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Spielname:
Reality Fighters

Typ:
PSVita-Spiel

Publisher:
Sony

Developer:
Novarama

Genre:
Fighting

Release:
22.02.2012 (erschienen)

Multiplayer:
1-2 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre

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Review: Reality Fighters

Denis Wewetzer, 27.03.2012

3465°

1

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Man könnte meinen, dass mit Ultimate Marvel vs. Capcom 3 und Blazblue: Continuum Shift Extend bereits zwei Fighting-Games zum Launch der Playstation Vita erschienen sind und dass das erst einmal reicht. Doch Sony hatte da auch noch ein Wörtchen mitzureden und entwickelte Reality Fighters, ein Spiel, dass vor Allem auf die Augmented Reality-Features des neuen Handhelds setzt. Allerdings wird es wirklich schwer sich gegen zwei eingestandene Reihen zu behaupten, wenn man sich nur auf ein Feature des ganzen Systems konzentriert. Doch vielleicht überrascht das Entwicklerteam ja ein wenig und zeigt mit dem Titel, dass auch sie außerordentliche Fighting-Spiele erschaffen können. Wir haben unsere Wohnzimmer zum Schauplatz von Kämpfen um Leben und Tod werden lassen, um Licht ins Dunkel zu bringen.

Der Name ist Programm
Wie man sich bei dem Titel des Spiels bereits denken kann, ist genau das auch Programm im eigentlich Gameplay. So darf man sich bereits zu Beginn einen Charakter selbst erstellen – allerdings bekommt man dafür nicht einfach ein paar namenlose Gesichter vorgesetzt, zwischen denen man sich entscheiden muss. Die Kameras der Vita werden hier zum Einsatz gebracht, um das eigene oder jedes andere beliebige Gesicht, welches einem vor die Linse läuft auf den Kämpfer oder die Kämpferin zu transferrieren – und zwar ziemlich genau. Nachdem man nun das Gesicht hat, kann man sich noch die Körpermaße und Klamotten aussuchen. Bereits bei der Kleidung fällt eine kleine Eigenheit bei Reality Fighters auf: Sie machen nämlich einen Unterschied. So bieten verschiedene Kleidungsstücke Schutz an unterschiedlichen Körperregionen oder verstärken die eigenen Angriffe. Aber damit ist noch nicht alles getan: Man darf sich auch noch den eigenen Introsatz aussuchen – und selbst ins Mikrofon sprechen. Selbes gilt auch für den Siegessatz. Zum Schluss muss nur noch der Kampfstil ausgesucht werden und schon ist der erste Reality Fighter fertig.

Bereit? Kämpfen!
Doch warte! Bevor man sich nun doch endlich in den Kampf stürtzt, muss erst einmal die Arena ausgewählt werden. Hierbei hat man die normale Wahl an Kampfschauplätzen, welche jedoch alle reale Hintergründe darstellen. So ist es möglich vor einem echten Tempel zu kämpfen – zumindest virtuell. Allerdings ist das Hauptfeature hierbei, dass man wirklich alles zur Arena machen kann, natürlich mit Hilfe der Kameras der Vita. Dadurch wird es möglich auch einfach auf dem eigenen Schreibtisch zu kämpfen. Oder aber der eigene Bauch, je nachdem wonach einem gerade ist. Und wenn der Kampf anfängt fällt eine weitere Sache gleich auf: Die Gyro-Sensoren steuern die Kameraeinstellung oder um es anders zu sagen: Man muss die Hände ruhig halten, um etwas sehen zu können. Es ist zwar möglich bestimmte Achsen in den Optionen auszuschalten, damit die Kamera etwas zentraler wird, komplett stillschalten kann man sich allerdings nicht, wodurch man dazu gezwungen wird möglichst ruhige Hände zu haben.

