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Spielname:
Persona 4 Golden

Typ:
PSVita-Spiel

Publisher:
Atlus

Developer:
Atlus

Genre:
Rollenspiel

Release:
1.Quartal 2013

Multiplayer:


Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre

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Review: Persona 4 The Golden (Import)

Denis Wewetzer, 28.09.2012

11k°

16

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Manchmal freut man sich und weiß eigentlich gar nicht genau warum. Natürlich kann man sich auch für andere freuen und somit einen Grund erhalten. So haben wir uns riesig darüber gefreut, dass Persona 4 The Golden (Streicht das "The" für alles außer Japan) endlich einen Releasezeitraum für Europa erhalten hat! Der Titel wird im Frühjahr 2013 bei uns veröffentlicht - Nippon Ichi Software sei dank. Die Amerikaner wissen es sogar noch genauer und können sich nun bereits auf den 20. November gedulden, denn dann wird der Titel dort erhältlich sein. Warum aber nur für andere freuen? Nun, wir haben das Spiel bereits bei uns liegen - die japanische Version, natürlich. Wir wollten nämlich einmal schauen, ob sich die ganze Warterei auf das bekannte JRPG tatsächlich lohnt und ob man sogar einen Import in Aussicht stellen sollte. Wie wir wissen ist so etwas ein recht kritisches Thema, so manche Spiele wollen schließlich auch verstanden werden. Und Japanisch wird beileibe nicht von jedem gesprochen - schon gar nicht in Deutschland. Wir haben uns dennoch daran gewagt und sind (mit zwei Wörterbüchern bewaffnet) durch die Kleinstadt Inaba gewandert, um uns das virtuelle Schulleben um die Ohren zu hauen!

ようこそわらイナバ (Willkommen in Inaba). Wenn sie jetzt zu ihrer Linken sehen, finden sie eine Leiche am Telefonmast
Ein ganzes Jahr in einer anderen Stadt verbringen, weil den eigenen Eltern die Arbeit wichtiger ist, als man selbst – sowas muss doch fantastisch sein, oder? Naja, das muss es nicht unbedingt, allerdings ergeht es so dem namenlosen Helden aus Persona 4 und zieht deshalb für ein Jahr zu seinem Onkel in die kleine, verschlafene Stadt Inaba. Hier darf er sich, wie jeder andere Oberschüler auch, einfach weiter mit der Schule rumplagen, viele verschiedene Leute kennenlernen und Freundschaften schließen, die dieses Jahr zumindest etwas erträglicher machen. Doch dank ungeahnter Ereignisse kommt die Spannung ganz von alleine: Plötzlich geschehen Morde in der sonst so ruhigen Kleinstadt und der Held sowie seine neu gewonnen Freunde und Klassenkameraden werden sofort in den Fall hineingezogen und versuchen auf eigene Faust dort auszuhelfen. Aber wenn man sich ein Spiel aus einem Land importiert, dessen Sprache man nicht mächtig ist, ist die Story eh meist eher an 735igster Stelle. Viel wichtiger ist es, was man alles anstellen kann, also kommen wir auch schon gleich dazu!

Der ganz normale Alltag – Das Spiel
Wer wollte nicht schon immer mal einen Schüler spielen und einfach seinen Alltag übernehmen? Das beinhaltet zur Schule gehen, an Festen teilnehmen, sich mit Freunden treffen, lernen etc. pp. Die Gelegenheit genau dies zu tun bekommt hier geboten. Sollte man Persona 3 oder wahlweise auch das original Persona 4 gespielt haben, ist einem diese Routine bereits bekannt. Man läuft durch die verschiedenen Teile von Inaba, kann mit den Bewohnern reden, einkaufen gehen, in der Bibliothek lernen, was zum Essen kaufen und und und. Die Auswahl ist dabei gigantisch – sogar im direkten Vergleich zum Original kann man in The Golden noch wesentlich mehr machen, als ohnehin schon möglich war.

