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Spielname:
Samurai Warriors 4-II

Typ:
PSVita-Spiel

Publisher:
Koei Tecmo

Developer:
Omega Force

Genre:
Action

Release:
02.10.2015 (erschienen)

Multiplayer:
1-2 Spieler, auch online

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre

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Review: Samurai Warriors 4-II

Tjark Michael Wewetzer, 27.10.2015

2306°

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Ist es wirklich schon ein Jahr her, seit Samurai Warriors 4 in Europa gelandet ist? Dann wird es aber höchste Zeit für Nachschub! Schließlich gibt es noch einige Geschichten der Sengoku-Ära, die erzählt werden wollen - und am Balancing kann man bei der Gelegenheit auch gleich schrauben. Ob das aber auch in einem besseren Spiel resultiert? Schauen wir uns doch mal Samurai Warriors 4-II etwas genauer an!

Neue Legenden, neue Helden
Anstatt fraktionsumfassende Geschichten zu erzählen, die sich mehr um das Schicksal des Landes drehen und fleißig die spielbaren Charaktere austauschen, konzentriert sich der Story-Modus dieses Mal auf die Einzelschicksale der Kämpfer mit Fokus auf die Neuzugänge in der vierten Samurai Warriors-Generation. In jeweils fünf Schlachten erfahrt ihr mehr über Hisahide Matsunagas teils spektakulär fehlschlagenden Mordversuche an Nobunaga Oda, das tragische Schicksal der sonst so fesch auftretenden Koshosho oder die ersten richtig großen Schlachten des roten Teufels Naomasa Ii. Letzterer ist übrigens auch der einzige Neuzugang im Charakterfeld, die restlichen Kämpfer sind vollständig aus dem Vorgänger übernommen worden.

Das Umsatteln auf charakterspezifische Handlungsstränge sorgt dafür, dass sich diese im Vergleich zu den teils eher abgehackt wirkenden Story von Samurai Warriors 4 vollständig anfühlen. Allerdings wird bereits nach wenigen Pfaden klar: Im Austausch dafür werden einige Schlachten gnadenlos wiederholt. Stellt euch beispielsweise darauf ein, gegen Ende der meisten Geschichten entweder in der Osaka-Kampagne gegen den sich ein letztes Mal aufbäumenden Yukimura Sanada zu kämpfen oder in der Schlacht von Sekigahara immer und immer wieder den Konflikt zwischen Ieyasu Tokugawa und Mitsunari Ishida zu erleben. Klar, immerhin haben mehrere Offiziere an Gefechten teilgenommen, dadurch wird die ganze Angelegenheit aber nichtsdestotrotz – und selbst mit gelegentlichen Detailvariationen im Kampfverlauf – sehr schnell eintönig.

Da sind selbst Strohhalme stabiler!
Das deckt sich natürlich auch in gewisser Weise mit dem typischen Warriors-Spielprinzip. Wie gehabt schreitet ihr meist nach Vorgaben des Missions-Skripts auf der Karte voran, schlagt wichtige Offiziere, erobert Schlüsselpositionen und metzelt euch Schritt für Schritt zum feindlichen Feldherren durch. Dabei werden allem voran eure Quardats- und Dreieckstasten belastet – über die simplen Quadrat-Kombos malträtiert ihr Einzeleinheiten und gegnerisches Großvolk, die auf Dreieck gelegten Hyper-Angriffe lassen euch hingegen regelrecht durch das Heer an Fußsoldaten fegen. Gerade bei größeren Gegnergruppen, die sich auch in der Vita-Version nur zu gerne blicken lassen, ist das ein äußerst befriedigendes Gefühl. Anders als im Original-Samurai Warriors 4 könnt ihr in Teil 2 allerdings so nicht mehr durch Areale von hoher Feindmoral rasen – an den dortigen Soldaten prallt ihr schlicht und ergreifend ab.

