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Spielname:
Michael Jackson: The Experience

Typ:
PSVita-Spiel

Publisher:
Ubisoft

Developer:
Ubisoft

Genre:
Musik

Release:
TBA

Multiplayer:


Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre

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Michael Jackson: The Experience

Review: Michael Jackson: The Experience

Denis Wewetzer, 11.03.2012

2688°

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Es gibt viele Titel, die für jedes heutzutage gebräuchliche System entwickelt werden. Vor Allem Lizenzspiele werden häufig davon betroffen und umso häufiger passiert es, dass dabei nichts Gutes bei rauskommt. Und obwohl es schon einige Zeit her ist, dass Michael Jacksons Spiel auf den Markt gekommen ist, hat es Ubisoft nicht davon abgehalten, trotzdem eine Version für die Playstation Vita zu entwickeln. Michael Jackson: The Experience HD ist sogar einer der Launch-Titel des Handhelds und soll den King of Pop auch auf ebendieser tanzen lassen – mit unserer Hilfe. Doch wird das Spiel der Legende, welche der verstorbene Michael Jackson darstellt, gerecht, oder würde er sich dafür nur im Grabe umdrehen? Wir haben seinen Avatar zum tanzen gebracht, um das herauszufinden.

Er ist es nicht wirklich, nur sein Avatar
Wie in einem Musikspiel üblich, geht es auch bei Michael Jackson sofort zur Sache, wenn man in den HIStory-Modus, dem "Story"-Mods geht. Zumindest, nachdem einem erst einmal erklärt wurde, wie das Spiel gespielt wird. Dies ist sehr einfach: Man muss verschiedene Bewegungen, die man je nach Präferenz auf dem vorderen Touchscreen oder dem Rückseiten-Touchpad eingeben kann, nachmachen. Diese Eingaben können einfache Striche in bestimmte Richtungen, Antippen des Screens oder aber sogar Kreise sein. Die Funktion der Vita mehrere Berührungspunkte zu erkennen wird in dieser Version von The Experience auch benutzt, sodass man auch häufiger mit zwei Fingern agieren muss – allerdings häufig erst auf höheren Schwierigkeitsgraden. Je besser man im Takt der Musik die Eingaben ausführt, desto mehr Punkte gibt es auch. Im Hintergrund läuft währenddessen der Avatar von Michael Jackson rum und tanzt, selbst wenn man mal eine Bewegung verpasst. Dies erwähnt sollte auch nicht vergessen werden: Es ist unmöglich einen Song zu vergeigen, egal wie viele Striche und Punkte man verpasst.

Nachdem man nun allerdings weiß wie der Hase läuft, kann es endlich losgehen. Und zwar stehen von Anfang an alle 15 Songs der Pop-Legende zur Auswahl bereit, sodass man sich gleich seinen Lieblingssong aussuchen kann. Dafür schaltet man nach Abschluss der Songs und Erreichen einer bestimmten Gesamtpunktzahl, sowie entsprechenden Stufenanstieg andere Sachen frei: Notwendige Features beim Spielen, um höhere Punktzahlen zu erreichen. Wie üblich ist von Anfang an nur der leichteste Schwierigkeitsgrad zur Verfügung, was dabei allerdings unverzeihlich ist, ist die Tatsache, dass man einen Song "perfekt" abschließen kann und dennoch nur eine Wertung von B bekommt – die perfekte Eingabe muss nämlich erst einmal freigespielt werden. Weitere Features wie eine Kombo-Anzeige, die bei längerem Nicht-Verpassen von Noten einen Multiplikator für die Punkte aktiviert und Zusatzpunkte in den Freistil-Abschnitten der Songs, in denen man ungebunden an Vorgaben ist und seine eigenen Tanzbefehle eingeben kann, müssen ebenfalls erst einmal erspielt werden.

Abgesehen davon gibt es allerdings auch noch sinnvolle Dinge, die freigeschaltet werden können, und zwar durch sogenannte Prüfungen. Dies sind bestimmte Aufgaben, die bei jedem Song verschieden sind und so zumindest ein wenig Abwechslung reinbringen. Diese Prüfungen können zum Beispiel lauten: "Schließe den Song auf dem Schwierigkeitsgrad Extrem einmal ab.", "Erreiche X Punkte auf dem Schwierigkeits Y." oder auch einfach "Schaffe den Song 6 mal." Die Belohnungen hierfür sind dann andere Outfit für den Jacko-Avatar, Hintergrund-Effekte oder auch spezielle Handschuhe. Die Outfits erklären sich von alleine, die Hintergrund-Effekte werden immer beim Erreichen einer Kombo-Stufe aktiviert und können Hintergrundtänzer im laufenden Video oder simples Öffnen von Garagentoren sein. Die Handschuhe wiederrum haben besondere Effekte, sobald man sie ausrüstet. So kann man sich zum Beispiel davor bewahren seine perfekte Partie zu vergeigen, da einer es bewirkt, dass die erste ausgelassene Bewegung dennoch als perfekt angesehen und damit nicht verpasst wird.

