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Spielname:
Metal Gear Solid HD Collection

Typ:
PSVita-Spiel

Publisher:
Konami

Developer:
Kojima Productions

Genre:
Action Adventure

Release:
28.06.2012 (erschienen)

Multiplayer:


Altersfreigabe:
Frei ab 16 Jahre

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Metal Gear Solid HD Collection

Review: Metal Gear Solid HD Collection

Hans Weiler, 28.06.2012

10k°

21

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Tactical Espionage Action - das ist doch mal ein Genre mit einem klangvollen Namen, oder? Interessanterweise, wurde dieses Genre einst von einem einzigen Titel überhaupt erst gegründet. Die Rede ist hier natürlich von Metal Gear Solid, welches im Jahre 1998 für die Playstation 1 erschien. Das ist schon eine ganze Weile her, und die Serie ist seit dem um drei weitere Metal Gear Solid-Titel, sowie einigen Spinoffs angewachsen. Offensichtlich ist das Grund genug für Konami, einige der alten Spiele nochmal in einer grafisch aufpolierten Version unter dem Namen Metal Gear Solid HD Collection, für so ziemlich jede gängige Konsole auf den Markt zu bringen. Dazu gehört glücklicherweise auch die PSVita - danke, Konami! Aber seien wir mal ehrlich - es wird genau zwei Fraktionen von Spielern geben. Einmal die, welche die Originale bereits rauf und runter gezockt haben, und einmal jene, die dieses mal die Serie vielleicht zum ersten mal für sich entdecken. Clever wie wir nunmal sind, wollen wir in diesem Testbericht natürlich für euch alle einen optimalen Überblick über die Spiele bereithalten. Dementsprechend: Alle unter euch, welche die Originale bereits kennen, dürfen getrost den nächsten Absatz überspringen, und etwas weiter nach unten zu der Überschrift Snake's on a Vita scrollen. Alle anderen, für welche das Metal Gear Solid-Universum noch Neuland ist, lesen hier einfach wie gewohnt weiter. Egal zu welcher Gruppe ihr gehört - viel Spaß beim Lesen!

Snake? Snaaaaaake!
Beginnen wir mal ganz am Anfang. Sobald ihr das Spiel gestartet habt, landet ihr auch sogleich in einem Auswahlbildschirm, in welchem ihr auswählen dürft ob ihr Metal Gear Solid 2 oder lieber Metal Gear Solid 3 starten wollt. Die Reihenfolge kann hier etwas verwirrend sein, so spielt der dritte Teil im Jahre 1964, während der zweite Teil zwischen 2007 und 2009 spielt. Genau genommen, handelt es sich also bei dem Sequel, um ein knapp 45 Jahre vorher spielendes Prequel. Verwirrend, oder? Wir beginnen hier mal mit der numerischen Reihenfolge, und aus dem einfachen Grund, dass es sich bei MGS3 um den neueren Titel der Serie handelt. Metal Gear Solid 2: Sons of Liberty erschien damals im Jahre 2001 für die Playstation 2. Zum ersten mal in der Serie, übernahm man dieses mal nicht die Rolle vom Serien-Helden Solid Snake, sondern schlüpfte in die Stealth-Suit von Raiden. Snake ist hier allerdings nicht komplett von der Bildfläche verschwunden, so spielt man ihn in einem Story-relevanten Tutorial zu beginn des Spieles, in einem eigenen 30-45 Minuten langen Kapitel, in welchem man einen von Feinden besetzten Tanker durchsucht. Das Hauptspiel, spielt sich danach auf einer fiktiven Bohrinsel vor der Küste Amerikas ab. Raiden infiltriert diese Einrichtung mit einem zu Beginn noch recht simplen Missionsziel: Die gesamte Anlage wurde von Terroristen der Dead Cell-Gruppierung übernommen, der Präsident der Vereinigten Staaten wird als Geisel gehalten und überall sind Sprengsätze verteilt, welche bei ihrer Sprengung, die Küste für Jahrzente durch das ausströmende Öl verschmutzen würden. Genug Druckmittel ist also gegeben - dabei hat BP nichtmal ihre Finger im Spiel.

