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Spielname:
Die Muppets: Filmabenteuer

Typ:
PSVita-Spiel

Publisher:
Sony

Developer:
Warner Bros.

Genre:
Jump 'n' Run

Release:
05.11.2014 (erschienen)

Multiplayer:


Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre

Screenshots:
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Review: Die Muppets: Filmabenteuer

Denis Wewetzer, 24.11.2014

2405°

1

Test mögen: Weitersagen:

Wenn wir zurück an die gamescom denken, finden wir unter den von uns unter die Lupe genommenen Spielen auch eines, mit dem wir nicht wirklich gerechnet hätten: Die Muppets: Filmabenteuer. Ohne große Ankündigung tauchte es vor uns auf und wir konnten uns einen schnellen Eindruck vom Spiel machen, der leider nicht ganz so positiv ausgefallen ist. Aber die fertige Version hat immer die Chance, wesentlich besser als die vorherige Demo zu sein. Ist es hier der Fall? Schauen wir uns das mal an:

Wie im Kino
Jeder der fünf verschiedenen Filme fängt mit einer netten, kleinen Introsequenz an und besitzt auch selbst eine für sich stehende Geschichte. Ein schnell auffallender Pluspunkt ist hierbei der für die Muppets bekannte Humor, den auch das Spiel nicht zu gering ausfallen lässt. Die deutschen Synchronsprecher machen dem Text zwar nicht zu jeder Zeit Ehre, erfüllen ihre Aufgabe aber recht gut – zu schade nur, dass diese im eigentlichen Gameplay schon wieder wegfallen. Aber man kann ja nicht alles haben, richtig? Dafür kann das Gameplay bestimmt einiges mehr rausreißen.

Gehüpft wie gesprungen, die Zweite!
Wie in der Demo bereits sehr leicht ersichtlich war, handelt es sich hierbei um einen 2.5D Sidescroller und das hat sich auch insgesamt nicht geändert. Man rennt von links nach rechts oder auch mal umgekehrt und springt dabei über Platformen, Hindernisse, Gegner oder sonst was. Zudem können diese Gegner, wie es bei vielen Jump'n'Runs der Fall ist, auch schlichtweg angegriffen werden. Alles Standard, den man eigentlich von so einem Spiel erwarten kann und dementsprechend auch umgesetzt ist.

Hin und wieder wird allerdings versucht, diesen Trott mal ein wenig aufzufrischen, indem Rätsel auf den Weg zum Ziel verteilt werden. Okay, "Rätsel" ist nun etwas hochgestochen gesagt, wir reden hier von einem Spiel, das vermutlich eher für das jüngere Publikum gedacht ist. Die meisten bestehen daraus, Objekt Z zum Ziel O zu bringen. Hin und wieder gibt es andere Aufgaben, aber auch diese können mit Leichtigkeit bewältigt werden. Wenn gerade solche Passagen vor einem stehen, fällt gerne einmal das schlechte Leveldesign auf. Es kann hier nämlich passieren, dass man einen von zwei wählbaren Wegen begeht. Dann merkt man, dass man vorher den anderen hätte gehen müssen, damit man beim ersten begangenen Weg weiterkommen kann. Hier findet man dann ein Objekt, mit dem man den zweiten Weg gänzlich freiräumt und somit im Level weiterkommt. Das kann ganz schön nerven.

War ich hier nicht schonmal?
Und wo wir gerade von schlechtem Level-Design reden: Das Spiel reibt es einem deutlich unter die Nase, dass jeder Level bitte ein zweites Mal abgeschlossen werden soll, damit man alles sammeln kann. In jedem einzelen Film gibt es Objekte, die beim ersten Mal einfach nicht eingesammelt werden können. Und das Spiel wird nicht müde, es jedes Mal, wirklich JEDES MAL anzudeuten und einem zu sagen, dass man bitte später nochmal vorbeischaut und die entsprechenden Objekte einsammelt. Danke, so muss ich mir nicht sagen lassen, dass ich einen Level wiederholen soll. Das geht freundlicher.

Gameplay
Nun klingt das alles ja wie eine standardisierte Jump'n'Run-Kost und genau das ist es auch. Fast wie aus einem Baukasten. Daran mag an sich nichts schlimm sein, aber wenn dabei diverse Fehler auftreten, ist das einfach nur unschön. Ein wirklich auffallender ist, dass das Spiel an vielen Ecken und Enden ruckelt. Und bei präzisen Sprungpassagen wird sowas mit einem ungewollten Tod bestraft. Für den man selbst gar nichts kann. Und jedes Mal, wenn man stirbt, bekommt man vom Regisseur einen kleinen Spruch an den Kopf geworfen, der sich nicht überspringen lässt und sich viel zu schnell wiederholt. Er ist am Anfang witzig, nach dem 20sten Mal aber nicht mehr. Und obwohl das Spiel eher an Kinder gerichtet ist, ist es nicht gerade leicht, also wird man sterben. Und diesen Spruch hören. Immer wieder. Klasse. Das vorher bereits angesprochene Level-Design hilft dabei nicht. Des Weiteren gibt es zwischendurch immer wieder unnötige Touchscreen-Einlagen, die so erzwungen wirken, dass es keinen Spaß mehr macht.

