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Spielname:
Senran Kagura: Estival Versus

Typ:
PSVita-Spiel

Publisher:
Marvelous Europe

Developer:
Tamsoft

Genre:
Action

Release:
18.03.2016 (erschienen)

Multiplayer:
1-4 Spieler, auch online

Altersfreigabe:
Frei ab 16 Jahre

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Senran Kagura: Estival Versus

Review: Senran Kagura: Estival Versus

Tjark Michael Wewetzer, 23.03.2016

2672°

1

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Urlaub kann jeder gebrauchen. Am besten einen ewigwährenden Sommerurlaub am malerischen Sandstrand – das wäre doch was! Zwar bleibt uns diese Idylle in der Realität leider verwehrt, in Senran Kagura: Estival Versus ist dies jedoch der Zustand, mit dem sich die Heldinnen des Action-Titels konfrontiert sehen. Serientypisch geht es dabei natürlich trotzdem nicht gerade ruhig zu, handelt es sich beim neuesten Ableger der Reihe doch um einen waschechten 3D-Brawler. Und ob dieser im Vergleich zum leider doch sehr ausbaufähigen Shinovi Versus ordentlich zugelegt hat, zeigen wir euch im Test.

Sommer, Sonne, Sonnenschein
Aufhänger aller Ereignisse des Spiels ist das Kagura Millennium Festival – ein Ritual, bei dem die Geister gefallener Shinobi zusammengerufen werden, um endlich Frieden zu finden. Mitten in diese Festivitäten geraten aus Shinovi Versus bekannten Protagonistinnen: Die aufgeweckte Asuka und ihre Freundinnen der gutmütigen Hanzo-Akademie, Miyabi und ihre Truppe aus der bösen Hebijo-Schule, Yumi und ihre Gefährten der Gessen-Mädchenschule sowie die Abtrünnige Homura und ihre Crimson Squad. Da sie sich zudem plötzlich an einem Strand aufhalten und die Zeit in der Realität stehengeblieben ist, halten die Mädels die Feierlichkeiten zunächst für einen schönen, wohlverdienten Urlaub. Doch wie die Veranstalterin Sayuri und ihre angeheuerten Schreinpriesterinnen Hanabi, Renka und Kafuru schnell andeuten, steckt ein größerer Plan hinter den Ereignissen – nämlich der Kampf zwischen den vier Schulen, bei dem der Sieger zum höchsten Shinobi-Rang befördert wird!

Die Handlung an sich wirkt dabei – gerade in den ersten Kapiteln – extrem albern und überzogen, hat jedoch Senran Kagura-typisch auch ihre ernsthafteren und, wir wagen es kaum auszusprechen, berührenden Momente. Der Fokus der leider lediglich in japanischer Sprache mit englischen Untertiteln verfügbaren Dialoge liegt aber natürlich trotzdem auf dem Comedy-Aspekt, der gerade durch die neuen Shinobi Girl's Heart-Handlungen noch einmal betont wird. Bei den Nebenbeschichten kämpft ihr euch durch fünf Gefechte pro Charakter und erlebt dabei zum Beispiel, wie Asukas Großvater Hanzo mit Ninja-Magie mit seiner Enkelin den Körper tauscht oder wie die ewig schüchterne Murakumo versucht, einen Tag ohne ihre Maske auszukommen. Tiefgründig ist das nicht, die unterhaltsam geschriebenen – und im Bedarfsfall überspringbaren – Dialoge sorgen jedoch zumindest dafür, dass euch nicht langweilig wird.