Im Laufe der Geschichte gibt es hier aber allerdings ständig neue Wendungen, Geschehnisse und schockierende Momente, welche euch in kinoreifer Manier eine Story präsentieren, welche ihr in dieser Weise noch in keinem anderen Spiel erlebt habt. Zumindest bis ihr Metal Gear Solid 3 spielt - aber dazu später mehr. Hier sind wir auch gleich schon bei einem besonders wichtigen Knackpunkt angelangt: Die sehr - sehr - ausufernden Zwischensequenzen und Codec-Gespräche im Spiel selbst. Richtet euch schonmal darauf ein, oft und lange nur als passiver Zuschauer den Ereignissen zuzusehen. Spieler mit kurzer Aufmerksamkeits-Spanne, sollten sich also einen Kauf lieber zweimal überlegen. Dennoch gibt es natürlich auch gameplay-technisch einiges was man hier geboten bekommt. Der bereits erwähnte Name Tactical Espionage Action ist hier Programm: Im Gegensatz zu den gängigen Action-Spielen der damaligen und heutigen Zeit, rennt ihr nicht wild um euch feuernd durch die Level, sondern seid stets auf unauffälligeres Agieren bedacht. Hierzu schleicht ihr euch in erster Linie durch die Areale der Bohrinsel und versucht die patroulierenden Wachen auf möglichst stille Art und Weise auszuschalten. Damit dies auch gut von der Hand geht, habt ihr hier diverse Möglichkeiten für euer verdecktes Vorgehen. Das grundliegendste ist hier, dass ihr euch auf Knopfdruck an eine Wand pressen könnt, um so um Ecken und Korridore blicken zu können. Dies ist besonders wichtig, da das Spiel euch eine feste Kameraperspektive vorsetzt, welche euch selten 100%igen Einblick in eure Umgebung gewährt. Somit liegt es an euch vorsichtig vorzugehen und auf jede Überraschung hinter der nächsten Ecke vorbereitet zu sein.

"We've managed to avoid drowning!" - "Good job!"
Seid ihr dann in einer Position um eine Wache auszuschalten, habt ihr diverse Möglichkeiten eure Wiedersacher außer Gefecht zu setzen. Die offensichtlichste Wahl ist hier, euch von hinten leise an die Wache heranzuschleichen, und diese per Bekanntmachung mit euren Fäusten ins Land der Träume zu schicken. Eine weitere Möglichkeit besteht natürlich das Ganze mit Feuerwaffen-Gebrauch zu regeln. Ein besonders nettes Feature ist hier, dass ihr als quasi erste Waffe im Spiel eine Betäubungspistole erhaltet, welche bei einem Treffer die Wache für einige Zeit außer Gefecht setzt. So könnt ihr theoretisch fast das komplette Spiel durchspielen, ohne einen einzigen Gegner töten zu müssen. Haltet uns für Weicheier - aber wir begrüßen dies nach wie vor, da es doch mitunter recht kaltblütig erscheinen mag jeden x-beliebigen Soldaten per Kopfschuss sein Lebenslicht auszulöschen. Doch egal für welche Variante ihr euch entscheidet, es kommt sicherlich nicht immer so gut quer über die halbe Bohrinsel ausgeschaltete Feinde verstreut zu lassen, oder? Dementsprechend liegt es an euch auch die Beweise zu vernichten, denn eine Wache die über einen am Boden liegenden Kameraden stolpert, löst nunmal gerne den Alarm aus. So könnt ihr einen bewusstlosen Feind vom Boden aufheben, und an einem weniger auffälligen Ort verstauen - egal ob in einer dunklen Ecke, oder zum Beispiel in einem Schrank.

