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Spielname:
Hyperdimension Neptunia Re; Birth 2: Sisters Generation

Typ:
PSVita-Spiel

Publisher:
Compile Heart

Developer:
Idea Factory

Genre:
Rollenspiel

Release:
06.02.2015 (erschienen)

Multiplayer:
nicht vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre

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Hyperdimension Neptunia Re; Birth 2: Sisters Generation

Review: Hyperdimension Neptunia Re; Birth 2: Sisters Generation

Altin Bujupaj, 23.01.2015

3640°

2

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Ein neues Jahr für die Zocker ist nun angebrochen und womit kann ich 2015 besser willkommen heißen, als mit mehr JRPG-Kost? Im heutigen Menü steht ein etwas längerer Spieltitel zur Kost bereit *tief einatmen*: Hyperdimension Neptunia Re;Birth 2: Sisters Generation! Wer kennt nicht die Leute auf Spielewebseiten, die immer versuchen einen Konsolenkrieg anzuzetteln? Da dachten sich natürlich Idea Factory und Compile Heart: "Hey, lasst uns ein Spiel über Spielekonsolen machen, nur mit der Ausnahme, dass wir alles süßer machen und mit einem vollständigen Raster aus weiblichen Charakteren ersetzen!" Warum dieses Konzept in vielen Punkten gut und in anderen Punkten schlecht ausgegangen ist, erforschen wir jetzt!

Willkommen in Gamindustri: Einer Welt voll mit Mädchen und sexuellen Anspielungen!
Kaum ist das Spiel gestartet, wird der Spieler von einer ellenlangen Exposition begrüßt. In der Welt von Gamindustri herrschen vier sogenannte CPUs (Console Patron Units) über die Gebiete von Lastation, Lowee, Leanbox und Planeptune. Wer jetzt geraten hat, dass die vier Herrscher im Spiel des weiblichen Geschlechtes angehören, kann sich auf die Schulter klopfen. Allerdings ist nicht alles so friedlich wie es scheint. Eine Fraktion mit dem Namen ASIC (Arfoire Syndicate of International Crime), geführt von der Antagonistin CFW Magic (badumm tss) will die alleinige Herrschaft über die Welt und versucht diese mit der Magie von Raubkopien und Urheberrechtsverletzung zu erzielen. Die Anspielungen in Hyperdimension Neptunia Re;Birth 2: Sisters Generation sind für den Otto-Normalzocker sehr leicht zu erkennen. Die vier CPUs vom Vorgänger sind dieser Macht unterfallen und es liegt an den Schwestern der jeweiligen Kontinente, diese wieder zu retten.

Als Nepgear müsst ihr euch den zahlreichen Gefahren von ASIC und auch den anfangs skeptischen Nachbarskontinenten stellen. Neben den CPU-Kandidaten werdet ihr im Laufe des Spieles auch auf viele weitere Freundinnen wie IF, Compa oder auch 5pb treffen. Insgesamt sind im Remake um die 22 Charaktere spielbar. Firmen, ich meine Charaktere wie Cave, Marvelous AQL oder auch Falcom (Wuhu!) schließen sich eurer Gruppe an. Nun stellt sich jedoch die Frage, wie zugänglich das zweite Remake für Neuankömmlinge der Reihe ist. Ich selbst gehörte zu der Zeit, in der ich das Rezensionsexemplar bekommen habe zur o.g. Gruppe und kann eingestehen, dass der Anfänger auch gut mit Hyperdimension Neptunia Re;Birth 2: Sisters Generation zurecht kommen wird, doch ist es durchaus empfehlenswert, den Vorgänger gespielt zu haben. Es erspart zum einen den etwas sprunghaften Einstieg, trotz Exposition, und erklärt zahlreiche Fachtermini, die dem Spieler in den ersten Kapiteln zugeworfen werden. Das Spiel besitzt auch sehr viele Unterhaltungen zwischen Charakteren, wobei nahezu 50% aus Anspielungen zu der korrespondierenden Firma stehen. Als Fan von Falcom oder auch Cave, hatte ich einen Heidenspaß die beherzten Konversationen zu betrachten. Neben den spielbaren Charakteren finden sich auf der Weltkarte neben Dungeons, Shops und Nebenquests auch zahlreiche NPCs, welche der Spieler ansprechen kann. Darunter gehören ganz originelle Burschen wie Maryo und Snake Hayter. Wer generell ein Freund von dieses Humores ist, wird seine Freude in Hyperdimension Neptunia Re;Birth 2: Sisters Generation haben!

