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Spielname:
The Legend of Dark Witch

Typ:
PSN Spiel

PSN Preis:
9,99 €

Publisher:
Qubic Games

Developer:
Inside System

Genre:
Jump 'n' Run

Release:
25.04.2017 (erschienen)

Multiplayer:
nicht vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre

Screenshots:
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Kurztest: The Legend of Dark Witch

Tjark Michael Wewetzer, 27.04.2017

1298°

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Magie für jedermann – wäre das nicht klasse? Bei The Legend of Dark Witch sorgen als Syega bekannte Kristalle für eben jenes Wunder. Allerdings wird dies deutlich weniger wundervoll, wenn sich eine Person ein Monopol auf die Klunker sichert. Die Götter sehen das ebenfalls ungerne, weswegen Zizou Olympia, die Protagonistin dieses retrohaften 2D-Sidescrollers, sogleich loszieht, um einen solchen Fall verschwundener Syega-Kristalle aufzuklären – und sich nebenbei mit einigen mächtigen Feinden anzulegen. Bühne frei für einen spaßigen Gameplay-Mix zweier Spieleklassiker!

Der Tod gehört zum Leben
Maßgeblich stand Capcoms Mega Man-Reihe Pate für The Legend of Dark Witch. Ähnlich wie bei den Abenteuern des blauen Bombers wählt ihr aus zu Beginn sechs Stufen frei aus, welche ihr anfangs angehen möchtet. Der Schwierigkeitsgrad der Level ist dabei gar nicht mal so gleichmäßig, wie man es im Angesicht der Auswahl erwartet. Die mit Türschlüssel-Puzzles gesäumten Gärten sind etwa deutlich simpler aufgebaut, als das unheimliche Zwielichts-Gefängnis mit seinen Anti-Schwerkraft-Sprungeinlagen. Abwechslung wird in jedoch in jedem Fall geboten, bis auf ein paar Aussetzer wirken die Stufen nämlich ziemlich gut designt und fordern mit knackigen Sprüngen oder fiesen Gegnerplatzierungen. Das führt bei ersten Anläufen nicht selten zum unfreiwilligen Ableben, gehört aber eindeutig zum Design des Spiels – man lernt eben durchs Sterben.

Dass das deutlich weniger demotivierend ist als es klingt, liegt an dreierlei Faktoren. Zunächst einmal sind die Level allesamt recht kompakt und verfügen über je einen fair gesetzten Checkpoint – sich wieder an die alte Stelle zurückzuspielen geht also ziemlich schnell. Besiegte Feinde lassen zudem schmetterlingsartige Tres zurück, die euch auch nach dem Ableben erhalten bleiben und in hilfreiche Upgrades wie mehr Extra-Leben oder zusätzliche Energiepunkte investieren lassen. Zu guter Letzt sorgt das aus dem Shoot 'em Up-Klassiker adaptierte Upgrade-System für einen guten Spielfluss – die Tres speisen nämlich auch eine Power-Up-Anzeige, über die sich etwa das Bewegungstempo und die Stärke von Zizou bis zum Bildschirmtod verbessern lassen.

Die Kammern des Schreckens
Leider ist letztere Bedingung ein eindeutiger Nachteil, wenn es um die äußerst kniffligen Bosse geht. Die in bildschirmgroße Kammern eingeschlossenen Gegner verfügen nämlich über teils diabolische Bewegungsmuster und schicken unaufmerksame Spieler in Windeseile in die ewigen Jagdgründe – wodurch natürlich auch sämtliche temporären Upgrades flöten gehen. Immerhin erhaltet ihr in diesen Gefechten bei jedem Treffer Tres und könnt euch so zumindest etwas stärken. Viel einfacher werden die Fights jedoch, wenn ihr die Chefgegner mit der richtigen Fähigkeit attackiert. Ganz nach Mega Man-Manier übernehmt ihr nämlich die Fähigkeiten besiegter Bosse. Aufgrund der schwachen Ausdauer der Protagonistin und der Tatsache, dass die Sub-Waffen ebenfalls über die Power-Up-Anzeige versorgt werden, garantiert dies jedoch noch lange keinen einfachen Sieg.

The Legend of Dark Witch ist übrigens kein sonderlich langes Spiel. Neulinge mit etwas Action-Plattformer-Erfahrung können bereits nach drei Stunden den Abspann sehen, eine Trophäe ermuntert sogar zum Durchzocken innerhalb von 45 Minuten. Dank eines freischaltbaren, zusätzlichen Charakters sowie diverser Schwierigkeitsstufen und einer ganzen Palette an völlig kosmetischen Herausforderungen ist aber zumindest in Sachen Wiederspielwert vorgesorgt – gerade, weil sich besagte zweite Figur vollkommen anders als Zizou spielt und in vielerlei Situationen andere Vorangehensweisen erfordert.

Fazit:
Ich muss zugeben, dass ich The Legend of Dark Witch so gar nicht auf dem Schirm hatte und durch das eher mäßige Dungeon Crawler-Spinoff für den 3DS keinen großen Wurf erwartete. Wie falsch ich doch lag! Zwar hatte ich das Pech, mit einem der eintönigeren Level zu beginnen und prompt über den fiesen Sprung im Schwierigkeitsgrad beim folgenden Boss zu fluchen, doch mit jedem Game Over und jeder weiteren Stufe, die ich spielte, wuchs mir das Spiel mehr ans Herz. Tatsächlich haben sich die Macher so einiges einfallen lassen, damit die actionreichen Ausflüge durch die Level nicht so schnell langweilig werden. Taktisch platzierte Gegner und andere Hindernisse sorgen zudem dafür, dass man nicht blindlings voranpreschen kann. Und die Levelbosse? Klar wirken sie zunächst frustrierend und erfordern teils absurde Präzision, doch alles lässt sich nach ein paar Anläufen durchschauen und dank der punktgenauen Steuerung irgendwann problemlos erledigen. Und wenn's doch mal hakt, kann man immer noch auf zahlreiche, hilfreiche Upgrades zurückgreifen, die sich mit den über mehrere Tode hinweg finanzierten Geldmitteln erwerben lassen. Kurzum: Wenn ihr auf der Suche nach einem fetzigen Action-Spiel nach Mega Man-Manier seid, ist The Legend of Dark Witch genau euer Ding!

Zauberlehrling: Tjark Michael Wewetzer für PlanetVita.de

Vielen Dank an Qubic Games für die freundliche Bereitstellung des Rezensionscodes!

Leserwertung:

*****

Noch keine
Deine Wertung:

-
Flotter Action-Hüpfer, der die Tugenden von Mega Man mit den Mechaniken von Gradius gekonnt verschmilzt.

Wertung

Flottes Gameplay

Fordernde Bossfights

Interessante Upgrade-Mechanik

Schwierigkeitsgrad neigt zu unschönen Sprüngen

Genregemäß recht kurz

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