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Spielname:
Patchwork Heroes

Typ:
PSN Spiel

PSN Preis:
7,99 €

Publisher:
Sony

Developer:
Sony Japan / Acquire

Genre:
Geschicklichkeit

Release:
01.04.2010 (erschienen)

Multiplayer:
nicht vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre

Screenshots:
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Kurztest: Patchwork Heroes

Jakob Koch, 01.08.2011

1200°

0

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Mit dem exklusiven PSN-Titel Patchwork Heroes erschien bei uns die westliche Version des japanischen Originals 100 Man Ton no BaraBara. Als Entwickler treten Sony und Acquire auf - letztere haben sich auf der PSP bereits einen Namen mit What Did I Do to Deserve This, My Lord!? oder auch Tenchu: Shadow Assassins gemacht. Das Spiel befand sich einige Zeit an der Spitze der Download-Charts, was für uns Grund genug war, dass wir uns den Titel einmal näher für euch angeschaut haben. Lest in unserem Test, warum Patchwork Heroes mehr als nur ein Geheimtipp geworden ist.

Eure Aufgabe in Patchwork Heroes ist ziemlich einfach gestrickt – es gilt nämlich in jedem Level ein riesiges Kriegsschiff zu zerstören, bevor es einen Angriff auf eine friedliche Stadt starten kann. Dazu muss man mit einer kleinen Mannschaft Teile aus dem Schiff herausschneiden, während man mit allerhand Hindernissen zu kämpfen hat. Darüber hinaus muss man ebenfalls die feindlichen Arbeiter-Einheiten davon abhalten, das Schiff wieder zu reparieren. Bereits das Mini Fortix setzte auf dieses Prinzip des „Abschneidens“ und gerade Spiele-Veteranen werden es auch aus einigen anderen Titeln kennen.

Dennoch zeigt schnell, dass gerade auf dem Handheld ein solches Spiel innovativ und ungemein motivierend ausfällt. Alle Aktionen, die man mit seiner kleinen Spielfigur ausführt, stehen zudem unter enormen Zeitdruck – meist hat man nur wenige Minuten Zeit, um das gesamte Schiff zu zerlegen. Dabei helfen einem aber auch allerhand Extras, wie z.B. Geschwindigkeitsboni oder auch Zeitstopper. Anfangs ist es noch ziemlich einfach, große Teile des Schiffes einfach mittels gedrückter Kreistaste abzutrennen. Doch mit zunehmender Level-Zahl fällt das Schiff größer und zudem schwerer bewacht aus. Es tummeln sich allerhand feindlich gesinnte Kreaturen auf dem Schiff, die einem entweder direkt ans Leder wollen oder im Falle der Reparaturarbeiter versuchen eure Schnitte zu flicken. Erstere können z.B. fest installierte Kanonen sein, die dann eure Spielfigur ins Visier nehmen.

An dieser Stelle tritt eure potenziell vorhandene Mannschaft in den Vordergrund: Kommt euer Trupp nämlich in irgendeiner Weise mit Gegnern in Berührung, muss leider ein Team-Mitglied das Zeitliche segnen. Dies wird ziemlich drastisch dargestellt – allerdings weniger durch die Darstellung: Es wird ein Bild mit Namen und Alter des soeben Verstorbenen eingeblendet. Allerdings befinden sich auf dem Schiff verschiedene Gefängnisse, wo weitere Team-Mitglieder auf euch warten. Ihr verfügt je nach Teamgröße über eine gewisse Anzahl an Zeitbomben. Via Quadrat-Taste wird eine Bombe platziert und kann so unliebsame Gegner vernichten oder auch Teile des Schiffes wegsprengen. Allerdings muss für jede Bombe auch ein Mitglied des eigenen Teams geopfert werden.

Hat man es nach Ablauf der Zeit dann geschafft, das Schiff so zu dezimieren, dass nur noch ein Bruchteil seiner Größe vorhanden ist, stürzt es in einer kleinen Sequenz zu Boden und geht in Flammen auf. Sollte das Ziel allerdings nicht erreicht worden sein, könnt ihr Beobachten, wie eure kleine Stadt unter einem Bombenteppich zu Grunde geht. Das Spiel bietet zwischen den einzelnen Missionen auch immer wieder kleinere Zwischensequenzen, die allerdings storytechnisch nicht viel her machen – auch technisch sind die Sequenzen wenig beeindruckend. Erfreulich ist hingegen die Tatsache, dass Sony das gesamte Spiel ins Deutsche übersetzt hat.

Neben dem Story-Modus bietet euch Patchwork Heroes ebenfalls noch einen Herausforderungs- sowie Trainingsmodus. Letzterer ist eine Art Tutorial, welches euch die Besonderheiten des Spiels näherbringt. Der Herausforderungsmodus ist ähnlich aufgebaut wie der Story-Modus, allerdings müssen hier dem Namen nach verschiedene Aufgaben erledigt werden. Beispielsweise müssen alle Feinde „abgesägt“ werden oder auch das Schiff auf eine gewisse Prozentzahl verkleinert werden. Es ist also eine nicht zu verachtende Spielzeit in diesem Budget-Titel enthalten.

Betrachten wir zuletzt noch die Technik von Patchwork Heroes, dann fällt zuerst einmal der abgefahrene und sehr eigenwillige Grafikstil auf. Das gesamte Spiel wurde in einer bunten 2D-Grafik gehalten, welche allerdings aus technischer Sicht absolut sauber und zweckmäßig gestaltet wurde. Auch die Ladezeiten fallen angenehm kurz aus und so müssen hier keine großen Einschränkungen in Kauf genommen werden. Der Sound wurde auf das Nötigste beschränkt: Weiß die Musik noch zu gefallen, liegen die übrigen Soundeffekte im Durchschnitt. Hinsichtlich der Steuerung haben sich die Entwickler keine Blöße gegeben. Die Spielfigur kann entweder via Stick oder auch Steuerkreuz navigiert werden – die Aktionstasten werden beispielsweise für den „Säge“-Vorgang verwendet.



Fazit:
Mit dem neusten Titel von Sony Japan steht ein wirklich motivierendes und abwechslungsreiches Spiel im Playstation Store. Patchwork Heroes setzt zwar auf ein nicht unbekanntes Spielprinzip, dafür sorgt die gesamte Aufmachung und auch der Anspruch für eine ganz besondere Mischung. Hoffen wir mal, dass Sony den Erfolg des Spiels zum Anlass nimmt, auch in Zukunft ungewöhnliche Spielkonzepte zu unterstützen und vor allem auch uns anzubieten. Wir können euch Patchwork Heroes nur wärmstens empfehlen und gerade der Preis ist mehr als nur ein Argument, den Titel zu kaufen – wer noch unsicher diesbezüglich ist, kann sich ja erst einmal die Demo-Version ansehen.

Hat Spaß am Sägen: Jakob Koch für PlanetVita.de

Leserwertung:

*****

Noch keine
Deine Wertung:

-
Die gesamte Aufmachung und der Anspruch sorgen für eine ganz besondere Gameplay-Erfahrung.

Wertung

süchtig-machendes Spielprinzip

abgefahrener Look

fairer Preis

gelegentlich ziemlich stressig

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