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Spielname:
BlazBlue Continuum Shift Extend

Typ:
PSVita-Spiel

Publisher:
Arc System Works

Developer:
Arc System Works

Genre:
Fighting

Release:
22.02.2012 (erschienen)

Multiplayer:


Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre

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BlazBlue Continuum Shift Extend

Review: BlazBlue Continuum Shift Extend

Hans Weiler, 29.02.2012

7016°

9

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Man kann sagen was man will, eines der Genres, das sich quasi seit Entstehung der Videospiele wacker im Sattel hält, ist ganz klar die Riege der Prügelspiele. Neben vielen Namen, die bereits seit den 90er Jahren jedem Fan des Genres bekannt sind, wie zum Beispiel Street Fighter, Final Fight, King of Fighters und einigen anderen alten Hasen, spielt heutzutage besonders eine ganz bestimmte Serie in der Liga ganz oben mit. Ganz richtig, es dreht sich um die BlazBlue-Serie, welche seit einigen Jahren für gehörig Furore in dem alteingesessenen Genre sorgt. Nachdem wir vor einigen Wochen die Gelegenheit hatten mit Toshimishi Mori, dem kreativen Kopf hinter dem Titel, in einem Interview zu sprechen, haben wir nun endlich das fertige Machwerk BlazBlue: Continuum Shift Extend vor uns. Doch was taugt das Endprodukt wirklich? Wir haben uns für euch in den Kampfring gewagt und uns den Titel mal genauer angesehen.

The wheel of fate is turning!
Das wichtigste vorweg: Wie der Name schon andeutet, handelt es sich hier nicht um einen komplett neuen Titel, sondern eine erweiterte Fassung von BlazBlue: Continuum Shift. Wer da schon dezent die Augen verdreht und das Wort „Geldmacherei“ auf den Lippen hat - haltet ein! Denn schon beim direkten Vorgänger handelte es sich um eines der ausgeklügelsten Prügelspiele welche auf dem heutigen Markt anzutreffen sind. Und als wäre das nicht genug, findet man hier noch gleich ein wahres Umfangmonster vor sich. Startet man das Spiel, wird dem Spieler gleich eine ganze Platte an Spielmodi vor die Nase gehalten: Ganze 16 verschiedene Menüpunkte erwarten euch im Hauptmenü des Titels. Gut, lässt man hier die obligatorischen Punkte der Optionen und dem Beenden des Spieles außen vor, hat man immer noch 14 Spielmodi übrig. Krempeln wir die Ärmel hoch, und fangen mal an uns durch die diversen Modi zu arbeiten.

Als erstes gibt es da den obligatorischen Trainingsmodus, in dem ihr euch mit einem Recken eurer Wahl ganz in Ruhe an einem Trainingsdummy austoben könnt. Der perfekte Anlaufort also um die zahlreichen Kombos der Charaktere zu erlernen.Und damit der Einstieg noch einfacher wird, bekommt man gleich noch einen ausufernden Tutorial-Modus, in welchem euch in diversen Lektionen die verschiedenen Kniffe des Kampfsystems beigebracht werden. Fühlt ihr euch bereit für den echten Kampf, steht ihr erstmal vor der Qual der Wahl: In welchem Modus soll es denn rund gehen?

Rebel 1 - Action!
Beginnen wir mit dem traditionellstem aller Spielmodi: Dem Arcade-Modus. Hier wählt ihr einen der 19 verschiedenen Recken aus und erlebt deren Story in 10 Kämpfen im Schnellverfahren. Wem dies zu langweilig ist, hat auch die Option sich in den „richtigen“ Storymodus zu wagen. Denn im Gegensatz zu einigen Genre-Kollegen, in denen es für gewöhnlich nur um irgendeine Art von mystischem Turnier geht, gibt es in BlazBlue tatsächlich eine tiefe Hintergrundgeschichte. Die Zerstörung der Welt, Verrat, Bösewichte, Schicksal und vieles mehr - wer sich hier die Zeit nimmt in das Universum einzutauchen, wird mit einem ganz speziellem Erlebnis belohnt, welches in dieser Art Spiel nur selten anzutreffen ist.

Als besonderes Schmankerl gibt es in Continuum Shift Extend sogar noch die komplette Geschichte des ersten Ablegers der Serie, Calamity Trigger. Und als wäre dies noch nicht genug, sind darüber hinaus noch die DLC-Charaktere und Geschichten des Original-Continuum Shift mit an Bord, sowie ein komplett neuer Charakter inklusive Storykapitel. Bei besagtem Neuling handelt es sich um Relius Clover, der Vater von Carl Clover und eine Person, die Kennern der Serie aus der Geschichte bereits bekannt sein dürfte. In der Story selbst habt ihr darüber hinaus oftmals die Entscheidung zwischen verschiedenen Handlungen, welche eure Story beeinflussen. So kann es sogar passieren, dass euer Recke innerhalb einer Zwischensequenz das Zeitliche segnet und ihr in einer kleinen, eigenen Show dafür getadelt werdet, die falschen Entscheidungen getroffen zu haben. Somit gibt es auch nach dem Beenden der Geschichte Anreiz einzelne Kapitel erneut zu spielen.

