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Spielname:
Disgaea 3: Absence of Detention

Typ:
PSVita-Spiel

Publisher:
Flashpoint

Developer:
NIS

Genre:
Rollenspiel

Release:
13.04.2012 (erschienen)

Multiplayer:


Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre

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Disgaea 3: Absence of Detention

Review: Disgaea 3: Absence of Detention

Denis Wewetzer, 02.05.2012

8950°

6

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Manchmal muss die Verschiebung eines Releasetermins nichts schlimmes sein. Im Falle von Disgaea 3: Absence of Detention war dies zumindest der Fall. Schließlich hatte man sich sehr kurzfristig dazu entschieden, den Titel bereits eine Woche vor dem offiziellen Termin am Freitag, dem 13. April, auf den Markt zu bringen. Nachdem bereits Disgaea 1 und 2 auf der PSP erneut veröffentlicht wurden, wobei diese ursprünglich PS2-Spiele waren, wurde Disgaea 3 auf die Vita umgesetzt – mit allen DLC-Paketen, welche die PS3-Version über die Zeit erhalten hat, und noch ein paar zusätzlichen Extras aus dem vierten Teil der Reihe. Kann auch Episode 3 auf dem neuen Power-Handheld von Sony beeindrucken, wie es die Vorgänger schon auf der PSP getan haben? Wir haben uns in der Evil Academy eingeschrieben, um genau dies zu enthüllen.

Der Horror eines jeden Hardcore-Gamers
Soo... Das ist also die weltberühmte Evil Academy der Netherworld. Ich hab' sie mir glatt etwas größer vorgestellt. Und irgendwie... mehr besucht. Hier ist ja so gut wie niemand! Naja, das könnte wohl daran liegen, dass die Evil Academy das glatte Gegenteil einer normalen Schule ist. So ist nichts erwünscht, was in unserer Welt ein gutes Zeugnis geben würde. Das bedeutet: So viel Unterricht zu schwänzen wie es geht und bloß niemals Hausaufgaben zu machen gehört zum guten Ton. Außerdem sollte man so vielen Mitschülern auf die Nerven gehen, wie irgend möglich. Und einer ist in diesen ganzen Sachen der Beste: Mao, der Sohn des Direktors der Schule. Dieser hat jedoch seit kurzem ein etwas anderes Problem: Seinen Vater. Da Mao durch das Schwänzen der Schule schrecklich viel Zeit hatte, benutzte er diese natürlich auch unter Anderem dazu, Videospiele zu spielen. Allerdings ist sein übergroßer Vater einfach auf die Slaystation Portable getreten, wodurch 4 Millionen Spielstunden einfach flöten gegangen sind. Und obwohl es gegen seine Prinzipien als Ehrenstudent der Evil Academy geht, auch nur einen Fuß auf den Campus des Schulgeländes außerhalb seines Zimmers zu setzen, versucht er nun ein Held zu werden, damit er dem Direktor seine gerechte Strafe zukommen lassen kann. Zumindest bekam er diesen Gedanken durch die Recherche vieler Helden-Comics...

Der Weg zum Heldentum - leicht gemacht
Da seh ich Mao auch schon! Dieser Anblick... Echt furchterregend. Und so ehrenvoll. So sieht ein richtiger Student der Evil Academy aus... Und schon ist er wieder weg, durch das Dimension Gate mittels seines treuen Butlers Geoffrey. Hier begibt er sich auf den Weg, um schnell ein Held zu werden und sich somit an seinem Vater zu rächen. Allerdings war dies noch nie ein einfaches unterfangen. Mao, Ehrenstudent wie er ist, wird er zwar generell bewundert, von manch anderen, ehrgeizigen Studenten allerdings auch beneidet. Diese versuchen dann auch, ihm den Platz streitig zu machen. In hitzigen Gefechten wird sich dafür in rundenbasierten Strategie-Kämpfen duelliert. Mao lässt es sich dabei allerdings nicht nehmen, den ersten Zug zu machen. In diesem gilt es die eigenen Einheiten zu platzieren und auszuwählen, welche Befehle sie ausführen sollen. Dies können normale Angriffe, Spezialangriffe oder sogar die Bildung eines menschlichen Turmes sein. Natürlich kann man sich auch verteidigen, allerdings ist Angriff noch immer die beste Abwehr, vor allem für einen solchen Musterschüler wie Mao! Und trotzdem hält er sich an die Regeln des rundenbasierten Kampfes, weshalb er ruhig und gelassen die Feinde auf dem Feld ihre Aktionen ausführen lässt, bevor er sich wieder rührt. Man sieht jedoch schon an seinen funkelnden Augen, dass seine 1,8 Millionen E.Q. (Evil Quotient) einen bösen Plan aushecken: Die Nutzung des Terrains und der Geo-Felder!

