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Spielname:
Flame Over

Typ:
PSN Spiel

PSN Preis:
4,99 €

Publisher:
Laughing Jackal

Developer:
Laughing Jackal

Genre:
Action

Release:
11.03.2015 (erschienen)

Multiplayer:


Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre

Screenshots:
Spiel mögen:

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Kurztest: Flame Over

Denis Wewetzer, 29.03.2015

2556°

1

Test mögen: Weitersagen:

Auf der letzten gamescom hatte ich das Vergnügen, mich mit den Entwicklern von Laughing Jackal zu treffen und mich mit ihnen ein wenig zu unterhalten. Aber nicht nur das, natürlich hatte das Ganze einen tieferen Sinn: Eine kleine Präsentation ihres neuen Spiels Flame Over. Zu dem Zeitpunkt war der Titel noch nicht so weit in der Entwicklung und benötigte noch ein wenig Feinabstimmung. Allerdings war bereits zu erkennen, dass es sich dabei um ein interessantes Roguelike handelt, welches das Genre so ein wenig aufzumischen versucht. Ist es den Entwicklern gelungen, in dem Hardcore-Genre Fuß zu fassen, oder haben sie sich selbst die Finger verbrannt? Wir haben uns mit vielen Katzen angefreundet, um diese Frage zu beantworten.

Der ganz normale Alltag eines Feuerwehrmannes
Mit einer Story gibt sich das Spiel nicht großartig ab, aber das ist auch leicht zu erklären: Man spielt einen Feuerwehrmann und was gilt es da anderes zu tun, als zu einem brennenden Gebäude zu fahren und besagtes Feuer zu löschen? Hierbei handelt es sich anfangs noch um ein einfaches Bürogebäude, je höher man in diesem kommt, desto verschiedener werden die Areal allerdings auch. Es gibt schließlich noch die Management-Etage, die Labor-Ebene und das Fabrik-Areal, alle mit ihren eigenen Tücken und feurigen Erlebnissen. Und um in die jeweils nächste Etage zu gelangen, muss man zwangsläufig jeden einzelnen Brand löschen. Erst dann darf man sich in das nächste Areal begeben.

Shoot to... extinguish, I guess
Das Löschen der Brände geschieht recht simpel im Twin-Stick-Shooter-Prinzip. So ist es einem möglich, zeitgleich zu laufen und in jede erdenkliche Richtung sein Wasser zu verschießen. Neben dem kühlen Nass kann man zudem Schaum verschießen, der sogar für Elektro-Brände benötigt wird, denn alleine mit Wasser werden sich diese nicht löschen lassen. Allerdings gibt es hier so diverse Mechaniken, auf die man achten sollte. Angefangen damit, dass das Feuer unheimlich aggressiv ist. Im wahrsten Sinne des Wortes sogar, denn es lässt den armen Feuerwehrmann nicht einmal in Ruhe und springt ihn einfach an. Zudem gibt es spezielle Brände, die jeweils unterschiedliche Effekte haben können. Teppichbrände zum Beispiel können eine ganze Feuerwalze durch einen Raum gehen lassen, der einem bei Kontakt sofort Lebensenergie abzieht. Aber auch alleine dadurch, dass man sich zu lange in der Nähe von Feuer aufhält, kann man Energie verlieren, da einem nach einer bestimmten Zeit die Luft ausgeht. Wer gedacht hat, es wäre schon schwer einen kleinen Herdbrand daheim zu löschen, findet hier eine noch viel größere Herausforderung.

