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Spielname:
One Piece: Pirate Warriors 3

Typ:
PSVita-Spiel

Publisher:
Bandai Namco

Developer:
Bandai Namco

Genre:
Action

Release:
24.08.2015 (erschienen)

Multiplayer:
1-2 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre

Screenshots:
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One Piece: Pirate Warriors 3

Review: One Piece: Pirate Warriors 3

Denis Wewetzer, 22.09.2015

2636°

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Manche Manga wollen einfach nicht zu Ende gehen. Hier möchte ich nun nicht von solchen wie Dragonball anfangen, die tatsächlich eigentlich beendet wurden – was die Videospielindustrie nicht davon abhält, dennoch immer wieder neue Spiele zu entwickeln. Heute geht es um One Piece, das vor Kurzem mit One Piece: Pirate Warriors 3 seine europäische Warriors-Premiere auf der Vita feierte. Auf der PS3 gab es die ja schon länger. Ob das allerdings gut oder schlecht ist, haben wir mal genauer betrachtet.

Ich werde das One Piece finden! …Irgendwann mal, vielleicht. Oder auch nicht, wer weiß.
Wie man es sich so denken kann, verfolgt die Story des Spiels auch die des gleichnamigen Manga: Ruffy, Anführer der Strohhut-Piraten, zieht auf der Suche nach dem One Piece durch die Weltmeere, um dadurch zum König der Piraten gekrönt zu werden. In Rahmen des Spiels wird man hierfür im Zeitraffer durch die wichtigsten Erlebnisse auf Ruffys Reisen geschleift. Das Ganze ist auch ganz nett dargestellt – mal in animierten Zwischensequenzen, mal in Dialogen zwischen den Charaktern und dann auch mal in der Erzählweise, wie man es von Warriors-Titeln eigentlich gewohnt ist. Wenn man keine Ahnung von der Materie hat, fühlt man sich allerdings schnell mal etwas verloren, denn da in den zu dem Zeitpunkt veröffentlichten ungefähr 780 Kapiteln einiges passiert ist, muss mit einem entsprechenden Tempo durchgerannt werden.

Auf in die Schlacht!
Kommen wir gleich zum Hauptpunkt des Spiels: Die Schlachten! Egal ob man sich nun in der Story oder sonstwo austobt, läuft es eigentlich immer gleich ab. Man findet sich auf einer Karte wieder, darf auf dieser herumlaufen und metzelt dabei so ziemlich alles nieder, was nicht bei drei auf den Bäumen ist. Innerhalb der Story hat man ab und zu mal mit verschiedenen Missionszielen zu tun, allerdings läuft es für eine Karte eigentlich immer so ab, dass man einen General oder ähnliches ausschalten muss – selbst wenn die Aufgabe ausnahmsweise mal „Nehme das Territorium ein“ lautet. Wenigstens kann man also getrost seinen Kopf abschalten. In der Geschichte wird das Geschehen ab und zu durch Zwischensequenzen unterbrochen, allerdings bleiben diese meist kurz genug, dass sie nicht den Spielverlauf stören. Gleiches gilt für die so genannten Schatzereignisse, die durch das Erfüllen bestimmter Bedingungen freigeschaltet werden.

Um ein wenig Spaß in diese Aufgabenstellung zu bringen, hat man wenigstens genügend verschiedene Arten des Metzelns zur Verfügung. Neben den Standard-Kombos gibt es nun auch noch den so genannten „Kizuna-Angriff“. Hat man die entsprechende Leiste zu einen bestimmten Punkt aufgefüllt, erscheint nach Abschluss einer eigenen Kombo ein Partner und greift nochmal zusätzlich an. Sehr chaotisch wird das dann im „Kizuna Rush“, in dem alle Partner, mit denen man zu dem Zeitpunkt diesen Rush schonmal ausgeführt hat, auftauchen und so ziemlich alles aufräumen, was so auf dem Bildschirm ist. Man hat mit diesen Massenangriffen also definitiv Kontrolle über das Schlachtfeld – genau so soll es auch sein! …Mit dem kleinen Problem, dass man im Verlaufe des Spiels wirklich, wirklich unglaublich stark wird, sodass der Schwierigkeitsgrad quasi nicht existent ist – selbst wenn man auf „Schwer“ spielen sollte. Aber wie man das ganze in Zwei bricht, erkläre ich gleich noch.

