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Spielname:
Toukiden 2

Typ:
PSVita-Spiel

Publisher:
Koch Media

Developer:
Koei Tecmo

Genre:
Rollenspiel

Release:
24.03.2017 (erschienen)

Multiplayer:
1-4 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre

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Review: Toukiden 2

Denis Wewetzer, 14.04.2017

2707°

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Nachdem wir im letzten Jahr mit God Eater beglückt worden sind, gehene Freunde der Hunting-Games auch dieses Jahr nicht leer aus – und das sogar schon so früh im Jahr. Nun ist nämlich Toukiden 2 veröffentlicht worden, welches das Ganze ein wenig anders angehen möchte. Anstelle nur auf isolierte Missionen zu setzen, wie es bisher immer der Fall war, gibt einem dieses Spiel eine offene Welt, in der man sammeln und sich den gefährlichen Oni stellen kann. Außerdem bietet es im Vergleich zu seinem Vorgänger natürlich so ein paar Neuerungen. Reichen diese Änderungen, um in einem guten Spiel zu resultieren oder muss Koei Tecmo hiernach noch einmal an der Formel schrauben? Um diese Frage zu beantworten, mussten diverse Oni Abschied von ihren Körperteilen nehmen.

Oni, Schlächter und Zeitreisen
Die Story beginnt in Yokohama eines unbekannten Jahres. Die Stadt wird von den gefährlichen Oni angegriffen und man selbst befindet sich in der Rolle eines Schlächters (Slayer), der diese bekämpft. Während der Schlacht wird man jedoch plötzlich teleportiert und findet sich im Dorf Mahoroba wieder – zehn Jahre nach dem bestrittenen Kampf. Mit der Hilfe des hier ansässigen Professors und den Schlächtern des Dorfes werden die genauen Umstände der Ereignisse weiter erforscht. Das Ziel: Einem selbst zu den bei der Teleportation verlorenen Erinnerungen zu verhelfen und nebenbei natürlich die konstante Bedrohung der Oni einzudämmen. Allerdings sollte erwähnt werden, dass die Geschichte recht kurz ist – konzentriert man sich auf sie, kann man in gut 15 bis 20 Stunden bereits durch sein. Allerdings hat man nebenher und auch danach noch so einiges zu tun, sodass das zu verkraften ist.

Die Story ist hierbei komplett auf Englisch übersetzt worden, während man mit der japanischen Sprachausgabe Vorlieb nehmen muss, da es die einzige verfügbare ist. Dies fällt sogleich ein wenig negativ auf, da die Charaktere hin und wieder in Schlachten reden, diese Monologe allerdings keine Untertitel spendiert bekommen haben, sodass Leute ohne Japanischkenntnisse kein Wort verstehen können.

In die weite Welt!
Jetzt wo wir wissen, worum es geht, können wir uns in die weite Welt wagen. Die Welt von Toukiden ist grob gesagt in sieben Bereiche unterteilt, darunter das Feld und das Dorf rund um Mahoroba sowie sechs verschiedene Zeitalter, welche die epochen des vegangenen Japans darstellen. Das Bewegen durch die großen Flächen geschieht sehr flüssig und auch schnell, da man zu jeder Zeit in einen Sprint übergehen kann, durch den man große Distanzen recht schnell überwindet. Dazu bekommt man die Option der Demon Hand, mit der man sich unter Anderem an Klippen hochziehen kann und somit weiter mobil bleibt. Die Areale bieten zudem so einiges zu Entdecken mit verschiedenen Schriften sowie den Crests, die über die gesamte Karte teilweise sehr gut versteckt worden sind. Die Schriften geben einem sogar ein wenig Hintergrundwissen zur Geschichte des Spiels, die man sonst nicht erfährt, die Crests hingegen sind einfach nur zum Sammeln da. Wenn man übrigens keine Lust auf die offene Welt hat, kann man auch ein paar klassische Missionen annehmen und einfach so Oni schlachten, hierbei wird die Story allerdings nicht vorangetrieben.

Schneiden! Zerteilen! Schlachten!
Wie es sich für den Namen Schlächter gehört, kommen wir nun aber zum wichtigsten Teil des Spiels: Den Kämpfen mit den großen Oni. Bei jedem dieser wird ein Kreis um das Gebiet gezogen, in dem man sich gerade befindet, um ein festes Kampfareal zu haben. Um die Oni zu bekämpfen, stehen einem diverse Waffen zur Auswahl, darunter das neue Gewehr oder die Kettensichel. Jede einzelne Waffe bietet diverse Angriffsmöglichkeiten, weshalb es sich durchaus lohnt, die Tutorials dieser zu spielen, um ein Gefühl für sie zu bekommen. Grundsätzlich besitzen sie aber alle einfache Angriffe, schwere Angriffe und Spezialattacken, die je nach Situation natürlich anders verwendet werden können. Wenn man es dann noch richtig anstellt und bestimmte Körperteile der Oni immer weiter angreift, passiert es mit der Zeit, dass diese abgeschnitten werden. Diese lassen sich dann für Extra-Materialien reinigen. Das beeinträchtig die Oni allerdings nur geringfügig, da ihr eigentlicher Körper nicht in der richtigen Welt manifestiert ist und sie somit normal weitergehen, auch wenn der fleischliche Teil abgeschnitten worden ist.

