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Spielname:
Crystal Defenders

Typ:
PSN Spiel

PSN Preis:
9,99 €

Publisher:
Square Enix

Developer:
Square Enix

Genre:
Strategie

Release:
01.01.2010 (erschienen)

Multiplayer:
nicht vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre

Screenshots:
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Kurztest: Crystal Defenders

Tjark Michael Wewetzer, 03.08.2011

1348°

0

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Square Enix schreckt nicht davor zurück, die „Final Fantasy“-Marke vielseitig einzusetzen. Bereits zu PS1-Zeiten wurden erste Schritte im Stategie-Kosmos gewagt, heute befindet sich sogar ein kompetentes Beat'em Up unter den zahlreichen Titeln des Labels. „Crystal Defenders“ mag zwar den großen Namen der Hauptreihe abgelegt haben, ist aber immer noch deutlich als „Final Fantasy“ zu erkennen. Kein Wunder, borgt es sich doch seine Figuren und Songs aus der „Final Fantasy Tactics A2“-Abteilung. Und nachdem iPhone, Xbox 360, PlayStation 3 und Wii mit einer eigenen Fassung des Tower Defense-Verschnitts gesegnet wurden, steht nun der Sony-Handheld an. Ob es sich lohnt, den Job eines Kristallverteidigers zum Preis von knapp 10 Euro anzunehmen? Genau das haben wir in Erfahrung gebracht.

Wie auch die Umsetzung für iPhone und Konsorten (minus WiiWare) umfasst „Crystal Defenders“ auf Sonys portablen Geräten insgesamt 12 Karten mit je 30 Angriffswellen, die gemeistert werden wollen. Aufgeteilt sind diese in drei Episoden, die gleichzeitig stellvertretend für den Schwierigkeitsgrad der Karten stehen. Im „W1“-Kapitel werdet ihr noch langsam an das grobe Spielprinzip herangeführt. Es stehen euch nur sechs Einheiten-Arten zur Verfügung und die Komplexität der Wege, auf denen die Monster unaufhaltsam entlang marschieren, ist noch im verträglichen Maße. „W2“ führt einen weiteren Einheiten-Typ sowie Verstärkungskristalle ein, „W3“ fordert euch zum Abschluss noch einmal richtig mit einem breit gefächerten Wegenetz und dem vollen Einheiten-Sortiment.

Habt ihr euch für eine Karte entschieden, geht es ohne großes Brimborium sogleich in die Schlacht. Zu Beginn einer jeden Wave bekommt ihr mitgeteilt, welche Monsterhorde euch nun erwartet und ob sie mit bestimmten Attributen, wie etwa Magieresitenz oder Flugfähigkeit, gesegnet ist. Dann dürft ihr in aller Ruhe eure Einheiten platzieren und auf Knopfdruck dann die Feindesfront losmarschieren lassen. Natürlich könnt ihr nicht unbegrenzt viele Truppen auf dem Schlachtfeld platzieren. Jeder Mitstreiter kostet Gil, die ihr wiederum durch das Besiegen von Monstern verdient. Wie viel ihr erhaltet, hängt von der Art des Wesens ab – und ob ein Dieb vielleicht noch zur Seite steht, der eurem Einkommen einen gehörigen Schub verschafft. Das erwirtschaftete Geld könnt ihr aber nicht nur in neue Einheiten stecken, sondern auch zur Verbesserung bereits platzierter Gefolgsleute verwenden. Und selbstverständlich seid ihr während der Wave nicht zum Zuschauen verdammt, sondern könnt jederzeit eingreifen, um mit den zwischenzeitlich angehäuften Gil eure Truppen zu unterstützen. Das Kampfgeschehen lässt sich auch jederzeit pausieren, solltet ihr in Ruhe die Situation überblicken wollen, oder beschleunigen, wenn euch die Action zu langsam von statten geht.

