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Spielname:
Army Corps of Hell

Typ:
PSVita-Spiel

Publisher:
SquareEnix

Developer:
SquareEnix

Genre:
Strategie

Release:
22.02.2012 (erschienen)

Multiplayer:
1-4 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 16 Jahre

Screenshots:
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Review: Army Corps of Hell

Denis Wewetzer, 17.03.2012

5235°

2

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Manchmal machen Entwickler etwas, wo man gar nicht glauben mag, dass es noch immer dieselben Leute sind. So hat sich Square Enix mit Entersphere gleich zum Launch der Playstation Vita etwas eher ungewöhnliches ausgedacht, wenn man bedenkt, dass sie eher durch Rollenspiele bekannt sind: Army Corps of Hell, ein actionreicher Titel mit Metal-Soundtrack und Massen an Blut und Dämonen. Doch nur weil es was anderes ist, muss es ja nicht gleich etwas schlechtes sein – vor allem, da es den Pikmin-Titeln sehr ähnlich ist und diese auf dem GameCube ein Erfolg waren. Ob allerdings der Versuch geglückt ist, ein „Pikmin in böse“ zu kreieren, könnt ihr in unserem Review lesen!

Es war einmal ein König...
Die Story des Spiels ist schnell erklärt: Man übernimmt die Kontrolle des Dämonenkönigs, ein mächtiger und rücksichtsloser Tyrann. Dieser wurde zu Fall gebracht, verlor dabei seine Kräfte und musste deshalb seine Position abgeben. Aber obwohl er besiegt und seiner Kräfte beraubt wurde, ist er noch immer mächtiger als die armseligen Goblins, welche er kurzerhand zu seinen Lakaien macht. Und da es diese wie Sand am Meer gibt, baut er sich aus ihnen gleich eine ganze Armee auf und stärkt sie, damit sie ihm wiederum den Rücken stärken können. Somit versucht er nun, es wieder zurück auf den Thron der Unterwelt zu schaffen, indem er mit seiner willenlosen Armee die Dämonen vernichtet, die ihn einst gedemütigt haben.

Let's rock, baby!
Ohne weiteres Gerede bewegt man sich dann auch schon auf dem Schlachtfeld und führt seine Goblins in den Kampf. Von diesem gibt es drei verschiedene Arten: Die Soldaten, die Speerträger und die Magier. Die Soldaten erinnern dabei am meisten an die Pikmin, denn diese werden auf die Gegner geworfen, damit diese angegriffen werden. Allerdings gibt es hierbei eine Besonderheit: Sobald eine bestimmte Anzahl an Goblins an dem Dämonen hängt, kann man zum Massenangriff ausrufen. Dieser verursacht massiven Schaden am Gegner und führt auch meist zum Tod. Außerdem, wenn man es ein wenig mit den Goblins übertrieben hat, bekommt man einen Overkill-Bonus. Wir kommen aber später nochmal dazu, was dieser bringt. Die Speerträger lassen sich im Gegensatz zu den Soldaten nicht werfen und rennen auf die Feinde zu, um sie anzugreifen. Sie besitzen dafür eine wesentlich größere Reichweite. Magier-Goblins greifen die Dämonen gar nicht direkt an, sondern benutzen logischerweise Zauber. Diese haben einen wesentlich größeren Radius, wodurch mehrere Feinde gleichzeitig anvisiert werden können. Das macht sie ideal zum Einsatz gegen Gegnerschwärme. Weder Magier noch Speerträger besitzen die Möglichkeit einen Massenangriff zu starten, dafür kann man auch so mit ihnen einen Overkill erzielen.

