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Spielname:
Senran Kagura: Shinovi Versus

Typ:
PSVita-Spiel

Publisher:
Marvelous Europe

Developer:
Tamsoft

Genre:
Action

Release:
15.10.2014 (erschienen)

Multiplayer:
1-4 Spieler, auch online

Altersfreigabe:
Frei ab 16 Jahre

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Review: Senran Kagura: Shinovi Versus

Tjark Michael Wewetzer, 16.10.2014

3570°

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Für viele junge Leute ist das Schulleben ja ohnehin schon nicht gerade einfach. Gegen das Leben an einer Ninja-Schule jedoch? Ohne Zweifel ein Klacks. Da hält man sich zwar nicht übermäßig mit Fächern wie Mathe, Bio und Co. auf, muss dafür aber körperlich fit sein und ein knallhartes Trainingsprogramm überstehen. Wenn man Pech hat, gelangt man sogar noch während seiner Ausbildungszeit in einen waschechten Kampf ums Überleben. Auch die Heldinnen von Senran Kagura: Shinovi Versus kennen dieses Leiden und haben bereits eine große Schlacht überstanden. Ob sie sich mit ihrem Sprung auf eine neue Plattform auch gebessert haben, klären wir in unserem Test.

Das bedeutet Krieg!
„Kampf ums Überleben? Ich dachte, hier ginge es primär um pr-“ Ja, stimmt schon: Angesichts des offensichtlichen Hauptreizes des Spiels erwartet man hier keine große Rahmenhandlung. Tatsächlich hat Shinovi Versus aber nicht nur eine, die gerne mal in kurzen (englischsprachigen) Dialog- und Visual-Novel-Sequenzen erzählt wird, sie ist sogar gar nicht mal uninteressant, wenngleich kein Meisterstück der Erzählkunst. Zu Beginn sucht ihr euch eine der drei großen Ninja-Schulen, deren Geschichten sich mit dem sogenannten Shinobi Battle Royale beschäftigen – ein knallharter Kampf zwischen den Elite-Schülern zweier Institute, bei dem das Gewinner-Team die gegnerische Schule niederbrennt. Zu genau so einem grausamen Konflikt fordert beispielsweise die Gessen Girls' Academy die guten Shinobi der Hanzo-Akademie heraus. Das können letztere natürlich nicht einfach so hinnehmen, wo sie doch an ihrer Lehranstalt hängen, und wappnen sich zum Kampf.

Abseits der Hauptstory, die euch durch 25 Level pro Schule schickt, gibt es noch eine Reihe von charakterspezifischen Kurzgeschichten. Im Kontrast zum Kernkonflikt – der zwar auch nicht bierernst ist, aber zumindest ein gewisses Maß an Spannung aufbaut – sind diese jedoch eher humorvoll aufgezogen und erzählen kurze, nette Anekdoten aus dem Leben der Heldinnen. Da macht sich etwa Asuka aus dem Hanzo-Stall auf die Suche nach geeigneten Zustaten für die Sushi-Rollen ihres Großvaters, die ernsthafte Miyabi der finsteren Hebijo-Schule möchte wissen, wie sie auf andere Menschen wirkt und die hinterlistige Quasselstrippe Shiki jagt schlüpfriges Bildmaterial für ihren Blog. Leider bestehen diese Nebengeschichten primär nur aus kurzen Textblöcken, von denen ihr eine ganz am Anfang und die andere ganz am Ende zu sehen bekommt. Der Rest wird während der Gefechte japanisch vertont bei englischen Untertiteln erzählt, was es angesichts des hektischen Kampfgeschehens etwas schwierig zu verfolgen macht.

