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Spielname:
Mortal Kombat

Typ:
PSVita-Spiel

Publisher:
Warner Bros. Games

Developer:
Netherrealm Studios

Genre:
Fighting

Release:
04.05.2012 (erschienen)

Multiplayer:
1-4

Altersfreigabe:
Ohne Alterseinstufung

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Review: Mortal Kombat

Marcel Eifert, 15.05.2012

11k°

20

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Nach Mortal Kombat vs. DC Universe musste sich Schöpfer Ed Boon einiges an Kritik gefallen lassen. Trotz solidem Gameplay verhinderte das Teen-Rating jegliche bereits bekannte Mortal Kombat-Atmosphäre. Mit dieser Altersfreigabe war es dann natürlich nicht mehr möglich, seinen Widersacher auf besonders grausame Weise ins Nirvana zu schicken. Mit den neugegründeten NetherRealm Studios, versprach Ed Boon wieder zu den Wurzeln zurückzukehren. Und zu den Wurzeln zurückkehren, bedeutet in diesem Falle eine Rückkehr ins Jahr 1992. Denn Mortal Kombat ist eine Zeitreise. Und mit einem Publisher wie Warner Bros. Interactive, hat man auch diesmal ein bisschen mehr Taschengeld zur Verfügung, als beim beim letzten Ausflug. Nun veranstaltet der Bestseller des letzten Jahres ein weiteres Turnier. Und zwar auf der Vita. Und ob wir es hier nur mit einer lieblosen Portierung, oder einem vollwertigen Titel zu tun haben, erfahrt ihr in diesem Import-Review.

Choose your Destiny
Optional beherbergt Mortal Kombat die 9 als Anhängsel. Die Entwickler präsentieren hier aber tatsächlich viel mehr eine Neuinterpretation der ersten drei Mortal Kombat Teile. Zeitlich spielt der neuste Ableger immer noch im Universum von Deadly Alliance. Liu Kang wurde ermordet und es ereignen sich die Geschehnisse von Deception und Armageddon. Mortal Kombat 9 startet da, wo Armageddon endet. Die Herrschaft von Imperator Shao Kahn und dem bevorstehendem Ende von Donnergott Raiden. Doch bevor der machtgierige Shao Kahn dem gepeinigtem Raiden den Schädel zertrümmern will, schickt dieser eine letzte Botschaft in die Vergangenheit. Die letzten Worte von Raiden an sein altes Ich: "Er muss gewinnen". Mit dieser kryptischen Botschaft im Gepäck, versucht der Donnergott den Verlauf der Geschichte zu ändern. Doch je mehr er versucht zu ändern, umso dramatischere Wendungen scheinen die Ereignisse zu nehmen. Kann Raiden die Geschichte überhaupt umschreiben? Kompakt zusammengefasst ist dies die ziemlich komplexe Geschichte von Mortal Kombat. Diese vernahm mit den letzten Ablegern teilweise ziemlich absurde Wendungen. Und selbst als langjähriger Fan war es schwer, da noch den Überblick zu behalten. Der Weg in die Vergangenheit stellte für Entwickler Ed Boon daher gleich einen Neuanfang in mehreren Wegen dar. Nach Deadly Alliance, Deception und Armageddon war es Zeit für einen kleinen Tapetenwechsel.

Der Storymodus hat eine Spiellänge von 7 bis 8 Stunden. Geboten bekommt man dabei rund 2 Stunden an gerenderten Zwischensequenzen, welche genau wie auf der Playstation 3 und der Xbox 360, auch auf der Vita in glasklarer HD Auflösung präsentiert werden. Man kämpft sich durch die ersten zwei Turniere bis hin zu Shao Kahns Invasion auf unser schönes Erdenreich. Die Inszenierung gleicht teilweise dem eines unterhaltsamen B-Movie und die deutschen Stimmen verleihen der kompletten Geschichte noch einen Hauch von Trash. Nicht alle Sprecher sind schlecht, viele belegen dafür mehrere Rollen. Überraschend ist, die Synchronsprecher richten sich bei der Darstellung ziemlich an die Sprecher der Filme. Das gleiche gilt auch für die englische Vertonung. Solltet ihr genervt von den deutschen Stimmen sein, könnt ihr aber auch die Originalstimmen hören indem ihr euer System auf Englisch schaltet. Alle Fans des Mortal Kombat Universums dürften aber ziemlich unterhalten werden, da auch auf dem Handheld der volle Umfang der Geschichte präsentiert wird.

