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Spielname:
MegaTagmension Blanc + Neptune VS Zombies

Typ:
PSVita-Spiel

Publisher:
Compile Heart

Developer:
Tamsoft

Genre:
Action

Release:
13.05.2016 (erschienen)

Multiplayer:
1-4 Spieler, auch online

Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre

Screenshots:
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MegaTagmension Blanc + Neptune VS Zombies

Review: MegaTagmension Blanc + Neptune VS Zombies

Tjark Michael Wewetzer, 04.06.2016

1402°

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Ist denn schon wieder Nep-Zeit? Nicht ganz! Im aktuellen Spinoff der Neptunia-Reihe muss sich unsere geliebte anthropomoerphe Sega-Konsole Neptune das Rampenlicht mit der Lowee-Rivalin Blanc teilen – oder eigentlich fast schon komplett an sie abtreten. MegaTagmension Blanc+Neptune vs. Zombies (was für ein Name!) orientiert sich dabei stark an Hyperdimension Neptunia U, allerdings hat Entwickler Tamsoft in dieser Runde einige Veränderungen an der Formel vorgenommen. Das leider nicht immer zum Guten, doch alles schön der Reihe nach.

Wenn dir das Leben Zombies gibt…
Weil die Neptunia-Truppe auch einfach nicht still in einer Dimension verweilen kann, geht es dieses Mal an die Gamicademi – jepp, das klassische Schulsetting. Blöd nur, dass die Schule kurz vor der Schließung steht. Neptune, Schutzpatronin des Landes Planeptune und Verkörperung von Segas unveröffentlichter Neptune-Spielkonsole, will das natürlich nicht einfach so geschehen lassen und plant als Vorsitzende des Filmclubs der Schule einen großen Film, der das Institut retten soll – mit Lowees Göttin Blanc als Drehbuchautorin und Regisseurin. Da zufälligerweise auch gerade eine kleine Zombie-Apokalypse an der Schule ausbricht, einigt sich die Gang schnell auf einen Zombie-Streifen, den sie sogleich zu drehen beginn. Und nebenher räumen sie die untoten Horden halt auch aus dem Weg.

Die Geschichte des Solo-Modus' hält sich dabei bewusst flach und setzt mehr auf den gewohnt skurrilen Humor, der die Neptunia-Reihe auszeichnet. Neptune selbst hinterfragt manchmal (zu Recht) ihren angeblichen Hauptcharakter-Status, Blanc greift bei ihren Drehbucharbeiten auf jedes erdenkliche Zombie-Klischee zurück und die kollektive Truppe wundert sich über die… voluminöse Göttinnen-Form der sonst so zierlich-kindischen Peashy. Trotzdem fällt die Handlung insgesamt ziemlich belanglos aus und kann getrost ignoriert werden – aber sie sind auch nicht das Hauptaugenmerk dieses Spiels.

Mehr Klicks als bei einem Schwarm Delfine
Genauer gesagt dient der gesamte Story-Modus lediglich als etwas zähe Aufwärmübung. Über gefühlt zu viele Menüs – häufig mit kurzen Dialogsequenzen dazwischen – klickt ihr euch durch die Missionsliste und werdet nach Abschluss eines jeden Auftrags zurück zum Hauptmenü verfrachtet. Wohl, weil ihr dort auf das Anpassungs-Menü und den Shop zugreifen könnt, doch das hätte man insgesamt auch eleganter und mit weniger Klicks lösen können. Zumal auch das Upgrade-Menü sich dank häufiger Ladeunterbrechungen beim Durchschalten der Charaktere mehr als zähflüssig bedienen lässt. Noch ärgerlicher hierbei: Um herauszufinden, wieviele durch Levelaufstiege verdiente Fertigkeitspunkte ihr braucht, um einen der vier Werte eurer Heldinen erhöhen, verrät euch das Spiel erst dann, wenn ihr die Punkte habt. Nicht gerade der schlaueste Einfall.

