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Spielname:
New Little King's Story

Typ:
PSVita-Spiel

Publisher:
Konami

Developer:
Marvelous AQL

Genre:
Rollenspiel

Release:
27.09.2012 (erschienen)

Multiplayer:
kein

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre

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Review: New Little King's Story

Stefan Thiermann, 30.09.2012

6927°

17

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König zu sein ist nicht einfach! Vor allem, wenn es dann noch Probleme im Reich gibt: Alpträume zum Beispiel, die ihre Schergen mitbringen und die Residenz des Zepterhalters gemeinsam mit dem Rest des Territoriums einnehmen. Zu allem Überfluss wurden auch noch die sieben Prinzessinnen des Reiches gemopst und ihr müsst sie ganz videospieluntypisch wiederbeschaffen. Diese wahnsinnig tiefgründige Geschichte ist der Hintergrund vom brandaktuellen New Little King’s Story, das wir für euch genauestens unter die Lupe genommen haben. Wird die PSVita aus ihrer Lethargie gerissen oder haben wir hier einen Schuss in den Ofen vor uns? Lest den Test und ihr wisst mehr!

Entwickelt wurde New Little King’s Story von Marvelous AQL, die einigen von euch vermutlich durch die Harvest Moon-Serie bekannt sein dürften. Im Original erschien das Spiel anno 2009 für Nintendo Wii und wurde von Rising Star Games gepublisht. Die Vita-Variante wird nun von Konami vertrieben und verfügt über eine komplett neue Story und weitere Features. Aber genug allgemeinen Kram erörtert, steigen wir direkt ein.

Schaffe, schaffe, Häusle baue
New Little King’s Story besteht im Wesentlichen aus zwei Hauptelementen: Kampf und Aufbau. Ihr beginnt in einem kleinen Gebiet, das bisher anscheinend nicht von den Schergen des, äh, Alptraums besetzt worden ist. Ähnlich wie in den Geschichten von den kleinen und großen Galliern müsst ihr euch nun der Übermacht widersetzen. Durch das Bezwingen von Bossgegnern kann man sein Reich erweitern. Hat man sich die jeweiligen Gebiete einmal einverleibt, verschwinden auch die übrigen Widersacher, die vorher noch dort ihr Unwesen getrieben haben. Diese stören nämlich ungemein bei der motivierenden Schatzsuche: Überall in der Welt ist Kohle verbuddelt, die ihr natürlich zum Ausbau eurer Gebiete gut gebrauchen könnt.

Und damit sind wir beim Aufbauaspekt: Einmal erobert, könnt ihr diverse Gebäude in diesen Gegenden platzieren, die selbstverständlich wichtige Funktionen innehaben. So gibt es neben Wohnhäusern, die eurem Königreich neue Einwohner verschaffen, noch Jägerhütten, Holzfällerhütten, Kasernen und dergleichen mehr. Dort könnt ihr jeweils dazu passende Einheiten ausbilden, die wichtige Aufgaben, die in einem Königreich so anfallen, übernehmen werden. Je mehr ihr baut und im Spiel fortschreitet, desto befestigter und besser ausgebaut sind auch eure Gebiete. Zwar habt ihr keine Möglichkeit zu entscheiden, wo und wie die Gebäude errichtet werden, wodurch der Aufbauaspekt relativ oberflächlich bleibt. Jedoch motiviert dies trotzdem ungemein und es ist einfach wunderbar mit anzusehen, wie das eigene Reich wächst und gedeiht. Außerdem: wir haben hier schließlich kein RTS vor uns, sondern... naja, spielt es selbst!