Der eigentliche Kampf verläuft typisch für ein Fighting-Game: Das Ziel ist das Besiegen des Kontrahenten. Hierbei ist es möglich normale Angriffe zu verwenden, indem einfach nur die Tasten gedrückt werden. Allerdings kann man natürlich auch werfen und spezielle Technicken verwenden, die für jeden Stil unterschiedlich sind. Als Kung-Fu Kämpfer ist es so möglich spezielle und stärkere Tritte zu verwenden, der Samurai dagegen schwingt elegant sein Schwert. Diese Angriffe werden, was für die meisten Kenner des Genres bereits bekannt ist, durch bestimmte Drehungen des Sticks oder Steuerkreuzes vor dem Angriff ausgelöst. Neben diesen etwas stärkeren Angriffen gibt es allerdings auch Superattacken. Um diese zu benutzen muss jedoch erst einmal die Spezial-Leiste gefüllt werden, was einfach durch Angriffe auf den Gegner geschieht. Diese können zwar alle geblockt oder ausgewichen werden, allerdings führen sie zu einer mächtigen Delle in der Lebensenergie des Feindes, sollten sie treffen. Bei Reality Fighters gibt es allerdings noch etwas anderes: Waffen. Das können Schwerter sein, ein Zauberstab, eine E-Gitarre oder einfach nur ein Knopf. Der Knopf beschwört dabei besondere Angriffe auf den Gegner, wie zum Beispiel einen Zug, der einfach über ihn rüber fährt.

Kämpfen, Kämpfen, schneller Kämpfen!
Natürlich wird das monotone Gekloppe irgendwann langweilig – egal ob man es nun im schnellen Kampf oder aber im Story-Modus tut, in dem man sich den ehemaligen Schülern von Herrn Miyagi stellen muss. Neben diesem gibt es auch noch den Zeitangriffs-Modus. Dieser mag zwar so klingen, als müsste man auf Zeit viele Gegner besiegen, das stimmt allerdings nicht. So muss man hier versuchen so viele Ziele wie möglich zu zerstören um eine hohe Punktzahl zu erreichen. Anfangs ist dies noch leicht, da jedes Ziel Punkte gibt, in den höheren Stufen gibt es allerdings auch falsche Ziele, die wiederrum Punkte abziehen. Abgesehen davon bleibt für den Einzelspieler-Teil nur noch der Überlebensmodus, wo der Name eigentlich schon alles sagt. Man bekommt unendlich viele Kontrahenten entgegen gestellt, bis man entweder besiegt wird oder aber die Zeit abläuft. Sowohl für den Zeitangriff, als auch für den Überlebensmodus gibt es übrigens Online-Leaderboards, sodass man sich mit allen Spielern der Welt messen kann. Und wo wir gerade beim Thema Online sind: Es ist möglich sowohl via Ad-hoc, als auch Online gegen andere Spieler anzutreten um zu zeigen, wer der beste Reality Fighter ist. Hat man irgendwann man Schwierigkeiten ist es zudem möglich mit Hilfe von Sternen, die man durch das Absolvieren von Allem bekommt, neue Ausrüstung und Stile zu kaufen, um mal etwas neues auszuprobieren oder einfach den Vorteil des Schutzes zu nutzen.

Gameplay
Die Kämpfe verlaufen immer flüssig, ganz egal wie umfangreich der gewählte Hintergrund auch sein man. Etwas störend allerdings ist die Tatsache, dass man wirklich ruhige Hände braucht, um immer eine gute Übersicht über das Geschehen zu haben. Dies wird noch schwieriger, wenn man sich an der Touchscreen-Steuerung versucht. Diese lässt einem zwar schnell und einfach besondere Attacken ausführen, macht es einem aber noch schwieriger alles im Blick zu behalten. Außerdem mangelt es dem Spiel mächtig an einer Sache, wenn es um das Gameplay geht: Vielfalt. Es gibt zwar 15 verschiedene Stile, die Attacken jedes einzelnen sind allerdings mächtig begrenzt. So haben viele Stile gerade einmal zehn verschiedene Techniken, mit denen sie trumpfen könnten. Es gibt zwar viele verschiedene Waffen, die von jedem Stil ebenfalls etwas unterschiedlich gehandhabt werden, dennoch wären mehr Möglichkeiten dem Gegner einzuheizen wünschenswert gewesen.