Ein Monster namens Umfang
Die Vita-Portierung verfügt über noch mehr Inhalt als die bereits veröffentlichte Komplete-Edition. Die NetherealmStudios spendieren euch alle DLC-Charaktere. Darunter Skarlet, Kenshi, Rain und Freddy Krueger. Alle Charaktere verfügen über einen eigene Hintergrundgeschichte. Auch extra Retro-Kostüme für die männlichen und weiblichen Ninjas werden mitgeliefert - und das exklusiv auf der Vita. Ebenfalls exklusiv in der Vita-Fassung des Titels, befindet sich ein weiterer Challenge Tower. Dieser verfügt noch einmal über 150 Herausforderungen die unterschiedlicher nicht sein können. Mit neuen Modis wie Teste deine Balance und Teste dein Schlitzen macht das Spiel Gebrauch von den Funktionen der Vita. Ich will euch nicht zu viel verraten, aber auf euch wartet eine ganz schöne Sauerei.

Sowohl im Story-Modus, in beiden Challenge Towers als aber auch bei der klassischen Arcade-Ladder verdient ihr fürs Kämpfen sogenannte Kombat-Koins. Gab es in Deadly Alliance noch verschiedene Währungen, gibt es in Mortal Kombat 9 nur noch eine einheitliche Währung. Die goldenen Münzen könnt ihr anschließend in der Krypta ausgeben, wo ein nahezu gigantischer Bonusinhalt auf euch wartet. Ob neue Kostüme, Fatalities, Artworks oder Musik - all das befindet sich in Gräbern, Leichen oder anderen, äußerst bedenklichen Aufbewahrungsorten. Sammler können in der Krypta viele Stunden verbringen. Eure Errungenschaften findet ihr anschließend in der Nekropolis. Dort könnt ihr Artworks anschauen, Musik hören oder eure Kämpfer mit neuen Kostümen bestücken und ihre Hintergrundgeschichte nachlesen. Neben dem umfangreichen Story-Modus könnt ihr auch mit jedem Charakter einzeln oder im Team noch einmal den Arcade-Modus spielen. Dort warten dann auch noch zusätzliche Endings der jeweiligen Charaktere auf euch, die ihr optional auch immer wieder in der Nekropolis anschauen könnt. Zeit solltet ihr allerdings mitbringen. Denn bereits direkt zu Anfang warten 32 Spieler auf euch. Inklusive dem Playstation exklusiven Kratos aus God of War.

Gameplay
Mortal Kombat und Handhelds? Das stand nie für Qualität. Ehrlich gesagt gab es bis zum heutigen Tage nur einen brauchbaren Ableger, und das war Mortal Kombat: Unchained für die PSP. Unchained war ein Port basierend auf Mortal Kombat: Deception. Mortal Kombat auf der Vita macht da aber alles anders: Anders und besser. Die Steuerung wurde nahezu perfekt auf das System zugeschnitten. Ob mit Steuerkreuz oder Analogstick, so ein geschmeidiges Gefühl hatte ich bei keinem anderen Handheld-Prügelspiel zuvor. Die Moves gehen locker von der Hand. Es wirkt nichts verkrampft oder unausgereift. Via Touchscreen könnt ihr eure Gegner nach gewonnenem Kampf nun auch persönlich mit euren eigenen Fingern hinrichten. Toasted!.

Grafik
Die Grafik ist ein zweischneidiges Schwert. Präsentiert wird Mortal Kombat in flüssigen und schnellen 60 FPS. Das Spielgeschehen ist schnell und rasant. Ruckler und Slowdowns gibt es keine. Auch nicht bei den aufwendigen X-Ray moves und Fatalities. Abstriche hat man dafür bei der Darstellung der Charaktere gemacht. Diese wirken bei genauem hinsehen arm an Details. Irgendwie ein wenig unscharf, wenn man es beschreiben soll. Einige Modelle sehen ziemlich schwach aus. Darunter zählt auch Publikumsliebling Scorpion. Andere Charaktere wie Freddy Krueger wirken dafür wesentlich aufwendiger. Besonders im Story-Modus bemerkt man den Qualitätsverlust wenn nach der Zwischensequenz ein Kampf beginnt. Sobald der Kampf jedoch los geht, fällt einem all das aber gar nicht mehr auf. Es wirkt alles sogar sehr solide. Eure Charaktere triefen vor Blut und sind gezeichnet von extremen Wunden. Sowohl die X-Ray Moves als auch die Fatalities sind auch auf der Vita super in Szene gesetzt worden. Im Gegensatz zu anderen portablen Prügelspielen wurden bei Mortal Kombat nahezu alle Arenen 1 zu 1 vom Original übernommen. Keine starren oder leblosen Hintergründe. Die Arenen machen alle einen super Eindruck. Ja, es herrscht sogar ziemlicher Betrieb im Hintergrund. In einer Arena tretet ihr in einem Kolosseum voll tosender Zuschauer an, während im Hintergrund ein Monster gebändigt wird, in einer anderen Arena wiederum sitzt Imperator Shao Kahn im Hintergrund und verhöhnt und beleidigt euch. All das wird übrigens bei kaum vorhandenen Ladezeiten präsentiert.

