PlanetSwitch Planet3DS PlanetVita PSP.de PlanetiPhone Classics Forum

PGN-ID:[?] (Nicht eingeloggt)
Login
Registrieren
PlanetDS PlanetGameboy N-Page.de


Spielname:
Hatsune Miku: Project Diva X

Typ:
PSN Spiel

PSN Preis:
39,99 €

Publisher:
Sega

Developer:
Sega

Genre:
Musik

Release:
30.08.2016 (erschienen)

Multiplayer:


Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre

Screenshots:
Spiel mögen:

Weitersagen:



Hatsune Miku: Project Diva X

Review: Hatsune Miku: Project Diva X

Denis Wewetzer, 12.09.2016

1267°

0

Test mögen: Weitersagen:

Zwei Spiele haben wir bereits von der J-Pop/Rock-Ikone aus Japan auf der Vita bekommen und wie es aussieht, bricht der Strom so schnell nicht ab. Nachdem wir Project Diva f und Project Diva F 2nd schon seit geraumer Zeit spielen können, hat sich inzwischen auch Hatsune Miku Project Diva X zu den vorher genannten dazugesellt. Und der Titel verspricht so einige Änderungen im Vergleich zu den anderen Teilen – bekommen sie dem Spiel allerdings auch gut oder sind es eher Verschlimmbesserungen? Das haben wir uns mal genauer angesehen.

Project Diva mit einer Story?!
Was einem gleich zu Anfang auffallen wird, ist die Tatsache, dass dem Spiel eine Story spendiert wurde, obgleich diese eher vernachlässigbar ist. So gab es in der Welt der virtuellen Stars eine Art Stromausfall und alle Bewohner haben die Fähigkeit verloren, singen zu können – alle bis auf Miku. Doch auch sie kann nicht alleine singen, sondern braucht die Unterstützung des Spielers. Mit Hilfe der dann gesungenen Songs soll demenstprechend Spannung erzeugt werden, um alle „Clouds“ wieder zu aktivieren und damit Normalität in die Welt der digitalen Stars zu bringen – was auch beinhaltet, dass die anderen Ikonen wieder singen können (Sprich: Luka, Rin, Len, Meiko und Kaito). Wie anfänglich gesagt, ist die Story eher schmückendes Beiwerk und im Gesamtbild recht unwichtig, allerdings rundet es die Sache eigentlich ganz nett ab. Man sollte aber der englischen Sprache mächtig sein, da es keine deutsche Lokalisation gibt.

Sing um dein Leben! …Oder zumindest für die Spannung.
Wer die anderen Teile gespielt hat, wird sich im eigentlichen Gameplay sogleich heimisch fühlen. Auf dem Bildschirm tauchen für die Songs diverse Tasten auf, die dann zum richtigen Zeitpunkt (also im Rhythmus) gedrückt werden müssen. Hierbei kann man sich sowohl der Face-Buttons X, O, Quadrat und Dreieck bedienen, allerdings auch die entsprechenden Richtungstasten verwenden. Gelegentlich kommen Noten hinzu, die eventuell für eine längere Zeit gehalten werden müssen, solche, bei denen sowohl die Eingabetaste als auch die korrespondierende Richtungstaste gleichzeitig zu betätigen sind oder als Neuerung solche, bei denen die angegebene Taste häufiger gedrückt werden muss. Außerdem gibt es auch immernoch die Sterne, bei denen Wahlweise über den Screen gewischt oder einer der Sticks angeschlagen werden kann. Ganz gut für Neulinge des Genres: Im Story-Modus (der mit dem Namen „Cloud Requests“ versehen ist) ist es unmöglich, einen Song nicht zu schaffen, außer man erreicht die vorgegeben Spannungszahl bis zum Ende nicht. Die Musik darf man also immer bis zum Schluss genießen und so vielleicht bei der ein oder anderen Stelle noch ein paar Extra-Punkte einheimsen.

