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Spielname:
Home

Typ:
PSN Spiel

PSN Preis:
4,99 €

Publisher:
Benjamin Rivers Inc.

Developer:
Benjamin Rivers Inc.

Genre:
Adventure

Release:
April 2015

Multiplayer:


Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre

Screenshots:
Spiel mögen:

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Kurztest: Home

Denis Wewetzer, 18.05.2015

1676°

1

Test mögen: Weitersagen:

Das mag nur meine Meinung sein, aber heutzutage wird es schlichtweg immer schwieriger, ein vernünftiges Horror-Spiel mit annähernd guten Steuerungsmöglichkeiten zu erschaffen. Und die Tatsache, nicht zurückkämpfen zu können, macht es manchmal auch nicht besser, weil der Hauptcharakter in solchen Situationen einfach nur blöd erscheint. Es braucht also etwas neues und genau das versucht Home – A unique Horror Adventure zu liefern. Zumindest der Titel scheint sich da schon recht sicher zu sein. Doch kann das Abenteuer auch überzeugen und schafft es, unser Blut in den Adern gefrieren zu lassen? Das haben wir uns mal genauer angesehen.

Ich will doch nur nach Hause
Die Geschichte von Home ist eigentlich recht einfach und doch so schwer: Der Protagonist wacht in einem ihm unbekannten Gebäude auf, kann sich nicht an die letzten Stunden erinnern und sein einziges Ziel ist, einfach nach Hause zu kommen. Dabei wandert er, lediglich mit einer kleinen Taschenlampe ausgerüstet, durch die man die nähere Umgebung erblicken kann, durch Gebäude, ein Abwassersystem, und einen Wald. Und auf diesem Weg erblickt er so einige schreckliche Szenen... (die Sätze sind ziemlich lang, aber noch oke )

Wenn einfach nichts weiter da ist
Während man sich in Form des Protagonisten durch die Gegenden bewegt, wird die Geschichte äußerst lebendig durch diesen geschildert, mit vielen Fragen, die er sich zu den Zeitpunkten selbst stellt. Erleuchtet man die richtigen Areale, kann man auch mit bestimmten Objekten interagieren und findet so diverse Bücherregale, Dokumente oder auch blutige Messer, wobei es meist dem Spieler selbst überlassen ist, ob man die Dinge auch aufnimmt oder nicht. Je nachdem, was für Entscheidungen man während der Reise trifft, ändern sich die Monologe und die Geschichte kann ein anderes Ende nehmen. Und.... Das war's, mehr gibt es tatsächlich nicht.

Gameplay
Selten braucht man so wenig Tasten, um ein Spiel zu spielen. Für den Großteil des Spiels braucht man lediglich links und rechts, um sich in der zweidimensionalen Umgebung zu bewegen, oben, um mal nach oben zu sehen, und die X-Taste, um zu interagieren. Das macht das Spielen unglaublich einfach und durch die Erzählungen des Protagonisten wirkt alles sehr lebendig. Mit einem großen Problem: Es passiert einfach nichts. Es gibt viele Definitionen von "Horror" und vielleicht habe ich mir die falsche ausgesucht, um dieses Spiel zu spielen, aber meiner Auffassung nach bedarf es bei einem Horror-Spiel einer "Gefahr". Es muss eine Notwendigkeit für Angst bestehen, es muss also nicht einmal tatsächlich die Möglichkeit geben, dass etwas passiert. Das Problem ist nur, dass dieses Spannungsgefühl schlichtweg niemals in diesem Spiel aufkommt. Das macht den Erzählstil, der im Übrigen vollständig in englischer Sprache gehalten ist, nicht schlechter, beraubt das Gameplay aber um einen möglichen Pluspunkt , der in einem solchen Genre benötigt wird.

Technik
Wie vorher bereits erwähnt, bewegt man sich lediglich in einer zweidimensionalen Umgebung. Dazu muss gesagt werden, dass sich der Titel der inzwischen recht gerne benutzten Retro-Optik bedient – und schlecht sieht es auch nicht aus. Allerdings muss man ein Freund dieser Optik sein, um seinen Spaß daran zu finden. Zudem muss gesagt werden, dass die zweidimensionale Aufmachung manchmal starke Probleme bei der Orientierung machen kann, wenn man durch so manche Tür oder durch so manches Gebüsch geht, nur um dann wieder und wieder durch welche zu gehen und dann irgendwann nicht mehr zu wissen, wo zur Hölle man eigentlich ist. Die Musik ist häufig für Horror-Titel genauso wichtig wie die optische Präsentation und hier macht es Home nicht allzu schlecht, aber auch nicht besonders gut. Die meiste Zeit gibt es absolut keine Musik, hier und da ertönen laute Geräusche, die die Stille brechen und den einzigen Schreckfaktor darstellen können, aber insgesamt bleibt es bei der Stille der Natur oder der einfachen Gebäude, in denen tatsächlich nichts zu hören ist.



Fazit:
Vielleicht habe ich einfach zu viele Horror-Spiele gespielt, vielleicht habe ich Home – A Unique Horror Adventure falsch gespielt. Ich habe versucht, mich so gut es geht darauf einzulassen, doch Angst habe ich nicht bekommen. Es mag dieses schöne Phänomen sein, dass man immer erwartet, dass etwas passiert. Doch wenn dem nicht so ist und man der Meinung ist, dass es jeden Moment so weit sein sollte, gibt es eine Grenze, die man überschreitet. Hiernach wird es langweilig und man eigentlich nur, dass endlich IRGENDETWAS passiert. Es muss immer wieder eine Stimulation geben, durch die die Angst wieder geweckt wird, dass etwas passieren sollte. Doch solche Stimulationen gibt es in diesem (wirklich, wirklich kurzen Spiel) leider nur selten. Und doch muss ich zugeben, dass der Erzählstil einfach fantastisch ist und es sich lohnt, auch nur für diesen mal in das Spiel hereinzuschauen. Gerade weil man den Titel häufiger für die anderen Storyerlebnisse spielen kann, ist die kurze Spielzeit für ein Durchspielen auch nicht so schlimm. Man darf aber nicht mit den falschen Erwartungen auf dieses Spiel zugehen. Dann findet man auch ein wenig Spaß mit dieser nicht ganz so schaurigen und auch nicht ganz so einzigartigen Geschichte.

Will manchmal auch einfach nur nach Hause: Denis Wewetzer für PlanetVita.de

Vielen Dank an Benjamin Rivers für die freundliche Bereitstellung des Rezensioncodes!

Leserwertung:

*****

Noch keine
Deine Wertung:

-
Nicht wirklich gruseliges, aber schön erzähltes Adventure.

Wertung

Überragender Erzählstil

Mehrere Enden

Viel Entscheidungsfreiheit

Sehr kurze Spielzeit

Unübersichtlicher Kartenaufbau

Absolut nicht gruselig

Komplett in Englisch

Karge (wenn auch so gewollte) Soundkulisse

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1 Kommentar