Grafik
Nun habe ich euch erzählt, dass das Spiel ruckelt. Da könnte man sich denken, dass es dafür einen guten Grund geben muss, eine schöne Grafik zum Beispiel. Tatsächlich ist dem sogar der Fall. Muppets präsentiert sich in einem ansehnlichen Cartoon-Look und kann damit gut punkten. Allerdings scheint es selbst ein paar Probleme mit dem 2.5D-Konzept zu haben, da manchmal Entfernungen etwas schwammig dargestellt werden und man deshalb von etwas getroffen wird, dass man noch nicht bei sich eingeschätzt hat. Wieder etwas, dass bei präzisen Einlagen nicht sein sollte. Insgesamt muss auch gesagt werden, dass sich die fünf Filme zwar insgesamt voneinander gut abheben, bis auf einen aber dermaßen gleich aussehen, dass man denken könnte, die Muppets hatten kein Budget für mehr Kulissen. Gerade in einem gewissen Turm hat man das Gefühl, ständig an der selben Stelle zu stehen und irgendwie nicht voran zu kommen. Es sieht einfach alles zu gleich aus.

Sound, Features und Besonderheiten
Wenn es etwas gibt, was man zum Soundtrack sagen sollte, ist es, dass er quasi nicht existent ist. Er ist dermaßen unauffällig, dass man ihn in der Zeit, die man es spielt, gar nicht bemerkt. Außer man achtet speziell darauf und selbst dann ist er nichts besonderes. Dasselbe gilt für den Umfang. Es gibt fünf Filme mit ein paar Gegenständen zum Sammeln. Um diese zu bekommen, muss man durch jeden mindestens zweimal spielen (immernoch, super Idee (Ironie-Schild hochhalt)) und dann... war's das. Das erste "Durchspielen" dauert mit ein wenig Verzögerung und Entdeckerlust mit Glück drei Stunden und dann ist es vorbei. Mehr gibt es nicht. Und was bekommt man dafür? Ein paar nette Bilder. Auch nicht gerade die Motivation schlechthin, sich durch schlecht designte Level ein zweites Mal zu krampfen.



Fazit:
Wenn man sich ein Spiel für knapp 25€ kauft, hat man ein paar Erwartungen daran. Eine davon ist garantiert ein Umfang, der es erlaubt, das Spiel länger als drei Stunden zu zocken. Man bekommt Spiele für weniger Geld, mit denen man mehr spielen kann. Die Muppets: Filmabenteuer ist definitiv keines davon. Dazu kommen stellenweise starke und ansonsten konstante Ruckler, ein schlechtes Leveldesign und insgesamt schreckliches Gameplay-Design. Wenn die Level darauf ausgelegt sind und es einem unter die Nase reiben, dass man sie bitte ein zweites Mal spielt, ist das nie ein gutes Zeichen. Die Rätsel sind auch nur Platzhalter und fordern nicht. Zwar kann sich das Spiel grafisch sehen lassen, aber wenn alles andere einfach keinen Spaß macht, rettet eine schöne Grafik auch nicht. Es mag schwer sein, grün zu sein. Und so ein Spiel hilft dem wechselwarmen Freund Kermit auch nicht. Nicht einmal Freunden der Muppets kann ich dieses Spiel empfehlen.

Hüpft lieber mit anderen Gesellen durch die Gegend: Denis Wewetzer für PlanetVita.de

Vielen Dank an Sony für die freundliche Bereitstellung des Rezensionscodes!

Leserwertung:

Noch keine
Deine Wertung:

-
Ein dahingeklatschtes Jump'n'Run, das den Muppets keine Ehre bereitet.

Wertung

LEVELDESIGN:

2.0

ABWECHSLUNG:

5.0

TECHNIK:

3.0
2
von 10

Schöne optische Präsentation

Entspannter Humor

Schlechtes Leveldesign

Uninteressanter Soundtrack

Geringer Umfang

Diverse Ruckler

Merkwürdige Gameplay-Entscheidungen

Störende Touchscreen-Elemente

Wie werten wir?

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