Wo wir gerade bei Extra-Punkten sind: Das Wertungssystem wurde für diesen Modus im Vergleich zu f und F 2nd komplett geändert. Die Punkte für jede Note sind nun festgelegt und eine höhere Kombo ergibt keinen Multiplikator für diese Noten. Dafür sieht man nun an dem unteren linken Bildschirmrand eine Prozentanzeige – diese stellt nun den Multiplikator dar. Und besagter Multiplikator kann schon ganz nützlich sein, gerade wenn man die Technical Zones oder Chance Times abschließt. Diese geben bei erfolgreichen Abschluss einen Punktebonus von 1000 bzw. 5000 Punkten und auch diese Anzahl wird vervielfacht. Bei den Technical Zones gilt es dabei, eine Kombo über den gesamten Verlauf dieser aufrecht zu erhalten, während es bei den Chance Times darum geht, ein Stern-Meter am unteren Rand zu füllen und den letzten Stern zu treffen, um den Bonus einheimsen zu können. Allerdings kommt dieser in Project Diva X noche eine wichtigere Bedeutung zugute: Den Erhalt von (zufälligen) Modulen.

Was ziehe ich denn heute an?
Bei Modulen handelt es sich um Kostüme für die verschiedenen Charaktere und im Vergleich zu den Vorgängern haben diese einen wichtigen Einfluss auf das Punktesystem. Jedes Modul besitzt nämliche eine Fähigkeit, die es zum Beispiel unmöglich macht, den Chance Time-Stern am Ende zu verfehlen, oder einen Punkte-Bonus ab einer bestimmten Kombohöhegibt. Außerdem sind alle Songs und Module einer von fünf Kategorien zugewiesen: Classic, Cute, Cool, Elegant oder Quirky. Benutzt man ein Modul des entsprechenden Song-Typs wird einem gleich von Anfang an ein höherer Multiplikator gewährt. Dies gilt auch für die Accessoires, bei deren Kombination es sogar zu noch höheren Boni kommen kann. Die Accessoires sowie auch Gegenstände, die man den Vocaloids schenken kann, erhält man hierbei zufällig am Ende des Songs, wenn man mit der Spannung über die Menge gekommen ist, die man eigentlich für den Abschluss benötigt.

Es gibt allerdings noch eine wichtige Neuerung für Project Diva X, die auch im Zusammenhang mit dem Erhalt neuer Module steht: Die Event Requests. Entweder durch das Fortschreiten der Story oder manchmal einfach zufällig werden die Stars auf einen zukommen und bestimmte Songs singen oder gar Festivals geben wollen. Beide geben einem für den erstmaligen Abschluss meist ein seltenes Accessoire oder gar Modul, das mit einem besonders starken Effekt ausgerüstet ist. Bei den Festivals handelt es sich übrigens um eine Zusammenstellung aus drei Songs, die man sich selbst aussuchen kann – zusammen mit drei Hauptdarstellern, drei verschiedenen Kostümen und allem drum und dran. Jeder Song ist allerdings ein wenig gekürzt, sodass man trotzdem nicht allzu lange für den Abschluss braucht.

Gameplay
Das grundlegende Gameplay ist so, wie man es gewohnt ist: Die Noten sind passend zur Musik gewählt und es kommt einem nicht unnatürlich vor, wenn man zwischen den verschiedenen Tasten zu wechseln hat – so soll das sein! Es gibt allerdings diverse Kleinigkeiten, die den Musikspaß doch hemmen, allem voran ist die etwas umständlich gewordene Menüführung. Möchte man aus den Clouds zum Beispiel nach dem Abschluss eines Songs schlichtweg einen neuen wählen, muss man sich nochmal durch drei Menüs begeben – wenn man nicht auch noch vom Vocaloid unterbrochen wird, der gerade vielleicht etwas haben oder einfach nur reden möchte. Was leider fast immer der Fall ist. Jede dieser Aktionen wird von einer kurzen Ladepause unterbrochen, sodass sich das echt summiert. Zwar gibt es für solche Fälle den Free Play-Modus (Der vom Wertungssystem wieder an die Vorgänger erinnert), allerdings kann man hier absolut nichts freischalten, sodass man diesen grundlegend nicht unbedingt braucht, außer man möchte das alte Wertungssystem auf Teufel-komm-raus wiederhaben.