Die Planung eures Reiches nehmt ihr stilecht direkt aus eurem Thronsaal vor. Wenn ihr euch auf den royalen Schemel pflanzt, öffnet sich das Thronmenü, von dem aus nun wieder diverse Optionen zur Verfügung stehen. Unter „Königsplan“ ist besagter Ausbau des Reiches möglich. Hier können unter Einsatz eurer Moneten neue Gebäude in den verschiedenen Gebieten gebaut, Gesetze erlassen und Power-Ups erkauft werden. Mit letzteren wird es beispielsweise möglich, mehr Untertanen in eure Gefolgschaft nehmen zu können, um im Kampf schlagkräftiger zu werden. Ein weiterer Menüpunkt ist der „Kummerkasten“, den ihr am Anfang des Spiels errichtet. Von dort aus könnt ihr euch Fanpost durchlesen und – noch viel wichtiger – neue Quests annehmen. Neben den Hauptaufgaben, die die Story vorantreiben, finden sich dort auch zusätzliche Aufträge für euch. Vom Thronmenü aus darf darüber hinaus zu jeder Zeit gespeichert werden.

Aaaaaaachtung!
Wenn sich neue Bürger in eurem zunächst kleinen Reich ansiedeln, sind sie erst mal arbeitslos und leben beschwingt in den Tag hinein. Die Faulenzerei mag für sie zwar gut sein, ihr als Regent könnt sie in dieser Form aber nur sehr begrenzt gebrauchen. Demzufolge steht eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme an, indem ihr sie in die jeweiligen bereits genannten Gebäude schickt und so zu Soldaten, Jäger, Holzfäller, Bauarbeiter, Händler oder Bauern ausbildet. Soldaten und Jäger könnt ihr im Kampf gegen die zahlreichen Widersacher gebrauchen. Erstere hauen euren Gegnern mit dem Schwert die Qualle aus dem Drömel und letztere greifen mit Pfeil und Bogen an, was sehr praktisch ist, da man so auch höher gelegene Ziele erreichen kann. Weiterhin könnt ihr mit König Corobo auch selbst ins Kampfgeschehen eingreifen und euer Schwert mit dem Druck auf die X-Taste schwingen. Holzfäller benötigt ihr, um dicke Baumstämme, die desöfteren den Weg in neue Bereiche versperren, aus dem Weg zu räumen. Bauarbeiter sind dafür zuständig, Treppen und Brücken in die Landschaft zu zimmern. Überall wo dies möglich ist, wird es durch ein Schild signalisiert. Schlussendlich können Händler und Bauern nach Schätzen suchen bzw. buddeln, die überall in der Spielwelt verteilt sind. So könnt ihr Kohle für neue Gebäude und weitere Späße sammeln. Auch Gegner hinterlassen oft Rohstoffe, die in Bares umgewandelt werden, sobald ihr in euren Thronsaal zurückkehrt. Dazu könnt ihr auch die Prinzessinnen in eurer Gefolge aufnehmen, wenn ihr sie einmal befreit habt. Sie geben euch diverse zusätzliche Fähigkeiten, lassen euch beispielsweise besser kämpfen.

Die Ausbildung funktioniert, genau wie das restliche Einheitenmanagement, leider sehr umständlich. Zu Anfang müsst ihr die Leute in eurem Reich alle einzeln aufsuchen und mit einem Druck auf die Kreistaste in eure Gefolgschaft aufnehmen. Sie folgen euch daraufhin und ihr könnt sie zu den jeweiligen Gebäuden begleiten mit mittels Viereck-Taste hineinschicken und so einen Beruf erlernen lassen. Sämtliche Kommandos an eure Untertanen laufen in New Little King’s Story übrigens nach diesem Schema ab: Mit der Kreistaste fügt ihr jemanden eurer Gefolgschaft hinzu und mit der Viereck-Taste werden Befehle verteilt, die dann je nach Ort und Ziel ausgeführt werden. Nebenbei: Auch Verliebte können verheiratet werden, indem man sie in die Kirche zum Heiraten schickt. Relativ zeitnah vom Anfang des Spiels könnt ihr dann einen Balkon vor eurem Schloss bauen, mit dem ihr eure Untertanen auf Wunsch auch in verschiedenen Berufsgruppen oder Zusammenstellungen herbei zitieren könnt. Dies ist allerdings eine reine Notwendigkeit, da euer Territorium ja auch immer größer wird. Umständlich ist das trotzdem, obwohl ihr bestimmte Einheitenkonstellationen auch abspeichern könnt. Je nachdem, mit welchem Vorhaben ihr in die Wildnis zieht – sei es, um einen Boss zu plätten oder um auf Erkundungstour zu gehen – müsst ihr also richtig planen, wen ihr mit auf die Reise nehmt. Oft genug tritt dies alles aber auch kombiniert auf und wer jemanden vergisst oder im Kampf verloren hat, darf zurück zum Schloss laufen – das hätte man komfortabler gestalten können! Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass eure Einheiten Probleme damit haben, den richtigen Weg zu finden, obwohl sie euch eigentlich nur folgen müssten. Gerade an engen Stellen ist es ärgerlich, wenn man mal wieder zurück latschen muss, um diejenigen, die von der Klippe gefallen sind, wieder einzusammeln. Alkohol macht halt doch mehr kaputt, als man denkt...

