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Spielname:
Nidhogg

Typ:
PSN Spiel

PSN Preis:
14,99 €

Publisher:
Sony

Developer:
Messhof LLC

Genre:
Fighting

Release:
14.10.2014 (erschienen)

Multiplayer:
1-2

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre

Screenshots:
Spiel mögen:

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Kurztest: Nidhogg

Altin Bujupaj, 23.12.2014

2151°

0

Test mögen: Weitersagen:

Viele Spieler haben mit Sicherheit von Perlen wie Bushido Blade gehört. Zwei Personen in einer verlassenen Gegend, mit Schwert, Rapier oder Säbel in der Hand, mit dem einzigen Ziel, den Gegner zu töten. Was das Spiel so besonders gemacht hat, war die Gefahr eines Fehlers - ein falscher Schwung und der Gegenangriff könnte dem Spieler das Leben kosten. Und nun stelle man sich vor, dass man etwas LSD genommen hat und nordische Mythologie liebt. Was zum einen herauskommt ist ein vielleicht schrecklicher Trip und zum anderen das Spiel Nidhogg. Aber genug Hintergrundgeschichte. En Garde!

Pixelman vs. The World

Kaum ist das Spiel gestartet, wird man gleich vom Logo und einer antiken Grafik begrüßt. Der Entwickler Mark "Messhof" Essen wollte mit der Grafik ein Retro-Gefühl hervorheben, welches keine Überraschung bei zahlreichen Indie-Spielen heutzutage ist. Mit einer Grafik, die dem Atari 2600 Paroli bieten könnte, habt ihr im Menü die Auswahl zwischen einem Single- und Multiplayer-Modus. Im Singleplayer-Modus müsst ihr euch 17 namenlosen Feinden stellen. Das Hauptkonzept des Spieles ist es, euren Feind zu töten und sich weiter nach rechts (im Multiplayer auch manchmal links) in der 2D-Welt zu bewegen. Natürlich dürft ihr euren Sieg nicht zu lange genießen, denn nachdem euer Gegner besiegt ist, taucht er nach einer Weile wieder auf dem Bildschirm auf. Dies verleiht dem Spiel eine Dynamik, welche nahezu dem Prinzip vom Tauziehen ähnelt. Habt ihr es zweimal geschafft die Ebene komplett zu wechseln, werdet ihr von einer jubelnden Menge begrüßt und bewegt euch erstmal weiter nach rechts, bis ein riesiger Regenwurm euch auffrisst. Alleine dadurch hat sich vorerst meine Theorie bestätigt, dass der Schöpfer zu viel mit LSD gespielt haben muss. Doch erst später erfuhr ich, dass es sich beim mutmaßlichen Regenwurm um eine nordisches Fabelwesen mit dem Namen Níðhöggr handelt, welches sich an Leichen der Kriminellen und unehrenhaften Menschen ernährt. Was man nicht alles dazu lernt, nicht wahr?

Zeit für ein Duell!

Das A und O bei einem Spiel, welches einen großen Wert auf das Duell legt, ist das Gameplay. Bei Nidhogg habt ihr mehrere Möglichkeiten, euren Gegner außer Gefecht zu setzen. Die einzige und wichtigste Waffe im Spiel ist das Rapier. Das Rapier verfügt über verschiedene Funktionen: Mit dem linken Analogstick kann der Spieler die Höhe der Kampfposition mit dem Rapier einstellen. Mit Viereck stößt der Spieler sein Schwert nach vorne und wenn der Gegner sein Rapier über oder unter eurer Waffe hält, könnt ihr per Höhe den Gegner sogar entwaffnen. Ist es euch ansonsten zu anstrengend, könnt ihr auch euren Rapier werfen und das Bullseye beim Feind treffen, sofern dieser natürlich nicht seinen Rapier weiter oben positioniert hat. Die Position der Waffe kann zudem entscheidend sein, denn selbst unbewaffnet, kann euch der Gegner eine gute Herausforderung geben.

