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Spielname:
StarDrone Extreme

Typ:
PSN Spiel

PSN Preis:
3,99 €

Publisher:
Beatshapers

Developer:
Beatshapers

Genre:
Geschicklichkeit

Release:
11.04.2012 (erschienen)

Multiplayer:
1

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre

Screenshots:
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Kurztest: StarDrone Extreme

Stefan Thiermann, 19.06.2012

2622°

0

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Wie bekomm‘ ich jetzt den Dreh zur EM hin? Ist ja Pflicht momentan, sonst interessiert das alles hier keine Sau. Also: Die deutsche Nationalelf liegt ja bekanntermaßen momentan ganz gut im Rennen um die Europameisterschaft. Auch StarDrone Extreme dürfte aufgrund des geringen Preises von 3,99€ verkaufszahlentechnisch ebenso gut im Rennen liegen (puh, das war anstrengend). Aber erwartet euch wirklich ein Billigtitel oder überrascht das kleine Spielchen von Entwickler Beatshapers mit jeder Menge Spaß? Wir liefern die Antworten!

Flip 'em Up
Und was für ein Spiel ist das nun? So einfach lässt sich das leider nicht beantworten, denn hier vermengen sich Elemente aus Flipper und Weltraum-Shoot 'em Up zu einer doch recht untypischen Mischung. Zu Anfang jedes Spiels wird ein Raumschiff in die der Eingabe des Spielers entsprechende Richtung katapultiert. Anschließend kann man die Kiste gar nicht mehr steuern. Stattdessen sind in den Levels so genannte Gravitations-Beacons verteilt, an die sich das Schiff anheften lässt. Es fliegt dann in einer Art Umlaufbahn um diesen Beacon herum und es geht erst weiter, wenn man die Verbindung löst. Dabei ist eine ganze Menge Timing notwendig, um das Raumschiff tatsächlich in die exakt gewünschte Richtung fliegen zu lassen. Selbst wenn man dies aus dem Effeff beherrscht, gehört im späteren Verlauf immernoch eine gehörige Portion Glück dazu, nicht ständig gegen die zahlreichen Hindernisse zu knallen. Die Energieleiste am oberen Rand des Bildschirms leert sich nämlich dadurch und es gibt Situationen, in denen man nichts gegen sein Ableben machen kann. So kann es sein, dass man sich in einer der beschriebenen Zwickmühlen befindet, jedoch ein Gravitations-Beacon entweder nicht in Sicht oder so ungünstig positioniert ist, dass man dem kleinen Raumschiffchen nur noch Adé sagen kann. Zuweilen rutscht einem bei derart unfairen Stellen schon mal das böse „Sch...“-Wort raus und weniger Stresserprobte dürften dadurch teilweise die Lust am Spiel verlieren.

Weiterhin sind die Levels mit Schienen ausgestattet, an denen das Schiff haften bleibt und sich entlang des Weges daran beschleunigt. Hierfür muss es allerdings ungefähr im richtigen Winkel in die Richtung besagter Schienen fliegen, was aber kein Problem ist. Schlecht allerdings, wenn das Tempo derart anzieht, dass man im anschließenden Freiflug Hindernissen wenn überhaupt nur durch Glück ausweichen kann. Auch hier sind die unfairen Stellen ein Ärgernis. Aber nicht nur mit derartigen Fallen sind die Abschnitte gespickt, auch Gegner wollen dem geneigten Spieler auf die Pelle rücken. Zwar sind die ungefähr so schlau wie eine defekte Waschmaschine, jedoch machen sie einem das Leben teilweise aufgrund ihrer schieren Masse schwer. So lange man vorher genügend der im Level verteilten Sterne eingesammelt und dementsprechend den Comet Rush-Bonus erlangt hat, mit dem die Gegner leicht aus dem Weg geräumt werden können, ist das kein Problem und macht Spaß. Wenn es allerdings nicht klappt, ist das „Game Over“ an einigen Stellen so gut wie sicher, was den Levelneustart nach sich zieht. Alternativ darf auch ein kostenloser DLC aus dem PSN geladen werden, der es ermöglicht, das Level zu überspringen. Eine freie Auswahl der Abschnitte ist dagegen nicht möglich. Möchte man die Funktion nutzen, muss man erst bei einem Level scheitern, um es überspringen zu können.

Gameplay
Die Abwechslung im Spiel hält sich leider auch in Grenzen. Mal muss man alle Kristalle finden und sie zum Levelende bringen, mal einfach einen Hindernisparcours meistern oder aber es müssen sämtliche Items gesammelt werden, um einen Abschnitt erfolgreich zu beenden. Mehr wird leider nicht geboten. Eine Minimap in der Bildschirmecke zeigt freundlicherweise, wo sich noch Items verstecken könnten, was sich gerade bei den Sammelmissionen bezahlt macht. Teilweise müssen auch Zugangskarten gefunden werden, die den Weg in neue Bereiche eines Spielabschnitts öffnen. Für schnell hintereinander gesammelte Sterne erhält man Punkteboni und bereits angesprochenes Extra, mit dem man Gegner und einige Hindernisse aus dem Weg räumen kann. Je nachdem, wie gut oder schlecht man einen Level meistert, bekommt man Medaillen verliehen, die allerdings keinen tieferen Sinn erfüllen.