Daher ist es umso entscheidender, die Moral des Gegners zu senken. Das läuft wiederum wie gehabt: In der Regel sind in den roten Gebieten Flaggenträger stationiert, deren Entsorgung den Kampfgeist der feindlichen Soldaten bemerkbar bricht, bevor ihr dann dasselbe mit deren Knochen tut. Auch der Abschluss der immer wieder in den Kampfverlauf eingestreuten Minimissionen kann dabei behilflich sein. Diese fordern von euch teilweise gutes Multitasking, was dank des zweiten spielbaren Charakters, den ihr vor Schlachtbeginn auswählt, trotzdem beherrschbar bleibt. Manchmal wünschen wir uns aber schon etwas mehr Kontrolle über die KI unseres zweiten Schützlings. In einigen Situationen blieb er nämlich schlichtweg irgendwo hängen oder weigerte sich partout, aktiv ins Geschehen einzugreifen und starrte stattdessen lieber Luftlöcher. Klar kann man jederzeit per Select-Taste zwischen seinen gewählten Kämpfern hin- und herwechseln, doch etwas Eigenintiative darf man ja wohl noch erwarten!

Die 100 Stockwerke des Terrors
Wer von den durchgeplanten Gefechten die Schnauze voll hat und einfach mal einen Stapel Soldaten ins Jenseits befördern will, kann dies im zweiten (und, abseits der freien Gefechte, auch letzten) Spielmodus von Samurai Warriors 4-II tun. Die Hauptattraktion des Survival-Abteils ist ein 100 Stockwerke umfassender Turm, der mannigfaltige Schätze verspricht und natürlich von allerlei mies gelauntem Geister-Gesocks in Soldatenform verseucht ist. Jede Etage stellt euch dabei vor eine bestimmte Aufgabe, die es zu erledigen gilt und in der Regel auf „niete alles um, was nicht bei drei auf den Bäumen ist“ hinausläuft. Seid ihr mit der Mission fertig, könnt ihr entweder direkt mit dem nächsten Stock weitermachen oder die Flucht antreten. Letzteres ist nicht unwichtig, denn nur dann behaltet ihr die im Turm gefundene Beute! Alle paar Ebenen winkt zudem ein netter Bonus, der euch etwa mehr Taschenplätze für Mitbringsel bietet oder von einem bestimmten Stockwerk aus wieder starten lässt. Das ist mehr als willkommen, denn der mehrstündige Aufstieg schlaucht ganz schön und wird im Dauermarsch in Windeseile eintönig. Abseits des Turmaufstiegs gibt es übrigens noch vier kurze Time-Attack-Herausforderungen, bei denen ihr eure Leistungen mit anderen Spielern messen könnt. Auch hier gibt’s Freischaltbares, zum Grinden von Upgrade-Objekten und Gold eignet sich der Turm jedoch deutlich besser.

Apropos Upgrades: Hieran hat Omega-Force deutlich geschraubt. So können Waffen jetzt verbessert werden, indem ihr sie mit anderen Waffen selber Kategorie verschmelzen lasst, und auch eure im Schlachtverlauf gesammelten Rösser sind derartig aufmotzbar. Die Werte der Kämpfer hingegen werden nun über Strategiebücher aufgepumpt. Auf einem spielbrettartigen Skill-Feld legt ihr durch den Einsatz der bunten Wälzer neue Felder frei und ergattert auf diese Weise Statistik-Boosts oder per Steuerkreuzbefehl als Items einsetzbare Buffs. An sich eine nette Idee, allerdings werdet ihr in der Regel mit derartig wenigen Büchern versorgt, dass ihr zum gesunden Aufpowern eurer Meute regelmäßige Grind-Partien im Survival-Turm einlegen müsst. Immerhin kommt ihr auf normalem Schwierigkeitsgrad zumeist auch ohne großen Skill-Aufwand gut durch die Kämpfe.