I need more power!
Schließt man einen Level ab, wird man in Rängen bewertet und bekommt Berry (die Währung der One-Piece-Welt) sowie die wahrlich wichtigen Münzen. Den Rang kann man sich in das Gute-Pirat-Buch schreiben und glücklich damit sein. Die Berry werden im Shop um, Stimmsampels, Musik oder alternative Kostüme für die Charaktere freizuschalten. Die Münzen haben allerdings eine besondere Funktion: Mit ihnen lassen sich die Charaktere aufwerten. Angriff, Verteidigung, Lebensenergie – alles. Zusätzlich werden mit ihnen neue Spezialattacken freigeschaltet, weswegen es sich erst recht lohnt, sie zu verwenden. Aber sie sind auch der vorher genannte Grund, weshalb der Schwierigkeitsgrad quasi nicht existiert, diese Boosts sind nämlich dermaßen groß, dass man mit wenig Upgrade-Aufwand einfach alles niedermähen kann. Man muss also schon selbst eine Herausforderung suchen, wenn man denn eine haben möchte.

Apropos Herausforderung: Neben der Story gibt es noch den so genannten „Traum-Log“. In diesem Modus wird Insel für Insel abgeklappert, die vergleichweise kurze Schlachten beinhalten und mal ganz nett für zwischendurch sind, allerdings auch viele Boni beinhalten. So ist dieser Modus der einzige, in dem bestimmte Charaktere zum spielen freigespielt werden können. Außerdem ist es die Anlaufstelle Nummer 1 für Münzen aller Art, da jede Mission zufällig generiert wird und man sogar bei zweimaligen Abschließen mal was anderes bekommen wird. Um der Herausforderung allerdings wieder einem Dämpfer zu verpassen: Es ist möglich, online oder über Ad-hoc im Multiplayer mit einem Kumpel zu spielen. Das geht zwar nicht im Traum-Log, aber die Story-Missionen lassen sich mit einem weiteren völlig überstarken Charakter noch ein wenig leichter abschließen. Kann man ja auch mal machen.

Gameplay
Eines muss man dem Port lassen: Er strengt sich wirklich an, möglichst viele Gegner auf dem Bildschirm anzuzeigen. Gleichzeitig hat das aber auch zwei Probleme: Erstens verschwinden Gegner aus nächster Nähe gerne mal, um eine Sekunde später wieder aufzutauchen. Zweitens gerät das Spiel nicht unselten ins Ruckeln, vor allem wenn man selbst ein paar effektvolle Angriffe vom Stapel lässt. Da lassen sich die FPS plötzlich ziemlich leicht zählen. Zudem wird das Gameplay gerne durch kleine Sequnzen unterbrochen, die den Spielverlauf bei Häufung auch gerne unterbrechen – besonders in Kombinationen mit dem Kizuna-Rush, der jedes Mal noch weitere Sequenzen zum Anzeigen der Charaktere verwendet. Da lobt man sich glatt den Multiplayer, bei dem dies nicht der Fall ist, obwohl dieser auch von kleineren Fehler befallen ist, die allerdings nicht weiter nerven. So werden manche Sonder-Aufgaben als nicht erfüllt erkannt oder aber die Gegner-Anzahl auf dem Bildschirmen reduziert sich stark - beides Fehler die sich allerdings wieder einpendeln.

Grafik
Wie man es von eigentlich allen One-Piece-Spielen gewohnt ist, wird auch dieses vollständig in der gewohnten Cel-Shading-Optik präsentiert – die sogar wirklich gut aussieht. Die Charaktere sind schön in Szene gesetzt, die Umgebungen sehen super aus und auch die Effekte der Angriffe können sich wirklich sehen lassen. Die Kombination aus comicartigen Zwischensequenzen sowie bewegten Bildern überzeugt ebenfalls und liefert ein schönes Gesamtbild ab. Nur, wie vorher bereits erwähnt, hat dies leider den Nachteil, dass gerne mal Ruckler auftreten.