Einen der Hauptteile des Spiels ist es dabei, Freundschaften mit möglichst vielen unterschiedlichen Leuten aufzubauen, bis ein unzerbrechliches Band zwischen den beiden Parteien besteht. Aber dies muss natürlich verdient sein: So muss man sich häufiger mit den Leute treffen und sich ihre Freundschaft verdienen. Aber um das ganze zu machen hat mich nicht unendlich Zeit. Ein Jahr steht einem im Spiel zur Verfügung und an jedem Tag kann man zu jeder verfügbaren Tageszeit immer nur ein Event auslösen. So ist es an Schultagen zum Beispiel üblich bis zum Nachmittag Schule zu haben, danach sich in die Bibliothek zum Lernen zu setzen, um dann Abends eventuell noch ein Buch auf dem häuslichen Sofa zu lesen. Der Tag will also gut durchdacht sein. Nichts sollte großartig vernachlässigt werden, da sehr viele Entscheidungen den weiteren Spielverlauf im großen Stil verändert. Aber der „Alltag“ unseres Helden unterschiedet sich in einem ganz bestimmten Detail: Abgesehen von der Tatsache normaler Schüler zu sein, haben er und ein paar andere Auserwählte nämlich die Fähigkeit eine Welt zu betreten, die sich innerhalb der Fernseher befindet – hier versuchen sie eine Antwort für die ganzen mysteriösen Morde zu finden, die gerade in Inaba geschehen.

A beary dangerous world
Sobald man die Fernsehwelt betritt, hat man auch schon den zweiten Hauptteil des Spiels gefunden. Hier rennt man nämlich in guter, alter Dungeon-Crawler Manier durch zufallsgenerierte Level, bekämpft die Shadows und levelt die eigenen Charaktere hoch. Durch einfaches Rennen gelangt man jedoch nicht einfach in einen Kampf. Die Shadows sind sichtbar in der Welt und müssen angegriffen werden, sollte man es mit ihnen aufnehmen wollen. Schaffen sie es einen zu attackieren bevor man selbst es schafft, haben sie allerdings vom Anfang an einen Vorteil. Schafft man selbst es sie vor dem Kampf im Rücken zu treffen gilt derselbe Vorteil für einen selbst: Eine ganze Runde angreifen, ohne gestört zu werden. Hier haben wir auch schon den wichtigsten Aspekt der Kämpfe: Wie bekannt aus den vorherigen Titeln ist auch The Golden ein rundenbasierten Rollenspiel. Jeder Charakter bekommt also eine Aktion, um die Feinde zu verkloppen. Das besondere hier ist die Tatsache, dass jedem der eigenen Charaktere auch die Personas zur Verfügung stehen – ihre Wahren Ichs, wenn man so möchte. Diese ermöglichen es einem besondere Zauber oder Fähigkeiten zu aktivieren um den Shadows das Überleben wesentlich schwerer zu machen. Schafft man es sie zu besiegen bekommt man die üblichen Belohnungen: Erfahrung, Geld und Items. Manchmal aktiviert sich allerdings auch die Shuffle Time, welche etwas anders gestaltet ist, als man es gewohnt ist. Musste man vorher Geschick beweisen um die gewünscht Karte zu ziehen, hat man bei The Golden sofort die Auswahl, was von allen Karten man sich nehmen möchte. Eine neue Persona, mehr Geld oder andere Boni wie zum Beispiel eine erhöhte Item-Drop Chance für eine bestimmte Zeit. Manche Effekte sind jedoch auch negativ, weshalb man seine Wahl vorsichtig treffen sollte.