How to play the game
Ansonsten geht die Steuerung gut von der Hand. König Corobo wird mit dem linken Stick gesteuert, der Rechte ist für die Kamera zuständig, die leicht isometrisch über dem Protagonisten schwebt. Leider reagiert diese vor allem in engeren Passagen nur sehr störrisch. Mit der L-Taste kann sie desweiteren hinter dem König platziert werden. Der andere Schulterbutton ruft einen Zielmodus auf, mit dem euch die Auswahl der jeweiligen Ziele auf die ihr eure Untertanen schicken wollt, erleichtert wird - was zugegebenermaßen auch gut funktioniert. Mit der Dreieck-Taste könnt ihr die Reihenfolge der Einheiten in eurem Gefolge ändern. Ihr benötigt gerade einen Handwerker? Einfach besagten Knopf so lange drücken, bis er in den auf dem Display eingeblendeten Charakterportraits an erster Stelle steht und schon könnt ihr seine Dienste in Anspruch nehmen. Mit der Start-Taste ruft ihr das Feldmenü auf, von dem aus ihr Zugriff auf Funktionen wie der Karte oder euren Status habt. Zusätzlich könnt ihr auch nachschlagen, wenn euch die eine oder andere Funktion des Spiels entfallen sein sollte. Schlussendlich habt ihr noch Zugriff auf euer Inventar, von dem aus ihr Ausrüstungsgegenstände, diverse Werkzeuge die ihr im Alchemie-Labor einsetzen könnt (dazu später mehr), sowie eure Kriegsbeute auswählt. Alternativ könnt ihr auch den Touchscreen zur Auswahl in Menüs oder um eure Gefolgschaft zu befehligen. Das Rückseiten-Touchpad kommt dagegen nur zum Einsatz, um neben lustigen Punkten ohne Sinn zusätzliche Informationen zu Gegnern wie Lebenspunkte etc. anzuzeigen. Kann man machen – muss man aber nicht!

Grafik
Der Optik von New Little King’s Story sieht man ihre Wii-Wurzeln an. Zwar wurde hier und da ein wenig aufgepeppt, jedoch ist das Spiel grafisch nicht gerade ein Musterstück für die PSVita. Dies wird jedoch durch das wunderschöne Artdesign mehr als wettgemacht. Eins lasst euch allerdings gesagt sein: Wer sich an einer kindlichen Aufmachung stört, sollte die Finger vom Spiel lassen, denn es sieht aus wie aus einem Bilderbuch – im positiven, wie im negativen Sinne, je nach Sichtweise. Leider zeigen sich an der Optik Schwächen bei der Umsetzung: Das Spiel ruckelt häufig, wird aber glücklicherweise nie unspielbar. Trotzdem ärgerlich, bei einer Grafik, die sich die PSVita normalerweise mit Leichtigkeit aus den Rippen schwitzen würde. Dazu kommt, dass beinahe sämtliche Objekte erst recht spät aufploppen – das ist unschön und wird hoffentlich noch gepatcht! Ein wenig Feinschliff hätte also auch an dieser Stelle wahre Wunder bewirken können!