Stellt ihr euch aber mal etwas dumm unvorsichtig an, heißt es in den meisten Fällen erstmal Fersengeld geben. Denn sobald der Alarm ertönt, steht euch nichtmehr euer Radar zur Verfügung, welcher euch den Grundriss der Umgebung, Position der Wachen und deren Blickfeld anzeigt, und das Gebiet wird von zahlreichen Wiedersachen gestürmt. Ihr merkt schon, es ist wirklich wichtig dass man sich in dem Spiel-Arealen gut umsieht und mögliche Verstecke wie Lüftungsschächte oder Schränke genau merkt. Denn einer zahlenmäßig überlegenen Übermacht, habt ihr selten wirklich lange etwas entgegen zu setzen. Recht früh im Spiel erhaltet ihr hier aber auch einen der wohl nützlichsten Gegenstände in einem Videospiel überhaupt: Einen Karton. Denn in dem kann man sich super verstecken - nur sollte man auch hier nicht wie wild vor den Wachen herumrennen. Ansonsten seid ihr hier in den meisten Fällen recht gut bedient - ihr wärt wirklich überrascht wie oft das klappt. Dennoch sind die Verfolgungsjagden sobald der Alarm ertönt oft sehr adrenalin geladen - spätestens wenn euch fünf Wachen auf den Fersen sind, ihr euch im letzten Moment in einen Raum rettet und dort im Schrank versteckt; die Wachen dann ebendiesen Raum stürmen und ihr das ganze Spektakel aus der Ego-Perspektive durch den Schlitz in der Tür beobachtet, schnellt euer Puls gewaltig in die Höhe. Versprochen.

Besonders hervorzuheben sind hier auch die serientypischen Bosskämpfe, in welchen euch allerlei skurille Gestalten gegenüber stehen. Gerade hier dreht die Blockbuster-Inszenierung des Titels gehörig auf und fordert euch im Gegensatz zum restlichen Gameplay, deutlich offensiver vorzugehen und euer ganzes Geschick und Waffenarsenal zu verwenden. Bevor wir zu MGS3 weiter gehen, noch ein abschließendes Wort zu MGS2: Von vielen Fans wird dieser Titel aufgrund der simplen Tatsache dass man nicht Solid Snake spielt, als schwächerer Titel angesehen. Unsere Meinung: Schwachsinn! Der Titel bietet eine großartige Geschichte, spannende Szenarien und hält euch vom Start bis zum Ende bei der Stange. Lasst ihn euch nicht entgehen, und holt ihn spätestens jetzt auf der Vita nach.

Problem solved: Series is over.
Kommen wir nun zu Metal Gear Solid 3, dem James Bond-Streifen unter den Metal Gear-Spielen. Wieso? Ganz simpel, abgesehen davon dass Snake im Spielverlauf desöfteren anmerkt sich wie einem 007-Film zu fühlen, ist es sowohl von der Atmosphäre, als auch von der kinoreifen Inszenierung gerne als Homage an die Agenten-Filme der 60er anzusehen. Aber rollen wir hier auch mal ganz von vorne auf den Titel zu: Snake wird in den Dschungel nahe der Sowjetunion eingeschleust, um dort einen Wissenschaftler aus den Fängen der Russen zu befreien, welcher gewzungen wird an einem geheimen Waffenprojekt zu arbeiten. Ohne zu viel vorweg greifen zu wollen (absolut Spoiler-frei, schon vergessen?), geht hier einiges schief und aus der einst simpel geplanten Mission erstreckt sich ein Abenteuer voller Verrat, zerbrochener Bande und Vertrauen. Was in MGS2 schon mehr als kinoreif in Szene gesetzt war, platziert euch in MGS3 quasi in einem kompletten interaktiven Hollywood-Blockbuster. Die Zwischensequenzen sind noch dramatischer, noch actionreicher und unheimlich spannend inszeniert. Doch auch zwischen den Sequenzen gibt es mehr als genug zu tun. Allen vorran, wurde das Gameplay im Gegensatz zu MGS2 gehörig aufgebohrt und überarbeitet. Das größte Merkmal ist hier die komplett frei drehbare Kamera aus der dritten Person. Ihr seid somit nicht mehr ständig an die vorgegebenen Kamera-Perspektiven gebunden - dürft aber jederzeit per Druck auf das digitale Steuerkreuz auf ebendiese wechseln. Tatsächlich hat man so teilweise einen besseren Überblick über das Gebiet, weshalb ihr von dieser Funktion hin und wieder Gebrauch machen solltet. Eine weitere wirklich große Neuerung, ist der Tarnungsindex.

