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Spielname:
Persona 4: Dancing All Night

Typ:
PSVita-Spiel

Publisher:
NIS America

Developer:
Atlus/Dingo

Genre:
Musik

Release:
06.11.2015 (erschienen)

Multiplayer:
1 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre

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Review: Persona 4: Dancing All Night

Lisa Spitzer, 05.11.2015

3303°

13

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Persona 4 Golden kann zu Recht als eines der erfolgreichsten und größten Vita-Spiele bezeichnet werden. Da ist es natürlich recht schwer für einen Ableger der gleichen Reihe, in diesem Fall Persona 4: Dancing All Night, mit dem Hauptspiel mitzuhalten. Doch hat der neue Titel ebenso viel Potential? Wir haben das Spiel für euch getestet und euch die wichtigsten Infos zusammengefasst!

Willkommen auf der Midnight Stage
Erst einmal für alle, die sich die Frage stellen „Spielt die Geschichte von Persona 4 Golden auch in diesem Ableger eine Rolle?“ die klare Antwort – ja! Tatsächlich befinden wir uns zeitlich nicht lange nach den Ereignissen des Hauptspiels, auf das im Verlauf des jetzigen Titels immer wieder Bezug genommen wird. Rise steht kurz vor ihrem Comeback und hat dazu ihre Freunde eingeladen, um mit ihr zusammen auf einem Festival zu tanzen. Dieses scheint aber unter keinem guten Stern zu stehen, denn es geht ein fieses Gerücht um: Jeder, der um Mitternacht die Internetseite des Festivals besucht, öffnet dort automatisch ein geheimnisvolles Video. Star dieses Videos: Ein Idol, das vor einiger Zeit Selbstmord begangen hat! Schlimmer noch wird es, wenn man sich das Video zu Ende ansieht: Dann wird man nämlich „auf die andere Seite gezogen“ und wacht nicht mehr auf – im Klartext: Man fällt ins Koma!

Zunächst scheint es nur ein Gerücht zu sein, doch schon bald muss unser bekanntes Team erkennen, dass ebenso wie bei der TV-Welt auch hinter diesem Gerücht ein Stückchen Wahrheit steckt: So verschwinden plötzlich die Idole der momentan bekannten Band „Kanami Kitchen“ spurlos. Auf der Suche nach der Wahrheit werden unsere Helden selbst in die mysteriöse andere Welt, die sogenannte „Midnight Stage“, gezogen, in der einmal mehr Shadows auf sie warten …

Wann darf ich denn jetzt endlich tanzen?
Anders als in der Fernsehwelt wollen die düsteren Wesen ihnen nun jedoch nicht direkt den Garaus machen, sondern sind vielmehr durch mysteriöse Bänder miteinander verbunden. Und das ist auch der Clou der neuen Welt: Eine unbekannte Person scheint diese kreiert zu haben oder zumindest Macht auf sie auszuüben, mit dem Ziel, alle Schatten und auch die gefangenen Personen miteinander zu verbinden, damit niemand irgendjemanden wehtun kann und alle sich akzeptieren. Ähnlich wie in Persona 4 Golden geht es hier auch wieder um psychologische Probleme, mit denen jeder Mensch fertig werden muss. Waren es in Persona 4 Golden die Seiten der Persönlichkeit, die man nicht akzeptiert hat, so ist es hier die Frage nach dem Selbst, das andere in einem sehen gegen das Selbst, was man tatsächlich ist. Wird man nämlich von den gehirnwaschenden Bändern gefangen, welche auch die Schatten aneinander binden, wird man dazu gezwungen, so zu sein, wie die anderen einen haben wollen.

Das kann das Investigation Team natürlich nicht zulassen und findet prompt heraus, dass man die Schatten und die merkwürdigen, gehirnwaschenden Bänder aufhalten kann! Wie? Mit Tanzen natürlich! Ich war am Anfang ziemlich skeptisch, wie man das Rhythmus-Spiel in diese Geschichte einbauen kann, ohne dass es albern wirkt – vielleicht hatten einige von euch ja ähnliche Bedenken. Ich kann euch nun beruhigen: die Geschichte ist total sinnig! Denn was tut man mit Tanzen? Man zeigt sein wahres Selbst, drückt aus, wie man sich fühlt. Und indem unsere Charaktere gegen den Druck, der in dieser Welt auf sie ausgeübt wird, ankämpfen und ihre wahren Gefühle zeigen, indem sie tanzen, überzeugen und befreien sie auch die Schatten von ihren Fesseln, welche sich dann in Luft auflösen. Ihr merkt schon, die Geschichte spielt einmal mehr eine große Rolle und man muss auch selbst teilweise eingreifen und Entscheidungen treffen (die das Spielgeschehen aber nicht wirklich verändern). Man muss dazu sagen, dass die neu vorkommenden Charaktere bei Weitem nicht so tiefgründig gestaltet sind wie unser bereits vorher bekanntes Team. Doch gerade durch die Hauptcharaktere und ihre Dialoge bleibt die Geschichte dauerhaft unterhaltend. Schade ist hier nur, dass man nicht speichern kann, wann man will, sondern das Ganze sich als Kapitel-Auswahl gestaltet. Will man aufhören, muss man wirklich erst das Kapitel abschließen.

