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Spielname:
Hatoful Boyfriend: Holiday Star

Typ:
PSN Spiel

PSN Preis:
9,99 €

Publisher:
Devolver Digital

Developer:
Mediatonic

Genre:
Adventure

Release:
22.12.2015 (erschienen)

Multiplayer:
nicht vorhanden

Altersfreigabe:
Ohne Alterseinstufung

Screenshots:
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Hatoful Boyfriend: Holiday Star

Kurztest: Hatoful Boyfriend: Holiday Star

Tjark Michael Wewetzer, 24.12.2015

1329°

0

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Weihnachten! Die Zeit der besinnlichen Beisammenseins, des Festessens im Familienkreis und der Geschenke! Auch in der von Tauben dominierten Welt von Hatoful Boyfriend wird das Fest zelebriert – nur liegt dieses Jahr etwas im Argen. Was das ist, erzählt Hatoful Boyfriend: Holiday Star in seinen diversen Kurzgeschichten, die weitere Schwünge aus dem Leben des Menschenmädchens Hiyoko Tosaka und ihren gefiederten Schulkameraden bereithalten und allesamt um Weihnachten herum angesiedelt sind. Das ideale Spiel zum Fest also? Auf anderen Systemen vielleicht, auf der Vita allerdings mit Einschränkungen.

Hato-wasbitte?
Aber zunächst einmal kurz für alle Neueinsteiger: Hatoful Boyfriend ist eine Dating Sim, in der ihr euch mit Tauben anbändelt. Klingt schräg, hat aber funktioniert. Holiday Star setzt an die Handlung des Dating-Teils an, ist stattdessen aber eine ganz normale Visual Novel. Wirklich viele Interaktionspunkte gibt es nicht und bis auf wenige Ausnahmen, die mit einem Tritt zurück zum Titelbildschirm enden, wirken sich die vorhandenen Wahlen praktisch gar nicht auf die Geschichte aus. Eine Fortführung des Dating-Sim-Musters mit neuen Vögeln zum Bezirzen solltet ihr hier also nicht erwarten, es empfiehlt sich allerdings, den Vorgänger vor Holiday Star durchzuspielen. Diverse Story-Elemente daraus werden nämlich ohne Rücksicht auf Spoiler angesprochen – außerdem wisst ihr so gleich über die Charaktere dieses etwas schrägen Spiels Bescheid.

Ach ja, worum es eigentlich hier geht: Das erste der vier Hauptszenarien beginnt gleich gewohnt schräg. Es gilt nämlich, einen Fall von verschwundenen Weihnachtsbäumen aufzuklären. Ob vielleicht zwei etwas seltsam wirkende Vögel, die wie ein Wirbelsturm durch die Nachbarschaft fegen, damit zu tun haben? Und von da aus wird es eigentlich nur noch wilder. Wir wollen nicht zu sehr ins Detail gehen, da die Visual Novel selbst in ihrer Gesamtheit recht kurz ausfällt und am besten wirkt, wenn man blind hineingeht, doch lasst euch zumindest gesagt sein, dass vieles nicht so simpel ist, wie es zunächst scheint. Euch erwartet zwar kein Hochspannungsepos der Marke Danganronpa oder Virtue's Last Reward, doch gerade in der zweiten Hälfte könnte es euch schwer fallen, loszulassen. Das spricht deutlich für die Stärke der Geschichte.

Lade Weihnachstfreude
Abseits des Hauptszenarios, welches je nach Lesetempo wahrscheinlich keine acht Stunden trägt, bietet Holiday Star noch etwas Bonusmaterial in Form von Mini-Geschichten und einer neckischen Frage-und-Antwort-Show, die allerdings auch nicht deutlich mehr zur Spielzeit beitragen. Wirklich ärgerlich hierbei: Eines der Zusatzszenarien funktioniert in der Vita-Version zum Testzeitpunkt gar nicht. Überhaupt ist der Port – wie der vom Vorgänger auch – eher mäßig ausgefallen. Die wenigen Musikstücke des Spiels sind grausam komprimiert und klingen einfach nur fürchterlich, das Einblenden von Charakterbildern funktioniert nach wie vor nicht sauber und wenn eines der Porträts animiert ist, etwa die Hüpf-Animation der zuvor erwähnten seltsamen Vögel, dann legt das Spiel sogar eine ca. fünfsekündige Ladepause ein. Sowas sollte nicht sein! Hinzu kommen einige Schwachpunkte des Spiels selbst: Eine für Visual Novels typische Textlog-Funktion, über die man bereits weggeklickte Dialoge noch einmal nachlesen kann, fehlt nach wie vor und die deutschen Texte, auch wenn sie größtenteils unterhaltsam und passend geschrieben sind, beherbergen einige ärgerliche Formatierungsfehler. Schade um die gute Story!



Fazit:
Zwar werden dieses Mal keine Herzen erobert, doch Hatoful Boyfriend: Holiday Star kann auch als Kurzgeschichtensammlung überzeugen. Klar ist das Spiel für eine Visual Novel noch immer ziemlich seicht und bietet zudem kaum Interaktionspunkte für den Spieler – und die wenigen, die es gibt, sind praktisch bedeutungslos. Wer die gefiederte Meute aber schon im Vorgänger ans Herz geschlossen hat, wird sich an den neuen Geschichten erfreuen können, die zudem wiedermals um einiges komplexer ist, als sie auf den ersten Blick scheint. Die Kürze fällt dabei auch nicht allzu negativ ins Gewicht, immerhin entfällt hier auch die ewige Wiederholung der Dating-Sim-Stellen. Was aber überhaupt nicht geht, ist die Vita-Umsetzung. Charakterbilder laden nach wie vor unsauber ins Bild, im Falle von Animationen wird sogar eine waschechte Ladepause eingelegt, die Musik erklingt in einer grauenhaft komprimierten Fassung aus den Lautsprechern und eines der Mini-Szenarien des Spiels – samt dazugehöriger PSN-Trophäe – funktioniert in der Vita-Version derzeit gar nicht. Tut euch einen Gefallen und kauft das Crossbuy-Paket zumindest, bis ein Patch das Gröbste ausgebügelt haben sollte, nicht allein wegen der mobilen Umsetzung. Auf der PS4 (und dem PC) spielt sich die Visual Novel deutlich besser. Auf der Vita müsst ihr schon einige Augen zudrücken, um eure uneingeschränkte Freude mit dem Spiel zu haben. Schade um die gelungene Fortsetzung von Hatoful Boyfriend!

Immer noch in Okosan verschossen: Tjark Michael Wewetzer für PlanetVita.de

Leserwertung:

*****

Noch keine
Deine Wertung:

-
Schöne Geschichten aus dem Taubenland, nur ist die Vita-Umsetzung im jetzigen Zustand mehr als dürftig.

Wertung

Schöne Kurzgeschichten

Liebenswerte Charaktere

Recht kurz

Ließ technisch mächtig Federn

Ein Szenario auf Vita unspielbar

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