Lasset die Fetzen fliegen!
Trotz aller Plaudereien: Der Hauptaspekt dieses Beat 'em Ups ist natürlich der zünftige Schlagabtausch. Zu diesem Zweck werdet ihr in ein abgegrenztes 3D-Areal geworfen und müsst, je nach Mission, entweder eine massive Anzahl von kleineren Gegnern, einen Boss oder beides nacheinander erledigen. Ähnlich wie bei Koeis Dynasty Warriors-Reihe mäht ihr euch mit simplen Zwei-Tasten-Kombos durch die Horden, wobei die Anzahl eurer Moves zu Beginn noch stark eingeschränkt ist. Erst mit steigendem Charakter-Level schaltet ihr nach und nach zusätzliche Kombo-Schritte frei, weswegen sich manch Kämpfer anfangs noch etwas behäbig spielen kann.

Ferner werden eure verfügbaren Techniken von eurem Kampfmodus beeinflusst. Die Flash-Form, bei der euer Mädel in zivilen Klamotten herumläuft, bieten einen ausbalancierten Stil und ermöglicht kurze, effektive Kombos. Die Yang-Form, die ihr nach der jederzeit über die L-Taste auslösbaren Shinobi-Transformation einnehmt, regeneriert bei Aktivierung zunächst einmal eure Gesundheit, erweitert eure Kombos und gewährt euch Zugriff auf mächtige Spezialfähigkeiten. Die Yin-Form, auch Frantic Mode genannt, funktioniert ein wenig anders: Hier reduziert ihr die Kleidung eures Charakters direkt auf die Unterwäsche und erhaltet so einen großen Offensiv-Boost im Austausch gegen Abwehrkraft. Quasi ein Glaskanonen-Modus, der vor allem für die Kämpferinnen wie beispielsweise Murakumo, die ohnehin schon in diese Kategorie fallen, zu einem gefährlichen Drahtseilakt werden kann.

Leider hält sich der Anspruch trotz dieser Feinheiten deutlich in Grenzen: Das kleinere Kanonenfutter lässt sich praktisch ohne Gegenwehr wegfegen, größere Brocken sind lediglich etwas zäher niederzukämpfen und auch die Bosse lassen sich größtenteils extrem einfach austricksen. Immerhin lassen sich alle Level der Story auch auf einem optionalen höheren Schwierigkeitsgrad angehen, der zumindest bei den Bossen für ein spürbar aggressiveres Verhalten sorgt. Spätestens da müsst ihr auch fleißig von eurem Block- und Konter-Kommando Gebrauch machen. Die 08/15-Gegner profitieren davon aber eher weniger und halten schlichtweg nur ein wenig mehr aus.

Es regnet Unterwäsche!
Was also tut man, wenn man von den CPU-Stehaufmännchen gelangweilt ist? Klar, man sucht sich Gegner aus Fleisch und Blut! Shinovi Versus hat auch einen Mehrspieler-Modus mit an Bord, bei dem ihr sogar über das Internet nach Herausforderungen suchen könnt. Dabei stehen euch drei Spielmodi zur Verfügung: Death Match, das Strip Battle und Understorm. Ersteres bedarf wohl keiner Erklärung, das Strip Battle ist im Prinzip auch nur eine leichte Abwandlung vom Death Match – nur dass ihr hier Punkte dafür kriegt, die Klamotten eurer Gegner im Kampf zu beschädigen. Im ungewöhnlich betitelten Understorm geht es wiederum um das Einsammeln von Unterwäsche. Richtig gelesen: Der erste, der eine bestimmte Anzahl von Höschen sammelt ohne dass sie ihm von anderen Spielern geklaut werden, gewinnt. Klingt kurios, ist aber eher mäßig unterhaltsam, da ihr die kleinen Objekte ziemlich schnell aus den Augen verliert.

