er angehoben. Senken kann man ihn stattdessen durch sogenannte Formeln. Bei diesen handelt es sich um verschiedene positive Effekte, welche man vor jedem Level mit dem eigens verdienten Geld kaufen kann. So kann man, wie gesagt, den Defcon-Wert senken, aber auch beispielsweise leiser schleichen.

Schleichen, schleichen und … schießen!
Hat man sich dann entschieden, kann man direkt in die Level starten. Das ist auf jeden Fall der Grundgedanke, allerdings dauert das Laden ziemlich lange. Anfangs kann man sich durch die angezeigten Tipps und historischen Fakten die Zeit vertreiben, doch das wird auch schnell langweilig. Hat das Level dann jedoch begonnen, läuft das Spiel ohne lange Ladezeiten. Dann ist es die Aufgabe des Spielers, Geheimpläne zu beschaffen – nebenbei kann man sich jedoch durch Blaupausen neue Waffen besorgen oder Teile der Formeln, die ich eben erwähnte, stehlen. Dieser Teil des Spiels ist in 2D gehalten, wechselt jedoch, sobald man seine Waffen einsetzt, um Wachen zu beseitigen. Dann kann man sich hinter Deckungsobjekten verstecken, damit man gut zielen kann. Und das ist ein großer Bestandteil des Spiels, denn je mehr Missionen man spielt, desto mehr Wachen tauchen auf. Der Spieler kann sich hier selbst die Geschwindigkeit des Spiels aussuchen: Je schneller er die Geheimpläne findet, von denen es immer unterschiedlich viele pro Mission gibt, desto schneller hat er das Spiel durch. Wenn es jedoch etwas länger dauert, stehen einem plötzlich übermäßig viele Wachen gegenüber, die man nur schwer umlegen kann. Nützlich sind hier Waffen wie die schallgedämpfte Schrotflinte oder die Pfeile mit der Gedankenkontrolle, von denen Feinde plötzlich ihre Mitarbeiter angreifen, oder auch der Angriff aus dem Hinterhalt. Zusätzlich dazu sollte vor allem beachtet werden: Sobald man nach ein paar Stunden Spielzeit alle Pläne zusammenhat – es sind insgesamt 25 – kann man entweder die finale Mission auswählen oder, um die Defcon-Stufe noch zu senken, weiter Level spielen. Spielt man dann die letzte Mission, ist danach das Spiel sofort zu Ende und man kann nur neu anfangen – allerdings kann man ab dann den Schwierigkeitsgrad selbst wählen.

Das Geniale an den Levels ist jedoch, dass sie zufallsgeneriert sind. Somit hat man immer wieder eine andere Erfahrung. Allerdings kann das auch schief gehen, denn einmal während des Spielens kam ich plötzlich in einen Bereich, der eigentlich nicht zugänglich sein sollte. Und plötzlich hing ich in einem schwarzen Kasten fest und musste das Level neu starten … außerdem stockt das Spiel in schnellen Passagen. Hat man nämlich nicht gut gespielt und die Defcon-Stufe erreicht Eins, muss man schnell zum Ende des Levels laufen und den Countdown dort anhalten. In diesem Fall hat das Spiel zuweilen Probleme, schnell zwischen den Perspektiven zu wechseln, wenn man mal rasch einen Gegner ausschalten muss. Aber immerhin funktioniert die Steuerung gut und flüssig.

Spion-Action mit guter Ausarbeitung!
Ein großer Vorteil des Spiels ist zudem die ansprechende Gestaltung. Die Geheimbasen beider Großmächte sind auf die Länder abgestimmt und beherbergen unglaublich viele Propaganda-Plakate und witzige Details. Da muss man sich beispielsweise durch Toiletten kämpfen und Wachen überraschen, oder findet sich selbst auf riesigen Wanted-Plakaten wieder. Dazu kommt die musikalische Untermalung, die in den Levels gezielt eingesetzt wird. Die meiste Zeit über ist nämlich gar keine Musik vorhanden, stattdessen hört man seine eigenen Schritte sowie andere Sound-Effekte wie Gewehrschüsse oder Durchsagen. Wird man dann getroffen und hat nur noch wenige Lebenspunkte übrig, hört man einen Herzschlag und zudem gezielt gesetzte Musik, was die Spannung erhöht. Diese ist wiederum, wie man sie aus den zahlreichen bekannten Spion-Filmen kennt.



Fazit:
Counterspy hat ein paar kleine, technische Schönheitsfehler, wie lange Ladezeiten oder teilweises Stocken, aber dennoch kann ich es nur empfehlen! Das Spion-Thema wurde sehr gut umgesetzt, man fühlt sich unwillkürlich, als wäre man mitten im Spiel. Das wird besonders durch die gezielt gesetzten Sound-Effekte erreicht. Auch versteift sich das Spiel nicht, sondern ist humorvoll. Das bekommt man besonders durch die Zwischenszenen mit, in denen C.O.U.N.T.E.R. mit uns kommuniziert. Und als wäre das nicht genug, ist das Spiel komplett deutsch. Das Spiel dauert nicht allzu lange, nur ein paar Stunden, ist aber alles in allem sehr unterhaltsam!

Fühlt sich fast so verwegen wie James Bond: Lisa Spitzer für PlanetVita.de

Vielen Dank an Sony für die freundliche Bereitstellung des Review-Codes!

Leserwertung:

*****

Noch keine
Deine Wertung:

-
Gelungene Spionen-Action mit kleinen Schönheitsfehlern.

Wertung

Spannung durch gezielt gesetzte Sounds

cleverer Perspektivenwechsel

sehr detaillierte Umgebung

Vergleich mit etwas besseren Rival-Spionen

komplett deutsch

lange Ladezeiten

teilweises Stocken

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3 Kommentare