Der einzig wahre Grund, Feuerwehrmann zu werden
Aber warum sollte man überhaupt die ganzen Brände löschen, wenn nicht auch Menschenleben in Gefahr wären? Natürlich befinden sich auf den verschiedenen zufallsgenerierten Ebenen auch Menschen, die man sicher zum Ausgang geleiten sollte. Das Spiel belohnt einen dafür auch, indem man mehr Zeit bekommt. (Es gibt auch Katzen, die einem mehr Lebensenergie geben.) Die braucht man auch, sollte der Timer nämlich einmal ablaufen, darf man den Sensenmann begrüßen, der den armen Retter durch die Ebene verfolgen wird. Sobald man sich fangen lässt, heißt es Game Over. Und es würde sich nicht um ein Roguelike handeln, wenn dies nicht heißen würde, dass es wieder vom Anfang an losgeht. Aber mit der Zeit (und nach Erfüllung bestimmter Aufgaben) lassen sich Verbesserungen freischalten, durch die das Ganze wesentlich leichter wird. Zudem verdient man nicht wenig Geld während der Level, das sich in den immer wieder auftretenden Shops für Upgrades ausgeben lässt. Es ist also nicht alles einfach nur da, um einen umzubringen.

Gameplay
Vom Spielprinzip, das ich damals auf der gamescom erlebt habe, hat sich nicht wirklich etwas verändert. In feinster Twin-Stick-Shooter-Manier begibt man sich durch die Ebenen und löscht alle Brände, die einem über den Weg laufen (oder eben vor die Füße springen). Im Detail macht sich aber schon etwas bemerkbar, unter anderem wesentlich aggressiveres Feuer. Dies macht die Level im Vergleich wesentlich schwieriger, aber wie es in dem Genre nunmal so ist bleibt es bei einer Herausforderung, die man tatsächlich gerne mal annimmt. Und da Effizienz bei der Arbeit hier eine große Rolle spielt, fällt auch nicht wenig Taktik beim Herangehen an eine Ebene an, sodass das Gehirn auch nicht auf Durchzug schalten sollte. Wer sich hier mit anderen messen möchte, kann zudem auf Online-Bestenlisten sehen, wie gut er sich im Vergleich schlägt.

Technik
Wie es nunmal bei Indie-Produktionen der Fall ist, setzten die Entwickler nicht gerade auf eine bombastische Grafik. Dennoch muss gesagt werden, dass der Comic-Look durchaus schön wirkt und an den Feuereffekten könnte sich der ein oder andere Entwickler noch eine Scheibe abschneiden (zugegeben, wenn das hier nicht gut aussehen würde, wäre das auch echt merkwürdig). Was den Sound angeht, so haben sich die Entwickler leider keinen großen Gefallen getan. Zwar bekommt man im Hauptmenü sofort ein wenig netten Jazz zu hören, allerdings lässt die Vielfalt auf Dauer sehr zu wünschen übrig. Manchmal ist weniger eben doch nicht mehr.



Fazit:
Im Großen und Ganzen muss ich sagen, dass sich mein Eindruck von der gamescom im kompletten Spiel eigentlich nur verfestigt hat. Wir haben mit Flame Over einen neuen Roguelike-Titel, der sich mal ein etwas anderes Konzept gesucht hat, um nicht nur mit schweren Gegnern die Herausforderung zu verschaffen. Der Aspekt der Zeit ist manchmal ein viel größerer Feind und damit, dass man eventuell versucht so viele Menschen (und Katzen) wie möglich zu retten, kommen weitere Schwierigkeiten auf einen zu. Die Online-Bestenlisten helfen weiterhin ebenfalls, weitere Langzeitmotivation zu verschaffen, sodass sich Freunde des Genres Flame Over auf jeden Fall einmal ansehen sollten, auch wenn es musiktechnisch eher mau ausfällt und nicht allzu viele Upgrademöglichkeiten bietet.

Findet immernoch, dass es besser als Spelunky ist: Denis Wewetzer für PlanetVita.de

Vielen Dank an Laughing Jackal für die freundliche Bereitstellung des Rezensionscodes!

Leserwertung:

*****

Noch keine
Deine Wertung:

-
Ein brandheißer, schwerer Vertreter der Roguelikes, der seinen Platz gefunden hat.

Wertung

Fordernde Herausforderung

Online-Bestenlisten

Zusatzaufgaben

Ausgezeichnete Übersicht

Abwechslungsarme Musik

Wenige Upgrades

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1 Kommentar