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Spielname:
Gravity Rush

Typ:
PSVita-Spiel

Publisher:
Sony

Developer:
Sony Japan

Genre:
Action Adventure

Release:
15.06.2012 (erschienen)

Multiplayer:


Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre

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Review: Gravity Rush

Hans Weiler, 14.06.2012

12k°

34

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Als die PSVita, damals noch unter dem Projektnamen NGP, das erste mal Anfang 2011 vorgestellt wurde, gab es bereits Bildmaterial zu einem Titel, welches den meisten von uns im Hinterkopf geblieben sein dürfte. Hierbei handelte es sich um Gravity Daze, welches nicht nur eine neue IP aus dem Hause Sony sein sollte, sondern gleich auch mit einer durch die Gegend fliegenden Protagonistin un atemberaubender Cel Shading-Grafik Aufsehen um sich erregte. Nun ist es endlich so weit, morgen wird Gravity Rush endlich in den Regalen der Händler stehen. Gemein wie wir nunmal sind, konnten wir uns bereits seit einiger Zeit mit dem Spiel vergnügen und haben uns das Abenteuer der etwas anderen Art für mal ganz genau angesehen. Was taugt das Spiel? Kann eine neue IP heutzutage überhaupt noch Fuß fassen? Wir sagen...ja. Kauft es euch. Reicht euch das? Nicht? Gut, dann viel Spaß beim Lesen unseres Testberichtes!

Hekseville erwartet euch - seid ihr bereit?
Beginnen wir mal ganz am Anfang: Ihr übernehmt die Rolle der jungen Kat, welche ohne jegliche Erinnerungen an ihre Vergangenheit, in der schwebenden Stadt Hekseville aufwacht. Kurz nach ihrem Erwachen stellt sie fest, dass sie nicht nur von einer mysteriösen Katze -genannt Dusty- begleitet wird, sondern auch die Fähigkeit hat, die Graviation zu beeinflussen. So ist es ihr ein Einfaches, wie eine Feder durch die Luft zu schweben und sogar an Wänden und Decken zu laufen. Praktisch, findet ihr nicht? Das denkt auch Kat zuerst, doch schnell finden auch für sie die berühmten Worte "Aus großer Kraft, wächst große Verantwortung" eine besondere Bedeutung. So macht sie es sich schnell zur Aufgabe, den Bewohnern von Hekseville tatkräftig unter die Arme zu greifen. Denn diese haben jegliche Unterstützung auch bitter nötig: Hekseville schwebt nämlich an einer gigantischen Säule die in den Himmel ragt, über einem mysteriösen zeitverzerrenden Sturm und wird von den sogenannten Nevi heimgesucht. Diese Nevi sind dunkle Kreaturen, welche sich ohne Vorankündigung aus dem Nichts heraus materialisieren können. Woher diese Nevi stammen? Wieso sie die Menschen angreifen? All diese Fragen wollen im Spielverlauf von euch geklärt werden. Und hier liegt auch bereits einer der größten Pluspunkte von Gravity Rush: Die Geschichte beginnt mysteriös, wird im Spielverlauf noch mysteriöser und lässt euch letztendlich keine Ruhe mehr. Ihr erkundet stetig neue Bereiche von Hekseville und lernt mehr über die geheimnisvolle Kat, die Schöpfer der Welt und auch die finstere Raven, welche ebenfalls die Fähigkeit besitzt die Gravitation zu verändern. Vor allem in welcher Verbindung sie zu Kat steht, spielt mit zunehmenden Spielverlauf eine immer größere Rolle.

