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Spielname:
Danganronpa V3: Killing Harmony

Typ:
PSVita-Spiel

Publisher:
NIS America

Developer:
Spike Chunsoft

Genre:
Adventure

Release:
29.09.2017 (erschienen)

Multiplayer:


Altersfreigabe:
Frei ab 16 Jahre

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Danganronpa V3: Killing Harmony

Review: Danganronpa V3: Killing Harmony

Denis Wewetzer, 29.09.2017

916°

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Visual Novels sind inzwischen schon fest in der Spieler-Szene etabliert und mit der Danganronpa-Reihe haben auch Vita-Besitzer bereits ein paar gute Beispiele bekommen, wie diese umgesetzt sein können. Nachdem es sich bei dem letzten veröffentlichten Teil, Ultra Despair Girls, allerdings lediglich um ein Spin-Off handelte, haben wir mit Danganronpa V3: Killing Harmony nun einen Teil der Hauptreihe bekommen. Dieser möchte sich jedoch von den zwei Vorgängern etwas abheben und soll somit auch für Neueinsteiger geeignet sein. Doch stimmt das wirklich und kann der dritte Teil mit der Qualität der zwei vorangegangenen Spiele mithalten? Wir haben uns erneut in ein tödliches Spiel gestürzt, um das für euch ermitteln zu können.

Das etwas andere Schulleben
In dem Titel übernehmen wir die Rolle von Kaede Akamatsu, die sich unvermittelt an einem ihr unbekannten Ort wiederfindet. Hier trifft sie auf 15 weitere Menschen, die sich in einer ähnlichen Situation wiederfinden – ohne Erinnerung, warum sie sich hier, in einer ihnen unbekannten Schule, befinden. Allerdings handelt es sich bei jeden von ihnen schon nicht um normale Persönlichkeiten – alle sind Menschen, die eine so genannten "Ultimative Fähigkeit" besitzen. Bei unserer Protagonistin handelt es sich so zum Beispiel um die Ultimative Pianistin, allerdings befinden sich unter den Charakteren auch unter Anderem die Ultimative Künstlerin, der Ultimative Roboter oder auch die Ultimative Aikido-Meisterin. Bereits beim Kennenlernen bekommt man schnell mit, dass es sich bei den hier anwesenden Personen nicht nur um so genannte "Ultimative" handelt, sondern jede auch sehr markante Charakterzüge aufweißt, wodurch sie sich schnell in das eigene Gedächtnis brennen – ob nun positiv oder negativ darf jeder selbst entscheiden.

Die 16 anwesenden Ultimativen finden allerdings schnell heraus, dass es sich bei der Schule nicht um eine Gewöhnliche handelt. Sie sind in dieser nämlich komplett von der Außenwelt abgeschnitten und können gerade so die nähere Umgebung erkunden, bevor sie von der "End Wall" daran gehindert werden, die richtige Zivilisation zu betreten. Und nicht nur das: Dann taucht auch noch ein monochromer, sprechender Teddy-Bär mit dem Namen Monokuma auf, der ihnen erklärt, dass sie an einem Tötungs-Spiel teilnehmen müssen. Die Regeln sind einfach: Wer es schafft jemand anderen umzubringen, ohne von den restlichen Mitschülern erwischt zu werden, erlangt das Recht zurück in die Außenwelt gehen zu dürfen – auf Kosten der Leben aller Anderen. Der Fairness halber wird nach dem Auffinden eines oder einer Toten ein so genanntes Klassengericht abgehalten, bei dem alle miteinander diskutieren können, wer den oder die Tote umgebracht hat. Sollte der Täter hierbei erwischt werden, muss dieser oder diese selbst mit dem Leben zahlen.

Wir wollen euch an diese Stelle aber nicht zu viel verraten. Schließlich ist die Geschichte, natürlich, das Hauptaugenmerk des Spiels und sie wartet mit einigen Wendungen auf, die man so schnell nicht erraten hätte. Der Erzählstil ist sehr lebendig und man bekommt sehr schnell das Gefühl, dass man es wirklich mit Persönlichkeiten zu tun hat und nicht einfach nur mit Charakteren, denen man versucht hat irgendein Muster anzuheften. So macht es bereits Spaß, einfach nur die Gespräche und Interaktionen zwischen den Personen zu verfolgen – auch wenn es teilweise in recht absurde oder extreme Richtungen geht. Man sollte allerdings ein ziemlich gutes Verständnis der englischen Sprache besitzen, da das Spiel nicht auf Deutsch übersetzt worden ist. Zudem werden viele Begriffe verwendet, die man im alltäglichen Gebrauch vielleicht nicht unbedingt hören oder lesen würde.

