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Spielname:
Spellspire

Typ:
PSN Spiel

PSN Preis:
9,99 €

Publisher:
10tons

Developer:
10tons

Genre:
Denkspiel

Release:
24.05.2017 (erschienen)

Multiplayer:
nicht vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre

Screenshots:
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Kurztest: Spellspire

Tjark Michael Wewetzer, 23.05.2017

974°

0

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Zauberer haben es nicht einfach. Nicht nur brauchen sie enorme geistige Kapazitäten, um überhaupt all die notwendige magische Energie zu speichern, sie müssen sich auch noch eine Vielzahl komplizierter Formeln und Sprüche merken! Geht das nicht irgendwie einfacher? Etwa, indem jedes einzelne Wort zu einem tödlichen Zauber wird? Klar geht das, wie Spellspire beweist. Das possierliche Indie-Game, das zunächst auf Smartphones daheim war, wandert nun auch auf Konsolen. Und wie ich schnell merkte, verlor es dabei nur wenig von seinem Reiz – sofern man denn über einen ausreichenden englischen Wortschatz verfügt.

Noch ein Spruch, Knochenbruch
Das Ziel ist simpel: Wir wollen einen bis unter die Decke mit Beute gefüllten Turm hoch. Blöderweise lauern auf den insgesamt 100 Ebenen zahlreiche fiese Monster, die uns halbes Hemd mit Zauberhut in nur wenigen Schlägen umpusten. Damit das nicht passiert, gilt es, die Opposition so schnell wie möglich mit Magie in den Boden zu zwingen. Dafür muss nur aus den zehn zur Verfügung gestellten Buchstaben ein beliebiges, englisches Wort geformt werden und schon regnet es Schmerzen für die Skelette und Zombies, die uns aufhalten wollen. Je länger unser Wort dabei ist, desto größer fällt der verursachte Schaden aus. Leider funktioniert jeder Spruch nur ein einziges Mal pro Level-Anlauf, bei den stetig stärker werdenden Gegnern und Marathon-Korridoren müssen wir uns also reichlich einfallen lassen. Wenn ihr also nicht gerade ein wandelnder Thesaurus seid oder Probleme mit Anagrammen habt, dann wird Spiellspire recht schnell verflucht knifflig.

Für etwas Chancenausgleich sorgt dafür das eingesammelte Gold, das besiegte Gegner zurücklassen. Damit lassen sich nämlich neue Ausrüstungsteile und Upgrades erwerben, die euren verursachten Schaden erhöhen, den Sprüchen Zusatzeffekte wie Lebensentzug verleihen oder euch gar gegen bestimmte Dinge wie Gift immunisieren. Die Bossgegner, die alle zehn Ebenen auf euch warten, setzen dabei nicht selten das richtige Equipment voraus – andernfalls rammen sie euch unangespitzt in den Boden. Blöd nur, dass ihr auf normalem Spielweg nie eine ausreichende Menge an Geldmitteln erhaltet, um die Ausrüstung locker zu erwerben. Stattdessen gilt es, immer mal wieder bereits eroberte Ebenen erneut zu besuchen und so die Kasse aufzubessern. Immerhin kann man sich dabei auch gleich an den Bonusstern-Herausforderungen versuchen, für die man jede Stage mit voller Lebensenergie abzuschließen hat. Die Fleißsternchen machen sich nicht nur gut in der Statistik, sondern schalten auch noch weitere kaufbare Ausrüstung frei.

Doch trotz dieser Grind-Spirale endet das Spielerlebnis eigentlich nur selten in handfestem Frust. Da man mit jedem besiegten Gegner auch nur ein kleines Stückchen weiter an das nächste Upgrade herankommt, versucht man sich selbst an den härtesten Ebenen immer und immer wieder. Ebenfalls hilft, dass das Spiel nach jeder Runde das längstmögliche Wort anzeigt, das man nicht gebildet hat. Auf diese Weise bereichert man nicht nur seinen Wortschatz, man erlangt auch langsam ein Auge für die verborgenen Begriffe in der zufällig ausgeschütteten Buchstabensuppe.



Fazit:
Wieder einmal zeigt sich, dass man ein Spiel nicht unterschätzen sollte, nur weil es simpel wirkt. Spellspire hat mich mit seinen kurzweiligen Gefechten und der motivierenden Ausrüstungs-Aufrüstung in Windeseile in den Bann gezogen. Wann immer ich es für nur wenige Minuten kurz spielen wollte, endete die Session meist im mindestens einstündigen Bereich. Und dabei bin ich eigentlich gar nicht mal so gut, wenn es um Anagramme geht! Die trotz einiger Sprünge bei Bossen angenehme Lernkurve motiviert ungemein, die stetig freizuschaltenden Upgrades ebenso. Bis man die 100 Ebenen erobert hat, vergeht jedenfalls einiges an Zeit – und selbst danach kann man noch in den Tiefen eines Bonus-Dungeons weiter an seinen Wortbildungs-Fähigkeiten feilen. Meine Empfehlung kommt allerdings mit einigen Einschränkungen: Auch wenn die Upgrade-Spirale motiviert, so können die gelegentlichen Stopper auf dem Weg nach oben trotzdem ziemlich nerven. Mangels deutscher Lokalisierung sind Leute ohne großen englischen Wortschatz zudem natürlich komplett aufgeschmissen. Wenn euch diese Punkte jedoch nicht stören und ihr auf kurzweilige Wörter-Puzzles steht, dann solltet ihr Spellspire unbedingt eine Chance geben!

Wortspieler: Tjark Michael Wewetzer für PlanetVita.de

Vielen Dank an 10tons für die freundliche Bereitstellung des Reviewcodes.

Leserwertung:

*****

Noch keine
Deine Wertung:

-
Kurzweilige (und leider nur englische) Wortknobelei mit motivierenden, leichten RPG-Elementen

Wertung

Eingängiges, fesselndes Spielprinzip

Motivierendes Upgrade-System

Ideal für zwischendurch

Keine deutsche Lokalisierung

Erfordert teils viel Goldsammelei

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