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Spielname:
Neon Chrome

Typ:
PSN Spiel

PSN Preis:
14,99 €

Publisher:
10tons

Developer:
10tons

Genre:
Shoot em up

Release:
30.11.2016 (erschienen)

Multiplayer:


Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre

Screenshots:
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Kurztest: Neon Chrome

Denis Wewetzer, 14.12.2016

763°

0

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n den letzten Jahren haben Rogue-Likes eine interessante Faszination wiedererweckt. Obwohl es über eine längere Zeit keine gab, möchte man fast meinen, inzwischen schießen sie wie das Unkraut aus dem Boden. Aber das auch mit einem guten Grund: Sie machen Spaß, fordern und unter diesem ganzen Unkraut finden sich echte Rosen wieder, die wir nur zu gerne hin und wieder mal in die Hand nehmen. Nun versucht sich auch der Entwickler 10tons an der Formel und hat vor Kurzem das Spiel Neon Chrome veröffentlicht, das versucht, eine dieser Rosen zu sein. Doch ist sie von Dornen übersät oder kommt es an den Erfolg von ähnlichen Titeln wie The Binding of Isaac ran? Das haben wir uns mal näher angesehen.

Dystopie wie aus dem Lehrbuch
Wir haben uns vor nicht allzu langer Zeit erst in einem Artikel über Dystopien ausgelassen und auch Neon Chrome stellt da keine Ausnahme dar. In einer Arkologie (einer von der Außenwelt abgeschnitten, für sich selbst sorgenden Stadt), die den Titel des Spiels trägt, leben über eine Millionen Menschen – und werden dabei von nur einer einzigen Person, die mit dem Gebäude selbst verbunden ist, überwacht und beurteilt. Und diese Beurteilung kann auch über Tod oder Leben der Bewohner entscheiden. Man selbst toleriert dieses Leben nicht und versucht mit Hilfe von Mannequins, die man übernehmen kann, den Overseer zu stürzen. Auf dem Weg – zumindest beim ersten Durchspielen – erhält man hierbei hin und wieder Level, die die Story des Spiels weiter aufbauen und einem die Welt näher darstellen, was kurzweilig ist und ein wenig von der rasanten Action, die einen sonst so erwartet, ablenkt. Einziger Kritikpunkt hier ist, dass das Spiel vollständig auf Englisch geblieben ist.

Bam bam! Badau badau badau! Bam! Uh, you got me
Das Gameplay kann man sich im Grunde ähnlich dem vorstellen, wie es Binding of Isaac bereits vorgemacht hat, allerdings mit ein paar Unterschieden. So läuft man nicht von einem Raum in den nächsten, sondern befindet sich auf einer großen Karte, die, wie es sich für einen Vertreter des Genres gehört, zufallsgeneriert ist. Hierbei bekämpft man diverse Gegner in gewohnter Twin-Stick-Shooter-Manier. Damit das Ganze nicht zu langweilig wird, hat man eine kleine Waffenauswahl. Einziges Problem hierbei ist nur, dass die Waffenauswahl relativ gering ausfällt. Anfangs denkt man sich vielleicht, dass sie doch recht groß aussieht, bis man bemerkt, dass viele Waffen eigentlich nur leicht veränderte Variationen einer anderen sind. So gibt es diverse Variationen von Schrotflinten, Assault Rifles oder SMGs, die lediglich verschiedenen Gegnertypen etwas mehr Schaden anrichten.

Dafür hat man allerdings auch noch die Auswahl aus diversen Spezialfähigkeiten, die wesentlich variationsreicher ausfallen. So stellen diese das Abfeuern einfacher Raketen oder aber den Abschuss eines Strahls, der Gegner auf die eigene Seite bringt, dar. Natürlich stehen einem diese nicht unendlich zur Verfügung, für den Einsatz dieser Fähigkeiten muss der Energiebalken in Anspruch genommen werden. Außerdem spielt man mit der Zeit diverse Verbesserungen, genannt Cybernetische Aufrüstungen, frei, durch die verschiedene Attacken diverse Modifikationen, wie das in Brand stecken von Gegner oder ähnlichem, erhalten.