Im Zusammenhang mit der Welt im Fernseher gibt es allerdings noch einen weiteren Ort, der im Verlauf des Spiels unverzichtbar sein wird: Der Velvet Room. Hier ist es einem nämlich möglich die ganzen Personas zu fusionieren, die man auf seiner Reise durch die Dungeons gesammelt hat. Was das bringt? Ganz einfach: Man erhält meistens mächtigere Alter Egos, mit denen es leichter wird die Shadows niederzustrecken. Hat man sich mit den richtigen Leuten angefreundet, bieten einem diese Freundeschaften auch noch extra-Erfahrungspunkte nach der Fusion, wodurch die neue Persona sofort weiter gestärkt wird. Aus diesem Grund sind die so genannte Social Links unverzichtlich im Verlauf der Story. Außerdem bietet jede Persona andere Fähigkeiten und Resistenzen an. Da es dem Hauptcharakter möglich ist mitten im Kampf diese zu wechseln, ergibt sich daraus ein großer Strategie-Part. So ist es einem möglich gegen jeden Gegner andere zu verwenden um so gut es geht im Vorteil zu bleiben. Abgesehen von der Fusion kann man aber noch etwas anderes hier anstellen: Den Neuzugang Marie ansprechen und sie bitten, Skill Cards zu registrieren. Dies ist ein neues Feature, was eigentlich nur ein vorheriges überarbeitet. So hat man nun nicht mehr nur eine Skill Card zur Verfügung um einer Persona die gewünschte Fähigkeit zu geben, sondern kann sich bei Marie speichern, um jeder Persona diesen Skill beizubringen – gegen eine gewisse Gebühr, versteht sich.

Gameplay
Wie bereits erwähnt teilt sich das Spiel in zwei große Abschnitte: Den normalen Alltag, in dem man sich mit Freunden treffen kann um ihre Freundschaftsstufen zu erhöhen oder andere, spaßige Dinge unternehmen kann. Der zweite Teil ist der Dungeon Crawler, in dem man Shadows besiegt und seine Charaktere stärkt. Was am Anfang vielleicht etwas obskur klingt, funktioniert schlichtweg genial. Da beide Abteile in gewisser Weise miteinander verbunden sind kommt einem auch weder noch wirklich unnütz vor und durch die kontinuierlich voranschreitende Zeit ist es auch wirklich wichtig, an welchen Tag man was macht. Auch das Erforschen der Fernsehwelt wird einem nämlich als Aktivität am Nachmittag angerechnet, weswegen auch die Zeit hierfür gut eingeplant werden wollen. Insgesamt gibt es hier absolut nichts auszusetzen, alles funktioniert wie es soll und es spornt einen an, weiterspielen zu wollen. Aufgrund der kleinen Änderungen vom Original zum Remake hin kommt es einem sogar noch um einiges besser vor, als es ohnehin schon war.

Grafik
Wer Persona 4 für die PS2 gespielt hat, kann sich vermutlich noch an den ganzen Nebel erinnern und die manchmal recht verwaschenen Texturen. Streicht diese – alles. Die Grafik wurde ordentlich in die Höhe geschraubt und raubt einem mit ihrer Schönheit schon fast den Atem. Alles ist wirklich liebevoll gestaltet und man findet immer wieder das ein oder andere Detail, an dem man sich ergötzen kann. Dies tritt besonders in der Fernsehwelt zum Vorschein, da diese anscheinend am meisten überarbeitet wurden. Auch die Charaktermodelle und Personas haben eine Schönheitskur bekommen und können sich durchaus sehen lassen.

Sound
Es ist ganz gleich, welches Rollenspiel man sich von Atlus ansieht, man kann von allen so einiges erwarten. Unter anderem einen sehr facettenreichen Soundtrack. In Persona 4 The Golden stehen viele Songs zur Verfügung und es nutzt diese auch im großen Maße auch. Für jede Situation bekommt man andere Musik im Hintergrund abgespielt, sei es ein einfaches Treffen mit Freunden, Unterricht, ein Kampf im Fernseher – alles hat eine andere Melodie. Auch andere Situationen bekommen entsprechende Musik, weshalb diese auch in jedem Moment zum Stil des jeweiligen Moments passt.

