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Spielname:
Dengeki Bunko: Fighting Climax

Typ:
PSVita-Spiel

Publisher:
Sega

Developer:
French Bread

Genre:
Fighting

Release:
06.10.2015 (erschienen)

Multiplayer:


Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre

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Dengeki Bunko: Fighting Climax

Review: Dengeki Bunko: Fighting Climax

Altin Bujupaj, 25.10.2015

1899°

2

Test mögen: Weitersagen:

Die Welt der Kampfspiele kann manchmal sehr lustig sein: Während die Vita sowohl über viele 3D-Kampfspiele verfügt, gibt und werden weiterhin noch 2D-Kampfspiele hergestellt. In vielen Fällen erweisen sich die zweidimensionalen Kampfballaden als eindeutig besser und spielbarer als die revolutionären Pendants. Nun darf die Vita ein weiteres Kampfspiel in der Familie willkommen heißen: Dengeki Bunko: Fighting Climax. Doch taugt das Light Novel-Mashup wirklich etwas oder sollte man lieber nach anderen Kampfspielen Ausschau halten?

Wenn Bücherwelten und eine Dreamcast kollidieren…
Bereits vor einem Jahr in einer Arcade-Kabine angespielt, wusste ich relativ wenig von der Story von Dengeki Bunko: Fighting Climax. Wahrscheinlich unüberraschender ist es jedoch dann, dass die Story wie in fast allen Kampfspielen kaum etwas zum Spiel selbst beiträgt, geschweige denn bei einem Spiel in welchem mehr als 22 verschiedene Light Novels vertreten sind. So werdet ihr von einer anthropomorphen Dreamcast namens Denshin als Spieler herbeibeschwören, um das böse Ungetüm von der Zetsumu-Organisation (aus dem Dengeki Gakuen RPG, welches nur in Japan das Licht des Lebens erblickte) zu besiegen. Während die Arcade-Story eher in die Tonne gehört, erweisen sich die sogenannten Dream Matches als etwas erträglicher. In den Dream Matches prügelt sich euer ausgewählter Charakter mit einem anderen und tauscht dabei einige Worte aus. Manche der Unterhaltungen erweisen sich als relativ interessant, während andere widerum weniger Sinn machen.

Fighten und Climaxen!(?)
Wovon ein Kampfspiel aber natürlich am besten lebt, sind die Gefechte! Eine größere Überraschung für mich war, dass Dengeki Bunko: Fighting Climax aus dem Hause Ecole/French Bread kommt! Für gängigere Laien sind dies die Entwickler des neulich veröffentlichten Under Night-In-Birth. Für größere Fans widerum, sind diese beiden Firmen die Entwickler von Melty Blood, basierend auf Type-Moons Tsukihime. Und nach längerem Spielen erkannte ich auch die Wurzeln beider Entwickler in diesem Ableger. Bei mehr als ein Dutzend spielbaren Charakteren und über 20 Assist-Charakteren ist für jeden Spieler ein Held dabei. Das fängt bei bekannten Helden wie Kirito oder Asuna aus Sword Art Online an und endet bei etwas unbekannteren Charakteren wie Shana aus Shakugan no Shana. Auch Sega zeigt sich mit Akira Yuki und Paichan und besonders erwähenenswert: Selvaria Bles und Alicia Melchott aus Valkryia Chronicles, die auch jeweils als spielbare Charaktere und Assists verfügbar sind. Während die normalen Charaktere über eigene Movesets, Finisher und Combos verfügen, fungieren die unterstützenden Charaktere viel mehr als kleine Lebensretter. So kann beispielsweise Holo aus Spice & Wolf den spielbaren Kämpfer per Tastendruck heilen oder Touma aus To Aru Majutsu no Index einen Angriff mit seiner rechten Hand negieren.

Mit der L-Taste kann euer Charakter einen verheerenden Angriff ausführen, welcher circa 20% des gegnerischen Lebensbalkens an Schaden anrichten kann. Ähnlich wie in Melty Blood, kann euer Charakter seinen Power-Balken aufladen und mit zwei vollen Balken einen Special Move einsetzen. Die meisten Charaktere besitzen über zwei Finisher: Einer wird wie ein Griff ausgeführt, während der andere einen größeren Angriffsradius besitzt. Grundsätzlich sind alle Charaktere relativ ausbalanciert, doch erweisen sich Charaktere wie Shana oder Asuna aufgrund ihrer Angriffsreichweite und der Projektile als deutlich nützlicher und benutzerfreundlicher. Fun Fact: Als ich das Spiel beim Arcade gespielt habe, habe ich problemlos den Arcade-Modus mit einer Münze und Shana als Heldin gepackt. Für hartgesottene Kämpfer unter uns ist der Schwierigkeitsgrad natürlich einstellbar und erweist sich als durchaus schwierig wenn dieser höher eingestellt wird.

Online-Modus oder auch: Das ewige Warten auf einen Gegner
Neben dem Arcade- und Dream-Modus gibt es natürlich auch einen Multiplayer. Dieser kann entweder per Ad Hoc oder über das Internet angespielt werden und erweist sich auf der Vita als durchaus tauglich, wenn die Verbindung stimmt und mal Gegner im Spiel drinnen sind. Noch vor Release habe ich lediglich einen Raum gesehen mit einem Spieler aus Japan. Jetzt zum Release in Westen sind durchaus mehr Spielräume zu sehen und diese lassen sich wie in Melty Blood beliebig einstellen. Wenn man online noch mehrere Kollegen findet, kann sogar mit 8 Leuten ein Turnier gestartet werden.