Das ganz normale Schulleben
Doch wie läuft das Ganze denn im Spielgeschehen überhaupt ab? Man kann allgemein sagen, dass der Handlungsablauf mehr oder weniger in drei Teile geteilt ist. Der erste ist das "normale" Schulleben. Hier verfolgt man relativ entspannt die Handlung, kann gegebenenfalls optional mit diversen Charaktere interagieren, erkundet das Schulgelände in der First-Person Ansicht und findet hierbei vielleicht auch das ein oder andere Geheimnis. Neu für die Reihe ist, dass es möglich ist in verschiedenen Räumen Gegenstände wegzuschlagen und somit weitere Interaktionsobjekte oder Geheimnisse zu entdecken. Zudem erhält man dadurch Monocoins, mit denen man sich Gegenstände kaufen kann. Wofür diese gut sind? Beizeiten erhält man richtige Freizeit, in der es einem Möglich ist, Freundschaften mit den anwesenden Leuten aufzubauen. Und um diese weiter zu stärken, kann man ihnen die Items schenken, die man sich mit den Monocoins gekauft hat. Für die Story im Allgemeinen ist der Aufbau der Freundschaften recht irrelevant, allerdings erfährt man so mehr über die Charaktere, mit denen man es zu tun hat und haucht ihnen damit noch ein bisschen mehr Leben ein.

Das tödliche Schulleben
Anders wird es, sobald einer der Charaktere stirbt. Ab diesem Zeitpunkt muss man versuchen, alle Hinweise darauf zu finden, wer diesen umgebracht hat. Dies geschieht grundsätzlich auf ähnliche Art und Weise, wie es das einfache Erkunden schon getan hat. Nun sammelt man allerding die so genannten Wahrheitskugeln, die jeden einzelnen Aspekt darstellen, der in der späteren Diskussion als Hinweise benutzt werden kann. Das Spiel ist hierbei so freundlich, wirklich jeden Aspekt, der wichtig ist, in irgendeiner Art und Weise hervorzuheben, sodass man eigentlich nie im Dunkeln stehen sollte, wie etwas abgelaufen ist. Zur weitere Untersuchung der Orte kann man auch in den entsprechenden Modus stellen, der einem in jedem Bildschirm zeigt, mit welchen Objekten interagiert werden kann, damit man nicht ziellos über den Bildschirm fahren muss, um vielleicht diesen letzten Hinweis zu finden, der einem am Voranschreiten hindert. Das heißt aber natürlich noch nicht gleich, dass man gleich während der Untersuchung des Tatortes oder der Befragung der Zeugen weiß, wer die Tat begangen hat. Denn dafür kommen wir zum dritten Aspekt des Spiels.

Das Klassengericht
Hier geht es erst richtig zur Sache, denn ab jetzt kommen diverse Mini-Spiele zu tragen, um die Geschichte voranzubringen. Ähnlich wie bei den Vorgängern, haben wir hier zum Beispiel wieder die Non-Stop Debatte, in der man den Ablauf eines Gespräches verfolgt. Hin und wieder werden dabei bestimmte Textabschnitte orange oder blau hervorgehoben. Diese können Fehler, Lügen oder richtige Tatsachen beinhalten, die man dann entweder wiederlegen muss, oder auch zustimmen kann. Hier kommen die Wahrheitskugeln ins Spiel, den mit diesen "schießt" man auf den entsprechenden Textabschnitt. Wählt man die richtige Kugel für die richtige Aussage, geht es im Gespräch weiter. Es gibt noch mehr Aspekte, gerade in der Non-Stop Debatte, die es zu beachten gilt, die wollen wir euch hier aber nicht vorwegnehmen. Neben den bekannten Mini-Spielen, sind allerdings auch ein paar neue hinzugestoßen. Allem voran gibt es nun das Psycho Taxi, in dem man zuerst auf einer Rennstrecke die Frage sammeln muss, um anschließend die richtige Antwort auf die gestellte Frage zu wählen. Zudem kehrt das Hangmans Gambit in neuer Version zurück, hat aber im Grunde genommen den gleichen Galgenmännchencharakter wie vorher auch schon. Insgesamt gibt es jedoch auch noch diverse mehr, die die Gerichte definitiv nicht langweilig werden lassen.