Überhaupt hat Senran Kagura ein ziemlich markantes Übersichtsproblem. Die Kamera weiß nie so recht, wie sie das Spielgeschehen einzufangen hat. Selbst mit aktiver Zielerfassung, die sowieso nur bei Bosskämpfen wirklich praktisch ist, verliert man sein Ziel schnell mal aus dem Auge oder muss ungünstige Blickwinkel erdulden – manuelles Nachjustieren mit dem rechten Analogstick und der R-Taste ist leider Pflicht und angesichts der hektischen Gefechte meist eher unkomfortabel. Ebenfalls nerven mit der Zeit die ständig eingestreuten Sequenzen. Egal ob jemand gerade eine Verwandlung vornimmt, Spezialattacken auslöst oder sich Kleider langsam in Luft auflösen, es gibt eine kurze Zwischensequenz dazu zu sehen. Klar kann man die überspringen, aber selbst dann unterbrechen sie ständig den Spielfluss. Glücklicherweise fallen sie im Multiplayer-Modus komplett weg und halten in den Vier-Spieler-Gefechten nicht unnötig das Kampfgeschehen auf.

Boing!
Immerhin gibt sich Senran Kagura von der technischen Seite her recht stark: Die Charakter-Modelle können sich, von einigen leichten Pixeltexturen bei gewissen Nahaufnahmen abgesehen. sehen lassen und sind verspielt animiert – nicht nur im Brustbereich! Außerdem läuft das Geschehen recht flott und flüssig über den Bildschirm. Framerate-Einbrüche gibt es zwar immer noch zu verzeichnen, im Gegensatz zu Senran Kagura Burst auf dem 3DS halten die sich hier jedoch in Grenzen. Auch die Umgebungen sind zumindest in optischer Sicht relativ abwechslungsreich. Schade ist nur, dass die Areale sehr spartanisch ausstaffiert sind und sich in der Regel auf kastenförmige Kampfgebiete beschränken. Auch die äußerst langen Ladezeiten, die gerne mal 15 bis 30 Sekunden zwischen den Missionen in Anspruch nehmen, hätten echt nicht sein müssen.



Fazit:
Im Vergleich zum 3DS-Einstand der Marke ist Senran Kagura: Shinovi Versus ein schöner Schritt nach vorne. Die Verlagerung der Kämpfe in eine 3D-Arena bekommt dem schnellen, actionreichen Gameplay gut und sorgt vor allem im Multiplayer-Modus für unterhaltsame Schlachten. Auch die weitaus erträglicheren Knicke in der Bildrate sorgen für ein angenehmeres Spielerlebnis. Trotzdem gibt es noch einiges an Verbesserungsbedarf: So interessant das Kampfsystem mit seinen drei Stilen pro Charakter auch sein mag, es wird schlichtweg nicht ausreichend ausgeschöpft und endet in simpler Tastendrückerei. Auch bieten die Missionen, so zahlreich sie auch seien mögen, nicht gerade viel Abwechslung und sowohl die Kameraführung, als auch die Ladezeiten fallen spürbar negativ auf. Dennoch können wir Shinovi Versus einen gewissen, simplen Charme nicht streitig machen. Wenn ihr also Lust auf ein relativ anspruchsloses, dafür aber nett gemachtes Beat 'em Up mit Herz und Humor habt und über die teils doch bemerkbaren Schwächen hinwegsehen könnt, dürft ihr gerne einen Blick riskieren.

Zurück auf der Schulbank: Tjark Michael Wewetzer für PlanetVita.de

Vielen Dank an Marvelous Europe für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

Leserwertung:

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-
Bunte, aufreizende Klopperei, die Laune macht – wenn jetzt nur die Kameraführung nicht so grottig wäre…

Wertung

SCHWIERIGKEIT:

6.0

TECHNIK:

8.0

ÜBERSICHT:

5.0
6
von 10

Flotte, effektreiche Kämpfe

Stattlicher Umfang

Überraschend nette Story

Ansehnliche Anime-Grafik

Solider Multiplayer-Modus

Eintönige Missionen

Recht anspruchsloses Gameplay

Miese Kameraführung

Nervige Kampfunterbrechungen im Solo-Modus

Laaange Ladezeiten

Komplett in Englisch

Wie werten wir?

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