PlanetSwitch Planet3DS PlanetVita PSP.de PlanetiPhone Classics Forum

PGN-ID:[?] (Nicht eingeloggt)
Login
Registrieren
PlanetDS PlanetGameboy N-Page.de


Spielname:
Exile's End

Typ:
PSN Spiel

PSN Preis:
9,99 €

Publisher:
XSeed

Developer:
Marvelous

Genre:
Action Adventure

Release:
26.10.2016 (erschienen)

Multiplayer:


Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre

Screenshots:
Spiel mögen:

Weitersagen:


Kurztest: Exile's End

Denis Wewetzer, 12.11.2016

1592°

1

Test mögen: Weitersagen:

Wenn man an die guten alten Zeiten zurückdenkt, wird man schnell auf die Ära kommen, in der es noch keine dritte Dimension gab. Und genau hier kamen Spiele raus, die viele inspiriert haben: Castlevania und Metroid. Kein Wunder also, das der Terminus Metroidvania bald ins Spiel kam und man den Spielen nacheiferte. Auch heute ist es nicht anders und Titel wie Axiom Verge zeigen uns, dass dies durchaus ohne großes Abkupfern gelingen kann. Exile's End geht die gleiche Schiene und versucht in die Fußstapfen dieser alten Größen zu treten. Doch sitzt der Fußabdruck auch richtig?

Wo der Minimalismus regiert
Ähnlich wie in alten Spielen wird die Story von Exile's End eher kurz und prägnant erzählt. So wird man in die Rolle eines gefallenen Helden gesteckt, der auf eine Rettungsmission auf einem Planeten geschickt wird. Doch bereits bei der Anreise geht alles schief: Das Raumschiff, mit dem die ganze Crew auf den Planeten gebracht werden soll, explodiert und man muss mit den Rettungskapseln notlanden – mitten in der Wildnis eines gefährlichen Planeten. Doch das ist noch lange nicht alles, denn wie sich mit der Zeit herausstellt, steckt noch wesentlich mehr hinter den Ereignissen der verschwundenen Kameraden, die man zu retten versuchte. Der Text, der teilweise zum Erzählen der Geschichte verwendet wird, ist dabei vollständig auf Deutsch übersetzt worden – wenn sich auch hier und da ein paar Fehler eingeschlichen haben.

Gewohntes Gameplay
Wie man es aus den anderen Titeln dieser Art kennt, bewegt man sich in einer 2D-Umgebung von links nach rechts, umgekehrt oder auch mal vertikal. Zu Anfang besitzt man noch wenig um sich zu verteidigen und muss sogar noch sparsam mit den Steinen umgehen, die einen hin und wieder als Waffe gegeben werden. Relativ schnell bekommt man jedoch auch endlich die erste Handfeuerwaffe in die Hände und kann wieder wie gewohnt um sich schießen – wobei das nicht ganz stimmt. Im Gegensazu zur Powerfrau Samus ist unser Held nämlich nicht in der Lage, während der Bewegung zu schießen. Ebenfalls ist es nicht möglich, diagonal oder direkt nach oben zu schießen. Es lassen sich also nur Ziele treffen, die gerade vor euch stehen.

Ebenfalls bekannt ist, dass man mit der Zeit immer mehr Upgrades sammelt, um an andere Stellen weiter zu kommen, wo man vorher noch festgesteckt hat. Zum Beispiel erhält man relativ schnell einen Doppelsprung oder die Fähigkeit, große Höhen ohne Schaden herunterzufallen – auch wenn unser Protagonist dann immernoch in die Knie geht. Neben dieses essentiellen Upgrades gibt es aber auch gewohnte Verbesserungen wie die Erhöhung der Energie oder der Anzahl an mitführbaren Granaten. Selbst neue Waffen lassen sich mit der Zeit aufsammeln, allerdings sind diese allesamt an Munition gebunden – nur die Standard-Handfeuerwaffe verfügt über einen unbegrenzten Vorrat.