Unter der Haube alles wie gehabt
In technischer Hinsicht ist Samurai Warriors 4-II seinem Vorgänger im Prinzip praktisch ebenbürtig. Anders als im zuletzt beleuchteten Pirate Warriors 3, bleibt die Gegnerschar zumeist konstant sichtbar, außerdem tummelt sich eine äußerst respektable Anzahl an Soldaten auf dem Screen – anders würden die Hyper-Angriffe auch überhaupt keinen Spaß machen! Allerdings geschieht dies nicht selten auf Kosten der Bildrate, die in richtig hitzigen Situationen deutlich einknickt. Trotzdem ist das Ergebnis glücklicherweise immer noch gut spielbar. In Sachen Musik wird ebenfalls gewohnte Kost im altjapanischen Flair geboten, selbiges gilt für die Texte und die Sprachausgabe. Soll heißen: Die Untertitel gibt es ausschließlich in englischer Sprache, die Vertonung ist komplett japanisch. Freunde des O-Tons mag das gefallen, allerdings ist es ohne Japanischkenntnisse extrem schwierig, im Schlachtverlauf den ständigen Dialogen zu folgen – zumal die dazugehörigen Untertitel komplett an den unteren Bildrand verschoben wurden, anstatt sie noch halbwegs in der Nähe der Bildschirmmitte zu halten, wo man sie aus dem Augenwinkel heraus sehen könnte. Bei einem schnellen Action-Spiel wie dem hier definitiv ein Manko!



Fazit:
Wie es sich für die Standalone-Erweiterungen in der Warriors-Reihe gehört, bietet Samurai Warriors 4-II Kennern der Basisversion nur wenige wirkliche Neuerungen. Die Balancing-Anpassungen beispielsweise sorgen für ein etwas fordernderes Spielerlebnis, zur optimalen Auskostung des neuen Skill-Systems wird allerdings reichlich Grind-Arbeit vom Spieler gefordert. Die mehr auf die neuen Charaktere fokussierten Handlungsstränge sorgen für deutlich rundere Geschichten, ziehen dafür aber reichlich Wiederholungen bei den Schlachten nach sich – das schmerzt vor allem dann, wenn man kurz zuvor erst Samurai Warriors 4 gespielt hat und beispielsweis die Osaka-Kampagne und das Gefecht in Sekigahara schon da erlebt hat. Besagtes Wiederkäuen einer Hand voll Kämpfe sorgt auch dafür, dass wir Teil 2 ein wenig schwächer einschätzen als seinen Vorgänger. Wenn ihr in Sachen Samurai Warriors auf der Vita jedoch bisher ausgesetzt habt, könnt ihr auch mit diesem Vertreter der vierten Generation nicht viel falsch machen, sofern ihr mit dem gerne mal in Repetition endenden Gameplay leben könnt und Begeisterung für die japanische Sengoku-Ära mitbringen könnt. Serienfans wiederum dürfen sich Samurai Warriors 4-II ruhig sparen, denn für einen Vollpreiskauf lohnen sich die neuen Inhalte nur bedingt.

Verarztet seine malträtierte Dreieckstaste: Tjark Michael Wewetzer für PlanetVita.de

Leserwertung:

Noch keine
Deine Wertung:

-
Fetzige Massenschlachten im alten Japan, die allerdings von reichlich Repetition getrübt wird.

Wertung

SCHWIERIGKEIT:

8.0

TECHNIK:

7.0

ABWECHSLUNG:

5.0
7
von 10

Charakterspezifische Geschichten…

Zahlreiche Kämpfer

Ansehnlicher Umfang

Kleine Balancing-Anpassungen

In kurzen Sessions spaßiger Survival-Modus

Gut für zwischendurch

Japanische Sprachausgabe für O-Ton-Liebhaber

…unter denen sich einige Schlachten wiederholen

Nur ein wirklich neuer Charakter

Neues Skill-System sehr grindlastig

Neigt gerne mal zu Rucklern

Keine deutschen Texte

Schlachtengeschnatter ohne Japanischkenntnisse schwer verfolgbar

Wie werten wir?

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