Anders sieht es da aus, wenn man sich die Fähigkeiten der Demon Hand zu Nutze macht. Zum einen kann man sich mit dieser schlicht an die Oni heranziehen, um etwa an schwer zu erreichende Körperteile zu kommen. Andererseits ist es bei gefüllter Unity-Leiste möglich, den so genannten Oni Burial auszuführen, mit dem bestimmte Körperteile des Gegners vollständig zerstört werden können. Welche Teile das sind, kann man durch einen leichten weißen Schimmer beim Körperteil erkennen, was auf der Vita leider nicht immer leicht zu erkennen ist oder schlichtweg zu fehlen scheint. Das vollständige Zerstören hat aber diverse Vorteile: Zum einen kann der Oni vielleicht bestimmte Angriffe nicht mehr ausführen. Bei fast allen ist es allerdings auch so, dass die großen Feinde ihr Moveset vollständig ändern, wenn man bestimmte Körperteile zerstört. Einem wolfähnlichem Oni kann man zum beispiel beide Vorderpfoten nehmen, wodurch es sich danach auf zwei anstatt auf vier Beinen fortbewegt und andere Angriffe ausführt.

Die richtige Ausrüstung
Wenn man sich den Oni stellt, will man allerdings auch richtig ausgerüstet sein. Die Materialien dafür erlangt man, wie es sich bei Spielen dieser Art gehört, durch das Besiegen von Feinden und dem darauffolgenden Reinigen der Einzelteile oder der Oni selbst, sobald sie besiegt sind. Die Wahl der Waffen und der Rüstung ist allerdings für die Kämpfe nicht die entscheidenste. Viel wichtiger sind die Mitama, von denen man drei Stück an unterschiedliche Stellen ausrüsten kann. Der erste Slot gilt für die Auswahl der einsetzbaren Fähigkeiten. Jede Mitama ist mit einem Attribut gekoppelt, der die Fähigkeiten bestimmt. Ein Angriffs-Mitama gibt einem somit Fähigkeiten, die die eigene Angriffe für bestimmte Zeit erhöhen, während ein Unterschützungs-Mitama die Fähigkeiten der Gruppenmitglieder erhöhen kann. Der zweite Slot ist für die Verteidigung gedacht, also Fähigkeiten, die in brenzligen Situationen automatisch ausgelöst werden. Darunter fällt das Wiederbeleben, sollte man im Kampf fallen, oder ähnliches. Der dritte Slot gilt einer bestimmten Angriffsfähigkeit, die den eigenen Angriff immer um ein großes Maß steigert, dafür aber einen Nachteil mit sich zieht.

All das bezieht nicht einmal mit ein, dass jede Mitama auch noch Boosts besitzt, von denen man drei ausrüsten kann, um noch weitere, passive Fähigkeiten zu erhalten. Darunter zählen zum Beispiel die permanente Steigerung der eigenen Lebensenergie oder eine erhöhte Chance auf kritische Treffer. Da die Anzahl der Mitama bei 200 liegt und jede einzelne tatsächlich sehr unterschiedliche Fähigkeiten besitzt, kann man eine faszinierende Zeit damit verbringen, das perfekte Set-up für sich selbst und den eigenen Waffentypen zu finden. Hier liegt die wahre Kunst in der Wahl der Ausrüstung zur Bekämpfung der Oni.

Gameplay
Das Spiel steuert sich gut und die Einbindung des Touchscreens für ein paar Aktionen ist überraschend gut gelungen, gerade wenn man bedenkt, dass die Demon Hand vollständig über diesen verwendet wird. Beizeiten geht die Framerate allerdings leider in die Knie, unspielbar wird die Action jedoch nie. Was hierbei allerdings erwähnt werden muss, ist, dass es manchmal ein wenig dauert, bis die Oni in das Areal geladen werden. Insgesamt funktioniert das Gameplay allerdings sehr gut und es ist einfach nur zufriedenstellend, wenn man den großen Monstrositäten ein Körperteil nach dem anderen abtrennt und sie einfach nur hilflos herumkriechen. Gleichzeitig sieht es teilweise schon echt mitleiderregend aus, wenn sie sich nur noch sehr eingeschränkt bewegen können und um ihr Leben zu kämpfen scheinen. Eine durchaus beeindruckende Leistung.

