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Spielname:
The Sun and Moon

Typ:
PSN Spiel

PSN Preis:
9,99 €

Publisher:
Digerati

Developer:
Daniel Linssen

Genre:
Geschicklichkeit

Release:
27.04.2016 (erschienen)

Multiplayer:


Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre

Screenshots:
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Kurztest: The Sun and Moon

Denis Wewetzer, 08.05.2016

1293°

0

Test mögen: Weitersagen:

So langsam bekomme ich das Gefühl, dass ich es einfach liebe, mir an schweren Spielen die Zähne auszubeißen. Unser heutiger Kandidat ist da absolut keine Ausnahme, obwohl der Anfang vermutlich etwas anders war, als bei so manch anderen Spielen. Die Idee dieses Titels wurde nämlich von Daniel Linssen innerhalb von gerade einmal 24 Stunden während des 29. Ludum Dare Game Jam entwickelt und realisiert – und er hat damit gewonnen. Anschließend daran wurde das Konzept für einen richtigen Release verfeinert und erweitert, sodass am Ende The Sun and Moon entstanden ist, an dem wir uns nun kollektiv die Köpfe einschlagen dürfen. Meine ich das ernst? Spoiler: Ja. Aber elaborieren wir mal, warum das denn überhaupt so ist.

Story? Brauchen wir nicht
Wie bei vielen Indie-Titeln, gibt sich The Sun and Moon ebenfalls ohne eine Story ab. Stattdessen kann man sogleich einen Level auswählen und sich in das Vergnügen stürzen. Das Spielprinzip klingt dabei recht einfach: Man spielt einen schwarzen Blob und muss diesen durch diverse Plattformer-Passagen navigieren. Bevor man sich in das Ziel begibt, gilt es allerdings, alle kleineren schwarzen Kugeln auf dem Weg einzusammeln, damit sich dieses überhaupt erstmal öffnet. Vom Prinzip her klingt das einfach, allerdings weiß das Spiel sehr gut, einem diese Aufgabe zu erschweren – sei es durch immer wieder auftauchende oder verschwinde Blöcke, diverse Stachelfallen, Feuerbälle oder was einem sonst noch so an den Kopf geworfen werden kann. Alleine diese Hindernisse können das Ganze schwer genug machen, aber das reicht noch lange nicht, damit man sich die Haare ausrauft, also muss noch mehr her.

Weeeeeehhhh!
Und da kommt die Hauptmechanik des Spiels in's.... Naja, Spiel. Unser schwarzer Blob ist nämlich nicht nur in der Lage, herumzuhüpfen, sondern auch noch durch Blöcke zu gleiten – vorausgesetzt das eigene Momentum reicht dafür aus. Einmal in einen Block drinnen, wird man nämlich schnurstracks in die Höhe befördert. Will man also zum Beispiel unter einen Block gelangen, braucht man genug Tempo im Fallen, um sodann wie Butter durch diesen durch zu gleiten und somit unter diesen zu gelangen. Und genau mit dieser Mechanik werden die Level erst so richtig einfallsreich, denn das Momentum muss wirklich gut beherrscht werden, damit man es in den späteren Level schafft, die kleinen Kügelchen einzusammeln.

Wer sich dann noch so RICHTIG die Zähne ausbeißen will, kann auch einfach mal versuchen, die vorgeschriebenen Zeiten der Level zu schlagen. Vom Sichelmond, über Vollmond zur Sonne reichen die Wertungen und lasst mich eines sagen: Um eine Sonnen-Wertung zu erreichen, muss der Level absolut fehlerfrei abgeschlossen werden - so schnell es geht also. Da die nur ein paar Sekunden lang sind, ist das immernoch zu verkraften, allerdings eine Folter für Perfektionisten so wie ich einer bin. Dumm gelaufen. Letzter Trost kann dann allerdings die Gesamtwertung aller Level eines Areals sein – diese Zeiten lassen sich nämlich in einer Online-Tabelle vergleichen, sodass man sich so mit anderen Spielern auf der Welt messen kann – vorausgesetzt natürlich, man schafft es durch alle Level eines Areals. Wenn nicht, ist das für das Vorankommen auch nicht ganz so schlimm, man bekommt nämlich recht schnelle diverse Pfade freigespielt, sodass man sich auch mal an anderen Leveln versuchen kann, wenn man gerade festgesteckt hat.

Technik
Im Rahmen der Grafik setzt The Sun and Moon absolut auf schlichten Minimalismus. Es gibt insgesamt zehne Areale, die ein simples Farbschema haben. So bekommt man zwar nicht unbedingt eine große Augenweide spendiert, allerdings stört es den Spielverlauf auch nicht sonderlich, sodass man sich auf das wirklich Wichtige konzentrieren kann. Ähnlich steht es um die Musik, die zwar etwas abwechslungsreicher als das Grafikdesign zu sein scheint, allerdings auch nicht großartig hervorsticht – dementsprechend aber auch nicht unbedingt ablenkt. Ein wenig mehr wäre aber doch ganz nett gewesen.



Fazit:
Ich bin absolut für schwere Spiele – echt jetzt. Nichts mag ich mehr als eine gute Herausforderung. Und mit The Sun and Moon muss ich wohl leider zugeben, meinen Meister gefunden zu haben. Dieser Plattformer ist dermaßen schwer, dass ich es nach recht kurzer Zeit abgelegt habe, gute Zeiten in den Level zu erreichen und mich schlicht damit zufrieden gegeben habe, sie einfach nur zu schaffen. Das möchte ich dem Spiel allerdings keineswegs nachtragen, denn das Gameplay funktioniert einwandfrei; um mehr Erfolge feiern zu können wäre eine etwas niedrigere Messlatte als "Absolut Perfekt" ganz nett gewesen. Wer also schon lange der Meinung war, dass die derzeitigen Plattformer viel zu einfach seien, kann sich mal an diesem Stahlbarren versuchen – wer bei einem hohem Schwierigkeitsgrad allerdings schnell überfordert ist, sollte absolut die Finger davon lassen, denn dann besteht schnell Frustrationspotential.

Legte seinen Perfektionismus für dieses Spiel ab: Denis Wewetzer für PlanetVita.de

Vielen Dank an Digerati für die freundliche Bereitstellung des Rezensionscodes!

Leserwertung:

*****

Noch keine
Deine Wertung:

-
Ein bockschwerer Plattformer zum Zähne ausbeißen mit sauberem und forderndem Gameplay.

Wertung

Ziemlich fordernd...

Über 150 verschiedene Level

Ansehnlicher, minimalistischer Grafikstil

Spaßiges Gameplay

...bis zur Frustrationsgrenze

Unauffällige, uninteressante Hintergrundmusik

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