Das Terrain an sich hat dabei weniger strategische Zwecke, während die Geo-Felder einen großen Einfluss auf den ganzen Verlauf des Kampfes haben können. Es hat mich allerdings schon immer gewundert, wie eigentlich plötzlich diese merkwürdigen Farben auf die Böden gelangen... Aber ich schweife ab. Diese Farben selbst richten noch kein großes Übel aus, sobald ein Geo-Block auf ihnen ist, bekommt jedes gleichfarbige Feld denselben Effekt, wie der Block ihn hat. Dies kann ein Boost von 50% der Angriffkraft sein oder aber eine Einschränkung des Eintretens. Es gibt wirklich viele Effekte, die alle taktisch genutzt werden können. Wenn ich mir Mao so ansehe, hat er allerdings etwas ganz anderes vor... Es sieht nämlich so aus, als wolle er den Geo-Block zerstören. Durch diese Aktion wird jedes Feld in die Farbe des Blockes gefärbt – und darauf befindliche Einheiten werden beschädigt. Wobei mir auffällt, dass ich vielleicht von diesem gelben Feld runtergehen sollte... Naja, jedenfalls lässt sich durch das Platzieren von mehreren Blöcken auf einer Farbe eine Combo auslösen, die immer mehr Schaden anrichtet und nach und nach alle Blöcke zerstört. Intelligent wie er ist, schafft es Mao sogar alle, Farben einzuschließen und jedes einzelne Feld danach auch noch aufzulösen, was einen mächtigen und enorm schädlichen Angriff mit sich zieht. Wirklich erstaunlich, was der alles so drauf hat.

Demokratie in der Akademie?!
Nachdem alle Feinde vom Feld gefegt wurden, können Mao und seine Sklaven endlich den Sieg feiern. Neben der Tatsache, dass er zum nächsten Feld kann, gibt es außerdem einen kleinen Bonus, je nachdem wie gut er sich im Kampf geschlagen hat. So eine kleine Fan-Gemeinde unter den Schülern muss es echt gut mit ihm meinen. Schließlich gibt es darunter nicht nur diverse Gegenstände, sondern auch hohe Hell-Belohnungen (die Währung in der Netherworld), sowie Erfahrungspunkte. Zudem bekommt jeder eingesetzte Sklave, und natürlich auch Mao selbst, Mana für jeden besiegten Gegner. So wie ich die Sache sehe könnte man sagen, dass einfach die Überreste des Widersachers aufgesammelt werden, um diese als seperate Währung zu benutzen – aber ich glaube das wäre ein wenig abstrakt, selbst für die Evil Academy. Unser „Held“ der Geschichte scheint schon genau zu wissen, was er mit seinem gesammelten Mana anstellt: Er opfert es dem Evility Lab, damit er neue Fähigkeiten lernen kann - unter anderem neue Angriffe oder Zaubersprüche. Abgesehen davon gibt es aber auch die so genannten Evilities, welche besondere Fähigkeiten eines jeden Charakters sind. Mao zum Beispiel wird stärker, je mehr Gegner auf dem Feld befindlich sind. Ich dagegen muss mich mit immer weniger Freizeit zufrieden geben, sofern sich eine große Anzahl an Spielen in meinem Regal befinden. Neben den Standart-Evilities kann man sich durch Mana aber auch neue geben lassen, die andere Boni geben. So ein wenig mehr Zeit wäre doch mal genau das Richtige für mich, allerdings reicht mein Mana noch lange nicht dafür aus.

