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Spielname:
SwapQuest

Typ:
PSN Spiel

PSN Preis:
6,99 €

Publisher:


Developer:


Genre:
Geschicklichkeit

Release:
24.02.2016 (erschienen)

Multiplayer:


Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre

Screenshots:
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Kurztest: SwapQuest

One, 15.03.2016

1317°

0

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Kennt ihr "Das Verrückte Labyrinth" von Ravensburger? Also ich habe das Spiel vor allem als Kind enorm geliebt. Eure Spielfiguren werden über ein Spielbrett mit verworrenen Wegen bewegt und ihr könnt die Wände so verschieben, dass sich immer wieder neue Wege für euch öffnen. SwapQuest erinnert mich extrem an das Brettspiel aus meiner Kindheit, paart allerdings diese Spielmechanik mit 8-Bit-Grafik und guten alten RPG-Elementen. Doch kann sowas überhaupt funktionieren?

Der (von euch selbst gebaute) Weg ist das Ziel! Oder so ähnlich...
Oh nein! Eine fiese Horde von Dämonen greift das blühende Königreich Aventana in Form einer dunklen Wolke an, welche euch in nahezu allen Leveln des Spiels verfolgt. Klassisches RPG-Style-Szenario also, was wir vom Gameplay an sich allerdings weniger behaupten können. Denn euer Held bewegt sich eher von selbst durch die Welt von Aventana und ihr müsst lediglich den Weg für ihn bauen. Die sogenannten "Tiles", also Teilstücke des Weges, sind in verschiedenen Formen durcheinander auf dem Bildschirm verstreut. Während sich eure Spielfigur also bewegt, müsst ihr ihm den Weg vor die Füße bauen und so entsprechend ans Ziel des Levels gelangen.

Das Spielprinzip erinnert maßgeblich an sogenannte Pipemania-Spiele für Smartphones, wo ihr Rohrverbindungen so zusammenbaut, dass ihr damit an euer Ziel gelangt. Daher spielt sich auch SwapQuest ziemlich exakt, wie diese Sorte von Puzzle-Game. Dieses ist aber nicht nur belanglos in das Spiel integriert, sondern wird vor allem dann richtig fordernd, wenn es an die Bosskämpfe geht, wo intelligentes Wegebauen essentiell fürs Überleben wird.

Gemixt wird das Ganze dann noch einmal mit einem typischen Oldschool-RPG-System: Ihr findet Rüstungen, Juwelen für den Kauf von neuem Equipment, könnt mit eurem Charakter Stufen aufsteigen und aus unterschiedlichen Klassen wählen. Interessant ist auch der Klassenverlauf, denn durch das Sammeln von Erfahrungspunkten wird sich euer Charakter irgendwann verwandeln und eine stärkere Form der gewählten Klasse annehmen.

Vom Kraken im Meer, bis hin zur Fatamorgana in der Wüste
Erstaunlich ist vor allem auch die Liebe zum Detail, die SwapQuest recht nostalgisch an den Tag legt. Die 8-bit-Retro-Optik ist an Charme kaum zu überbieten und lässt vor allem Nostalgiker in die Höhe hüpfen. Dasselbe lässt sich übrigens auch über die Musik und die Soundeffekte sagen, welche sich gekonnt ins visuelle Erlebnis mit einbringen und das Gesamtpaket komplettieren. Mehr Retro geht eben nicht.

Doch hier hört es bei Weitem nicht auf: Die Umgebungen in denen man sich nach und nach seinen Weg durch-"swapt", sind teils wirklich sehr detailliert. So sieht man in den Wüsten die ein oder andere Fatamorgana, die Wasserlevel sind mit Piratenschiffen, Kraken und Wasserstrudeln versehen und in den Wäldern tummeln sich Vögel, kleine Dachse und andere Dinge, die ab und an auch mal über das Spielbrett eures selbst gebastelten Weges laufen. Alles in Allem kann man über Sound und Optik nur schwer mäkeln, allerdings auch nur, wenn man etwas für diese Art von Stil auch übrig hat. Charm versprüht es allemal.