Sound
Wir bekommen Neuinterpretationen von Stücken vergangener Mortal Kombat Ableger zu hören. Meiner Ansicht nach ist der Sound aber besonders im Story-Modus sehr leise. Manche Dialoge sind kaum zu verstehen. Abhilfe verschaffen Kopfhörer. Darüber klingen Musik und Effekte wesentlich lauter und wuchtig. Für Abwechslung ist auch in diesem Bereich gesorgt.

Features und Besonderheiten
Wie bereits erwähnt verfügt die Vita-Portierung über alle Inhalte der Komplete-Edition. Exklusive Features wie extra Kostüme und einen zweiten Challenge-Tower gibt es obendrein. All das wird euch über Tage beschäftigen. Alleine 100% bei der Krypta zu erreichen ist eine ganz schöne Herausforderung. Wer Umfang sucht, der kommt an Mortal Kombat einfach nicht vorbei. Alles, was man bei aktuellen Prügelspielen so vermisst, ist in Mortal Kombat wieder vorhanden. Einzelspieler bekommen endlich wieder die Motivation, auch über mehrere Tage noch neue Inhalte freispielen zu können. Der Online-Modus hingegen ist etwas abgespeckt. Geboten werden Ranglisten Spiele und freie Kämpfe. Kämpfen könnt ihr sowohl 1 gegen 1 oder 2 gegen 2. Momentan scheinen jedoch noch nicht viele Spieler Online zu sein. Immer wieder muss ich recht lange auf einen neuen Herausforderer warten. Ein besonderes Feature, sobald ihr einen Spieler findet, ist das eingeschaltete Mikrofon. Natürlich könnt ihr und euer Gegner auch anschweigen. Ein nervöses Atmen oder räuspern in einem spannenden Kampf ist aber meistens immer zu vernehmen.
Diverse Lags sind mir leider auch aufgefallen. Meistens immer zu Beginn eines Kampfes. Der Online-Modus ist definitiv ein Aspekt, der durch ein Update ausgebessert werden könnte.



Fazit:
Volljährige Vita Besitzer gelangen mit der Vita Portierung von Mortal Kombat an ein wahres Mekka an Umfang. Alle DLC Features des Originals sowie exklusive Inhalte für die Vita und eine nahezu perfekt umgesetzt Steuerung machen Mortal Kombat zu einem der besten Handheld-Prügler aller Zeiten. Einige Abstriche muss man jedoch in Punkto Grafik machen. Viele Kämpfer wirken etwas verwaschen und detailarm. Im Kampf selbst fallen diese Mängel kaum auf. Ausgeglichen werden sie dazu von schnellem 60 FPS Gameplay und fixen Ladezeiten. Einen etwas schwächeren Eindruck machte dafür der Online-Modus auf mich. Trotz kleinerer Abstriche steht die Vita-Portierung ihren großen HD-Brüdern in nichts nach. Wer eines der herausragendsten Prügelspiele dieser Generation verpasst hat und eine Vita besitzt, zufälligerweise auch noch volljährig ist, der sollte über einen Import nachdenken. Denn nach wie vor erteilte die USK dem Spiel keine Freigabe in Deutschland. Wen die Gewalt dennoch abschrecken sollte, auf den warten mit BlazBlue Continuum Shift Extend und Ultimate Marvel vs. Capcom 3 zwei ebenfalls gelungene Genre-Vetreter auf der Vita.

Wischt das Blut vom Bildschirm und betritt wieder die Arena: Marcel Eifert für PlanetVita.de

Leserwertung:

Mittelmaß
Deine Wertung:

-
Unser Import-Fazit: Die Vita trieft vor Blut dank dieser gelungenen Portierung

Wertung

EINSTEIGERHILFEN:

6.0

MULTIPLAYER:

6.0

SPIELSPAß:

10
9
von 10

Flüssiges 60 FPS Gameplay und kurze Ladezeiten...

Fantastische Umsetzung der Steuerung

Massig Umfang

Kultiger Story-Modus

...auf kosten der grafischen Details der Kämpfer

Abgespeckter Online-Modus mit technischen Schwierigkeiten

Deutsche Synchronisation etwas lieblos und trashig

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