Sound
Obwohl man es von den Warriors-Spielen eigentlich schon kennt, hat es jedes Mal wieder etwas für sich, eine rockige Hintergrundmelodie während einer guten Metzelei zu haben. Schön hierbei ist auch, dass es nicht wenige Stücke gibt, die einem während der Kämpfe so zu Ohren kommen und man dementsprechend ein wenig Abwechslung geboten kriegt. Die Ohren freuen sich. Hier und da wird einem für bestimmte Szenen auffallen, dass Musikstücke wiederholt werden, aber im großen und ganzen ist dies eher unauffällig.

Features und Besonderheiten
Mit über 40 verschiedenen Charakteren, hat man keine kleine Auswahl an verschiedenen Kämpfer bekommen – dazu kommt sogar noch, dass für bestimmte Charaktere andere Kostüme gleichzeitig ein neues Move-Set bedeuten. Die fünf Kapitel der Story lassen sich zwar relativ schnell abschließen, allerdings gibt es dafür den Traum-Log, für den man recht lange brauchen wird, um ihn abzuschließen. Dazu kommt noch, dass es für die Story-Missionen so genannte „Legenden“ gibt, die besondere Aufgaben darstellen und für deren Erfüllung weitere Münzen zum Aufwerten der Charaktere winken. Man wird also ordentlich beschäftigt sein, bevor man hier alles gesehen hat. Und ich möchte hier kurz anmerken, dass das Spiel komplett auf deutsch übersetzt wurde, die Sprachausgabe allerdings beim japanischen Original geblieben ist.



Fazit:
Ich glaube, ich habe in letzter Zeit zu viele Warriors-Spiele gespielt, aber mit One Piece: Pirate Warriors 3 konnte ich mich dennoch sehr gut anfreunden. Als Fan des Mangas (auch wenn er schon viel zu lange läuft) macht es viel Spaß, sich mit den bekannten Charakteren durch die Gegnermassen zu prügeln – was sogar auf dem Handheld möglich ist, da viele Gegner gleichzeitig auf dem Bildschirm sind. Jedoch führt dies zu nicht wenigen Rucklern, was den Spielverlauf doch stark stören kann. Zudem kommen diverse Zwischensequenzen und andere Animationen, der den Spielfluss einfach eindämmen, was so nicht nötig gewesen wäre. Auch ist der Schwierigkeitsgrad quasi nicht existent. Dennoch kann man sich gerade als Fan der Warriors-Reihe hier wirklich gut amüsieren und bekommt viel Inhalt geboten. Die schöne Optik und gute Hintergrundmusik lassen das Ganze auch nicht zur Tortur für die anderen Sinne werden. Auch Fans von One Piece können ruhig mal reinschauen, da die wichtigsten Ereignisse des Mangas alle enthalten sind – wenn sie auch nur sehr kurz abgefrühstückt werden.

Mäht als Shanks einfach alles nieder: Denis Wewetzer für PlanetVita.de

Vielen Dank an Bandai Namco für die freundliche Bereitstellung des Rezensionscodes!

Leserwertung:

Noch keine
Deine Wertung:

-
Ein durchaus spaßiger Port, der leider offensichtliche Makel aufweist.

Wertung

SCHWIERIGKEIT:

4.0

TECHNIK:

6.0

GAMEPLAY:

7.0
6
von 10

Spaßiges Gameplay…

Saubere Cel-Shading Optik

Gute Hintergrundmusik

Große Charakterauswahl

Viel zu sammeln

…mit vielen Unterbrechungen

Teilweise starke Ruckler

Viel zu leicht

Multiplayer etwas fehlerbehaftet

Hier und da merkwürdige Übersetzung

Wie werten wir?

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