Was zum Henker bedeuten diese Symbole?!
Das Tutorial erklärt zwar, wie ihr eure Wege zusammenbauen könnt, um euch in Aventana zu bewegen, allerdings nimmt es das Spiel mit den Statussymbolen anscheinend eher weniger informationsfreudig. Sobald ihr die Karawana aufsucht, welche übrigens jederzeit im Spiel auf der Weltkarte aufgerufen werden kann, und eure ersten Gegenstände kauft, springen euch interessante Symbole vor die Linse. Allerdings habe ich keinen blassen Schimmer, was diese nun bedeuten sollen. Eines davon könnte euch mehr Resistenzen gegen Fernkampfangriffe geben oder ein rotes gezacktes "irgendwas" an der Waffe könnte was mit Feuerschaden zu tun haben. Wer weiss das schon.

Denn eine Erklärung darauf habe ich auch nach mehrmaligem Drücken auf das Fragezeichen nicht bekommen. Das erschwert vor allem in den späteren Leveln das Spielgeschehen ungemein, da man sich erst einmal mit den Symbolen versucht krampfhaft auseinander zu setzen und ich weiß selbst nach rund 30 Stunden Spielzeit noch nicht einmal wofür die alle stehen. Falls Elementarschaden eine wichtige Rolle spielt, könnte man sich zumindest mit dem Wissen über die Symbole doch deutlich Abhilfe schaffen.

Das Spiel kenn' ich doch?
Ebenfalls schade ist die Entwicklung und Preisgestaltung, die SwapQuest im PSN-Store über sich ergehen lassen musste, denn einigen von euch könnte das Spiel bereits bekannt vorkommen. SwapQuest gibt es schon etwas länger für Android- und iOS-Smartphones. Für Android ist es kostenlos zu haben und kann per kleinem inApp-Kauf werbefrei freigeschaltet werden. Für iOS ist es als Premium-Titel für rund 2,99 Euro zu haben und erfreut sich größerer Beliebtheit. Im PlayStation Store hingegen blecht man nun 6,99 Euro für ein Spiel, welches eigentlich rein für Touchscreens ausgelegt ist, was generell kein Problem darstellt, da die Vita ja einen besitzt. Doch durch die nahezu nutzlose Buttoneingabe, wo die meisten Knöpfe sowieso keinen Effekt haben, wird man zunächst mit unnötigen Dingen konfrontiert. Denn egal wie schnell ihr es am Ende auch versucht, mit dem Finger lassen sich die Bauteile für die Wege immer deutlich schneller verteilen, als mit dem Steuerkreuz.



Fazit:
Und die nun zuletzt angesprochenen Punkte, sind das große Problem von SwapQuest. Dennoch einmal vorweg: Das Spielprinzip ist fordernd, hält einen definitiv bei der Stange und auch die Optik und der Sound sind wirklich eine tolle Abwechslung und versprühen einen herrlichen Retrocharme. Das Spiel schafft es, zwei in sich recht fremde Genres gekonnt miteinander zu verbinden und wenn man einmal im Fluss des Spiels gefangen ist, bleibt man auch erst einmal dabei. Für kurzweilige Runs taugt es also allemal und macht sogar richtig Spaß. Allerdings ist in Anbetracht der Smartphone-Portierung hier die eigentliche Kritik zu suchen, denn wer seine Vita unterwegs mitnimmt, hat wohl meistens auch sein Smartphone dabei und warum soll ich nun 6,99€ für ein Spiel ausgeben, welches ich auch für deutlich weniger Geld haben kann und ich muss noch nicht einmal ein zweites Gerät mit mir herumschleppen. (ziemlich langer Satz - vielleicht noch mal aufteilen?) Daher fühlt sich SwapQuest auch nicht so an, als wäre es auf der PSVita wirklich zu Hause. Ein Umstand, der sich durch die starke Minispiel-Charakteristik weiter verstärkt.

Spielt SwapQuest lieber auf dem Smartphone: Marcel "One" Laser für PlanetVita.de

Vielen Dank an Rebusmind für die freundliche Bereitstellung des Rezensionscodes!

Leserwertung:

*****

Noch keine
Deine Wertung:

-
Kurzweiliges Puzzle-Abenteuer in einem fordernden und gelungenen Genremix, der durchaus Spaß macht. Sich allerdings zu keinem Zeitpunkt wie ein PSVita-Spiel anfühlt.

Wertung

Sehr detaillierte 8-bit-Retro-Welt

Toller Retro-Soundtrack

Fordernder Genremix aus RPG und Pipemania

Fünf Klassen mit unterschiedlichen Entwicklungen

Erklärungen für viele Symbole fehlen ...

... was die Lernkurve teils drastisch ausschlagen lässt

Fühlt sich nicht wie ein Vita-Spiel an

Auf dem Smartphone wesentlich günstiger

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