Von zu leichten Gegnern, bis zu "One-Hit-Wonders"!
Das Gameplay in Hyperdimension Neptunia Re;Birth 2: Sisters Generation ähnelt stark dem von Spielen wie Eternal Sonata oder auch der Atelier-Reihe. In einer 3D-Umgebung kontrolliert der Spieler vier Charaktere und bewegt diese in einer Position, von der aus sie die Gegner angreifen können. Glücklicherweise ist das Kampfsystem rundenbasiert, wodurch der Spieler ausreichend Zeit hat, seine Charakterin passend zu positionieren. Am Anfang des Spieles verfügt Nepgear über drei verschiedene Angriffstypen: Break, Power Hit und Rush. Jeder Feind hat neben einer HP-Anzeige auch einen Schutzwert, welcher am besten mit Break-Angriffen gebrochen werden kann. Wie in Agarest: Generations of War, fügen eure Angriffe mehr Schaden zu, wenn der Schutz des Feindes vorerst gebrochen ist. Power Hits vertreten diesen Fall in Hyperdimension Neptunia. Rush-Angriffe bestehen aus schwächeren Angriffsreihen, welche jedoch das EXE-Parameter füllen. Mit dem EXE-Parameter können eure kämpfenden Charaktere im späteren Verlauf des Spieles auf EXE-Drive Angriffe zugreifen, welche einen enormen Schaden zufügen können. Natürlich ist jeder Spieler in der Lage auch Items oder SP-Angriffe auszuführen. Besitzt ihr im späteren Verlauf des Spieles über mehr als vier Partymitglieder könnt, ihr durch das Coupling-System zwei Charaktere zusammenbringen und im Kampf per Befehl austauschen. Durch das richtige Zusammensetzen werden auch exklusive Angriffstechniken freigeschaltet. Neben den Kämpfen wandert ihr auch durch die Dungeons und die Gegner sind immer sichtbar, wodurch sich Zufallsbegegnungen vermeiden lassen. Ist der Spieler mutig, kann er durch einen Angriff versuchen einen Vorteil im Kampf zu erzielen, doch fand ich dieses eher mühselig, da der Angriff zeitlich sehr unpräzise ist und der Gegner, wenn er euch sichtet, mit einer sehr schnellen Geschwindigkeit entgegenkommt.

Mit solch einem Repertoire müsste dem Spieler doch eigentlich nichts im Wege stehen, wenn da nicht der Schwierigkeitsgrad noch was zu sagen hätte. Die Schwierigkeitskurve in Hyperdimension Neptunia Re;Birth 2: Sisters Generation ist allerdings sprunghafter als eine Achterbahn: Oftmals begegnet ihr sehr leichten Gegnern, die in weniger als drei oder vier Zügen besiegt werden können und ehe sich der Spieler versieht, vernichtet ein Story-Boss eure Helden mit nur einer Attacke. Was gegen solche Gegner hilft: Grinding. Hyperdimension Neptunia Re;Birth 2: Sisters Generation ist da keinesfalls eine Ausnahme.. Allerdings kann der Spieler mehr oder weniger durch sogenannte Remake-System in Form von "Plans" (Entwürfe) in das Spielgeschehen eingreifen. Ähnlich wie in Transistor oder auch Bastion, kann der Spieler mithilfe von bestimmten Items alle Gegner im Spiel stärken oder auch schwächen. Weitere Buffs sind unter anderem eine höhere Sprungkraft, ein schneller steigender EXE-Parameter oder die Entfernung des Damage-Caps. Des Weiteren ist der Spieler durch das Remake-System in der Lage, die Dungeons im Spiel mit neuen Gegnern und sammelbaren Items zu schmücken.

