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Spielname:
Sayonara Umiharsa Kawase +

Typ:
PSN Spiel

PSN Preis:
15,99 €

Publisher:


Developer:
Agatsuma Entertainment

Genre:
Jump 'n' Run

Release:
30.04.2015 (erschienen)

Multiplayer:


Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre

Screenshots:
Spiel mögen:

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Kurztest: Sayonara Umihara Kawase +

Altin Bujupaj, 10.06.2015

2060°

0

Test mögen: Weitersagen:

Heutzutage sind Platform-Spiele schon fast eine ausgestorbene Rasse. Natürlich kann Nintendo noch mit der gängigen Mario-Franchise viele Fans des Genres zu sich ziehen, doch ist es wirklich schwer weitere Spiele von anderen Entwicklern zu finden. Und wenn wir dann noch von der Vita sprechen, habe ich definitiv Schwierigkeiten mehr als nur zwei Spiele dieses Kalibers aufzuzählen. Doch mit Sayonara Umihara Kawase + hat Agatsuma Entertainment mir erneut auf die Sprünge geholfen, wie toll und gleichzeitig auch wie schwer das Genre doch sein kann. Dann lasst uns mal (erneut) die Angelleine schwingen!

Willkommen in der friedlich bizarren Welt von zweibeinigen Fischen und tödlichen Schnecken!
Sayonara Umihara Kawase + ist, wie das Genre selbst, sehr simpel strukturiert. In zehn verschiedenen Levels spielt ihr die gleichnamige Charakterin, Umihara Kawase, welche sich in einer ominösen Welt mit anthropomorphen Fischen und viel Wasser wiederfindet. Lediglich mit einer Angelschnur mit Haken ausgerüstet, schwingt ihr euch im Spiel von Plattform zu Plattform und versucht die Levels so schnell wie möglich zu schaffen und die Tür zum nächsten Level erreichen. Eine Berührung mit den Meereswesen oder dem Meer solltet ihr vermeiden, ansonsten geht es wieder vorne los. Im letzten Level erwartet euch ein größerer Feind, welcher eure Schwingkünste auf die Probe stellt. Ist dieser besiegt, folgen auch schon die Credits.

Fazit:
Alles in allem ist Umihara Kawase + ein sehr unterhaltsames Spiel, welches mit den fairen Levels für eine kurze Zeit sehr viel Spaß machen kann. Schade ist jedoch, dass das Spiel eher kurz ist und für den Preis, doch etwas zu knapp kommt.

Achja, da war ja noch was.

Das richtige Spiel beginnt jetzt!

Wer so naiv dachte wie ich, dass Sayonara Umihara Kawase + mit nur zehn Levels aufkommt, der irrt: Mit 50 verschiedenen Levels fängt das richtige Spiel nach der Ebene 10 erst an. Die Gebiete werden größer und deutlich herausfordernder. Und im Vergleich zum 3DS-Pendant werden auch in zahlreichen Gebieten neue Gegner hinzugefügt, nur um die Sache noch schwerer zu machen. Und ganz ungelogen: Sayonara Umihara Kawase + ist eines der schwersten Spiele, die ich in meiner Spiellaufbahn erlebt habe. Ein Paradebeispiel wäre Stage 33. Mich hat es mehr als 300 Versuche gekostet, bis ich es endlich geschafft habe, die Tür zu erreichen. Am Ende der Spielenacht nahm mein rechter Daumen die Form eines Vierecks an. Wer also wirklich die eigenen Nervengrenzen überschreiten möchte, kann sich hier voll und ganz austoben.

Wenn ein Spiel zur Physikstunde wird
Was für Mario die Pilze, für Sonic die Geschwindigkeit und Ringe sind, ist für Umihara Kawase die Angelleine. Mit einem Haken an Ende, schwingt ihr euch mit dieser ähnlich wie in Bionic Commando von Plattform zur Plattform. Würde das Spiel den westlichen Standards folgen, würde ein einfacher Knopfdruck ausreichen, damit ihr die gewünschte Plattform erreicht und weiterziehen könnt. Allerdings wäre dies auch zu leicht: In den ersten Ebenen sind die Plattformen sehr schlicht und leicht zugänglich. In späteren Levels, müsst ihr allerdings mehrere Schwungpartien hinter euch bringen und euch auf die Schwungkraft verlassen, um nicht mit den Haien zu schwimmen. Die Leine kann verlängert oder verkürzt werden und mit der linken und rechten Pfeiltaste schwingt ihr euren Körper in die gewünschte Richtung. Dadurch wird das Spiel viel eher zu einer Verkörperung von Spider-Man als ein schlichtes Abenteuer. Die Physik im Spiel ist kriminalverdächtig punktgenau und verlangt demzufolge ein nahtloses Timing vom Spieler in den schwereren Etappen. Übung macht den Meister! Neben Umihara Kawase, kann der Spieler zwischen drei weiteren Charakteren aussuchen: Eine jüngere Variante von Umihara selbst, Emiko Shiratori, eine Kindheitsfreundin von Umihara und der wandernden Polizeioffizierin Noko Yokoyama. Je nach ausgesuchtem Charakter, ändert sich auch leicht das Spielverhalten: Beispielsweise besitzt ihr mit Umihara (nur junge Variante) oder Emiko die Fähigkeit einen erneuten Anlauf im Level anhand eines Checkpointsystems zu starten. Noko kann per L-Tastendruck die Zeit verlangsamen, wodurch ich komplexere Etappen leichter überwältigen könnt.