"Wie soll ich denn da ran kommen?" - "Spring einfach! Das kannst du doch!"
Die Geschichte wird hier zwischen den einzelnen Missionen in Form von interaktiven Comic-Panelen vorangetrieben. Um diese weiterzublättern, reicht ein simpler Fingerstreich über den Touchscreen. Doch das ist nicht alles, so könnt ihr durch Drehen und Neigen der PSVita auch die Comic-Fenster drehen und wenden. Dies sieht nicht nur unheimlich cool aus, sondern ermöglicht euch auch, teilweise über den Rand der Panele hinwegzusehen, was dem Ganzen noch etwas zusätzliche Tiefe verleiht. Falls ihr kein Freund von Comics seid - kein Thema! So gibt es selbstverständlich auch die üblichen Zwischensequenzen in vorgerenderter, als auch in Ingame-Grafik. Vertont sind die meisten Dialoge ebenso, allerdings nicht wie man erwarten könnte in Deutsch, Englisch oder gar Japanisch - nein, sondern in einer eigenen Sprache welche für uns Nicht-Hekseville-Bewohner vollkommen unverständlich ist. Das mag im ersten Moment recht abschreckend wirken, fügt sich aber hervorragend in das stimmige Gesamtbild des Titels ein. Doch die eigentliche Action liegt letztendlich nunmal nicht in den Zwischensequenzen alleine, sondern eben in erster Linie im Gameplay - und hier sind wir auch schon beim nächsten großen Pluspunkt des Titels angelangt. Starten wir hier erstmal mit den grundliegenden Funktionen: Gesteuert wird Kat via des linken Analogsticks, während ihr mit dem rechten Analogstick die Kamera frei drehen und wenden dürft. Gesprungen wird via eines einfachen Drucks auf die X-Taste, auf Viereck könnt ihr diverse Tritt-Kombos vom Stapel lassen, via der Kreis-Taste schafft ihr ein Stasis-Feld um euch herum um Objekte zu bewegen, und durch die Dreieck-Taste führt ihr eines von drei Spezialmanövern aus. Wollt ihr einem feindlichen Angriff ausweichen, wischt ihr einfach kurz auf dem Touchscreen in die entsprechende Richtung, und schon rollt sich Kat in die entsprechende Richtung. Wirklich interessant wird es aber erst mit den Graviations-Spielereien. Drückt ihr auf die R-Taste, schnellt Kat in die Höhe und schwebt in Schwerelosigkeit über dem Boden. Hier könnt ihr nun via des rechten Analogsticks oder auch durch Neigen der PSVita, ein Fadenkreuz in eine beliebige Richtung ausrichten, in welche ihr auf erneuten Knopfdruck des R-Buttons losfliegt. Egal wo ihr landet, ob auf einer geraden Fläche oder an einer Wand, bleibt ihr vollkommen souverän stehen. Dadurchergeben sich einige abgefahrene Szenarien, in welchen ihr mehr als einmal fast den Überblick verliert, wo genau denn nun unten und oben ist. Wollt ihr wieder in die ursprüngliche Gravitations-Ausrichtung zurük, genügt ein simler Druck auf die L-Taste. All diese Fertigkeiten könnt ihr übrigens mit den Punkten, welche in Form von Kristallen in der gesamten Welt verteilt sind, in diversen Stufen aufleveln und euch somit im Spielverlauf immer stärker ausbauen.

Jetzt ist oben unten...
Doch auch Kämpfe werden mit Kats außergewöhnlicher Fähigkeit bestritten. Befindet ihr euch in der Schwerelosigkeit, habt ihr die Möglichkeit einen sogenannten Gravitations-Kick auszuführen, bei welchem ihr mit Mordstempo auf euren Gegner zurast und euren Stiefel an der anvisierten Stelle platziert. Dementsprechend fliegt ihr während den Kämpfen von Feind zu Feind, erklimmt selbst haushohe Gegner und greift aus sämtlichen erdenklichen Richtungen an. Hier kommt zugegebenermaßen das ein oder andere mal etwas Unübersichtlichkeit auf, doch in den meisten Fällen reicht es hier aus einfach mal wieder auf den bildlichen Boden der Tatsachen zurückzukehren und alles aus der Ursprungs-Perspektive zu sehen. Die Kämpfe nehmen hier aber generell keine zu starke Rolle ein, zwar gibt es diese regelmäßig, doch ihr hetzt nicht nur von einem Gefecht zum nächsten. Denn dafür sorgt das abwechslungsreiche Missionsdesign, welches euch nicht nur regelmäßig an neue Schauplätze führt, sondern auch ständig neue Missionsziele bietet. Egal ob ihr einem Schüler helfen müsst seine verschwundene Freundin zu finden, einem Wissenschaftler behilflich seid Sensoren in der ganzen Stadt zu verteilen oder einen ausgeschalteten Generator wieder mit Strom versorgen müsst - für Abwechslung wird hier stets gesorgt. Insgesamt weiß die Story aber nicht nur mit ihrem Inhalt zu begeistern, sondern auch mit der Spieldauer, wie lange ihr zum Bewältigen ebendieser braucht. Hetzt ihr einfach nur durch die Geschichte, seid ihr dennoch gut 10-12 Spielstunden beschäftigt. Doch wie es in einem Open World-Spiel nunmal so ist, gibt es da natürlich auch abseits der Haupstory einiges zu sehen.

"Ich wollte schon immer einen alten Mann der Geschichten erzählt neben meinem Haus sitzen haben..."
Und hier kommen wir auch schon wieder zum nächsten der wirklich großen Pluspunkte: Hekseville selbst. Die Stadt ist in vier große Hauptareale aufgeteilt, welche euch, zumindest nach dem Freischalten der Bereiche im Verlauf der Hauptstory, vollkommen frei und ohne Ladezeiten als Spielplatz dienen. Die einzelnen Bereiche erstrecken sich über zahlreiche Ebenen und sind mit verwinkelten Gassen und Straßen geradezu übersäht. Dennoch gibt es viele markante Gebäude und Plätze, welche euch auch abseits der übersichtlichen Karte, die Navigation erleichtern. Besonders schön anzusehen, ist dass die Gebiete auch grafisch stark voneinander getrennt sind. Während das Startareal mit einem wunderschönene orangenen Farbschema auf euch wartet, schimmert das Vergnügungsviertel beispielsweise mit einer dunkleren Farbpalette und vielen Violett-Tönen vor sich hin. Ebenfalls einen großen Teil zur Atmosphäre beitragend, sind die Passanten die stets in Hekseville unterwegs sind. Die Straßen sind stets gut belebt und vermitteln euch ständig das Gefühl in einer lebenden und atmenden Welt unterwegs zu sein. Ganz zu schweigen von der hervorragenden Cel Shading-Grafik, welche euer Auge stets mit neuen Farben und grafischen Spielereien umschmeichelt. Eine ebenso gute Figur macht auch der Soundtrack des Titels, welcher einige wunderschöne Melodien bietet, und jedes noch so atemberaubende Szenario stets mehr als passend untermalt.