Abseits der HIStory gibt es noch dem Wettkampf-Modus. Dieser ist ein Multiplayer-Modus, indem man gegen einen Kontrahenten antanzen kann. Leider ist es hier allerdings lediglich möglich über Ad-hoc einen Wettstreit auszufechten, einen Online-Modus sucht man für den Titel vergebens. Genauso wenig gibt es Online-Ranglisten für die Songs, was einen stärkeren Anreiz gegeben hätte, das Spiel länger zu spielen. Nebst dieser beiden Modi gibt es nur noch einen weiteren, in dem man einen Song seiner Wahl im Dauer-Freistil spielen kann und demnach nicht an die Befehle gebunden ist. Hat man es allerdings einmal satt die ganzen Songs nicht genießen zu können kann man sich die Videos auch einfach anschauen, ohne etwas drücken zu müssen.

Gameplay
Das Gameplay ist leicht zu erlernen und schwierig zu meistern – genau wie es von den meisten Rhytmus-Spielen bekannt ist. Ein Problem, welches diese Version von Michael Jackson jedoch hat, ist die Tatsache, dass man unter normalen Umständen mit den eigenen Händen die Eingaben verdeckt, da man den Touchscreen dafür benutzen soll. Es ist zwar möglich das Touchpad auf der Rückseite zu verwenden, allerdings reagiert dies meist weniger akkurat, als der vordere Screen. Hier ist es vom Vorteil, wenn Eingabebildschirm und Sichtschirm nicht derselbe sind. Außerdem ist es einfach nur fragwürdig, warum essentielle Spielelemente erst freigespielt werden müssen. So sollte nicht versucht werden einen Wiederspielwert rauszukitzeln. Gleiches gilt für Prüfungen der Marke "Schaffe Song X 6 mal." Außerdem wäre es schön, wenn falsche Eingaben eine Auswirkung auf das Bildgeschehen hätten.

Technik
Ob der Titel das HD am Ende verdient ist ohne Frage. Es ist nunmal nicht viel auf dem kleinen Modul drauf und dafür konnte man sich ordentlich auf die Grafik konzentrieren. Alle Bewegungen sind außerdem sehr flüssig. Schaut man sich die Musikvideos an, kommt allerdings unweigerlich die Frage auf, warum die Original-Videos digital nachgestellt worden sind – auch wenn sie dem Original wirklich äußerst ähnlich sind. Musiktechnisch dürfte auch außer Frage sein, dass diese einfach klasse klingt. Man könnte jedoch meinen, dass mehr als nur 15 drinne gewesen wären.

Features und Besonderheiten
Hier punktet der Titel leider überhaupt nicht. Nur 15 Songs des King of Pop sind auf dem Modul, es gibt keinerlei Online-Interaktion und ansonsten gibt es nur zwei Spielmodi, in denen man spielen kann. Zwar gibt es drei Schwierigkeitsgrade, von denen die letzten beiden freigespielt werden müssen, aber auch das zwingt keine Langzeitmotivation in den Titel. Da helfen auch keine magischen Handschuhe oder Figuren zum Sammeln.



Fazit:
Oh man, Michael, womit hast du das nur verdient. An sich ein solides Spiel, allerdings sind die Fehler so hinausstechend, dass es fast schon schade ist. Das Gameplay ist schwer auf einen großen Screen zu retten, da man gebunden ist sich selbst im Weg zu stehen – da hilft auch nicht das Rearpad. Der Umfang ist einfach nur dürftig und so schnell kommt keine Lust darauf auf, den Titel eine längere Zeit zu spielen. Selbst der Anfang fällt einem schwer, wenn man erst einmal damit beschäftigt ist das eigentliche Spiel freizuschalten. Beinharte Jacko-Fans können sich The Experience ruhig zulegen, allgemeine Fans von Musikspielen sollten sich allerdings nochmal überlegen, ob sie nicht auf ein besseres warten wollen.

Freut sich bereits auf Theatrhythm und wärmt sich mit Elite Beat Agents auf: Denis Wewetzer für PlanetVita.de

Vielen Dank an Ubisoft für die freundliche Bereitstellung des Rezensionexemplares.

Leserwertung:

Noch keine
Deine Wertung:

-
Ein paar Songs mehr und ein Online-Modus hätten dem Spiel gut getan – aber ohne muss nicht sein

Wertung

SOUND:

9.0

ABWECHSLUNG:

2.0

SONGAUSWAHL:

4.0
5
von 10

Schöne Präsentation

15 Songs des King of Pop...

Essentielle Spieleelemente müssen erspielt werden

...aber wirklich nicht mehr

Man blockiert sich selbst die Sicht

Keine Online-Features

Wie werten wir?

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