Noch mehr Spaß (Schmerz) im Doppelpack!

Wem ein Spiel nicht reicht, der kann sich bei dem Pluszeichen in Sayonara Umihara Kawase + besonders freuen: Das allererste Spiel Umihara Kawase (1994) ist auch mit beinhaltet! Mit reizender 8-Bit Optik und einen ähnlich flüssigen Spielverlauf kann sich der Spieler auch im ersten Teil sehr vergnügen. Die Schwierigkeit ähnelt im Großen und Ganzen dem aktuellen Pendant, doch werden hier keine Etappen ausgesucht – hier muss der Spieler mit zehn Versuchen ans Ende gelangen. Natürlich gibt es auch im Original mehrere Endings, welche natürlich auch je nach Schwierigkeit und Levelmenge variieren. Hier findet sich definitiv genauso viel Inhalt wie bei Sayonara Umihara Kawase und über mehr beschwert man sich natürlich nie!

Grafik und Sound: Zwischen fröhlichen Klängen und mieseren Noten

Eines vorab: Die Vita-Fassung sieht im Vergleich zum 3DS-Pendant deutlich besser aus. Die Charaktermodelle und Umgebung wirken schärfer und kontrastreicher. Ebenfalls gut ist die Framerate, denn diese bleibt auf konstant auf flüssigen 60 FPS, was bei solch einem genauen Spiel definitiv ein Muss ist. Natürlich kann sich Sayonara Umihara Kawase+ nicht mit Grafiktitanen der Vita wie Wipeout 2048 oder Gravity Rush messen, aber das braucht es auch nicht. Die Umgebung ist trotz der minimalen Grafikaufwande übersichtlich und hindert nicht das Gameplay. Die Musik ist nicht allzu übel: Mit ruhigen und friedlichen Klängen, summt euch das Spiel Frohsinn in eure Ohren, während ihr mit springendem Herzen versucht nicht auf eine Plattform mit aufrechtstehenden Glasscherben zu landen. Je nach ausgewähltem Charakter variiert auch die Musik, doch bleibt es bei nicht allzu vielen unterschiedlichen Liedern.





Fazit:
Sayonara Umihara Kawase+ ist ein weiterer Platformer, welchen ich Passionierten dieses Genres beherzigt empfehlen kann. Mit mehr als 50 Levels und noch dem allerersten Spiel obendrauf, gibt es hier definitiv was zu tun. Bei Anfängern des Genres kann ich nur empfehlen, sehr viel Geduld und Nerven mitzubringen, denn das Spiel wird im späten Verlauf unheimlich schwer. Ist der Spieler allerdings bis zu dem Zeitpunkt mit der Physik und der Angelleine des Spieles vertraut, öffnet es sich euch und ihr werdet bei den Levels einen Heidenspaß haben. Während die Grafik und die Musik eher einen Minimalaufwand nachweisen, hindern diese keineswegs den Spielverlauf. Das Spiel zwang mich mehrmals in die Knie, doch kann ich nicht lügen und muss beichten, dass mich das Spiel unmenschlich fesselte. Wer es nach etlichen Versuchen schafft, diesen einen schweren *°!§?$ Level zu packen, fühlt sich wie ein Gott. Viereckiger Daumen hoch!

Fürchtet sich für immer und ewig auf die Zahl 33: Altin Bujupaj für PlanetVITA.de

Vielen Dank an Agatsuma Entertainment für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionscodes!

Leserwertung:

*****

Noch keine
Deine Wertung:

-
Hammerschwerer Platformer im Doppelpack: Nicht für schwache Spielerherzen geeignet!

Wertung

Interessante Gameplaymechanik

Mehr als 50 verschiedene Levels

Umihara Kawase (1994) ist mit dabei!

Sehr stabile Framerate

An vielen Stellen unmenschlich schwer

Grafik und Sound sind Mittelmaß

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