Raucht euer Kopf dann irgendwann von der komplexen Geschichte, warten noch mehr Spielmodi auf euch. Da wären unter anderem der Score Attack, Challenge, UnlimitedMars und Abyss-Modus. In ersterem führt ihr besonders lange Kombo-Manöver durch und sammelt Punkte, mit denen ihr euch online in diversen Ranglisten gegen andere Spieler messen könnt. Im Challenge-Modus werden euch bestimmte Aufgaben gestellt, wie das Verwenden spezieller Angriffe, das Besiegen eines Gegners in einer bestimmten Zeit und vielen weiteren Zielen. Als nächstes kommen wir zum UnlimitedMars-Modus, welcher eine Abwandlung der Score Attack ist. Hier tretet ihr ausschließlich gegen die Unlimited-Versionen der Charaktere an, welche besonders starke Fassungen der Kämperriege darstellen. Und zu guter letzt ist da noch der Abyss-Modus, welcher eine Reihe von diversen Kämpfen darstellt. Hier ist jeder Gegner eine Stufe auf dem Weg nach ganz unten in den Abyss (zu Deutsch: Abgrund), an dessen Grund ein besonders starker Gegner auf euch wartet.

Genug Spielmodi? Noch lange nicht, so gibt es immernoch einen der wichtigsten Modi überhaupt: Der Multiplayer. Hier habt ihr die Möglichkeit eigene Lobbys zu erstellen und mit bis zu 6 Spielern gleichzeitig in den Kampf zu ziehen. Dabei übernimmt jeder Spieler die Rolle eines Charakters, von denen jeweils drei in einem Team sind, und das als letztes noch stehende Team zum Sieger gekürt wird. Natürlich gibt es aber auch die obligatorischen Zweikämpfe, von denen ihr euch sogar die Replays eurer besonders gelungenen Siege abspeichern und jederzeit wieder ansehen könnt. Fassen wir also nochmal kurz zusammen: Egal welche Art an Kämpfen ihr sucht, an verschiedenen Wegen wie ihr eure Kampflust zum Ausdruck bringen könnt, mangelt es euch hier nicht.

Nach dem ganzen Gerede über die Arten der Kämpfe, kommen wir aber nochmal auf den eigentlichen Punkt: Die Kämpfe selbst. Das Gameplay unterscheidet sich hier kaum von den bisherigen Ablegern der Serie, so hat jeder Kämpfer einen komplett eigenen Kampfstil, anders als in vielen anderen Beat 'em Ups in denen die Recken in klare Kategorien eingeteilt sind. Steht ihr dann im Ring spielt sich das ganze gewohnt dynamisch ab, per Steuerkreuz oder linkem Analogstick bewegt ihr euch in der Arena umher, während die vier Aktionstasten mit verschiedenen Angriffen belegt sind. Ein besonderes Feature der PSVita-Version ist hier aber die Einbindung des Rear-Touchpads. So kann man auch auf die Rückseite des Gerätes einzelne Tasten legen, wie zum Beispiel die Steuerung oder auch bestimmte Aktionstasten. Zu Beginn ist dies noch etwas ungewohnt, aber nach einigen Runden kann man sich so überraschend gut über das Spielfeld bewegen. Zwar ist dies immernoch kein vollwertiger Ersatz für einen Arcade-Stick, eine interessante und neue Alternative ist es aber allemal.

Grafik
Erinnert ihr euch noch an die Zeiten vor 3D? Als hübsche 2D-Spiele noch das Maß aller Dinger waren? Damals wäre BlazBlue: Continuum Shift Extend ein wahres Meisterwerk gewesen - und das ist es auch heute noch. Die Hintergründe und Charaktere sind in wunderschönem 2D gezeichnet und kommen besonders auf dem hellen OLED-Bildschirm der PSVita stark zur Geltung. Hier hat Arc System Works ganze Arbeit geleistet.

Sound
Auch hier kann der Titel glänzen. So gibt es neben der sehr gelungenen englischen Sprachausgabe auch noch gleich die original japanische Fassung mit dazu. Desweiteren ist jeder Kampf und auch jede Szene in der Story mehr als passend musikalisch unterlegt.

Features und Besonderheiten
Was soll man hier noch groß aufzählen - der Titel bietet eine Fülle an Spielmodi, die den geneigten Prügelspiel noch lange Zeit an den Handheld fesseln werden. Alleine die sehr komplexe Storyline wird für zahlreiche Stunden beschäftigen, wenn man dann noch die anderen Spielmodi und vor allem den sehr gelungenen Online-Modus miteinbezieht, ist die Vita mit diesem Titel erstmal für lange Zeit gut versorgt.



Fazit:
Selten hat man in letzter Zeit ein Prügelspiel gesehen, welches diese Fülle an Umfang und technische Finesse bot. Hier stimmt so ziemlich alles, von der wunderschönen 2D-Grafik, über den tollen Sound mit der sehr gelungenen Sprachausgabe, bis hin zu den zahlreichen Spielmodi. Wer also mal wieder Lust auf ein Beat 'em Up der ganz alten Schule hat, liegt hier genau richtig. Bis der Nachschub der Genre-Kollegen auch auf der Vita einzieht, steht hier ganz klar die Referenz der Prügelspiele vor uns. Einzig und allein die Tatsache dass es sich „nur“ um eine erweiterte Fassung des bekannten Titels und kein komplett neues Spiel handelt, drückt das Gesamtbild hier minimal. Da es sich allerdings gleichermaßen auch um die vollständigste Version des Original-Spieles handelt, ist dies nur ein marginales Manko.

Sammelt online eine Niederlage nach der anderen: Hans Weiler für PlanetVITA.de

Vielen Dank an Arc System Works für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionscodes.

Leserwertung:

Pflichtkauf
Deine Wertung:

-
Mehr als gelungenes Prügelspiel mit riesigem Umfang und starker Technik

Wertung

EINSTEIGERHILFEN:

10

MULTIPLAYER:

10

UMFANG:

10
9
von 10

Ganze 19 verschiedene Charaktere

Zahlreiche Spielmodi

Wunderschöne 2D-Grafik

Lange Spieldauer

"Nur" eine Erweiterung und kein komplett neues Spiel

Wie werten wir?

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9 Kommentare