Features und Besonderheiten
Ach du meine Güte, wo kann man hier nur anfangen. Mit diesem Titel haben wir einen, der einem so viele Möglichkeiten gibt, dass man schon fast einen richtigen Terminplan einrichten sollte, um sich zu überlegen, was man machen soll. Der schiere Umfang an Aktivitäten sticht dementsprechend sehr heraus. Auch gibt es einige neue, interessante Features in der Vita-Version, neben den einfachen Upgrade in der Anzahl an Personas und Social Links. So gibt es nun die „Voice“ und „SOS“-Funktion, welche beide eine Internetverbindung benötigen. Erstere wird dabei in der normalen Welt benutzt und mit dieser kann man Notizen anderer Spieler an den Tagen lesen, was sie zum Beispiel dann getan haben oder empfehlen würden. Die SOS-Funktion ist dafür in den Dungeons zu gebrauchen. Schickt man hier ein solches Signal ab, möchte man durch die bisherigen Informationen hoffen, tatsächlich einen Multiplayer zu bekommen, allerdings stimmt dies nicht ganz. Antwortet jemand auf das Signal, so bekommt man am Anfang des nächsten Kampfes eine kleine Stärkung in Sachen HP und SP – was man bei dem Schwierigkeitsgrad des Titels nicht unterschätzen sollte. Außerdem gibt es, wie bereits im Haupttext erwähnt nun die Möglichkeit Skill-Cards zu registrieren. Abgesehen davon stehen einem aber auch viele neue Aktivitäten zur Verfügung – wie zum Beispiel ein kleiner Gemüsegarten oder die Fähigkeit einen Moped Führerschein zu machen, das im Nachhinein nicht nur als Transportmittel in andere Städte dient, sondern auch im Kampf verwendet werden kann. Es gibt wirklich zu viel, um es hier aufzulisten.



Fazit:
Das war eine Arbeit, sich ins Japanische reinzufuchsen. Aber nachdem wir nun so lange an diesem Titel gehangen haben, gibt es nur noch eines zu sagen: Es hat sich gelohnt, selbst für uns Kenner des PS2-Spiels. Man kann nicht häufig genug erwähnen, wie viel man in dieser schönen, kleinen Stadt unternehmen kann. Die Charaktere sind alle wunderbar gestaltet und haben eine richtige Persönlichkeit, die durch die Events der Social Links immer weiter ausgebaut wird. Es gibt Quests zu erledigen, neue Städte zu erkunden, Fähigkeiten auszubauen und und und. Die Story wirkt anfangs ein wenig klischeehaft, bekommt später allerdings immer mehr Tiefe und es fällt einem wirklich schwer das System aus der Hand zu legen. Die Dungeon-Crawler Abschnitte sind auch unglaublich spaßig und durch die immer stärker werdenden Gegner eine echte Herausforderung, wenn man denn auf einem angemessenen Schwierigkeitsgrad spielt, von denen ganze fünf Stück gibt. Und obwohl es sich bei Persona 4 um ein Rollenspiel der alten Schule handelt, ist es durchaus möglich es mal eben unterwegs zu zocken, obwohl eine längere Sitzung im eigenen Heim oder das eines Kumpels wesentlich mehr Spaß mit sich bringt. Im Großen und Ganzen lässt sich nur sagen: Wer sich diesen Titel als JRPG-Liebhaber nicht zulegt, sobald er denn unsere Gefilde erreicht hat, ist selber Schuld. Und wer des Japanischen mächtig ist sollte definitiv über einen Import nachdenken, wenn einem die Geduld ausgeht, sonst verpasst man was.

Ist inzwischen Meister im Kanji-Nachschlagen: Denis Wewetzer für PlanetVITA.de

Leserwertung:

Pflichtkauf
Deine Wertung:

-
Eine wahre JRPG-Perle, die noch darauf wartet bei uns veröffentlicht zu werden. Verstanden sollte sie aber werden.

Wertung

STORY:

10

SPIELWELT:

10

GAMEPLAY:

10
10
von 10

Unzählige Vielzahl an Möglichkeiten...

Spannend erzählte Story

Liebevolle Charaktere mit Tiefe

Wunderschöne Umgebungen

Hoher Wiederspielwert

...für die man einen Terminplan bräuchte.

Wie werten wir?

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