Wer aber nicht zufällig so viele Freunde kennt, die das Spiel besitzen, der kann sich auch im Ranked Play austoben. Wie der Name andeutet werden im Rangspiel sämtliche Siege und Niederlagen protokolliert. Ich habe mit mehr als ein Dutzend Spiele so gut wie kaum Siege geerntet, da ich entweder auf Projektil-lastige Charaktere wie Miyuki oder auch Misaka stieß und selbst mit der relativ Projektil-armen Taiga Aisaka in das Gefecht zog. Ein Sieg konnte ich mir allerdings erlauben, musste aber schnell lernen wie essentiell es doch ist das Spiel lieber auf der PS3 zu spielen. Die Steuerung bei der Vita ist gut und funktioniert meistens auch, doch das Ausführen von Special Moves erwies sich als durchaus herausfordernd. Der Netcode kann sich jedoch wie in Melty Blood sehen lassen und läuft bei einer dezenten Verbindung problemlos. Lediglich in einen Kampf gegen eine Shana hat die Verbindung den Geist aufgegeben und der Kampf wurde unterbrochen. Ganz fein ist aber auch die Möglichkeit, jegliche Kämpfe abspeichern zu können und sie nach Belieben neu anzuschauen.

Grafik und Features: Die etwas verpixeltere Kehrseite
Eines vorab: Die 2D-Sprites sehen auf dem Bildschirm der Vita wie immer sehr gut aus, doch reicht ein genaues Hinschauen auf dem Bildschirm und man erkennt einige Schönheitsfehler bei den Modellen. So wirken diese teils herunterskaliert gegenüber der Arcade- und PS3-Version. Allerdings gibt es viele Umgebungen und Levels, die auch nicht allzu übel aussehen und das Gameplay ist konstant auf einer stabilen Framerate und stürzt so gut wie nie ab. Auch die Musik ist nicht allzu schlecht, doch gibt es davon viel zu wenig und auch das Spiel selbst wirkt etwas dünn. Das Gameplay funktioniert einwandfrei, doch wirkt es im Vergleich zu anderen Spielen wie Melty Blood oder Under Night-In-Bírth etwas zu schlicht, wodurch das Spiel an Tiefe verliert und somit nur weniger als vier Charaktere als wirklich starke Spieler aufgrund ihres Movesets angesehen werden können. Auch die Endings der Charaktere unterscheiden sich kaum bis auf einige Dialoge, doch finde ich es viel eher Schade, dass die Charaktere kaum Seitenhiebe werfen. Ein größerer Trost ist es dann, wenn ihr mit einem Charakter die Dream Matches beendet und mit den Punkten zahlreiche Bilder oder sogar Kommentare von den Synchronsprechern freischalten könnt.



Fazit:
Dengeki Bunko: Fighting Climax ist definitiv kein BlazBlue oder Melty Blood, doch würde ich glatt lügen, wenn ich nicht eingestehen würde, dass es sehr viel Spaß macht. Als Liebhaber von Light Novels kann ich mich nicht genug an Charakteren wie Taiga, Miyuki oder auch Shana erfreuen, doch hätte hier sicher etwas mehr Fanservice nicht geschadet, wenn man bedenkt, wie sehr das Spiel darauf setzt. Das Gameplaygerüst ist auch sehr solide, aber das war es auch. Die Dream Matches zeigen etwas an unterhaltsameren Dialogen, doch gibt es auch davon nicht wirklich allzu viel. Wo das Spiel definitiv strahlt, ist beim Multiplayer. Starke Gegner und sogar kleine Turniere können organisiert werden und auch Replays sind speicherbar. In Sachen Performance muss sich die Vita-Fassung auch nicht scheuen, doch erweisen sich einige Angriffstechniken als leicht herausfordernd, wenn man diese online sofort einsetzen möchte. Mit zahlreichen Extras wie Bildern und Kommentaren von Synchronsprechern gibt es für den Spieler auch einiges zu tun. Wer also ein Fan von Anime wie Sword Art Online, The Irregular at Magic High School oder auch Shakugan no Shana ist, der kann nicht an dieses Spiel vorbeikommen - sofern überhaupt eine Affinitär zu Fighting-Games besteht.

Zähmt den Tiger und zieht mit ihr in die Online-Schlacht (und verliert…) – Altin Bujupaj für PlanetVITA.de

Vielen Dank an Sega für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionscodes!

Leserwertung:

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-
Solider 2D-Kämpfer mit zahlreicher Charakterauswahl!

Wertung

EINSTEIGERHILFEN:

6.0

MULTIPLAYER:

8.0

GAMEPLAY:

7.0
7
von 10

Vielseitige Charaktere aus über 20 Light Novel-Reihen

Vielfältige Single- und Multiplayer-Modi

Zufriedenstellender Netcode

Viele Extras wie Bilder und Kommentare

Schöne 2D-Sprites und Umgebungen

Unterhaltungen zwischen Charakteren sind sehr trocken

Grafik bei genauem Hinschauen leicht pixelig

Nur eine handvoll Charaktere erweisen sich als sehr nützlich

Wie werten wir?

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2 Kommentare