Dieser ist stets im Bilde zu sehen und gibt mit einem Prozentwert von 0 bis 100 an, wie gut ihr euch in euer Umfeld einfügt. Passend dazu habt ihr die Auswahl aus diversen Tarnungsmustern für eure Kleidung, sowie Gesichtsbemalung, von denen ihr im Spielverlauf immer mehr findet und dazu bekommt. Krabbelt ihr zum Beispiel durch dichtes Gebüsch im Dschungel, bietet sich ein grüner Tarnanzug besser an als ein rot-gekachelter, während euch ein Wissenschaftler-Kittel in einem Geheimlabor nahezu unsichtbar (im übertragenen Sinne) für die Wachen macht. Dies führt dazu dass man regelmäßig ins Menü zurück muss um seine Tarnung zu ändern, was den Spielfluss marginal von Zeit zu Zeit unterbicht. Dafür bietet es in der anderen Richtung allerdings zahlreiche neue strategische Aspekte, welche von euch bedacht werden wollen. Im Gegensatz zu MGS2, in welchem ihr stets in geschlossenen Räumen unterwegs seid, bietet das Dschungel-Szenario von MGS3 darüber hinaus einiges an neuen Herausforderungen, welche bisher noch in keinem Metal Gear-Titel so vorhanden waren. Wie zum Beispiel eine weite Fläche mit nur wenig Grasbewuchs überwinden? Lieber auf den Baum klettern und von einem breiten Ast aus auf eine patroulierende Wache stürzen, oder doch lieber im Dickicht auflauern? Ihr habt hier eine ganze Menge Möglichkeiten, welche noch mehr als im Vorgänger vorraussetzen, dass ihr eure Umgebung stets vollkommen im Blick habt. Ebenfalls ein neues Feature in MGS3 ist, dass ihr neben dem Lebens-Balken, auch einen sich stetig leerenden Energie-Balken habt. Dieser zeigt an wie sehr Snake bei Kräften ist, und will gelegentlich durch Nahrungsaufnahme wieder aufgefüllt werden. Und dies ist tatsächlich auch notwendig - denn umso leerer dieser Balken ist, umso schlechter zielt Snake, agiert unbeholfener und regeneriert Leben langsamer. Da es im Dschungel allerdings verhältnismäßig wenig MC Donalds-Filialen gibt, will die Nahrung natürlich auch beschafft werden. Ob ihr hier zum titelgebenden Snake-Eater werdet und euch einen kräftigen Bissen Schlange genehmigt, oder doch lieber wortwörtlich untertaucht und einen Fisch erlegt - seid kreativ! Denn dann seid ihr auch satt. Oder zumindest Snake ist es dann.
Als abschließendes Wort zu Metal Gear Solid 3: Sowohl die technische Seite, als auch das Gameplay wurden im Vergleich zum Vorgänger gehörig überholt. Nicht umsonst gilt der Titel als einer der absoluten Meilensteine der vergangenen Konsolengeneration, als auch eine der wohl großartig erzählten Geschichten in einem Videospiel überhaupt. Auch die Schreie der Fans dass man wieder Solid Snake spielen will wurden erhört und damals sogar mit einigen lustigen Trailern angeteasert. Das Fazit ist also das selbe wie auch schon bei MGS2 - holt es unbedingt nach. Wenn ihr es damals nicht gespielt habt, wird es jetzt wirklich allerhöchste zeit.

