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Spielname:
Day of the Tentacle Remastered

Typ:
PSN Spiel

PSN Preis:
14,99 €

Publisher:
Double Fine

Developer:
Double Fine

Genre:
Adventure

Release:
22.03.2016 (erschienen)

Multiplayer:
nicht vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre

Screenshots:
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Day of the Tentacle Remastered

Kurztest: Day of the Tentacle Remastered

Tjark Michael Wewetzer, 24.03.2016

2087°

1

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Wir schreiben das Jahr 1993. LucasArts hat sich bereits mit vielen denkwürdigen Adventures einen Namen gemacht und ließ nun Tim Schafer und Dave Grossman an ihrem nächsten Werk tüfteln – eine Fortsetzung des Spiels, welches mit der SCUMM-Engine den Grundpfeiler für viele Folgewerke legte. Wo Maniac Mansion aber noch relativ bodenständig und teils auch unheimlich war, setzte Day of the Tentacle voll auf ein bizarres Szenario, kreative Puzzles und drei spielbare Helden, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Und selbst Jahre später weiß diese Perle noch immer zu begeistern.

Merke: Nimm niemals Billig-Diamanten
Jahre nach dem Meteor-Vorfall von Maniac Mansion erhält Streber und Langweiler Bernard Bernoulli einen postialischen Hilferuf von seinem Kumpel Grün-Tentakel. Dessen böser Spießgeselle Purpur-Tentakel ist durch verseuchtes Wasser mutiert (sprich: Er hat Arme bekommen) und nun auf Weltherrschaft aus. Der verrückte Wissenschaftler Dr. Fred hat immerhin bereits eine Lösung: Sie müssen die eigens zur Produktion von Schmutzwasser gebaute Maschine gestern abschalten – eine Zeitmaschine soll Bernard und seine beiden WG-Mitbewohner Laverne und Hoagie in die Vergangenheit schicken. Durch die Knausrigkeit des Professors kommt es jedoch zu einem Unfall, weswegen sich die Helden auf drei verschiedenen Zeitebenen wiederfinden: Roadie Hoagie sitzt im Amerika der Kolonialzeit fest, Bernard ist zurück in der Gegenwart und Medizin-Studentin Laverne landet in der von Tentakeln beherrschten Zukunft. Prost Mahlzeit!

Eure Hauptaufgabe ist daher auch, die Truppe wieder in der Gegenwart zu vereinen – was bedeutet: Bernard muss Ersatzteile für den Kerncomputer der Zeitmaschine anschaffen und sowohl Laverne als auch Hoagie brauchen Strom, um ihre Kabinen in Dixi-Klo-Form für die Rückreise startklar zu machen. Immerhin haben die Zeitschüsseln genug Energie, um kleinere, nicht-lebende Gegenstände zwischen den Protagonisten zu verschieben. Und wie ihr euch sicherlich denken könnt, stricken sich einige Rätsel um das geschickte Zusammenspiel zwischen den ungleichen Weltenrettern. Mal schickt ihr direkt Objekte durch die Zeit, in anderen Fällen wirkt ihr auf die Vergangenheit ein, um ein Problem in der Zukunft zu lösen. Die Puzzles sind dabei in sich gesehen größtenteils logisch und erfordern nur in seltenen Fällen etwas mehr externes Wissen – und selbst dann können aufmerksame Naturen über mal mehr, mal weniger subtile Hinweise stolpern. Einer davon ist sogar so subtil, dass er in der Remastered-Version mit einer Trophäe geehrt wird.

Kurz und knackig
Auch wenn Day of the Tentacle als einer der größten Titel des Adventure-Genres geht, ist er vom Umfang her eigentlich recht übersichtlich. Kenner können sich selbst mit durchlaufenden Dialogen locker in drei bis vier Stunden durchrätseln, Neulinge hängen möglicherweise etwas länger an dem ein oder anderen Puzzle. Die wunderbar schrägen Charaktere und urkomischen Dialoge machen das jedoch allemal wieder wett. Auch verbergen sich hinter einigen Objekt-Kombinationen und Situationen diverse unterhaltsame Kommentare, die zum ausgiebigen Erkunden der überschaubaren Schauplätze einladen.