Schrein-Schlacht am Sandstrand
Aber eigentlich sind wir ja nicht für Dialoge, sondern für die Kämpfe hier! Oder für gewisse Merkmale der weiblichen Anatomie, aber lassen wir das mal. In den Schlachten bewegt ihr euch jedenfalls frei in einer 3D-Arena, die je nach Stage mal mehr oder weniger überschaubar ausfällt. Von gleißenden Sandstränden über große Festivalbühnen bis hin zu verschneiten Wintergebieten ist alles dabei – an visueller Abwechslung mangelt es hier zumindest schon mal nicht. Die Missionen führen euch nicht selten auch in Häppchen durch die Areale, wo ihr immer mal wieder auf kleineren Raum eingeschlossen werdet und erst dann passieren könnt, wenn alle niederen Ninja von der Bildfläche gefegt sind. Das geschieht über eingängige Kombos, die ihr mit der Quadrat- und Dreieck-Taste geschwind verkettet – mit zunehmendem Charakterlevel werden diese Angriffsketten zudem länger. Erfreulich ist auch, dass sich die Kämpferinnen teils deutlich unterschiedlich spielen. Während die emotionslos dreinschauende Hikage beispielsweise ihre Gegner mit pfeilschnellen Messerstich-Kombos unter Beschuss nimmt, tanzt die mit zwei Doppelpistolen bewaffnete Ryona grazil über das Spielfeld und die auf Feuerwerk sowie Explosionen spezialisierte Hanabi fegt mit ihrem langsameren, aber ungemein mächtigeren, Hammer die Konkurrenz geradezu aus der Arena.

Die Abwechslung tut gut, denn sie ist leider die einzige, die ihr bei den generell recht monotonen Kämpfen erhalten werdet. Zwar gibt es tiefgreifendere Spielmechaniken wie aufsammelbare Sprengkörper mit Zusatzeffekten oder Wandläufe und -attacken, nur müsst ihr gerade im Solo-Modus selten davon Gebrauch machen. Serienüblich reicht meist schon der Frantic-Modus, bei dem ihr eure Heldin in Unterwäsche herumlaufen lasst, um einen gehörigen Power-Schub auf Kosten der Abwehrkraft zu erhalten, um die meisten Gegner in Nullkommanix zu Hackfleisch zu verarbeiten. Aber auch unter normalen Bedingungen wehren sich Fußvolk wie Bosse eher selten.

Das ist gerade deswegen schade, weil man auf höheren Schwierigkeitsgraden durchaus ein anderes KI-Verhalten bemerken kann. Auf höheren Stufen tendieren die Gegner eher zum Blocken, können mehr einstecken und austeilen. Anspruchsvoll oder tiefgründig werden die Kämpfe dadurch leider nicht, eher nerviger. Gerade wenn die bekannten Gesichter der Ninja-Schulen ihre Spezialattacken im Dauerfeuer raushauen, werden die Gefechte zur Geduldprobe – während der umfassenden Animationen sind sie nämlich unverwundbar. Das mag so gemacht worden sein, damit ihr eben in dieser Zeit nicht hinterrücks kaltgestellt werden könnt, wenn ihr mal verfehlt haben solltet, wir fragen uns allerdings, ob die Unverwundbarkeitszeit wirklich dermaßen lang hätte ausfallen müssen. Außerdem zickt die Kamera leider ganz wie im Vorgänger hin und wieder rum: Ob ihr nun einen Feind anvisiert habt oder nicht, sie neigt noch immer dazu, sich entweder an Wänden festzusetzen und dann viel zu nah herunzuzoomen oder die Geschehnisse anderweitig suboptimal einzufangen. Gewöhnt euch also daran, stets manuell mit dem rechten Stick nachzujustieren, wobei auch diese Methode nicht immer ganz so sauber funktioniert wie sie sollte.

Immerhin hat man sich einem unserer Kritikpunkte an Shinovi Versus angenommen: Zwar könnt ihr nach wie vor die Kleidung eurer Gegnerinnen nach und nach in klitzekleine Fetzen zerreißen, die dabei bislang eingestreuten Zwischensequenzen wurden in ihrer Häufigkeit jedoch stark zurückgefahren – wenn ihr sie nicht gleich im Optionsmenü komplett abschaltet. Dadurch wird zumindest der Kampffluss gewahrt. Wer dadurch einen Rückgang an schlüpfrigen Momenten befürchtet, kann dennoch beruhigt sein: Im Austausch dafür gibt es spezielle Umgebungs-Finisher, die sich durch das Besiegen eines Shinobi mit Rang und Name in einem speziellen Areal auslösen lassen. Geht die Gegnerin beispielsweise neben dem Bananenboot am Strand baden, landet sie in einer etwas anrüchigen Zwischensequenz auch gleich auf dem Schwimmutensil – unbekleidet, versteht sich.