Snake's on a Vita
Ab hier dürfen nun auch wieder alle mitlesen, welche die Spiele schon von damals in- und auswendig kennen. Ihr braucht euch also nicht länger vernachlässigt zu fühlen! Denn kommen wir nun zu dem Aspekt, welcher für viele doch durchaus wichtig sein dürfte: Wie spielt es sich denn nun auf der PSVita? Die Antwort ist simpel: Hervorragend. Die Steuerung funktioniert vor allem bei Metal Gear Solid 3 hervorragend via der beiden Analogsticks und ihr vermisst zu keiner Zeit die butterweiche Steuerung der PS2-Versionen. Selbstverständlich wurden auch einige Vita-spezfischen Features eingebaut. Da wäre zum Einen, dass die Item-Verwaltung in beiden Titeln nun nicht mehr über die Schulterknöpfe ausgeführt wird, sondern direkt über den Touchscreen. Ihr habt nach wie vor unten rechts und unten links ein Fenster für eure aktuelle Waffe, sowie euer dazugehöriges Gadet. Hier reicht dann ein einfacher Fingerdruck auf das jeweilige Symbol, und es öffnet sich eine Liste durch die ihr via Fingerstreich einfach euer gewünschtes Item auswählt - und schon ist es ausgerüstet. Das ganze funktioniert prima mit beiden Daumen und spart das lästige Scrollen per Tasten. Ebenso ist es nun möglich einige Waffen und Aktionen via des Touchpads auf der Rückseite der Vita selbst auszuführen. So reicht zum Beispiel ein einfacher Streich über die Rückseite des Gerätes, um mit eurem Messer einen Schwung auszuführen. Ebenso kommt dies auch ins Spiel, wenn man einen Gegner von hinten im Schwitzkasten hat. Zieht man Beispielsweise mit den Fingern nach unten, packt man fester zu und kann Informationen aus der Wache herauslocken. Streicht man aber zum Beispiel ruckartig von links nach rechts, schneidet man dem hilflosen Gegner die Kehle durch und stellt ihn für immer still. Das geht natürlich mit einer ruckartigen Bewegung nach oben auch sanfter - so schickt ihr den Wiedersacher auf diese Art und Weise nur via eines Schlages bewusstlos zu Boden.

Da beide Titel nun auch das erste mal in portabler Version spielbar sind (Metal Gear Solid 3D auf dem Nintendo 3DS mal ausgelassen), bleibt hier übrigens auch noch zu sagen, dass beide Titel hervorragend auf einem Handheld funktionieren. Durch die ausartenden Zwischensequenzen sind die Spiele zwar nicht unbedingt dafür gemacht unterwegs gespielt zu werden, aber Zuhause auf der Couch oder im Bett, kommt das kinoreife Erlebnis hervorragend zur Geltung. Marginal schlechter schneidet hier die technische Umsetzung ab - größtenteils, allein aus dem Grund heraus, dass das HD im Titel eher eine Art Mogelpackung ist. So wird die Auflösung nicht in vollem HD dargestellt, was technisch etwas unter der Leistung der Vita liegt. Davon aber mal abgesehen, macht vor allem Metal Gear Solid 3 eine großartige Figur auf der Vita, und sieht vor allem auf dem hellen OLED-Display der Vita nochmal eine ganze Ecke hübscher aus. Dennoch merkt man beiden Spielen natürlich an dass man nur aufbearbeitete Playstation 2-Titel vor sich hat, und kein opulentes Technik-Feuerwerk wie Plattform-Kollege Nathan Drake in Uncharted: Golden Abyss.