Die Vita-Umsetzung von Day of the Tentacle Remastered ist dabei äußerst gelungen. Dank des Touchscreens geht die gute alte Point-and-Click-Kontrolle direkt in Fleisch und Blut über, Tasten-Shortcuts sorgen zudem dafür, dass ihr schnell alle notwendigen Befehle zur Hand habt. Tippfaule Naturen können notfalls auch auf den Analogstick zur Mauszeiger-Steuerung zurückgreifen, das sollte aber mehr als Notlösung verstanden werden. Gerade beim integrierten Bonus-Spiel – ganz wie damals ist nämlich der komplette Vorgänger Maniac Mansion mit an Bord, wenn auch leider nur in englischer Sprache – fällt die Cursor-Kontrolle mit den Sticks hakelig aus. Apropos Boni: Ihr könnt Day of the Tentacle natürlich auch in der Original-Grafik samt altem SCUMM-Interface und der Musik von damals spielen. Außerdem steht sowohl das englische Original als auch die (leider qualitativ nicht immer lupenreine) deutsche Übersetzung von damals zur Verfügung – inklusive der dazugehörigen (teils deutlich amateurhaften) Tonspuren. Und noch ein kleiner Tipp am Rande für Leute mit langsamer Internetverbindung: Stellt unbedingt die WiFi-Funktionen eurer Vita ab. Andernfalls lädt das Spiel laufend eure Cross-Save-Spielstände in die Cloud, was zu deutlich verlängerten Speicherzeiten führen kann. Da das Spiel alle paar Minuten automatisch euren Fortschritt sichert, kann dies euer Spielerlebnis gehörig ausbremsen.



Fazit:
Alte Liebe rostet nicht und Day of the Tentacle ist auch heute noch, über 20 Jahre später, ein großer Spaß. Es mag nicht den Umfang haben, den man sich in der heutigen Zeit erhofft, und kann daher in wenigen Stunden bereits beendet werden, doch es sind denkwürdige Stunden. Ob ihr mit dem eher simpel gestrickten Hoagie George Washington auf seine legendären Taten ansprecht, als Laverne in der Zukunft versucht, die Tentakel mit einer geeigneten Verkleidung zu täuschen oder als Bernard ein Treffen mit dem Hamster-Besitzer Ed Edison arrangiert, der sich aus irgendwelchen Gründen an ein bestimmtes Ereignis nicht mehr erinnern kann – zitierfähigen Stoff gibt es hier zuhauf! Die Remastered-Version legt das ohnehin schon ansehnliche Pixel-Original zudem in einer ansehnlichen, glatteren Optik begleitet von frisch eingespielten Musikstücken neu auf, wobei Puristen natürlich jederzeit zu besagter Vorlage rüberschalten können. Zwar hätten wir uns aller Nostalgie zum Trotz gewünscht, dass auch die Übersetzung und Sprachausgabe einer Frischzellenkur unterzogen worden wären, da diese qualitativ stark schwanken, doch immerhin sind alle altbekannten Texte und Voice Clips mit an Bord. Wer auf schräge Adventures steht und diesen Klassiker des Genres noch nicht gespielt hat, sollte den Titel unbedingt nachholen!

Tentakeljäger und Freizeitzeitpolizist: Tjark Michael Wewetzer für PlanetVita.de

Leserwertung:

*****

Noch keine
Deine Wertung:

-
Eine alte Adventure-Perle in neuer Pracht: Schön schräger Rätsel-Stoff, den man gespielt haben sollte!

Wertung

Herrliche Charaktere

Viele Details zum Entdecken

Inklusive Maniac Mansion…

Deutsche Lokalisierung mit Macken

…wenn auch nur in englischer Sprache

Cross-Save bremst Speichern aus

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1 Kommentar