Dancing All Night!
Nun, jetzt wissen wir schon einmal, warum wir überhaupt tanzen müssen. Doch wie sind die Rhythmus-Elemente des Spiels eigentlich? Ich muss sagen, ich bin zweigespaltener Meinung: Einerseits sind die Tanzeinlagen, genau wie der Rest vom Spiel, qualitativ sehr hochwertig. In der Mitte des Bildschirms können wir die Charaktere bewundern, die ihre Tanzkünste zum Besten geben, während die Noten, auf die wir achten müssen, jeweils nach links und rechts zum Rand des Bildschirms fliegen. Nun gilt einfach: Fliegt eine Note nach links oben, müssen wir den Pfeil nach oben drücken, für eine Note in der Mitte, den Pfeil nach links, und für eine Note unten, den Pfeil nach unten. Auf der anderen Seite gestaltet es sich ähnlich mit Dreieck, Kreis und Kreuz. Neben den einfachen Noten gibt es auch solche, die man für eine gewisse Zeit halten muss, oder auch Noten, die man auf beiden Seiten gleichzeitig drücken muss. Und auch Kreise, für die man die Joysticks bewegen muss, wenn sie den Außenkreis erreichen, kommen vor. Das ist nach einer kurzen Eingewöhnung ziemlich intuitiv und klappt gut, wobei es im Verlauf des Spiels natürlich immer komplexer wird. In dem Fall, dass es zu schwer wird, gibt es aber auch noch einen einfacheren Modus, den man wählen kann.

Nun, das waren die positiven Aspekte. Ich möchte hier jedoch auch noch anmerken, dass dadurch, dass man dauerhaft auf die Außenränder des Bildschirms achten muss, die wirklich gute Animation in der Mitte etwas untergeht. Eher stören die grellen Farben dabei, die Noten überhaupt alle zu sehen, als dass man sich daran erfreuen könnte (und außerdem wird man durch öfter vorkommende Zwischenrufe der anderen Charaktere zuweilen etwas gestört). Natürlich kann man sich nach dem Stück das Replay ansehen, jedoch ist es während des Durchgangs durch die räumliche Aufteilung manchmal einfach etwas problematisch - nicht dass es bei anderen Rhythmus-Spielen häufig anders wäre.

Allgemein ist das aber nur etwas störend, und nicht total schrecklich. Das Tanzen macht an sich jede Menge Spaß. Gut ist da, dass es neben dem Story-Modus auch noch das freie Tanzen gibt, in dem man sich nach Lust und Laune Lied, Tanzpartner und natürlich Kostüm aussuchen kann. Was die Kostüme betrifft, so kann man sich im spielinternen Shop, bei dem man die in der Story verdienten Punkte ausgibt, noch weiter richtig austoben und jede Menge neue Klamotten und Accessoires gönnen. Und außerdem gibt’s noch nützliche Items dazu, die einem zusätzlich das Tanzen erleichtern können. Und hat man dann übrigens mehrere Musikstücke, Charaktere, Szenerien in der Geschichte und und und freigeschaltet, kann man diese dann auch noch in den Collection-Abteilung ansehen. Nette Sache!

Wie sieht das Spiel denn nun eigentlich aus – und wie hört es sich an?!
Wie ich schon angesprochen habe, ist das Spiel wirklich sehr hochwertig. Das sieht man einerseits an der Grafik, die sowohl in den Visual-Novel- als auch in den Rhythmus-Elementen des Spiels sehr flüssig, farbenfroh und charakteristisch für das Spiel ist und wirklich sehr an das Hauptspiel erinnert. Besonders die Tanzeinlagen sind schön aufgemacht, detailliert und temporeich.

Andererseits bringt auch die Musik selbst, die ja besonders wichtig für ein Spiel dieses Genres ist, den Spieler direkt wieder in’s Geschehen von Persona 4 Golden. Alte Stücke wurden eingefügt und neu eingebunden. Auch hier bleiben die musikalische Untermalung und auch die Auswahl der Stücke in den Tanz-Abschnitten äußerst temporeich - und auch abwechslungsreich. Da hätten wir zum einen die typischen Pop-Songs, aber auch zum Beispiel Rap-Abschnitte. Genau so, wie man es eben aus dem Hauptspiel kennt.



Fazit:
Alles in allem kann man sagen, dass Persona 4: Dancing All Night besonders für Fans des Hauptspiels ein absolutes Goldstück ist. Da hätten wir zum einen die Thematik, die genau wie in Persona 4 Golden wichtige Themen anspricht und Probleme anzeigt, mit denen jeder von uns zu kämpfen hat. Zum anderen können auch die Grafik und die Musik durch viel Abwechslung und Ideenreichtum punkten. Und letztendlich sind natürlich auch die altbekannten Charaktere ein Grund dafür, dass man dieses Spiel am liebsten nicht mehr aus der Hand geben würde, denn sie lassen einen direkt wieder eintauchen in das Spiel, das man damals so geliebt hat. Fanservice ist da auf jeden Fall gegeben. Für alle, die Persona 4 Golden jedoch noch nicht gespielt haben: Spielt zuerst das, und kommt dann für Dancing All Night wieder, da die Zusammenhänge sonst unklar sind und eventuelle Spoiler lauern. Es lohnt sich auf jeden Fall!

Erkennt die Macht des Tanzens: Lisa Spitzer für PlanetVita.de

Leserwertung:

Noch keine
Deine Wertung:

-
Ein Muss für Fans mit jeder Menge Fanservice und coolen Tanzeinlagen!

Wertung

SOUND:

10

ABWECHSLUNG:

9.0

STORY:

9.0
9
von 10

Jede Menge Fanservice für Fans von Persona 4

Umfangreiche Geschichte

Qualität, wie man sie vom Hautspiel kennt

Weitreichende Song-Auswahl

Neue Charaktere schwächeln bei der Tiefe

Unübersichtliche Aufteilung beim Tanzen

Speichern nur nach Kapiteln

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