Technik
Die optische Präsentation braucht sich an sich nicht verstecken, gerade wenn es um die Charaktermodelle oder die Präsentation der Oni geht, die alle sehr detailreich sind. Die Welt musste dafür allerdings deutlich leiden und so muss man sich mit teilweise eher mäßgen Texturen zufrieden geben. Gleiches gilt für die Darstellung von Feuer, das, egal aus welcher Perspektive, einfach nur schlecht aussieht und gar nicht wie Feuer wirkt. Das ist umso merkwürdiger, da die restlichen Effekte äußerst gut aussehen. Der Soundtrack ist größtenteils eher minimalistisch gehalten und wie man es bei Vertretern dieser Spielart kennt, haben die verschiedenen Oni ihre eigenen Stücke, die sich nicht in den Vordergrund drängen, aber auch nicht stören. Insgesamt ist der Sound eine runde Sache.

Features und Besonderheiten
Eine der wichtigsten Kompenenten der Hunting-Spiele ist der Multiplayer und natürlich kommt Toukiden 2 auch mit diesem daher. Mit bis zu drei Freunden oder Fremden kann man sich online treffen, um gemeinsam in die Schlacht zu ziehen. Hier kann man sich allerdings nicht in der offenen Welt des Einzelspielers bewegen, sondern ist an das bekannte Missionsformat gebunden. Teilweise lassen einen diese zwar die Karte freier erkunden, im Grunde genommen geht es dabei allerdings auch nur um den direkten Kampf mit den größeren Oni. Gerade wenn es um die Erkundung der offenen Welt geht, gibt es hier allerdings den großen Nachteil. Diverse Wege, die im Einzelspieler einfach passierbar sind, sind aus unerfindlichen Gründen verschlossen worden. Daher wird man manchmal dazu gezwungen, sehr konvolute Umwege zu gehen. Durch das hohe Bewegungstempo ist es an sich kein Problem, aber es wirkt einfach nur nervig und auf Dauer unangebracht. Daher ist es doch als positiv zu betrachten, dass die meisten Missionen nur den direkten Kampf umfassen.



Fazit:
Anfänglich war ich sehr skeptisch mit Toukiden 2, da ich die Demo des ersten Teils ausprobiert habe und das wichtigste, der Kampf mit den großen Oni, absolut keinen Spaß gemacht hat. Es wirkte so, als käme man nicht voran, es gab einfach kein Feedback und man fühlt sich zu schwach. Daran wurde allerdings ordentlich gewerkelt und die Kämpfe sind unglaublich spaßig geworden. Wie vorher bereits erwähnt, ist es unfassbar zufriedenstellend, ein Körperteil nach dem anderen abtrennen zu können und man merkt einfach, dass man Schaden anrichtet. Die offene Welt des Spiels ist gut umgesetzt, dank des hohen Bewegungstempos. Allerdings ist es schade, dass die Oni diese nicht weiter mit einbeziehen und man sogar beim Kampf in runde Areale eingeschlossen wird. Die optische und akustische Präsentation tun ihren Zweck und stechen nicht stark hervor, können aber auch nicht negativ gewertet werden und lediglich die leichten Framerate-Einbußen, wenn mal zu viel auf dem Bildschirm passiert, stören die Action hin und wieder. Insgesamt lässt sich sagen, dass Toukiden 2 ein durchaus gelungenes Hunting-Game ist, das dem Vorgänger einiges voraus hat. Gerade, wenn man sich weiter mit den Mitama beschäftigt und sein ultimatives Set-up sucht, kann man viel Spaß haben und bestimmt einige Tage und Nächte mit dem Titel verbringen. Wer also mal wieder auf die Jagd gehen will, sollte bei Toukiden 2 zuschlagen.

Ist der personifizierte Schredder: Denis Wewetzer für PlanetVita.de

Vielen Dank an Koch Media für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplares!

Leserwertung:

Noch keine
Deine Wertung:

-
Spaßige Oni-Jagd mit leichten Performance-Einbußen

Wertung

STORY:

6.0

SPIELWELT:

6.0

VIELFALT:

9.0
8
von 10

Hohe Anzahl an Oni...

Schöne Charaktermodelle...

Guter (Online-)Multiplayer

Angemessene Story

Spaßiges Gamplay

Viele Individualisierungsmöglichkeiten

Passender Soundtrack

...mit ein paar Reskins

...auf Kosten der Umgebung

Leichte Performance-Einbrüche

Wie werten wir?

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