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Spielname:
Adventures of Mana

Typ:
PSN Spiel

PSN Preis:
13,99 €

Publisher:
Square Enix

Developer:
Square Enix

Genre:
Rollenspiel

Release:
28.06.2016 (erschienen)

Multiplayer:
nicht vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre

Screenshots:
Spiel mögen:

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Kurztest: Adventures of Mana

Tjark Michael Wewetzer, 07.07.2016

3498°

1

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Na, das ist doch mal ein Release aus heiterem Himmel! Nachdem die Vita-Version von Adventures of Mana zunächst zum Unmut der Fans auf der Strecke blieb, erschien das Smartphone-Spiel kürzlich ohne große Vorankündigung doch noch im europäischen PSN-Store. Grund genug, sich die Wurzeln der Mana-Reihe genauer anzuschauen und zu sehen, ob dieses erste Abenteuer auch heute noch sein Geld wert ist – und inwiefern der Zahn der Zeit an der Vorlage Mystic Quest (Final Fantasy Adventure für unsere Kollegen aus den USA) genagt hat.

Der Mana-Baum ist in Gefahr!
Das Leben als Sklave ist kein Zuckerschlecken. Schon gar nicht, wenn der dunkle Herrscher, dem man untersteht, euch in tödliche Gladiatoren-Kämpfe zur Unterhaltung des Volkes schickt. Eines Tages schmiedet ihr jedoch einen Ausbruchsplan, der zwar prinzipiell erfolgreich läuft, jedoch mit einem langen Fall und anschließender Desorientiertheit endet. Schnell trefft ihr auf ein mysteriöses Mädchen, dessen Geleitschutz verstorben ist und dem ihr eure Hilfe anbietet. Eine unscheinbare Kette von Ereignissen, die im Laufe des Abenteuers einen hohen Tribut fordern wird und das Schicksal der Welt auf Messers Schneide legt.

So zusammengefasst klingt die Handlung schon ordnungsgemäß episch, tatsächlich gibt sich Adventures of Mana jedoch ziemlich minimalistisch in Sachen Story. Die Dialogsequenzen fallen durch die Bank weg kurz aus, Zwischensequenzen ebenso. Kein Wunder, handelt es sich hierbei doch um ein originalgetreues Remake der eingangs erwähnten Game Boy-Vorlage. Die leider nur in englischer Sprache verfügbaren Texte wurden lediglich überarbeitet. Dementsprechend fällt der Einstieg auch ziemlich flott aus: Nach Eingabe eurer Charakternamen befindet ihr euch bereits im ersten Bosskampf, nur wenig später landet ihr auf der Oberwelt, die ihr im Laufe des insgesamt rund 10 Stunden langen Action-RPGs erkundet. Ein erfrischender Kontrast zu den sonst eher dialoglastigen und langatmigeren Genre-Kollegen.

Jepp, das ist ein Game Boy-Spiel
Die Erkundung der Welt macht auch einen großen Reiz des Spiels aus. Obwohl euer Pfad prinzipiell recht linear ist und es nur einen Weg vorwärts gibt, lässt euch Adventures of Mana praktisch jederzeit reichlich Bewegungsfreiheit, um die bunten Gebiete auszukundschaften. An vielen Ecken geht es trotzdem erst weiter, wenn ihr passendes Werkzeug habt – und das kann beizeiten schon mal in Frustration enden. Mit der Axt könnt ihr beispielsweise Bäume fällen, doch nur wenige davon lassen sich so auch wirklich beseitigen. Wie ihr herausfinden könnt, auf welche das zutrifft? Indem ihr alle nacheinander niederhackt. Fröhliches Rumprobieren!