Nach dem Besuch im Laboratorium scheint unser Hauptcharakter aber glatt darauf aus zu sein, etwas zu tun, was seinem Ruf schaden könnte! Er bewegt sich direkt auf das Klassenzimmer zu, um am Unterricht teilzunehmen. Etwas ungewöhnlich, da er davor noch nie auch nur in die Nähe dieser Räume gegangen ist... Allerdings dreht er das Ganze zu seinem Gunsten. Im Klassenzimmer können nämlich unter Einsatz von Mana bestimmte Sachen besprochen werden. Wie sich das bemerkbar macht? Anscheinend ist Mana ein guter Stoff zum Bauen von Sitzplätzen zu sein. Der neue Sklave, den sich Mao gerade gekauft hat, besitzt nämlich nur einen alten Pappkarton als Tisch. Wäre er nicht ganz so geizig mit dem Mana gewesen, hätte er gar einen goldenen Tisch und einen roten Teppich bekommen können, der die neue Einheit dazu beflügelt hätte, sich mehr anzustrengen! Nachdem er dabei allerdings so geizig war, nutzt er sein Mana wohl, um ein paar Klassensprecher zusammen zu rufen und ein wichtiges Thema zu besprechen: Ein neuer Schulclub muss her! Irgendetwas, bei dem sich die Studenten versammeln und miteinander etwas unternehmen können. Jedoch stimmt nicht jeder Sprecher gleich für die Idee, nur weil Mao ein wenig Mana in die Runde schmeißt. Mit ein paar Bestechungen sieht das aber schon ganz anders aus, die er natürlich sofort parat hat. Sobald die Hälfte der versammelten Sprecher für seinen Vorschlag stimmen, wird er akzeptiert. Sind es weniger, kann er sich geschlagen geben oder aber versuchen mit Gewalt, seinen Vorschlag durchzuringen. Das Bestechen hat allerdings geholfen, weshalb er nicht zu diesen Mitteln greifen musste.

Alles kompakt und doch so groß
Puh... Ich glaube, ich lasse den Sohn des Direktors jetzt mal alleine. Irgendwie habe ich nämlich das Gefühl, dass er es nicht mochte, die ganze Zeit von mir verfolgt zu werden. Deshalb mache ich mal lieber alleine einen kleinen Rundgang über den Campus. Dabei fallen mir sofort die Läden von Rosen Queen Co. Auf. Hier kann man sich neue Ausrüstung oder Gegenstände kaufen. Bei der Ausrüstung oder besonders den Waffen sollte man aufpassen, welche man den Leuten in die Hände drückt. Ein Magier kann so herzlich wenig mit einer Axt anfangen, während ein Krieger damit natürlich jede Menge Köpfe einschlägt. Wenn ihr allerdings mich fragt, bleibe ich bei den guten, alten Fäusten. Das ist schließlich der direkte Weg bei der Konfrontation mit den Gegnern. Neben den Shops gibt es zudem noch das kleine Krankenzimmer, wo man alle seine Einheiten gegen ein kleines Entgelt heilen kann. Letztlich fehlt noch das Portal in die Item World. Hier ist es möglich in alle Items, die es im Spiel gibt, einzutauchen und dort in Zufallsleveln gegen die Bewohner anzutreten. Schließt man diese ab, wird der Gegenstand, in den man eingetaucht ist, stärker. Allerdings bin damit lieber vorsichtig - es gibt zu viele unliebsame Überraschungen, die einem darin erwarten können..

Gameplay
Nach längerer Beobachtung vom megalomanischen Musterschüler Mao ist eines aufgefallen: Alles lässt sich sehr leicht unter Kontrolle halten und wenn man es so haben möchte, geht es auch recht flott vonstatten. Es ist fast so, als würde eine geisterhafte Hand die Kommandos von einem Fenster in einer anderen Dimension aus erteilen – zumindest, wenn ihr danach ist. Mao bevorzugt aber wohl eher Buttons. Abgesehen davon gibt es einen merkwürdigen Sport in der Schule, der die Schüler einfach so durch die Hallen fliegen lässt... Schon komisch.