Warte… Wo bin ich gerade?
Jetzt kommen wir aber zur Kehrseite, denn das Gameplay ist tatsächlich das beste am Spiel – und dennoch wird dieses unsagbar stark durch schlichtweg mieses Design getrübt. Anfangen möchte ich mit der Karte, die absolut gar keine Marker aufweist. Es wird nicht angezeigt, wo spezielle Räume sind oder welcher Ort mit welchem verbunden ist. Man hat lediglich ganz viele Felder, die irgendwie zusammenhängen. Hinzu kommen unfassbar kryptische Rätsel, bei denen man sich gerne mal fragt, was zur Hölle man eigentlich machen soll. Ein paar Beispiele: Man bekommt – ohne jeglichen Kontext, möchte ich sagen – eine neue Waffe. Hierbei handelt es sich um eine Art Magnet mit der Information, dass sich damit Maschinen bedienen lassen würden. Was einem das Spiel nicht sagt: Was genau diese Maschinen eigentlich sein sollen.

Wie sich später nämlich herausstellt, ist auf kurze Sicht ein Hebel gemeint, der sich hinter einer versperrten Tür befindet. So weit, so verständlich, auch wenn ich einen Hebel nicht als „Maschine“ sehen würde. Auf weite Sicht kommt dazu aber auch eine HOLZkiste. Ernsthaft, das passte einfach nicht zusammen. Ein anderes Beispiel wäre eine Tür, die sich nur mittels einer bestimmten Waffe öffnen lässt, allerdings absolut keine Anzeichen dafür gibt, dass die verwendete Waffe irgendeinen Effekt hat, bis sie endlich offen ist. Großartig. Tatsächlich mussten wir häufiger weite Strecken der Areale erneut absuchen um endlich einen Weg zu finden, der durch ein gerade erhaltenes Upgrade nun zugänglich ist. Dank des langsamen Lauftempos war das kein Spaß.

Atmosphäre!
Wo wir das Spiel allerdings wieder loben müssen, ist bei der sehr gut gelungenen Präsentation – sowohl in grafischer, als auch in musikalischer Hinsicht. Die Areale sind alle wunderschön gestaltet, die „Zwischensequenzen“ haben den richtigen Retro-Charme und die Musik ist gut differenziert und akzentuiert das Gameplay sehr schön, ohne schnell langweilig zu werden. So soll das sein!



Fazit:
Ich bin immer ein großer Verfechter davon, dass gutes Gameplay das wichtigste für ein Spiel ist. Wie mir Exile's End nun leider zeigte, ist gutes Gameplay ohne das richtige Spieldesign aber auch nicht das Wahre. Die Steuerung ist knackig, funktioniert 100% so wie sie soll und mit den (wenigen) Waffen lässt sich echt gut umgehen. Aber wenn man ständig viel zu lange Strecken latschen muss um herauszufinden, ob man nicht irgendwo doch was übersehen hat, macht das einfach keinen Spaß mehr. Zudem kommen die manchmal viel zu kryptisch vergebenen Hinweise zum Lösen der Rätsel, die ziemlich auf die Motivation zum mehrmaligen Ablaufen der Areale drücken. So schön die Präsentation ist, das kann diese leider auch nicht raushauen. Wer keine Probleme damit hat, sich mal ein wenig die Finger wund zu laufen, oder einfach keine Lust darauf hat, ständig an die Hand genommen zu werden, könnte bei Exile's End durchaus richtig liegen – alle anderen sollten vielleicht lieber zu einem anderen Vertretet des Genres greifen.

Erkunder feindseliger Planeten: Denis Wewetzer für PlanetVita.de

Vielen Dank an Marvelous Europe für die freundliche Bereitstellung des Rezensionscodes!

Leserwertung:

*****

Noch keine
Deine Wertung:

-
Gutes Gameplay trifft schlechtes Spieldesign: Eher was für frustrationsresistente Menschen

Wertung

Sauberes Gameplay

Hervorragende Präsentation

Stimmige Atmosphäre

Deutsche Bildschirmtexte…

Mieses Spieldesign

Kryptische Rätsel

Wenig Waffenvielfalt

…mit wenigen Fehlern

Kommentare anzeigen

1 Kommentar