"Schmücke deine Heldin mit endlosen Zubehör und Riesenschwertern!"
Vom Kernprinzip bleibt Hyperdimension Neptunia Re;Birth 2: Sisters Generation seinem Konsolen-Pendant grundsätzlich treu, doch finden sich hier und da zahlreiche Neuerungen. Zum einen wurde das Kampfsystem leicht dem von Hyperdimension Neptunia: Victory angepasst, welches insofern Skills und Coupling-Angriffe betrifft und auch eine handvoll Dungeons sind neu aufgelegt worden. Weitere Features wie Stella's Dungeon erlauben es euch eine NPC auf eine Reise in einen freigeschaltetes Dungeon zu schicken und für euch nach weiteren Gegenständen zu suchen. Dies ist vor allem empfehlenswert, wenn ihr versucht Nebenmissionen in Form von Guild Quests zu erfüllen. Diese können entweder aus dem Besorgen von bestimmten Materialen bestehen oder auch das Besiegen von bestimmten Gegnern voraussetzen. Diese Nebenmissionen haben zudem indirekt einen Einfluss auf die "Shares" im Spiel. Shares symbolisieren im Großen und Ganzen die Beliebtheit eines Kontinentes in Gamindustri. Wer nun etwas weiter über das schwebende Gebiet hinausschaut, kann sich erahnen, dass diese Shares einen Einfluss darauf haben werden, welches Ending ihr im Spiel erzielen werdet.

Ebenfalls Einflussvoll ist das Lily-Rank-System, das grundsätzlich die Zuneigung zwischen zwei Charakteren darstellt. Anders als im Vorgänger, steigt das Lily-Rank viel leichter und erspart dem Spieler somit eine endlose Anzahl an Kämpfen mit diesen zwei Partnern, um den Rang zu steigern. Natürlich lebt ein Rollenspiel auch davon, wie gut ihr euren Charakter mit Ausrüstung versorgen könnt. Hier lassen sich Waffe, Rüstung, Accessoire und auch Kleidung umgestalten. Außerdem verfügen die Schwestern der CPUs über die Funktion, sich im Kampf zu einer HDD (leider keine Terabyte-Festplatte) zu verwandeln. In Hard Drive Divinity-Form, lassen sich einzelne Rüstungsteile austauschen, welche das Aussehen und die Werte eures Charakters verändern können. Natürlich ist der Spieler nach Abschluss der Hauptstory noch lange nicht fertig: Durch New Game+ lassen sich alle Items, Ausrüstung und Level in eine zweite Runde transportieren und dem Ziel, die anderen Endings zu sehen, steht dadurch nichts mehr im Wege! Mit gut 20 Stunden habe ich die Credits im Spiel gesehen, muss jedoch auch eingestehen, dass ich während meines ersten Durchlaufes zahlreiche Guild Quests nicht erledigt habe und auch nicht auf die Shares und den Lily Rank geachtet habe.

Grafik und Sound
Größtenteils werden Dialoge und Events im Spiel durch Charakterportraits dargestellt, welche sich in klassischer Compile Heart-Maniere wie in Agarest Zero leicht bewegen. Die Sprachausgabe kann wie in Re;Birth 1 von Englisch auf Japanisch gestellt werden. Die 3D-Modelle im Spiel sehen nicht sehr schrecklich aus, doch konnten sie mich keineswegs begeistern. Zahlreiche Animationen und EXE-Drive Angriffe konnten sowohl Schönheit und Framerate in die Knie zwingen. Auch die Gebiete wirken oftmals sehr grob und leblos. Die Musik im Spiel selbst ist auch nicht notwendigerweise der Brenner, doch kam sie nie nervig oder störend vor. Vorab bleibt aber zu sagen, dass das Spiel in beiden Punkten besser als der Vorgänger aussieht und Idea Factory aus einigen Fehlern gelernt hat.

