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Spielname:
Hohokum

Typ:
PSN Spiel

PSN Preis:
12,99 €

Publisher:
Sony

Developer:
Honeyslug, Santa Monica Studio

Genre:
Sonstiges

Release:
13.08.2014 (erschienen)

Multiplayer:
1 Spieler

Altersfreigabe:
Ohne Alterseinstufung

Screenshots:
Spiel mögen:

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Kurztest: Hohokum

Lisa Spitzer, 25.09.2014

1829°

2

Test mögen: Weitersagen:

Als ich Hohokum von Honeyslug und Santa Monica Studio auf der gamescom das erste mal in den Händen hielt, war ich unschlüssig. Der Stil sagte mir auf jeden Fall zu, doch fand ich während des Anzockens nicht heraus, was ich überhaupt tun sollte. Hatte ich etwa den Anfang der Demo verpasst und war mittendrin gelandet?

Von verwirrenden Anfängen ...
Nein, war ich nicht. Tatsächlich wird der Spieler auch bei der kompletten Version von Hohokum einfach ohne ein Wort ins Spiel geworfen. Das heißt hier, dass man sich als schlangenähnliches, herumfliegendes Wesen mit einem riesigen Auge über den Bildschirm schlängelt, welches die Farbe je nach Richtung, in die es fliegt, wechselt - und das durch eine erst einmal etwas düstere Umgebung. 'Was soll ich jetzt machen?', fragt man sich. So beginnt man erst einmal damit, sich durch die Umgebung zu bewegen. Wie das geht, findet man auch alleine schnell heraus. Mit dem linken Stick bewegt man sich, mit dem rechten zoomt man. Die X-Taste beschleunigt den Flug, die Kreis-Taste verlangsamt ihn. Mit den Schultertasten kann man ebenfalls beschleunigen. So weit, so gut. Wenn man sich dann erst einmal bewegt, kann man gegen die im Weg liegenden schwarzen Kreise stoßen, welche daraufhin in bunten Farben leuchten und zusätzliche Musik-Elemente freisetzen. Außerdem kann man andere Schlangenwesen aufgabeln und mit diesen in besonders gekennzeichneten, runden Arealen Muster entwerfen. 'Das war doch nicht alles?' fragt man sich dann. Und das zu recht! Denn bald schon entdeckt man unweigerlich das erste Tor. Ein Tor, das einen in eine andere Welt führt. Und schon kann das richtige Abenteuer beginnen.

... zu phantastischen Erkundungstouren!
Von der doch eher eintönigen Heimat wechselt man nun nämlich in eine kunterbunte Welt, in der wurmähnliche Wesen umherschwirren und die knallorangenen Bäume sich im Wind bewegen. Hier und dort schwebt eine Insel in der Luft, von denen einige kleine Bewohner beherbergen. In diesem Fall sind das Wesen, die aus riesigen Augen bestehen und auf den ersten Blick etwas befremdlich erscheinen. 'Was muss ich denn jetzt schon wieder machen?' Nun, die Hauptaufgabe liegt darin, einfach herumzufliegen und mit der kreativ gestalteten Umgebung zu interagieren. Fliegt man gegen die Bäume, erklingt ein Geräusch – das ist bei vielen Objekten so, sodass durch diese die Klangkulisse erweitert wird. Andere Objekte wie riesige, schwebende Kugeln werden groß beziehungsweise klein, wenn man sie berührt. Kleine Wesen folgen einem, wenn man an ihnen vorbeifliegt. Oder man kann Augen öffnen, die in allen Welten versteckt sind – ja, das ist wörtlich zu verstehen. Dies sind nur einige Beispiele, denn man kann wirklich mit allem interagieren, obwohl man ja nur herumschwirrt. Und hat man alles gesehen, findet man vielleicht das nächste Tor. Denn in Hohokum gibt es eine ganze Palette von Welten, die alle verschieden aufgemacht sind. Dabei unterscheiden sich Thema, Einwohner, Musik und besondere Features. Eine Welt ist beispielsweise dem Orient nachempfunden, bei der anderen schlängelt man sich kreuz und quer über ein kariertes Blatt; wieder eine andere Welt sieht aus wie ein Freizeitpark, oder wie ein Meer aus Pusteblumen. Und jede von ihnen hütet Geheimnisse, die man ergründen kann. Da führt man beispielsweise Paare zusammen, sorgt dafür, dass die Achterbahn wieder richtig fährt, entdeckt eine düstere Parallelwelt und, und, und. Zu viel möchte ich nicht verraten, denn diese Geheimnisse sollte jeder selbst erforschen. Manchmal sind sie sehr versteckt und man fragt sich, ob man überhaupt etwas tun kann. Dann findet man aber wieder eine neue Kleinigkeit, ein spannendes Detail. So erkundet man langsam, aber sicher alle Welten. Ganz für sich allein, denn Tipps gibt es nirgendwo. Das ist natürlich auch ein Manko, denn wenn man nur noch hin und herfliegt und nicht weiß, was zu tun ist, dann ist das zuweilen frustrierend. Was dazu kommt ist, dass das Verlassen einer Welt jeden Fortschritt löscht. Also – hat man beispielsweise ein Rätsel fast gelöst, sagen wir, fast alle Teile der gesuchten Achterbahn zusammen und verschwindet dann kurz aus der Welt, muss man wieder von vorne anfangen. Dadurch gibt es kein Durchspielen oder Ähnliches. Man kann lediglich alle Welten finden, welche dann zusätzlich auch von der Heimat (also dem ersten Areal, zu dem man immer zurückgehen kann) zugänglich sind. Außderdem werden nach erfolgreichem Lösen eines Rätsels neue schlangenähnliche Wesen freigeschaltet, welche man dann ebenfalls in der Heimat vorfindet. Aber alle Rätsel komplett lösen und dann fertig sein – das gibt es nicht. Aber hier geht es auch vielmehr ums Entdecken als Fertigstellen.