Der Tod hält uns nicht auf
Durch das erfolgreiche Töten von Gegner und Bossen (wobei es bei beiden leider nur sehr wenig Variation gibt) erhält man Geld. Sobald man stirbt und sich wieder im HUB-Areal befindet, kann man diverse Statistika erhöhen, wie die Lebensenergie, das eigene Glück oder die Zahl an Cybernetischen Aufrüstungen, die man gleichzeitig ausrüsten kann. Zudem kann man hier eine Waffe auswählen, mit der man gerne starten möchte. Letztlich gibt es auch noch eine kleine Charakterauswahl sobald man wieder in das Spiel einsteigen möchte, wobei jeder Charakter leicht unterschiedliche Fähigkeiten besitzt, die die Spielsweise allerdings nur geringfügig ändern. Der Soldat hat zum Beispiel mehr Lebensenergie und einen Schild, läuft dafür etwas langsamer.

Technik
Man muss den Entwicklern von Neon Chrome schon echt was lassen: Die Präsentation ist grundsätzlich ganz gut gelungen. Die Areale sehen ganz nett aus, der Sound passt in das futuristische, dystopische Setting und die Effekte können sich alle sehen lassen. Das kommt allerdings mit einem großen Preis: Die Framerate ist alles andere als stabil und sobald man mal mehr Gegner auf dem Bildschirm abknallt, knickt diese sehr schnell ein. Außerdem haben die Areale auch wieder ein kleines Problem: Sie sehen alle relativ gleich aus. Hin und wieder gibt es Level, die etwas anders aussehen (allem voran die Garten-Speziallevel), ansonsten heben sich die Areale allerdings nur wenig voneinander ab. Auch hier wäre mehr Variation wünschenswert gewesen.



Fazit:
Man muss zugeben, dass The Binding of Isaac auch ein paar Erweiterungen gebraucht hat, um auf den jetzigen Umfang, der mit Afterbirth zur Verfügung steht, zu kommen. Neon Chrome zeigt hierbei deutliche Anzeichen, dass wir hier ein sehr gutes Spiel haben, dem es etwas an Abwechslung fehlt. Das Gameplay ist hervorragend und bis auf die Framerate-Einbrüche gibt es hier absolut nichts auszusetzen. Die Schusswechsel und Bosskämpfe machen Spaß und die Fähigkeiten, die es bisher so gibt, laden zum Experimentieren ein. Einziges Problem in allen diesen Kategorien ist, dass es an der längerfrsitigen Abwechslung fehlt. Eine größere Auswahl an tatsächlich stark anderen Waffen oder Spezialfähigkeiten wäre wünschenswert und gerade die Anzahl an Bosskämpfe müsste drastisch erhöht werden, da jeder Spieldurchlauf genau dieselben wieder und wieder aufweist. Abschließend lässt sich also sagen, dass Fans des Genres hier durchaus ihren Spaß haben werden, sich allerdings recht schnell sattsehen dürften. (hört sich so was besser an) Neueinsteiger können sich allerdings auch gerne mal an Neon Chrome versuchen, da es viele Stärken des Genres aufzeigt, ohne dass man glaubt, gegen eine Wand zu laufen.

Sucht einen Weg aus dem Teufelskreis von Neon Chrome: Denis Wewetzer für PlanetVita.de

Vielen Dank an 10tons für die freundliches Bereitstellung des Rezensionscodes!

Leserwertung:

*****

Noch keine
Deine Wertung:

-
Spaßiges Rogue-Like, dem es etwas an Abwechslung fehlt.

Wertung

Spaßige Twin-Stick-Action

Diverse Spezialfähigkeiten

Interessante Cybernetische Aufwertungen

Passender Soundtrack

Hübsche Areale und Effekte

Kurzweilige, gute Story

Framerate-Einbrüche

Geringe Unterschiede bei den Waffen

Wenig Gegnervariation

Zu geringe Unterschiede der Charaktere

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