Doch wozu dieser ganze Aufwand? Euer großes Ziel ist es, die insgesamt 30 Anstürme pro Karte zu überstehen, wobei so viele wie möglich eurer insgesamt 20 Kristalle übrig bleiben sollen. Da jedes Monster – bis auf einige Ausnahmen – jeweils einen Kristall stehlen kann, bedeutet das im Klartext: Lasst 20 Feinde durch und ihr habt verloren. Doch es geht nicht nur um den Schutz des eigenen Besitzes. An jede Karte ist nämlich eine eigene Highscore-Liste gekoppelt, die eure übrigen Gil, die überstandenen Wellen, verbleibenden Kristalle und euer taktisches Vorgehen erfasst und in einen Punktewert umwandelt. Letzterer Faktor wird daran gemessen, wie oft ihr ins Geschehen eingreift. Parkt ihr den Schauplatz geradezu mit Einheiten voll und levelt diese regelmäßig auf, sinkt eure Taktik-Wertung. Der Highscore-Aspekt mag zwar der Hauptmotivationspunkt von „Crystal Defenders“ sein, es ist jedoch bedauerlich, dass man auf jegliche Online-Listen, wie man sie aus den Heimkonsolen-Ports kenn, verzichtet hat. So kann man lediglich lokal seine Leistungen vergleichen – und selbst dann wird dies unter mehreren Personen schwierig, wo doch nur die Zahl und erreichte Wave eingetragen wird, nicht jedoch der Name der Person, die diese Leistung vollbracht hat.

Technik und Features:
„Crystal Defenders“ bedient sich vollständig bei den Sprites aus „Final Fantasy Tactics A2“. Die verschiedenen Kreaturen und Jobklassen sind sofort identifizierbar und optisch auf dem selben Niveau wie beim DS-Spiel. Leider läuft die Action nicht 100%ig flüssig ab. Minimalruckler sind zu verzeichnen, was jedoch den Spielverlauf nicht wirklich stört. Auf musikalischer Ebene erwarten euch zahlreiche Tracks, die ebenfalls aus „FFTA2“ entnommen worden sind, zumindest aber neu eingespielt wurden. Die Remixes der Stücke sind gut gelungen und haben teils den typischen Ohrwurmcharakter, den man von manchen „Final Fantasy“-Melodien kennt. Mit seinen 12 von Anfang an verfügbaren Karten ist „Crystal Defenders“ vielleicht nicht der umfangreichste Tower Defense-Ableger, dank der Highscore-Listen – auch wenn eine Online-Leaderboard-Unterstützung fehlt – und der besonders kniffligen „W3“-Maps gibt es jedoch reichlich Motivation und Herausforderung, die den Spieler bei Laune halten können.

Fazit:
Die Handheld-Umsetzung von „Crystal Defenders“ bietet prinzipiell nichts, was die vorherigen Fassungen noch nicht hatten. Doch das ist eigentlich auch nicht schlimm, denn das Gesamtpaket ist nach wie vor solide und unterhaltsam. Die 12 Karten bieten reichlich Raum für das Feintuning der eigenen Strategie und das Maximieren des Highscores. Bedauerlich nur, dass wir unsere Erfolge mit niemandem teilen können, wo man doch leider auf die Online-Highscorelisten aus der Xbox 360-, PS3- und Wii-Version verzichtet hat. Dennoch dürfen „Final Fantasy“-affine Tower Defense-Freunde durchaus mal einen Blick riskieren, wenn sie Lust auf eine vielleicht etwas simpler gestrickte, wenngleich ebenso fordernde Verteidigungssimulation haben.

Tjark Michael Wewetzer für PlanetVita.de

Leserwertung:

*****

Pflichtkauf
Deine Wertung:

-
Auch wenn das Spiel nichts Neues bietet - das Gesamtpaket ist nach wie vor solide und unterhaltsam.

Wertung

spaßiges Spielprinzip

niedlicher Look

im Prinzip nichts Neues

kein Multiplayer

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