Sound & Grafik
Wie bereits erwähnt, machen beide Titel hier eine durchaus anständige Figur - wenn man die HD-Mogelpackung mal außen vor lässt. Beide Spiele bieten einen großartigen Soundtrack, welcher klar und deutlich aus den Lautsprechern der PSVita ertönt. Wer hier noch mit einem entsprechenden Kopfhörer spielt, kann sich gerne mal einige Stunden am Stück in den spannenden Geschichten verlieren, ohne zu merken wie die Zeit vorbeizieht. Alles in allem sieht man MGS2 sein höheres Alter aber natürlich an, weshalb man hier kein grafisches Wunderwerk erwarten sollte. Doch gerade MGS3 mit seinen hervorragenden Lichteinfällen im Dschungel-Dickicht und der lebendigen Atmosphäre, kommt auch auf der PSVita mehr als hervorragend herüber.

Features & Besonderheiten
Wenn ihr euch diesen Sommer nur ein Spiel zulegen wollt - dann sollte es definitiv die Metal Gear Solid HD Collection sein. Neben den beiden Hauptspielen, welche jeweils gut 15-20 Stunden Spieldauer bieten, bekommt ihr hier eine ganze Menge für euer Geld geboten. So gibt es in beiden Hauptspielen auch eine ganze Menge einsammelbarer Gegenstände, wie die Hundemarken in MGS2, und die Frosch-Figuren in MGS3. Neben den Hauptspielen gibt es allerdings auch noch mehr zu sehen: So sind bei MGS2 auch die VR-Missionen enthalten, welche euch in über 100 verschiedenen Szenarien euer gesamtes Können abverlangen. Ebenfalls sind auch hier die Snake-Tales Episoden enthalten, welche euch einige der Szenen des Hauptspieles, aus der Rolle von Snake erleben lassen. Diese Missionen laufen quasi paralell zu den Erlebnissen der regulären Geschichte und bieten nochmal zusätzliche Einblicke in die Geschehnisse. Aber auch in MGS3 gibt es einige Bonus-Features. So gibt es hier als besonderes Schmankerl sowohl Metal Gear 1, als auch Metal Gear 2: Solid Snake zu spielen. Hierbei handelt es sich um die beiden Anfänge der Serie, welche damals 1987 für das MSX und das Nintendo Entertainment System (kurz: NES) erschienen. Glücklicherweise handelt es sich aber um die MSX-Versionen, und nicht die für die Nintendo-Varianten, welche damals wegen ihrer schwachen Technik und einigen fragwürdigen Design-Entscheidungen, von vielen Fans als deutlich unterlegen gehandelt wurden.



Fazit:
Großes Kino auf dem kleinen Handheld. Mit Metal Gear Solid 2 und Metal Gear Solid 3 finden zwei der größten Spiele der vergangenen Konsolengeneration, sowohl als auch zwei der wohl großartigsten Geschichten welche je in Videospielen erzählt wurden, ihren Weg auf die PSVita. Wer damals die beiden Spiele verpasst hat, sollte spätestens dieses mal zugreifen. Wer aber beide schon kennt...sollte das selbe tun. Denn mit der Metal Gear Solid HD Collection steht uns ganz klar eines der umfangreichsten PSVita-Spiele überhaupt ins Haus. Einzig und allein die HD-Mogelpackung haben wir hier etwas zu bemängeln, was die Wertung minimal nach unten drückt. Davon aber abgesehen, erhaltet ihr von uns eine uneingeschränkte Kaufempfehlung.

Hat das Codec-Piepsen als SMS-Klingelton: Hans Weiler für PlanetVITA.de

Vielen Dank an Konami für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionscodes.

Leserwertung:

Super
Deine Wertung:

-
Großartige Umsetzung von zwei der wohl größten Videospiel-Geschichten überhaupt.

Wertung

SPIELWELT:

10

ABWECHSLUNG:

8.0

INSZENIERUNG:

10
9
von 10

Kinoreife Inszenierung

An den Handheld angepasste Steuerung

Riesiger Umfang

Es ist Metal Gear

HD steht drauf - kein HD ist drin

Ellenlange Codec-Gespräche

Wie werten wir?

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