Viel fürs Auge
In technischer Hinsicht kann sich Senran Kagura: Estival Versus ohnehin weitestgehend uneingeschränkt sehen lassen. Klar sind noch immer kleine Framerate-Einbußen bei größeren Gegnermengen oder vielen Effekten auf dem Screen bemerkbar und manche Areale lassen etwas an Texturdetails vermissen – gerade die Downtown-Arena ist gesäumt von verwaschenen Motiven auf den Werbetafeln. Doch die Gebiete wirken trotzdem stimmig und die Charaktermodelle reißen alles locker wieder raus. Alle Mädels überzeugen mit geschmeidigen und verspielten Animationen, die gerade bei den mächtig wirkenden Spezialtechniken und den Stage-Finishern zur Geltung kommen. Einziger Nachteil dabei: Die exorbitanten Ladezeiten. Diese sind im Vergleich zum Vorgänger noch ein gutes Stück länger geworden, was sich vor allem bei auftretenden Missionsbossen bemerkbar macht.



Fazit:
Im Prinzip ist Senran Kagura: Estival Versus nicht viel mehr als Shinovi Versus 2.0 – frei nach dem Motto „Was nicht kaputt ist, muss auch nicht repariert werden“. Leider hatten wir schon damals so einige Baustellen bemerkt und diese sind leider nur teilweise ausgebessert worden. So ist es zwar löblich, dass aufgrund der zurückgefahrenen Zwischensequenzen nun die Kämpfe deutlich flüssiger laufen und neue Mechaniken den Gefechten mehr Tiefe verleihen sollen, allerdings fällt die Prügelei insgesamt noch immer recht stumpf aus, wodurch ihr von den neuen Tricks praktisch gar keinen Gebrauch machen müsst. Die viel zu langen Unverwundbarkeitsphasen bei Spezialattacken und teils hinderliche Kameraführung stellen ebenfalls eine bemerkbare Geduldsprobe dar. Bei aller Kritik sei aber dennoch gesagt, dass Estival Versus sein Herz eigentlich am rechten Fleck hat: Der Humor ist klasse, die Geschichte trotz des eher albernen Einstiegs erstaunlicherweise gar nicht mal so übel und als kurzweiliger Multiplayer-Brawler für zwischendurch taugt der Titel durchaus etwas – auch wenn wir im Testzeitraum online leider wenige Spielpartner ausmachen konnten. Wenn euch also der Sinn nach einem leichtherzigen Spaß-Prügler mit einem Hauch Erotik ist und ihr mit den Macken leben könnt, gebt euch das Spiel ruhig. Und wenn ihr an Shinovi Versus bereits euren Spaß hattet, werdet ihr ihn mit Estival Versus umso mehr haben!

Könnte eigentlich mal wieder einen richtigen Urlaub vertragen: Tjark Michael Wewetzer für PlanetVita.de

Leserwertung:

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Shinovi Versus 2.0: Ein kurzweiliger Brawler mit viel Haut, Humor und markanten Macken.

Wertung

SCHWIERIGKEIT:

5.0

TECHNIK:

8.0

ABWECHSLUNG:

5.0
6
von 10

Nette Rahmenhandlung

Viele Missionen

Eingängiges Kampfsystem

Spürbar unterschiedliche Charaktere

Hübsche Optik

Humorvolle Dialoge

Abwechslungsarme Aufträge

Anspruchslose Kämpfe

Lädt viel und lang

Kamera spielt nicht immer mit

Nervige Unverwundbarkeit bei Spezialattacken

Keine deutschen Texte

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