Die staubige Seite der Konsole
Natürlich ist in Hyperdimension Neptunia Re;Birth 2: Sisters Generation nicht alles so zuckerbunt und süß wie es scheinen mag. Wie bereits erwähnt, sind die Grafik und die Musik nicht umbedingt eine gute Sache und viele Dungeons sind mehrmals benutzt worden. Das Kampfsystem ist im Großen und Ganzen zufriedenstellend, doch sind auch da die Freiheiten nicht endlos: Der Schwierigkeitsgrad im Spiel selbst ist oftmals sehr sprunghaft und das Spiel setzt indirekt voraus, dass Charaktere wie Compa in der Party dabei sein müssen, denn sie übernimmt als einzige Charakterin die Hauptrolle eines Heilers, welchen ihr bei vielen Bossgegnern umbedingt gebrauchen werdet. Viele Unterhaltungen im Spiel sind auch sehr klischeebehaftet und folgen fast jedem aktuellen Anime/Manga-Trend. Einer der für mich nervigeren Aspekte ist, dass ihr in Dungeons nicht überall in der Lage seid zu speichern. Das mag nach einem kleineren Problem klingen, doch ist es unbeschreiblich frustrierend, wenn der Spieler in einer Story-Mission einen leichten Boss besiegt, um nach einem kurzen Dialog ohne Speichern oder Heilen von einem noch stärkeren Bossgegner begrüßt zu werden. Glücklicherweise sind diese Begegnungen in Hyperdimension Neptunia Re;Birth 2: Sisters Generation seltener als im Vorgänger, doch wäre es sicher kein Problem, den Spieler zu fragen, ob er vielleicht doch speichern möchte, ehe ein zehn Meter große Drache all die süßen Mädchen zur Nachspeise aufessen möchte! Auch etwas traurig am Remake ist, dass Charaktere wie Nisa und Gust aus dem Spiel geschnitten wurden.



Fazit:
Hyperdimension Neptunia Re;Birth 2: Sisters Generation ist neben seinem extrem langen Namen ein zweischneidiges Spiel: Die Story und die Charaktere sind sehr liebevoll gemacht und unglaublich stark detailliert, während jedoch bestimmte Aspekte des Spieldesigns vernachlässigt wurden. Das Spiel wirkt grafisch antiquiert und steif und auch die Musik kann nicht wirklich vom Hocker werfen. Auch, dass einige Levels kopiert wurden, hilft dem doch positiven Eindruck nicht. Was jedoch zu sagen bleibt, ist, dass das Gameplay insgesamt sehr gut ist und dem Spieler viel Kreativität in der Gruppengestaltung gibt. Ein perfektes Spiel ist es allerdings absolut nicht. Allerdings bleibt für Fans von Anime und Parodien ein Spiel, das auch für mich definitiv als "Guilty Pleasure" bezeichnet werden kann. Die Charaktere und die Welt sind einfach so humorvoll gestaltet, wodurch ich das Spiel etwas mutigeren Zockern empfehlen kann. Wer jedoch das Spiel in vollen Zügen genießen möchte, sollte zur Sicherheit den Vorgänger ausprobieren welcher...[to be continued]

Möchte mit Falcom angeln gehen und dabei Pudding essen - Altin Bujupaj für PlanetVITA.de
Vielen Dank an Idea Factory International für die freundliche Bereitstellung eines Rezensioncodes!

Leserwertung:

Noch keine
Deine Wertung:

-
JRPG mit unterhaltsamer Story und antiquierter Technik

Wertung

STORY:

8.0

SPIELEWELT:

8.0

TECHNIK:

5.0
7
von 10

umfangreiches Gameplay mit viel Ideenfreiheit...

zwei Dutzend an spielbaren Charakteren

Story und Charaktere werden sehr gründlich beleuchtet

Remake System und Stella's Dungeon sorgen für frischen Wind

mehrere Endings

...welches im späteren Verlauf aber leicht ausgebremst werden kann

etwas sprunghafter Schwierigkeitsgrad

Grafik und Sound hinterlassen trüben Nachgeschmack

Framerateeinbrüche bei turbulenten Attacken/Kämpfen

Wie werten wir?

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2 Kommentare