Grafik
Wie bereits erwähnt, bekommen PSVita-Besitzer hier ein wahres Grafikbrett vorgesetzt. Die wunderschöne Cel Shading-Grafik strotzt gerade so vor Farben, welche besonders auf dem klaren OLED-Display der Vita hervorragend zur Geltung kommen. Einzig und allein einige Charaktermodelle der Passanten könnten etwas detaillierter sein - gemessen an der schieren Größe der Stadt, der Menge der Passanten auf dem Bildschirm gleichzeitig, sowie der Tatsache dass es nach dem Starten des Spieles keine Ladezeiten mehr beim Reisen durch die Stadt gibt; ist dies allerdings nur Meckern auf ganz großem Niveau. Das Spiel wäre so nicht nur nicht auf der PSP möglich gewesen, sondern profitiert ganz klar von den technischen Gegebenheiten der PSVita. Und genau so etwas wollen wir in Zukunft bitte öfter sehen, liebe Entwickler. Macht was aus der Hardware!

Sound
Ebenso gut wie mit der Grafik, steht es hier auch mit dem Sound. Es gibt zahlreiche orchestrahle Stücke, als auch futuristischer anmutende Klänge, welche natürlich am liebsten per Kopfhörer genossen werden wollen. Besonders gut gelungen ist hier auch die musikalische Untermalung sämtlicher Szenarien und Geschehnisse. Egal ob ihr gerade weit über der Stadt durch die Luft fliegt, kopfüber in einem gigantischen Torbogen hängt, euch während einer Luftschlacht ein heißes Gefecht mit einer Nevi-Armee liefert... der Sound fängt stets die richtige Atmosphäre ein.

Features & Besonderheiten
Wo fangen wir hier nur an. Neben der knapp 10-12 Stunden langer Hauptgeschichte, gibt es noch zahlreiche Herausforderungsmissionen, versteckte Gegenstände zu sammeln, Fertigkeiten die aufgelevelt werden wollen und noch viel viel mehr. Darüber hinaus ist die Stadt gigantisch groß und ladet mit ihren zahlreichen versteckten Orten und Gegenden immer wieder neu zum Erkunden ein. Egal ob ihr einfach nur mal eben eine Runde durch die Stadt fliegen wollt, nur die Szenerie genießen wollt, mal schnell noch eine Mission erledigen möchtet - ihr habt stets genug zu tun. Dass ihr also für lange Zeit an die PSVita gefesselt sein werdet, dürfte auf der Hand liegen.



Fazit:
Wenn ihr euch unseren Testbericht bis zu diesem Punkt durchgelesen habt, dann dürfte euch eventuell eines aufgefallen sein: Es gibt so gut wie keine Mankos. Einzig und allein die teils unübersichtlichen Kämpfe könnte man dem Titel ankreiden, doch funktionieren diese auch so hervorragend und schmälern das Gesamtbild nicht im Geringsten. Selten, oder vielleicht sogar zum ersten mal, haben wir auf der PSVita einen solch grandiosen, und gleichzeitig auch exklusiven Titel vorgesetzt bekommen. Und in einem Zeitalter in denen zig Spielefortsetzungen den Videospielmarkt beherrschen, ist es nunmal ein besonderes Highlight, wenn wir eine vollkommen neue IP mit unverbrauchten Ideen in diesem Kaliber vorgesetzt bekommen. Wir zücken somit die Höchstwertung für dieses grandiose Stück Software und sprechen eine klare Kaufempfehlung aus.

Hat schon wieder vergessen wo denn nun oben und links ist: Hans Weiler für PlanetVITA.de

Vielen Dank an Sony für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionscodes.

Leserwertung:

Pflichtkauf
Deine Wertung:

-
Eine kreative Software-Perle die ihr euch nicht entgehen lassen solltet!

Wertung

SPIELEWELT:

10

ABWECHSLUNG:

10

SPIELDAUER:

10
10
von 10

Wunderschöne Cel Shading-Grafik

Hervorragender Soundtrack

Abwechslungsreiches Gameplay

Fesselnde Story

Kämpfe teils etwas unübersichtlich

Wie werten wir?

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34 Kommentare