Gefallene, große Gegner sind aber auch noch nach dem Vernichten nützlich. So kann man seine Armee auf den Leichnam des gefallenen Feindes schicken, um ihn um alles zu berauben, was er hatte – und wenn es nur ein Stück Fleisch ist. Mit den von Gegnern erhaltenen Gegenständen kann man wiederum mit Hilfe von Alchemie neue Gegenstände herstellen. Dies sind vor allem Ausrüstungsobjekte für die Goblin-Armee. So kann man alle drei Klassen mit neuen Waffen und Rüstungen ausstatten, um sie zu stärken oder vor manchen Fallen zu schützen. Die Level bieten nämlich keinen einfachen Spaziergang durch Gegnerhorden, sondern haben manchmal auch Fallen wie Feuergeysire oder Elektrozäune parat. Mit der richtigen Ausrüstung sind diese Hindernisse jedoch kein Problem. Abgesehen von den Gegenständen lassen getötete Gegner auch rote Orbs fallen. Im Level dienen diese dazu, um besiegte Goblings aus Käfigen zu befreien, um wieder eine volle Armee bei sich zu haben. Außerhalb dieser gelten sie als Währung und werden neben den Monster-Materialien benötigt, um neue Gegenstände herzustellen.

Offensive ist nicht alles...
Aber natürlich hilft es nichts, wenn man sich immer nur an einem Ort befinden und seine Soldaten auf den Gegner schmeißt. Trotz des sehr chaotischen Spielverlaufes ist Strategie das A und O – seine ungeschützen Goblins auf einen brennenden Dämonen zu schmeißen ist nun mal keine gute Idee. Sollte man sich mal in einer sehr brenzligen Situation befinden, kann man auch „Fliehen“, also sich schneller bewegen. Außerdem ist es möglich die Goblins in Formation zu bringen, damit sie nicht wie kopflose Hühner einem hinterherlaufen. Dies hat mehrere Vorteile: Alle Goblins auf dem Feld werden sofort zu einem gerufen. Dadurch kann man einen herumstreifenden Lakaien noch gerade so vor einem Angriff retten. Außerdem verändert die gestaffelte Aufstellung das Angriffsmuster der eigenen Verbündeten: Die Soldaten werden so immer in Zweierpaaren geworfen, wodurch man schneller mehrere Goblins auf den Gegner bekommt, um ihm einen verheerenden Massenangriff zu verpassen. Die Speerträger werden in Formation alle gleichzeitig losgeschickt und die Magie der Magier wird mächtiger. Abgesehen davon ist es in schwierigen Sitationen zudem möglich Items zu verwenden, welche durch kleinen Mini-Spiele einen guten oder weniger guten Effekt erzielen – je nachdem, wie gut man abschneidet.

Hat man das Chaos letzlich überstanden, wird man vom Level-Abschluss-Bildschirm begrüßt. Hier wird man bewertet, je nachdem wie lange man gebraucht hat, wie viele Goblins draufgegangen sind und wie hoch der gesamte Overkill-Bonus ist. Es geht also darum, sehr effizient zu sein. Der König möchte schließlich nicht darauf warten müssen, wieder auf den Thron zu kommen. Wieder im Levelauswahlbildschirm angekommen kann man sich nun wieder mit neuen Gegenständen eindecken. Außerdem kann man den König neu ausstatten, da dieser im Kampf ebenfalls angreifbar ist und besiegt werden kann. Wenn einem mal nicht nach Morden ist kann man sich auch einfach durch das Dämonenkompendium lesen und bereits besiegte Gegner erforschen. Und wenn einem mal nach etwas Gesellschaft beim Herrscher-Sein ist, kann man das Spiel auch mit bis zu drei Freunden via Ad-hoc kooperativ spielen.

Gameplay
Was auf den ersten Blick chaotisch wirkt ist auch tatsächlich unglaublich chaotisch. Hundert Goblins wollen befehligt, Feinde besiegt und die richtige Strategie gewählt werden. Und das nicht so seicht und langsam, wie Veteranen von Pikmin es kennen: Man muss sehr schnell handeln und kann sich bei auftretenden Feinden nicht eine Minute lang ausruhen, da dies bereits das Ende für die Goblin-Armee heißen kann. Und obwohl alles so schnell verläuft funktioniert alles sehr gut und flüssig. Die Ladezeiten fallen auch angenehm kurz aus. Strategie muss nun mal nicht immer langsam sein.