Technik
Die Technik ist etwas, dass leider ein wenig auf der Strecke geblieben ist. Abgesehen von der Tatsache, dass die Hintergründe immer echt aussehen, weil sie es nunmal sind, gibt es keine großen Besonderheiten, was die Grafik angeht. Die Kämpfer sehen zwar nicht unbedingt schlecht aus, ein wenig mehr Mühe hatte man sich hier dennoch geben könne. Was den Sound angeht, so ist dieser sinngemäß gewählt. Manche Stile haben ihre eigenen Melodien und die Effekte, sobald man einen Gegner trifft sind ebenso zweckmäßig. Die deutsche Sprachausgabe ist allerdings nicht besonders gut gelungen, wobei besonders das falsche Deutsch von Miyagi auf Dauer etwas stört.

Features und Besonderheiten
Die großen Features sind ganz klar, die Möglichkeit sich selbst oder andere als Kämpfer in den Ring steigen zu lassen und jeden Ort zum Kampfschauplatz umzufunktionieren. Dass hierrauf der Fokus gelegen hat, fällt allerdings leider auch auf. Denn abgesehen von dieser netten Spielerei bietet Reality Fighters nicht viel. Es gibt zwar einen zweckmäßigen Online-Modus, Ranking-Listen und diverse Gegenstände zum Freispielen, aber irgendwie fehlen ein paar Features. Wer gerne den Arcade-Modus bei Fighting-Games mag wird außerdem bei Sonys Titel enttäuscht, einen solchen gibt es nämlich nicht. Der Schwierigkeitsgrad – etwas, dass bei den meisten anderen Vertretern des Genres enorm hoch eingestuft ist – ist für Kenner ein Klacks. So ist es leicht möglich die Feinde im schnellem Spiel auf der höchste Stufe zu erledigen. Einzig und allein fordernd hierbei ist der Überlebensmodus, in dem sich die meisten Kontrahenten in den späteren Kämpfen ordentlich zur Wehr setzen.



Fazit:
Es ist schon schwer sich irgendwie einen Platz zu ergattern, wenn gleich zum Launch zwei alteingesessene Genre-Brüder parat stehen. Und Reality Fighters schafft es leider nicht zu überzeugen. Es mag eine nette Spielerei sein sich selbst den Ort auszusuchen und im Kampf beteiligt zu sehen, aber mehr ist es auch nicht. Der Umfang ist allgemein sehr mager ausgefallen: Gerade einmal 15 Stile und dazugehörige 16 vorgefertigte Charaktere kann man sich auswählen, es gibt eine Story, den Zeitangriff, das Überleben und das schnelle Spiel. Neben dem Online-Modus war es das auch schon wieder. Die nicht abschaltbare Kameraführung stört auch gewaltig im Kampf und Variation in den Techniken wäre auch wünschenswert gewesen. Wer also ein Fighting Game für Sonys neuen Handheld sucht, sollte doch lieber zu Ultimate Marvel vs. Capcom 3 oder Blazblue Continuum Shift Extend greifen.

Hat sich selbst als merkwürdig gekleideten Samurai gebastelt: Denis Wewetzer für PlanetVita.de

Vielen Dank an Sony für die freundliche Bereitstellung des Rezensioncodes

Leserwertung:

Finger weg!
Deine Wertung:

-
Wer ein Fighting Game sucht, sollte sich lieber an einem der Veteranen versuchen

Wertung

EINSTEIGERHILFEN:

5.0

MULTIPLAYER:

7.0

ABWECHSLUNG:

3.0
4
von 10

Kameras werden für nette Spielereien benutzt...

Online-Multiplayer und Leaderboards

Viele Einkleidungsmöglichkeiten

...mehr sind sie aber wirklich nicht.

Zu wenige Stile und Techniken

Kein Arcade-Modus

Zu leicht

Wie werten wir?

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1 Kommentar