Die Steuerung geht so weit gut von der Hand, ist aber auch verdammt minimalistisch, denn viele Eingaben müssen nicht gemacht werden. Am Anfang wird das Schiff mit den Fingerchen in die gewünschte Richtung katapultiert und das Andocken an besagte Gravitations-Beacons funktioniert ebenso. Wahrscheinlich nach einem durchzechten Wochenende hat einer der Entwickler seine Kollegen wohl darauf aufmerksam gemacht: „Hey Leute, lasst mal das Rückseitending nutzen, das macht momentan jeder!“ Nach einer Stunde Meditation (so die Vermutung) ist man dann auf zwei Varianten gekommen: entweder man nutzt die Rückseite genauso wie man im Normalfall den Touchscreen bedienen würde oder aber – und jetzt kommt’s – man denkt sich einen ausgeklügelten Algorithmus aus, der es ermöglicht, das Hinterteil von Sony’s Wunderkiste als einen Button zu benutzen und dabei ausrechnet, an welchen Gravitations-Beacon man sich am wahrscheinlichsten hängen möchte. Während erstere Möglichkeit für meine Begriffe zwar sinnlos ist, aber noch ganz gut funktioniert, weil ein Cursor eingeblendet wird, der die aktuelle Position der Spielergriffel anzeigt, kann man letztere guten Gewissens in die Tonne kloppen. Hier kreist man viel zu oft um den falschen Beacon, vor allem wenn man sich an einen anderen als dem nächstgelegenen hängen will. Ich empfehle dringend, bei der Steuerung die Standardeinstellung zu lassen, da diese wunderbar funktioniert.

Grafik
Unter die Kategorie „ganz ok“ fällt die Optik, was man angesichts des recht niedrigen Preises verstehen kann. Positiv ist, dass auf dem Display zuweilen jede Menge los ist und hübsche Effekte das Spielgeschehen unterstützen. Leider gibt es aber in grafischer Hinsicht recht wenig Abwechslung, denn sämtliche Levels sind aus den selben Grundelementen zusammengesetzt. Irgendwann hat man sich einfach an den immer gleichen Bausteinen und Effekten satt gesehen.

Sound
Für diesen Bereich gilt Ähnliches wie schon bei der Optik. Der elektronische Soundtrack passt gut zum Spielgeschehen, wird aber auf Dauer wegen der Abwechslungsarmut einfach langweilig. Die Effekte gehen dagegen in Ordnung, sind jedoch nicht wirklich bemerkenswert.

Features und Besonderheiten
Löblich ist, dass StarDrone Extreme Cross-Save unterstützt. So könnt ihr euch aussuchen, ob ihr gerade am TV oder der Vita zocken wollt, ohne einen anderen Speicherstand nutzen zu müssen. Die übersichtlichen Online-Leaderboards sind gut gemacht, gehören aber bei derartigen Spielen mittlerweile zum Standardrepertoire. Der Umfang ist mit 60 Levels aber sehr ordentlich ausgefallen.



Fazit:
StarDrone Extreme ist auf jeden Fall mal was anderes. Der Mix aus Flipper und Shoot 'em Up macht das Spiel in seiner speziellen Nische konkurrenzlos. Jedoch merkt man auch, dass hier ein recht niedriges Budget zum Einsatz kam und so etwas entstand, dass nur Leute mit beinharten Nerven wirklich zu Ende bringen werden. Ich persönlich gehöre aber nicht dazu, denn mir ist aufgrund der zahlreichen unfairen Stellen und der mangelnden Abwechslung, sowohl im audiovisuellen als auch im spielerischen Bereich, schnell die Lust am Spiel vergangen. Alle, die sich aber mal ordentlich Frust aufladen wollen und den Großteil ihrer Kohle schon für andere Sachen ausgegeben haben, können aber mal reinschauen.

Spielt lieber wieder richtig Flipper: Stefan Thiermann für PlanetVITA.de

Vielen Dank an Beatshapers für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionscodes.

Leserwertung:

*****

Noch keine
Deine Wertung:

-
Kreatives Spiel für zwischendurch, welches aber unter unfairem Schwierigkeitsgrad und technischen Problemen leidet.

Wertung

Mal was Neues

Geringer Preis

Nette Effekte

An einigen Stellen hochgradig unfair

Wenig Abwechslung

Auf Dauer tröge Kulisse und Sound

Unsinnige alternative Steuerungsvarianten

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