Die Zeit für die Stärkung eurer Truppe solltet ihr euch aber dennoch nehmen, denn ohne seht ihr gerade im Multiplayer-Modus schnell kein Land mehr. Die Quests sind dabei äußerst simpel: Haut einfach alles um, was euch vor die Füße läuft. Das kann auch ein bestimmter Mini- oder Großboss sein – von letzteren gibt es nur im Multiplayer mehr als einen –, häufig müsst ihr euch vorher jedoch erst einmal durch ein paar Wellen kleinerer Gegner schlagen, bevor diese überhaupt aufkreuzen. In der Regel lassen sich die kleinen Fische mühelos vom Bildschirm fegen, wer jedoch nicht wie am Anfang dieses Absatzes angeraten seine Charaktere etwas hochzieht, wird noch auf halbem Weg durch den Story-Modus mit drei Schlägen auseinandergenommen. Bei der Masse an Gegnern, unter die sich gerne auch mal zwei bis drei etwas stabiler gebaute mischen, summiert sich das schnell.

Finger verknoten: Check!
Eure Methoden der Selbstverteidigung werden dabei eingangs in gefühlt zu vielen Tutorial-Bildern erklärt, bei denen euch zudem eure Support-Charaktere ständig mit ihren Pause-Dialogen bequasseln – als wollten sie sagen: „Mach doch mal hinne, jetzt!“ Die Einführung ist aber durchaus sinnig, denn das Kontrollschema ist es auf den ersten Blick nicht. Sprung, Ausweichen und zwei Standard-Angriffskommandos sind noch selbsterklärend, komplizierter wird es jedoch mit den Schultertasten. Mit R wird geblockt und in Kombination mit den Aktionstasten ein Special Move vom Stapel gelassen. Haltet ihr L (übrigens auch fürs Anvisieren zuständig) und R gedrückt, stehen euch wieder ganz andere Kommandos zur Verfügung – vom Charakterwechsel, über Team-Angriffe, bis hin zur Verwandlung in die stärkere Göttinnen-Form ist alles dabei. Eure Support-Charaktere werden zudem über Kombinationen aus der Quadrat- sowie der X- bzw. Dreieck-Taste beschworen. Das klingt alles komplizierter, als es tatsächlich ist, und im Multiplayer entfallen zudem drei Viertel der L/R-Aktionen, wirklich angenehm wird dieses überladene Schema jedoch trotzdem nicht. Vor allem deshalb nicht, weil die Tastenkombinationen auch gleichzeitig alle Basisaktionen der Tasten auslösen. Ihr wollt einen mächtigen EXE-Angriff entfesseln? Gratulation, damit löst ihr auch gleich die Zielanvisierung. Und da diese zeimlich frickelig ist und gerne mal nicht das anvisiert, was sie sollte (sofern sie überhaupt etwas anpeilt), wünschen wir euch viel Vergnügen damit, euren Gegner erneut ins Visier zu nehmen.

Geteiltes Leid ist…
Die Kämpfe im Story-Modus sind zudem äußerst schnell vorbei. Kaum eine Quest kostete uns mehr als zwei schlappe Minuten, bis wir sie erledigt hatten. Es gibt schlichtweg zu wenig zu tun und nach gerade mal fünf bis sechs Stunden sieht man bereits den Abspann. Daher vorhin die Anmerkung, der Solo-Part diene lediglich zum Einspielen. Im Multiplayer-Modus entfaltet Blanc vs. Zombies sein volles Potential – und bleibt doch irgendwie auf der Strecke. Zwar dauern die Aufträge hier dank großzügiger gewälter Ziele länger und kooperativ hat man auch gleich ein deutliches Stück mehr Freude an der Action, ein rundes Spielprinzip sieht trotzdem anders aus. Viel zu steif spielen sich dafür die meisten Charaktere und die Kombos wollen nicht so recht ineinandergreifen. Die größeren Bossgegner erweisen sich zudem als kaum mehr als fiese Schadensschwämme, von Finesse fehlt jede Spur. Auch die Umgebungen in denen ihr kämpft fallen äußerst öde aus. Wo Neptunia U noch teils aus den Re;Birth-Spielen entliehene Dungeons bot, verlässt sich Blanc vs. Zombies auf eine Hand voll kompakter Areale mit wenig Bewegungsfreiheit – was vielleicht angesichts der langsamen Laufgeschwindigkeit der Figuren auch besser so ist.