Für jedes einzelne Mini-Spiel hat man ein Zeitlimit. Zudem hat man nur eine bestimmte Menge an "Leben", wodurch man sich auch nicht zu viele Fehler erlauben sollte. Mit ein wenig logischem Denken sollten diese allerdings kein großes Problem darstellen und grundsätzlich wird man Schritt für Schritt in die richtige Richtung gelenkt, damit man spätestens wenn die Frage gestellt wird, wer die Tat begangen hat, auch eine definitive Antwort geben kann. Sollten einem die Mini-Spiele auf dem Weg dorthin allerdings trotzdem ein paar Schwierigkeiten bereiten, kann man zu jeder Zeit den Schwierigkeitsgrad ändern, der in drei Stufen daherkommt. Zudem kann man spezielle Fähigkeiten ausrüsten, die unterschiedliche Aspekte der Mini-Spiele etwas vereinfachen. Mit Verlauf der Geschichte wird dieser natürlich trotzdem immer etwas schwieriger, allerdings ist die Lernkurve sehr angenehm. Nach Abschluss der Debatte wird man noch für die eigene Leistung bewertet und bekommt eine entsprechende Menge an Monocoins, bevor es wieder mit dem "normalen" Schulleben weitergeht – wenn auch mit zwei Personen weniger.

Grafik
Der Grafikstil des dritten Teils der Hauptreihe von Danganronpa bleibt seinen zwei Vorgängern absolut treu. Die Charaktere sowie ein Großteil der Umgebung sind alle mit liebevoll detaillierten 2D Modellen dargestellt. Die Effekte, gerade während der Klassengerichte, sind sehr flüssig und schön dargestellt und passen insgesamt zur ziemlich abgedrehten und makabren Inszenierung des gesamten Spiels. Zudem bekommt man hin und wieder Zwischensequenzen spendiert, bei denen die Animationen noch schöner dargestellt werden – wie es sich eben gehört! Alles in Allem eine Runde Sache, die schlichtweg zum Tonus des Spiels passt.

Sound
Genau wie mit der grafischen Darstellung sieht es auch mit der auditiven Präsentation aus. Jede Stimmung wird mit entsprechender Musik hinterlegt, andere Orte bekomme bestimmte Songs spendiert und wenn man sich an manche Songs aus den Vorgängern erinnern kann, hört man hier und da sogar Remixe dieser oder gar einen Original-Song aus eben diesen Teilen. Das Zusammenspiel alter und neuer Songs, gepaart mit dem richtigen Einsatz der Songs im richtigen Moment der Story, macht den Soundtrack zur passenden Ergänzung aller Geschehnisse, die man auf dem Bildschirm sehen kann.

Fazit:
Mit Danganronpa V3: Killing Harmony zeigen die Leute von Spike Chunsoft, das ihnen noch lange nicht die Ideen für die Tötungs-Spiele ausgegangen sind. Die Geschichte ist äußerst lebendig erzählt, wodurch man sich schnell in die Charaktere hineinversetzen kann. Diese zeigen auch offen ihre eigenen Persönlichkeiten, die sie recht menschlich wirken lassen – obwohl sie dadurch teilweise sehr extreme Eigenheiten aufweisen. Insgesamt kann sich die Handlung auch sehen lassen, mit diversen Wendungen die man nicht unbedingt erwartet hat. Die Mini-Spiele, zur Lockerung des eigentlichen Visual Novel-Daseins, tun auch ihren Zweck. Sie machen Spaß und fordern die eigene Fähigkeit, logisch zu denken, ein wenig heraus. Die allgemeine Präsentation sowie der ausgewogene Soundtrack tun ihr Übriges und bringen uns so ein stimmiges, hervorragendes Gesamtbild. Ein gelungener Titel, sowohl für Fans der Reihe, als auch für Neueinsteiger!

Ultimate Sticks-to-his-Principles: Denis Wewetzer für PlanetVita.de

Vielen Dank an NIS America für die freundliche Bereitstellung des Rezensionscodes!

Leserwertung:

Noch keine
Deine Wertung:

-
Eine makabre, obskure und fantastische Visual Novel, mit der sich auch Neueinsteiger der Reihe anfreunden können.

Wertung

STORY:

9.0

SPIELFLUSS:

9.0

PRÄSENTATION:

10
9
von 10

Diverse markante Persönlichkeiten...

Lebendiger Erzählstil

Ausgesprochen schöne Inszenierung

Abwechslungsreiche Mini-Spiele

Herausragende Story

Schöner, umfangreicher Soundtrack

...mit manchmal sehr extremen Eigenheiten

Komplett auf Englisch

Teilweise unnötiges Backtracking

Wie werten wir?

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