Grafik
Ich muss nicht einmal eine Brille tragen, um eines festzustellen: Ob man nun im Schloss eines Overlords, in einem kleinen Dorf oder aber auf den Campus der Evil Academy ist, die Netherworld wirkt doch etwas pixelig. Besonders bei den Leuten hier hat man das Gefühl, Pixel zählen zu können - was man sogar kann, wenn man will. Dafür lassen die mit ihren Spezialattacken ordentlich die Fetzen fliegen.

Sound
Ein wenig musikalische Untermalung? Auf dem Campus der Evil Academy immer. Andauernd läuft ein wenig Musik, die sehr abwechslungsreich ist und immer zur momentanen Stimmung passt. Fragt man sich, wie die Leute das eigentlich bewerkstelligen... Da man zu manchen Orten allerdings recht häufig kommt, wirkt die Hintergrundmusik auf Dauer ein wenig repetetiv.

Features und Besonderheiten
Es ist wirklich faszinierend, was man hier alles anstellen kann. Alleine die Besuche in der Item World würden eigentlich ausreichen, um mehrere Stunden zu füllen. Aber natürlich sind auch die ganzen neuen Charaktere, die es in die Evil Academy geschafft haben, einen Blick wert. Die besonderen Marotten von Mao und seinen Kumpanen bringen einem auch jedes Mal ein Lächeln auf mein Gesicht. Die unzähligen Gegenstände und Einheiten, die man bei einem Besuch hier bekommen kann, lösen zudem ein unglaubliches Sammelfieber aus. Und wenn ich dann noch bedenke, dass es so viele Fähigkeiten gibt, die man sich hier aneignen kann... Ich würde wirklich gerne noch länger hier bleiben. Allerdings ist mein Besuch an der Evil Academy beendet.



Fazit:
Nun bin ich wieder zuhause... Aber ich kann meinen nächsten Besuch kaum noch abwarten! Mao war wahrscheinlich nicht ganz so erfreut, dass ich ihn eine Weile lang auf die Nerven gegangen bin, aber mir hat es viel Spaß bereitet. Die unglaublichen Charaktere, all' diese Sachen, die es dort zum Sammeln gibt, und wenn ich erst an die ganzen „Freizeit“-Angebote denke... Es gibt dort wirklich immer etwas zu tun! Außerdem ist der Hauptpart - die strategischen Kämpfe gegen die Feinde - auch sehr gut ausgefallen. Die einzigen negativen Punkte sind, dass man das Gefühl bekommt, eine Brille tragen zu müssen, da alles irgendwie veraltet und pixelig wirkt. Außerdem kommt mir das meiste recht bekannt vor, als gäbe es das schonmal, nur mit ein paar Extras... Dies trügt jedoch nicht den Gesamteindruck: Wer was für strategische Einlagen und schrägen Humor übrig hat, ist bei der Evil Academy genau richtig. Allerdings nur, wenn man auch genug Zeit hat um sich alles anzusehen. Das Studium hier nimmt nämlich viel davon in Anspruch.

Möchte unbedingt einen permanten Platz in der Evil Academy: Denis Wewetzer für PlanetVita.de

Vielen Dank an NIS America für die freundliche Bereitstellung des Reviewexemplares

Leserwertung:

Pflichtkauf
Deine Wertung:

-
Für Strategie-Fans ein absolutes Must-Have – alle anderen sollten sich den Titel zumindest mal genauer ansehen

Wertung

KOMPLEXITÄT:

9.0

ÜBERSICHT:

9.0

UMFANG:

10
9
von 10

Charmante Retrografik...

Unzählige Dungeons durch Item World

Viele Gegenstände zum Sammeln

Schräger Humor

...die leider nicht Zeitgemäß ist.

Wie werten wir?

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6 Kommentare