Ein vielleicht ganz witziger, aber bisher eher trauriger Aspekt noch: Es gibt auch wieder einen Video-Editor, sodass man seine eigenen Choreografien für Songs erstellen kann. Das Problem: Er muss aus dem PSN kostenlos heruntergeladen werden. Jeglicher Inhalt für dieses Spiel ist bisher allerdings noch nicht im Vita-Store enthalten, sodass man hierfür immer den Umweg über den PC oder wahlweise eben die PS4 machen muss, da es sich bei allen DLC-Gegenständen (und eben auch dem Editor) um Cross-Buy Gegenstände handelt. Das sollte echt nicht sein.

Grafik
Die Optik ist, wie man es gewohnt ist, sehr ansehnlich und sowohl die Bühnenshows, als auch die Charaktere sind wunderschön geworden – das gilt für alle Module. Hier gibt es allerdings ein paar kleine Probleme. Zum einen das, worunter auch bereits die Vorgänger gelitten haben: Die Hintergründe sind teilweise quietschbunt und so unglaublich farbenfroh, dass es mitunter schwer wird, sich auf die anschwirrenden Tasten zu konzentrieren. Zudem fehlt dem Spiel eine persönliche Note: Da es sich jetzt tatsächlich um reine „Bühnenshows“ handelt, gibt es leider keine Musikvideos mehr zu den Songs, die den Songtext zu begleiten wissen. Schade drum.

Sound
Der wichtigste Aspekt eines jeden Musikspiels: Wie sieht es mit denn mit eben diesem aus? Man darf wieder beruhigt aufatmen, denn die Musik ist mal wieder fantastisch geworden. Passend zu den fünf Kategorien wurden mal mehr, mal weniger geeignete Songs ausgesucht um diese zu repräsentieren, wodurch man einen guten Genremix bekommt. Insgesamt gibt es im Hauptspiel 30 Songs (mit mehr DLC-Songs in Aussicht), allerdings stößt auch hier etwas ein wenig unangenehm auf. Sechs dieser 30 Songs sind nämlich Medleys, also Zusammensetzungen aus anderen Songs. Zugegeben sind diese echt gut gelungen, allerdings ist es schade, dass für diese größtenteils (sogar für uns Europäer) bereits bekannte Songs benutzt worden sind. Aber man kann ja nicht alles haben, es klingt trotzdem noch sehr gut und das ist das Wichtigste.



Fazit:
Man wird es bereits herausgelesen haben: Im Grunde genommen handelt es sich bei Hatsune Miku: Project Diva X um ein durchweg solides Musikspiel, das sich ganz gut mit seinen Vorgängern messen kann. Die Songauswahl ist differenziert, die Soundqualität super (wir empfehlen Kopfhörer!) und der kleine Zusatz der Story ist auch ganz nett. Allerdings finden wir hier leider diverse Kleinigkeiten, die für ein Musikspiel einfach hinderlich sind. Die umständliche Menüführung ist ein Beispiel hierfür aber auch das Einfügen von sechs Medleys aus größtenteils bereits bekannten Songs ist einfach nur schade, da es nicht an neuen Songs mangelt und man eigentlich nicht auf diese Methode zurückgreifen müsste. Alles in Allem bekommt man aber trotzdem ein gutes, wenn auch nicht perfektes Musikspiel mit diversen Songs, das sich Freunde dieser Spieleart gerne mal zulegen können.

Singt noch ein bisschen mehr mit Rin: Denis Wewetzer für PlanetVita.de

Vielen Dank an SEGA für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionscodes!

Leserwertung:

Noch keine
Deine Wertung:

-
Gutes Musikspiel, das leider ein paar unschöne Änderungen mit sich bringt

Wertung

SOUND:

9.0

ABWECHSLUNG:

8.0

GAMEPLAY:

5.0
7
von 10

30 sehr unterschiedliche Songs…

Schöne Bühnenshows…

Nette Story

Sehr gute Soundqualität

Vielfältige Gegenstände und Kostüme zum Sammeln

Vier Schwierigkeitsgrade für Anfänger bis Experten

…von denen sechs Medleys sind

…leider ohne richtige Musikvideos

Hintergrundvideos sehr bunt und eventuell ablenkend

Etwas umständliche Menüführung

Lediglich englischer Text

Wie werten wir?

Kommentare anzeigen

0 Kommentare