Sound
Unterlegt wird New Little King’s Story mit klassischer Musik, die ausgezeichnet ins Geschehen passt und die Bilderbuchoptik (im Sinne von bunt und niedlich) wunderschön unterstreicht. Teilweise kommt es dabei zu dramatischen Steigerungen, wenn sich beispielsweise ein Bossgegner vor euch auftürmt. Putzige Soundeffekte runden den positiven Eindruck ab.

Features und Besonderheiten
Nun noch zu vorher schon angesprochenen Alchemie-Labor: Mit den Materialien, die ihr unterwegs findet, könnt ihr euch dort neue Ausrüstungsgegenstände und Items zusammenschustern. Abgesehen davon ist es über „Matching Alchemy“ möglich, online mit anderen Gegenstände herzustellen. Neben den Haupt- und Nebenquests gibt es weitere Herausforderungen, die in Form von Arenakämpfen stattfinden. Zu diesen existieren übersichtliche Online-Ranglisten. Dies alles beschert New Little King’s Story einen sehr beachtlichen Umfang – gut so, value for money hat jedenfalls noch nie geschadet!




Fazit:
Hans Weiler
Ding, Ding, Ding! Hitkandidat! Auch wenn ich mich hoffnungslos euphorisch anhöre, mit New Little King's Story kam endlich ein Titel zu uns, auf den ich persönlich schon seit langem gewartet habe. Wisst ihr, manchmal braucht es keine gewiefte Geschichte, opulente Grafik und reihenweise Explosionen - manchmal reicht ein kunterbuntes Abenteuer welches einfach nur kompromisslosen Spielspaß bringt. Aus genau diesem Grund verliebte ich mich auch einst in die Harvest Moon-Serie. Das Spiel schlägt somit genau in die Sparte Videospiele, welche wir in dieser Form heutzutage nurnoch selten erleben. Wenn ihr euch auch nur ein Stück weit für kreative Spielideen und unbeschwerten Spielspaß erwärmen könnt - dann schlagt zu!

Stefan Thiermann
Ist New Little King’s Story der erhoffte System Seller für die PSVita, der sie endlich in den mit „Erfolg“ betitelten Bereich hieven wird? Wahrscheinlich nicht. Aber ist das schlimm? Nö, nicht im Geringsten, denn wir haben hier ein verdammt spaßiges Stück Software vor uns, das ich allen ans Herz legen kann, die nichts gegen eine kindliche Aufmachung haben und über die technischen Mankos hinwegsehen können! An dieser Stelle liegt der Hase nämlich etwas im Pfeffer: der letzte Feinschliff ist auf der Zielgeraden wohl ausgeblieben und so haben wir es hier mit Rucklern, Rechtschreibfehlern in den Bildschirmtexten und weiteren vermeidbaren Unnötigkeiten zu tun. Dafür bietet das Spiel aber einen großen Umfang, jede Menge Charme und spaßiges Gameplay! Kaufempfehlung? Kaufempfehlung!

Fühlt sich jetzt wie eine richtige Prinzessin: Stefan Thiermann für PlanetVITA.de

Vielen Dank an Konami für die freundliche Bereitstellung des Rezensionscodes.

Leserwertung:

Mittelmaß
Deine Wertung:

-
Schönes Spiel mit großen Umfang, dem allerdings der letzte Feinschliff fehlt.

Wertung

SPIELWELT:

8.0

ABWECHSLUNG:

7.0

SPIELSPAß:

9.0
8
von 10

Großer Umfang

Niedliches Artdesign

Schöne Musik und putzige Soundeffekte

Motivierender Ausbau des Reiches

Speichern jederzeit möglich

Große, frei erkundbare Welt

Umständliches Einheitenmanagement

Teils störrische Kamera

Ruckler

Aufploppende Objekte

Rechtschreibfehler

Schlechte Wegfindung der Gefolgsleute

Wie werten wir?

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17 Kommentare