Musik als Hauptelement
Während man sich so also seinen Weg bahnt, wird man in jeder Welt mit einem neuen Design und neuer Musik konfrontiert. Vor Beginn des Spiels wird man darauf hingewiesen: „Kopfhörer empfohlen!“. Dem kann ich nur beipflichten! Bei der Musik handelt es sich um eher meditativ klingende Töne, welche durch den Spieler selbst erst zu voller Größe gelangen. Indem man nämlich mit seiner Umwelt interagiert, kommen mehr und mehr Töne hinzu. So kann man beispielsweise einzelne Töne selbst beeinflussen, indem man über bestimmte Objekte berührt oder über sie hinweg fliegt. Auch, wenn man Ereignisse beeinflusst, wird die Musik verändert oder wächst von leisen Klängen zu einer wahren Klangkulisse heran. Dadurch wird die Musik in Hohokum zu einem zentralen Element, ohne welches das Spiel nicht halb so gut wäre.

Nicht minder gute (etwas befremdliche) Grafik
Dazu kommt die außergewöhnliche, äußerst kreative Gestaltung des Spiels. Die Welten, die Pflanzen und besonders die Bewohner wirken, als hätte ihr Schöpfer vielleicht nicht mehr alle Tassen im Schrank gehabt. Doch gerade deswegen wirkt alles sehr liebevoll gestaltet und ist ein wahrer Gaumenschmaus für die eigene Phantasie und Kreativität. Besonders die Einwohner sind sehr liebenswert, und das, obwohl nicht ein Funken Text ihre Geschichten erklärt! Das will einmal etwas heißen.



Fazit:
In der Tat sind meine Erklärungen vielleicht etwas durcheinander. Vielleicht werfen sie mehr Fragen auf, als sie beantworten. Das liegt daran, dass Hohokum ein Spiel ist, welches man schlecht in Worte fassen und noch schlechter beschreiben kann. Es vereint Kreativität und Außergewöhnlichkeit mit einer sehr entspannenden Musik und Atmosphäre. Dennoch muss man sich darüber im Klaren sein, dass es keinerlei Geschichte gibt, keinen roten Faden. Dadurch kann die Motivation für nicht so Entdeckungsbegeisterte schnell verfliegen. Es ist halt kein normales Spiel, sondern etwas für alle, die ein Erlebnis der etwas anderen Art auf der Vita suchen.

Bereist gerne andere Welten: Lisa Spitzer für PlanetVita.de

Leserwertung:

*****

Noch keine
Deine Wertung:

-
Das Spiel hat zwar keinen roten Faden, holt jedoch aus jedem den Entdecker und Fantasten hervor.

Wertung

entspannende, inspirierende Musik

kreative, phantasievolle Gestaltung

liebenswerte Charaktere

viel Interaktion möglich

viel zu entdecken, z.B. Geheimnisse der Welten

keinerlei Einweisung/Tipps

keine Geschichte, kein roter Faden

Motivation kann schnell verfliegen

zunächst etwas befremdlich

kein bleibender Fortschritt in den Welten, wenn man sie verlässt

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2 Kommentare