Beispielsweise verfügt ein unbewaffneter Spieler über die Funktion zu kriechen und zu rollen und dabei den Fuß zu schwingen. Per X-Taste könnt ihr springen und kombiniert ihr den Sprung mit der Angriffstaste, führt ihr einen glorreichen Divekick aus. Liegt der Gegner auf allen Vieren, könnt ihr ihn ganz im Stile von Hotline Miami mit dem Boden verkuppeln. Oft kann es aber auch vorkommen, dass es zu keinem Kampf kommt: Der Spieler und der Gegner - Mano a mano. Der Spieler versucht einen Divekick zu landen und springt am Ziel vorbei. Was macht der Gegner? Er läuft nach links und kommt seinem Ziel näher, von einem riesigen Drachen verschlungen zu werden! Dieses Spielprinzip verleiht Nidhogg eine unglaubliche Tiefe und Komplexität, die in vielen Spielen dieses Kalibers nicht in dieser Form zu finden ist. Umso besser ist es dann, wenn ihr es auch im Multiplayer ausprobieren könnt, denn der Singleplayer ist nicht nur relativ leicht, sondern kurz. Paradebeispiel bei mir: Während einer Redaktionssitzung, habe ich den Singleplayer bereits in weniger als einer halben Stunde geschafft. Ansonsten gibt es noch den Turnier-Modus, welcher sich nicht sehr vom Singleplayer unterscheidet.

Grafik und Sound

Wie bereits erwähnt, stolziert Nidhogg mit einer antiquierten Atari 2600-Grafik vor sich hin. Zugegebenermaßen finde ich diese nicht allzu übel! Zwar sind die Charakter selbst so leblos wie sie nur in den 80ern sein konnten, doch strotzt das Spiel vor bezaubernder Umgebung. Nicht allzu toll ist dann, dass es nur vier von diesen schönen Umgebungen im ganzen Spiel gibt, doch sehen sie definitiv schick aus und haben mich zudem leicht an Proteus erinnert. Die Musik ist auch nicht von schlechten Eltern, denn hinter der Soundkulisse befindet sich der Electronic-Künstler Daedalus. Als Fan des Genres wurde mir warm ums Herz, doch soll man selbst als Fan der elektronischen Musik keinen Opus erwarten. Durch das recht schlichte Spielprinzip lassen sich kaum Minuspunkte auffinden, doch wäre es bei einem Spiel wie Nidhogg definitiv super gewesen, das Konzept der Spielkarten mit Abwechslung aufzupeppen. In einer Map gibt es Plattformen, auf die ihr springen könnt - wieso dann keine Map kreieren, in der man nur auf höhere Plattformen hopsen muss? Auch mehrere Modi hätten nicht geschadet. Beispielsweise hätte man auch einen Deathmatch-Modus mit Zeitlimit einführen können, in dem ihr nur in einer 2D-Umgebung versucht, die meisten Kills zu erzielen. Vielleicht kommt das aber dann im nächsten Spiel rein!



Fazit:
Natürlich bleibt vorab zu sagen: Nidhogg ist kein perfektes Spiel. Es ist definitiv kein Bushido Blade und womöglich auch kein Dark Souls in Punkto Schwierigkeit. Allerdings schafft es Nidhogg mit seinem Spielprinzip den beiden Vorreitern sehr nahe zu kommen, trotz des zweidimensionalen Handicaps. Zwar besitzt Nidhogg keinen überzeugenden Singleplayer, doch kann man im Multiplayer unglaublich viel Spaß mit anderen haben. Wäre die Mapvielfalt noch etwas größer und wäre von allem noch ein Stück mehr drinnen, dann hätten wir es hier womöglich mit einem grandiosen Spiel zu tun. Doch selbst ohne diese Wunschgedanken, bleibt für den etwas happigen Preis ein erfrischendes Duell-Spiel, wie man es heute leider nicht oft genug sieht.

Möchte auf einem Riesendrachen reiten und die Welt erkunden: Altin Bujupaj für PlanetVITA.de

Vielen Dank an Messhof LLC für die freundliche Bereitstellung eines Rezensioncodes

Leserwertung:

*****

Noch keine
Deine Wertung:

-
Gelungener Duell-Sidescroller mit großer Spieltiefe

Wertung

komplexes und interessantes Spielkonzept

schöne Grafikumgebungen...

zufriedenstellende Musik

unterhaltsamer Multiplayer

Singleplayer extrem kurz

...von welchen es leider nicht viele gibt

wenig Kartenvielfalt

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