Grafik
Die Grafikpower der Vita ist ziemlich hoch und Spiele wie Uncharted oder Everybody's Golf haben dies bereits bewiesen. Army Corps of Hell ist leider kein Beweis für diese Kraft – zumindest nicht im vollem Ausmaß. Das Spiel sieht keineswegs schlecht aus und die Effekte – obwohl sie meistens nur daraus bestehen, dass literweise Blut fließt – sehen gut aus. Allerdings hat das chaotische Gameplay den Nachteil, dass man eigentlich nie dazu kommt, etwas wirklich genauer zu betrachten.

Sound
Der Punkt, bei dem sich die Geister scheiden werden: Der Soundtrack. Bereits der erste Trailer vom Spiel hat gezeigt, was im Hintergrund abläuft – Metal vom Feinsten. Wer dachte, dass Rock im Hintergrund von Dynasty Warriors unpassend ist, wird damit eventuell auch bei Army Corps of Hell seine Probleme haben. Dies ändern aber nichts daran, dass der Soundtrack sehr facettenreich ist und die chaotische Atmosphäre des Spiels durchaus unterstützt.

Features und Besonderheiten
Obwohl das Spiel sehr Linear zu sein scheint, da man einfach nur von Level zu Level geht und einen Dämonen nach dem anderen tötet, bietet der Titel doch so ein wenig Freiheiten. So kann man einen Level wieder und wieder spielen, bis man endlich die perfekte Strategie gefunden hat um ihn schnell und effizient abzuschließen. Jede Ebene wird nämlich mit einem Rang beurteilt, von keiner Medaille über Bronze, Silber und Gold bis Platin – und Platin möchte verdient werden. Dafür darf man sich wirklich keine Fehler erlauben. Allerdings gibt es eine Sache, die dem Titel fehlt: Vielfalt. Ein paar Variationen wären nett gewesen, denn ein wenig Abwechslung zum dauerhaften Abschlachten fehlt definitiv – die musikalischen Mini-Spiele helfen da leider auch nicht.



Fazit:
Wer "Pikmin" kennt und sich das Ganze in schnell, böse und mit gehöriger Metal-Musik im Hintergrund vorstellt weiß genau, was er von Army Corps of Hell zu erwarten hat. Ein Strategie-Spiel der etwas anderen Art, das allerdings durchaus zu überzeugen weiß. Der Titel regt auf jeden Fall schnelle Denkvorgänge und Strategiewechsel an, wird auf Dauer jedoch zu schnell monoton. Besonders später fällt auf, dass viele Gegner nur neu eingefärbt worden sind und sich deshalb nicht großartig von den anderen ihrer Art Unterscheiden. Außerdem fehlt einfach die Abwechslung. Einen Level wieder und wieder abzuschließen, nur damit man eine Platin-Medaille bekommt, kann auf lange Zeit nicht reichen. Durch große Bosse, die meist komplett anders bezwungen werden müssen wird dies zumindest ein wenig aufgelockert, wodurch der Titel für Schnelldenker und Strategie-Fans durchaus einen Blick wert ist.

Liebte zuletzt den Brütal Legend Soundtrack so sehr: Denis Wewetzer für PlanetVita.de

Vielen Dank an SquareEnix für die freundliche Bereitstellung des Rezensioncodes.

Leserwertung:

Super
Deine Wertung:

-
Ein guter Metal-haltiger Vertreter der Action-Strategie, der allerdings schnell chaotisch endet.

Wertung

KOMPLEXITÄT:

8.0

ÜBERSICHT:

4.0

STEUERUNG:

9.0
7
von 10

Chaotische Strategie-Action...

Viele Level...

Umfangreicher Soundtrack

Viel Ausrüstung zum Sammeln

...die manchmal zu chaotisch wird.

...ohne große Designvariationen.

Auf Dauer monoton.

Wie werten wir?

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2 Kommentare