Was das Spiel an umweltlicher Abwechslung vermissen lässt, macht es wenigstens bei den gewohnt gelungenen Charaktermodellen wieder wett. Diese sind abermals detailliert und klasse animiert. Leider bei extrem hohem Gegneraufkommen zu Lasten der Framerate – gerade wenn eure Minikarte von roten Punkten gesäumt ist, lassen sich deutliche Ruckler wahrnehmen. In musikalischer Hinsicht bietet Blancs kleines Spinoff gewohnten Serienstandard, der nie wirklich heraussticht, andererseits aber auch nicht nervt. Als durchweg gelungen darf die englische Sprachausgabe bezeichnet werden, die der bunten Truppe gekonnt Leben einhaucht. Ärgerlicherweise sind allerdings nicht alle Dialoge in englischer Sprache vertont – alles, was nicht zur Hauptgeschichte gehört, wird auch bei Englisch als Stimmsprache von den japanischen Sprechern gesprochen. Dieser Mix mutet extrem seltsam an. Die restlichen Dialoge könnt ihr übrigens natürlich auch wahlweise im O-Ton hören.



Fazit:
Hyperdimension Neptunia U war ein unterhaltsames, wenn auch nicht gerade tiefgründiges Action-Spiel mit gutem Spielfluss und reichlich Stoff zum Spielen. Wieso also versemmelt MegaTagmension Blanc+Neptune vs. Zombies dermaßen viel vom vorhandenen Potential, statt auf dem ordentlichen Quasi-Vorgänger aufzubauen? Dass der Story-Modus mehr denn je nur Nebensache ist: Geschenkt. Die Neptunia-Reihe war noch nie für ihren Tiefgang bekannt, sondern fällt eher durch den – immerhin auch hier noch – schön schrägen Humor auf. Aber dass die Massenschlachten sich nun deutlich träger spielen? Wenn man sich im verschachtelten Menü der Solo-Abteilung totklickt und gefühlt zu viele Ladepausen hinnehmen muss – und seien sie noch so kurz? Dass man die einst so eingängige Steuerung unnötig überlädt? Muss doch alles nicht sein. Dass sich das Spielvergnügen zudem äußerst kurz hält, hilft ebenfalls wenig. Was bleibt, ist ein eher mäßiges Action-Spiel, das vielleicht absoluten Blanc-Hardcore-Fans gefallen dürfte, im Action-Segment gibt es jedoch deutlich bessere Titel auf dem Markt – selbst aus eigenem Hause.

LOL WUT: Tjark Michael Wewetzer für PlanetVita.de

Leserwertung:

Noch keine
Deine Wertung:

-
Seichtes, behäbiges Action-Spiel, das ohne den Multiplayer-Modus keine Existenzberechtigung hätte.

Wertung

SCHWIERIGKEIT:

5.0

TECHNIK:

7.0

ABWECHSLUNG:

3.0
4
von 10

Gewohnt guter Humor

Angenehm buntes Spielgeschehen

Multiplayer-Modus macht Freude

Gelungene englische Tonspur…

Überflüssig wirkender Solo-Modus

Viel zu kurze Quests

Abwechslung? Fehlanzeige!

…die es nicht überall zu hören gibt

Überladene Tastenkonfiguration

Keine deutschen Texte

Wie werten wir?

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