Die Dungeons leiden ebenfalls ein wenig unter dem veralteten Design. Nicht nur wirken die meisten Kerker äußerst eintönig, da sie in der Regel aus einer Reihe von rechteckigen Räumen bestehen, zum Vorankommen sind bestimmte Konsumgüter nötig. Während die Hacke zum Einreißen von Wänden sich im späteren Spielverlauf zumindest durch eine Waffe ersetzen lässt, werden Schlüssel bis zum letzten Dungeon hin durchweg gebraucht. Euch gehen die Schlüssel aus? Dann müsst ihr entweder zum letzten Shop zurückmarschieren oder hoffen, dass bestimmte, glücklicherweise immer in entsprechenden Gebieten vorfindbare Gegner welche zurücklassen. Da sich Adventures of Mana zudem nicht merkt, welche Wände eingerissen und Türen geöffnet wurden, verbratet ihr bei euren Ausflügen gut und gerne mal reichlich dieser Gegenstände.

Simpler Charme
Das simple Kampfsystem profitiert hingegen vom Retro-Charme. Nach klassischer Action-RPG-Manier metzelt ihr euch durch die knuffigen Feinde, die ihr mit einer der nach und nach eingesammelten Waffen ins Jenseits befördert. Manche von ihnen sind sogar nur gegen spezielle Waffengattungen anfällig – nerviges Menüherumgefummel erspart ihr euch durch drei belegbare Shortcuts. Bei Levelaufstiegen dürft ihr zudem grob entscheiden, wie eure Charakterpunkte verteilt werden – das erlaubt theoretisch die Erschaffung eines Spezialisten, praktisch ist das Kampfsystem jedoch nicht tiefgründig genug, um wirklich davon Gebrauch zu machen.

In technischer Hinsicht reißt dieses als Smartphone-Titel geborene Remake sicherlich keine Bäume raus, der Stil weiß aber schon in gewisser Weise zu gefallen. Weitaus weniger schön sind die Ladepausen und kleinen Ruckler, mit denen man sich bei Gebiets- und Waffenwechseln hin und wieder rumschlagen muss. Den gelungenen Soundtrack gibt’s hingegen in zwei Versionen: Das originale Game Boy-Gefiepse und einen orchestralen Remix. Beide Varianten gehen definitiv ins Ohr, allerdings wird euch nicht viel Abwechslung geboten – gerade das Oberwelt-Thema ging uns nach längerem Dauergedudel ziemlich auf die Nudel.



Fazit:
Wenn man sich die späteren Auswüchse der Mana-Reihe anschaut, wirkt Adventures of Mana irgendwie Fehl am Platz. Ein kompakter Plot, sehr schnelles, konzentriertes Gameplay und ein der Final Fantasy-Reihe entliehener Chocobo-Begleiter sorgen bei Späteinsteigern für ein ungewöhnliches Erlebnis. Definitiv spaßig, aber schon irgendwie anders. Leider zeigt sich an einigen Stellen des Spieldesigns deutlich, dass wir es hier mit einer originalgetreuen Umsetzung eines ehemaligen Game Boy-Spiels zu tun haben. Die Dungeons sind nicht sonderlich abwechslungsreich, manche Geheimzugänge – egal ob fortschrittskritisch oder nicht – einen Tick zu gut verborgen und warum sich das Spiel einfach nicht merken möchte, welche Türen wir schon geöffnet haben, erschließt sich uns nicht. Immerhin sichert das Spiel für vergessliche Naturen regelmäßig automatisch den Spielstand. Aber auch wenn diese markanten Schwächen das Endprodukt lediglich „okay“ machen, können wir Freunden lockerer Action-RPG-Kost durchaus zum Download raten. Vorausgesetzt, sie können mit den Schwachpunkten leben.

Pogopuschel-Jäger: Tjark Michael Wewetzer für PlanetVita.de

Leserwertung:

*****

Noch keine
Deine Wertung:

-
Kurzweilige 3D-Neuauflage eines Game Boy-Klassikers, dem man sein Alter allerdings deutlich anmerkt.

Wertung

Flotter Einstieg

Auf eine simple Art unterhaltsam

Viel Rumprobiererei nötig

Eintönige Dungeons

Keine deutschen Texte

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1 Kommentar